| |
|
Ajoki

Ajoki hat es den Vermittlern nicht einfach gemacht,
groß waren seine Ansprüche an die Führungsqualitäten seiner neuen
Menschen. So hat es auch ein gutes Weilchen gedauert, bis er, der einige
Interessenten angesprochen hatte, das richtige "Deckelchen" gefunden
hatte.
Nun war es schließlich so weit: auch hinter Ajoki schloß
sich die Tür der Auffangstation ein letztes Mal.
Gemeinsam mit seinen Menschen hatte er eine lange Fahrt
vor sich, die durch Stau und schlechtes Wetter zusätzlich erschwert
wurde.
Um so strahlender wurde er an seinem ersten Morgen im
neuen Zuhause begrüsst: stahlblauer Himmel, Sonnenschein, ungewohnte
Wärme und verschneite Bergspitzen hießen Ajoki ebenso willkommen wie
Hündin Tina und die restliche, bis dahin noch unbekannte neue Familie.
Ajoki gab sich entspannt und schien zufrieden mit dem,
was er zu sehen und zu erleben bekam - wir wünschen ihm und seinen
Menschen, dass diese Zufriedenheit noch viele Jahre anhalten möge.
|
|
Yukon
Sehr, sehr lange hat er
suchen müssen, unser verschmuster Riese Yukon, aber nun hat er es
geschafft und eine schöne Dauerpflegestelle bei lieben Menschen
gefunden. Obwohl körperlich alles andere als topfit, ist Yukon doch ganz
Husky, der alles auskundschaften muss, noch immer sehr neugierig ist und
sich gerne auf Neues einlässt.

Und auch er legt (ebenso wie Houka) auf einmal eine Beweglichkeit an den
Tag, die ihm eigentlich niemand zugetraut hätte, der ihn in der Station
erlebte. Verblüfft hat uns auch die Anpassungsfähigkeit von Yukon (und
Houka), für die wir eigentlich ein ruhiges Einzelplätzchen angedacht
hatten. Gelernt haben wir von diesen beiden Senioren, dass sich die
älteren Huskys, trotz guter Versorgung und engem Anschluss ans Büro der
Station in gewisser Weise aufgeben und dass wir zukünftig noch
intensiver an der Vermittlung gerade dieser Hunde arbeiten müssen.
Wir danken seinen
Menschen, dass sie Yukon trotz aller seiner Erkrankungen und den damit
verbundenen regelmäßigen (und zeitintensiven) Tierarztbesuchen herzlich
bei sich aufgenommen haben und sich auch von anfänglichen
Schwierigkeiten nicht entmutigen ließen.
„Nach einigem heftigen Knurren von unserem Lobo und kräftigem Brummeln
von Yukon und sogar ein paar Mal Auseinanderreißen der zwei Artgenossen
sind sie jetzt bereits beste Freunde geworden. Yukon musste sich dem
Malamuten unterordnen.
Am Anfang hat der Yukon unseren Heizkörper im Wohnzimmer als Toilette
benutzt und des öfteren in der Wohnung seine Markierungen gesetzt.
Yukon blüht bei uns völlig auf. Er genießt reichlich seine vielen
Streicheleinheiten, denn wir und jeder Freund von uns muss das
Schmusemonster kraulen und wieder kraulen.
Kürzlich hat der Yukon auf dem Seitenteil unserer Wohnzimmercouch auf
dem dort liegenden Strickzeug übernachtet. Wie er dort trotz seiner
Arthrose hinauf gekommen ist, wissen wir nicht. Sein Bett im Wohnzimmer
haben wir mit 2 Kissen ausgestattet, damit er es sich richtig gemütlich
machen kann.
Nur die Tabletten, die er einnehmen muss, packt er fast jeden Tag wieder
aus. Trotz Easytabs, die schmecken, riechen und aussehen wie Fleisch,
ist es sehr oft eine Herausforderung, diese einzunehmen. Wir verpacken
das Medikament im Hähnchen- oder Putenfleisch, denn Yukon ist von
Belcando auf dieses Fressen umgestiegen.
Wenn er spazieren gehen darf, freut er sich so, dass er richtig laut
bellt. Auch im großen Garten hat er einiges zum Auskundschaften. Er
sucht gerne den Anschluss an den Englischen Setter Rico, die
Münsterländer-Mischung Gundi, den alten Schaeferhund Bodo sowie zum
Malamuten Lobo. Wenn es ihm zuviel wird, sitzt er an der Wohnzimmertuer
und schaut den anderen Hunden beim Spielen zu.

Yukon ist ein Hund, der sehr viel Streicheleinheiten und gute Behandlung
braucht. Er ist eine Seele von einem Hund. Wir hoffen, dass Yukon noch
viele Jahre bei uns verbringen darf und werden alles dafür tun.“
|
|
Mushar

Einst kam die Hübsche aus Spanien und lebte in einer
Familie mit noch drei anderen Nicht-Nordischen zusammen. über ihr Vorleben
in Spanien wussten uns die Vorbesitzer nichts zu sagen, aber bei ihnen
hatte Mushar immer irgendeinen Schabernack im Kopf, war eben anders, als
die anderen. Ein bisschen war man überfordert mit ihr.
 
Nun hat sie sich in die Herzen zweier Menschen
geschlichen, verführt diese mit ihrem Charme und konnte die Auffangstation
schnell wieder verlassen. Wir wünschen der Familie viel Spaß mit Mushar
und hoffen, dass der empfindliche Magen, den sie aus Spanien mitgebracht
hat, sich langsam erholt.
|
|
Houka
„Ick bin ein Berliner“
sprach vor vielen Jahren ein großer Mann, vielleicht nahm sich Houka an
diesem ein Beispiel und trat in seine Fußstapfen? Aber ist es überhaupt
Houka, der da nach langer Fahrt in Berlin ankam? Wir wissen, dass seine
Menschen mit ihrer Hündin den langen Weg von Berlin zur Auffangstation
kamen, dort mehrere Tage Station machten und in aller Ruhe die
„Familien-Vergrößerung“ angingen. Schon bald zeigte sich, dass Houka das
neue Rudel wohl sympathisch ist, noch in der Station entstand das schöne
Foto von Houka und seinem neuen Boss.

Hündin Martini, die bisher die Rampe zum Einstieg ins Auto beharrlich
ablehnte (als Dame kennt man schließlich kein Alter) entschloss sich im
Schwarzwald überraschend dazu, von nun an wie Houka lieber in den Fond zu
schreiten als zu hupfen. Ein wenig Traurigkeit kam auf, als der bruddelige
alte Grantler mit den diversen Alterzipperlein und
Bewegungseinschränkungen ein letztes Mal die Station verließ und in
Richtung der neuen Heimat Berlin fuhr.
Ein Rätsel wird bleiben, was auf dieser Fahrt geschah, denn in Berlin kam
ein Herziger
Oder Unglaublich
Kerniger
Alter an, der trotz der langen
Fahrt am nächsten Morgen voller Energie und Lebensfreude seinen Privatwald
erkundete

und mit unerwarteter Gelenkigkeit den hochgelegten Knochen von
Hündin Martini zu sich herabbeförderte. Das mitgegebene Trockenfutter
erklärte er umgehend für ungenießbar und besteht darauf, wie Martini
ernährt zu werden. Irgendwer muss ihm dann noch geflüstert haben, dass
bisher jeder Hund in dieser Familie Körbchen kategorisch ablehnt und so
bleibt nun auch Houkas leer, viel lieber macht er sich´s in dicken Kissen
bequem.

Merkwürdig auch, dass das einzige Geräusch, das Houka noch von
sich gibt ein lautes oooouuuhooooouuuu im tiefsten Walross-Bass ist, mit
dem er morgens alle zum Gassigehen zusammentrommelt.
Aber vielleicht ist es doch „unser“ Houka, denn zumindest was das
Spazierengehen anbelangt, ist eine gewisse Ähnlichkeit nicht von der Hand
zu weisen „Und er läuft und läuft und läuft... sobald wir rausgehen, fängt
er an herumzuhüpfen wie ein Känguru und ist nicht zu bremsen.“

Wir freuen uns unglaublich für Houka (ist doch unser Houka, oder?) und
danken seinen Menschen, dass sie sich auf diesen Dauerpflegling so wohl
vorbereitet, offen und uneingeschränkt eingelassen haben. Houkas
Kommentar zu seinem neuen Zuhause hören Sie
hier.
|
|
Alischa
Da es die Jugend meist recht eilig hat, blieb auch Alischa
nicht lange in der Vermittlung, trotz oder gerade wegen ihrer etwas
ungewöhnlichen Charaktereigenschaften (Hütetrieb, etwas wachsam) fühlten
sich rasch die richtigen Menschen angesprochen und schwups, da war sie
wieder weg....

|
|
Berly
Berly

Berly, eine 10jährige Hündin, die der NfP vom Tierheim Oelzschau zur
Vermittlung anvertraut worden war, konnte nach nur wenigen Wochen ein
neues Zuhause beziehen. Einen ersten Bericht haben wir von ihr nun
bekommen.
"Hallo, Ihr Lieben,
ganz kurz möchte ich Euch mein neues Zuhause vorstellen (habe nicht viel
Zeit, muss nämlich den alten Herrn "Bruno" auf Trab halten). Nach einer
langen Fahrt vom Schwarzwald in das Nordhessische Land bin ich am Samstag
hier angekommen und Ihr hättet mal die Augen meiner Zwei- und meines
Vierbeiners sehen sollen, als ich aus der Transportbox heraus stieg.
Die waren ja geblendet von meiner Schönheit (na ja, ich bin halt auch ne
besonders Schöne, eben ein Wooly-Husky) und mit meinem Vierbeiner bin ich
dann gleich in das riesige Grundstück zum Toben und Beschnüffeln,
eigentlich bin ich - glaube ich - schon immer hier zu Hause gewesen. Und
da ich ein helles Köpfchen bin, lerne ich ganz schnell, mit Herrchen und
Bruno am Rad laufen, durch die Hundeklappe aus dem Haus und ins Haus
(heute morgen zum ersten mal auch von draußen nach drinnen), mich auf dem
Sofa breit machen, so dass mein alter Herr fast meinen Hintern im Gesicht
hat. Also, mir geht's gut und das Autofahren, was ich ja nicht kenne, wird
mir vielleicht auch noch Spaß machen, doch zunächst schau ich's mir lieber
von außen an.
Also dann, bis mal wieder."
Und wieder ein paar nette Zeilen:
"Heute vor 2 Wochen ist Berly in unsere Familie eingezogen und wir möchten
nochmals etwas von der vergangenen Zeit berichten.
Nach wie vor sind wir von Berly fasziniert, sie ist so eine liebenswerte,
clevere und witzige Hündin. Eigentlich ist es, als wäre sie schon immer
bei uns. Vor allem für unseren Bruno ist es wirklich die große Liebe. Die
beiden verstehen sich total gut, wir haben bisher, obwohl wir ja doch ein
Rudel von z.T. 7 Huskys (alles Verwandschaft) hatten, so etwas nicht
gesehen. Auf engstem Raum liegen sie beieinander, kauen ihre Kauknochen
Schnauze an Schnauze und sind ständig zusammen. Heute morgen hat Bruno
seine Freundin das erste Mal mit in unser Bett gebracht und das hat den
beiden so gut gefallen, dass sie noch bis in den Vormittag hinein dort
gelegen haben.
Anfänglich wollte Berly nicht ins Auto, aber auch das geht jetzt ganz
toll, sie lernt sehr schnell. In der Anfangszeit hat sie immer mal wieder
gebellt, da aber Bruno da nicht mitgemacht hat, hat sie es jetzt schon
ganz aufgegeben. Wir sind wirklich ganz glücklich über diesen Hundeschatz
und besonders Bruno ist nun wirklich ein rundherum glücklicher Hund. Wenn
das Wetter endlich mal schöner ist, folgen auch noch Bilder von unseren
beiden
Schätzen."
Mit den Fotos kam im März noch diese Anmerkung:

"Mit Berly haben Sie viel Freude in unsere Familie gebracht. Nachts
schläft sie jetzt immer neben unserem Bett. Im Gegensatz zu Bruno möchte
sie nicht erhöht (also auf dem Bett) liegen, sie bleibt lieber auf dem
Boden."

|
|
Janosch
Die Vorstellung bei "Herrchen gesucht" brachte Janosch
viele Interessenten ein - er hatte sich mit schief gelegtem Köpfchen
charmant, aber sehr gekonnt in Szene gesetzt und so den anderen Hunden
mehr oder weniger die "Schau gestohlen".
Das allererste Angebot, das für Janosch nach der Sendung
einging, war gleich ein Volltreffer, die Platzkontrolle bestätigte dies
und so konnte Janosch ganz schnell ins neue Zuhause umziehen. Auch Janosch
ist mit der Wahl mehr als einverstanden, problemlos hat er sich der
veränderten Situation angepasst und fühlt sich einfach nur "Zuhause".
|
|
Taibo
Weiß wie Schnee, super verträglich mit Artgenossen, freundlich zu großen
und kleinen Menschen - und dennoch musste Taibo recht lange auf ihre
Chance warten.

Das Schicksal hatte den siebenjährigen Siberian Husky Tommy zum
Einzelhund werden lassen, eine Rolle, in der er gar nicht zu recht kam,
auch seine Menschen konnten ihn nicht aus seiner Trauer herausholen.
Taibo mit ihrer Lebensfreude fand schnell Zugang zu dem einsamen Rüden,
er fand seine Lebensfreude wieder und Taibo ein Zuhause bei Menschen,
die bereits ebenfalls vollkommen verzaubert sind von ihrer lieben,
umgänglichen Art.
Ein wenig Schwierigkeiten gibt es noch mit der Stubenreinheit von
Taibo, wenn die Menschen das Haus einmal verlassen müssen,
Alleinebleiben ist halt schwer, wenn man solange ein Zuhause suchte.

Taibos Menschen sind zuversichtlich, dass sich diese Angst mit
wachsender Gewöhnung und Routine geben wird.

Wir wünschen Tommy und Taibo mit ihren Menschen ein langes gemeinsames
Leben.

|