Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen
haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im
Januar 2007 ein neues Zuhause gefunden haben
Eigentlich brachte Anouk alles mit, um rasch ein Zuhause finden zu
können: eine gute Erziehung dank motivierten Hundeschul- Besuchs,
Verträglichkeit mit allen Vierbeinern, sogar Katzenverträglichkeit im
eigenen Haushalt, jugendliche drei Jahre und ein freundliches, offenes,
kinderliebes Wesen. Dass sie sich dennoch schwer tat, lag an zwei Dingen:
sie ist "nur ein Mix" und sie wollte alles, nur möglichst nicht alleine
bleiben - die Abgabe hatte ihre vorher schon vorhandenen Verlassensängste
vervielfacht. Erste Interessenten kamen mit ihrem starken Jagdtrieb nicht
zu Recht, Spaziergänge mit Anouk sind wie mit vielen anderen jungen
Nordischen nach dem ersten verheißungsvollen Rascheln im Gebüsch einfach
etwas anstrengender als mit einem "gewöhnlichen" Hund. In einer Familie,
die sich eigentlich für einen ganz anderen Hund gemeldet hatte, und die
sehr umsichtig mit den Bedenken und Vorschlägen der Vermittler umgingen,
fand sie schließlich "ihre" Menschen. Und hier passt sie hin, kommt gut zu
Recht mit dem sehr lebhaften, quirligen fünfjährigen Kind der Familie, das
in seinen Liebkosungen manchmal noch etwas derb ist und kann auf die
Erwachsenen bauen, die für ausreichende Ruhephasen sorgen. Da zudem auch
immer jemand da ist, kann hier an ihren Verlustängsten nun in aller Ruhe
gearbeitet werden - wir freuen uns, dass Anouk und ihre Familie so gut
miteinander harmonieren.
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Gismo, ein 10 Monate alter Shiba-Inu-Rüde kam wegen Erkrankung seines
Frauchens in die Vermittlung, sein Züchter hatte ihn leider nicht
aufnehmen können und ihn uns übergeben. Für anfängliche Auffälligkeiten
wie das Ablehnen von Spaziergängen fanden sich beim Tierarzt Erklärungen,
ein Leistenbruch und ein innenliegender Hoden verleideten ihm wohl das
Herumtollen. Nach dem dies behoben war, taute Gismo auch dank der Hilfe
des in der Pflegestelle vorhandenen Shibas rasch auf, spielte, tobte - ein
putzmunteres Kerlchen, das nun nur noch ein Zuhause brauchte. Ein weiteres
Mal fanden sich Interessenten aus der Schweiz ein, die er rasch für sich
gewinnen konnte und die offen waren für die ausgesprochenen Empfehlungen.
So hat er sich rasch eingewöhnt und glänzte beim ersten Hundeschul-Besuch
bereits durch außergewöhnliche Aufmerksamkeit für sein neues Frauchen.
Fleißig und freudig begleitet er sie auch zu ihrer Arbeit in einem
Altenheim, wo er durch seine sanften und liebevollen Umgang mit den
Bewohnern bereits viele Herzen für sich gewonnen hat und neben Abwechslung
viel Freude in den Alltag der einzelnen bringt.
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Im knappen Alter von 8 Wochen kam die kleine Akita-Hündin, zusammen mit
ihrem Bruder zur Nothilfe. Sie wurden beide von Menschen angeschafft, die
sich über das Wesen und den Charakter von Akitas keine Gedanken gemacht
haben und so wurden sie auch stehenden Fußes wieder zur Vermittlung in die
Nothilfe weiter gegeben. Azumi durfte in der Geschäftsstelle einziehen,
fand auch gleich bei den Hunde-Tanten einen Halt und wurde mit erzogen.
Mit 10 Wochen war Azumi schon stubenrein und lief super an der Leine, man
merkte, dass diese kleine Hündin sehr schnell lernte. Da ist man von einem
Welpen begeistert, denn man kennt es sonst anders. Sie hat nichts
angenagt, nichts angefressen, zeigte, wenn sie raus musste – sie war ein
wahrer Schatz. Und den sollte man hergeben ?? Naja, Interessenten hatte
man schon für diese kleine Hündin, doch sie sollte erst Mitte Januar 2007
übernommen werden. Doch meistens kommt es anders als man denkt: „Vorsätze über Bord geworfen“Als unser Husky-Rüde Pinto starb, hatten wir noch unsere 2 Husky-Mädels
(Sheela heute 12 Jahre und Dayra heute 13 Jahre). Wir waren uns einig,
dass wir uns „nie mehr einen 3. Hund“ anschaffen und vor allen Dingen „nie
mehr einen Welpen“. … 3 Jahre hielten die guten Vorsätze.
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Anaïs – rätselhaft und unergründlich?Ja! In einem Punkt: ja! Nämlich in der Frage: Wo ist DIE Anaïs?
Nr. 1 wurde als eigenwillig, zickig, oft übellaunig, brummelnd,
manchmal Erste-Hilfe-reif tackernd, rätselhaft und unergründlich
beschrieben; durch Leckerlis zu manchem, aber wahrlich nicht zu allem zu
überreden. Was die Menschen nach Hause gebracht haben, Anaïs Nr. 2, ist
ein liebes, anhängliches, liebebedürftiges, Küsschen im Überfluss
verteilendes Streichel-Krabbel-Knuddel-„Monster“, der Leckerlis piepegal
sind (von Pistazien und Rosinen `mal abgesehen); die aber stets von sich
aus bemüht ist, ihren Menschen alles recht zu machen; die bereits jetzt so
vieles ohne Murren machen lässt, was Anaïs immer gegen den Pelz ging:
Geschirr an- und ausziehen; trocken reiben; (ein bisschen) bürsten;
streicheln beim Ochsenziemerkauen; Kletten aus dem Fell zuppeln; überall
anfassen? Aber jaaaa, biiiitte! Und kraulen, bitte, am liebsten 24 Stunden
am Tag (na ja, abzüglich der drei Stunden, die für’s Spazierenrennen
reserviert sind), und da das nicht reicht, könnte man nicht auch
vielleicht nachts ...? Auch Anaïs Nr. 2 weiß, wofür ihr Zähne gegeben
wurden – klar, zum Ochsenziemerkauen natürlich. Wo
Anaïs Nr. 1 ist, bleibt ein Rätsel. Allerdings interessiert es aber auch
weder Anaïs Nr. 2 noch ihre Menschen wirklich, denn für diese ist Anaïs
Nr. 2 die absolute Nr. 1, weshalb sie auch liebevoll Prinzesschen genannt
wird.
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Hera – eine alte Hündin im GlückNormalerweise hat ein zwölfjähriger Hund im Tierschutz schlechte
Chancen und die Vermittler müssen einiges tun, um einen Platz
aufzutreiben. Für Hera waren die Bemühungen noch nicht mal recht
angelaufen, da war auch schon ein Angebot da – nicht für irgendeine ältere
Hündin, sondern speziell für Hera, nur für Hera. Regelrecht gesucht hatten
ihre Menschen nach ihr, viel zu spät hatten sie vom Schicksal des Rudels
erfahren, sonst hätten sie Hera die Besichtigung der Station erspart. Denn
mehr als eine Besichtigung war es nicht, gemeinsam mit Tochter Banja hatte
sie „Übernachtung mit vorherigem Abendessen“ genossen und war gleich in
eine Pflegestelle weitergedüst, grad dass es zeitlich noch eben zum
Fotografieren reichte.
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Hat irgendwer einmal behauptet, die 13, wäre keine Glückszahl? Für
Djego jedenfalls ist sie eine, denn der Kalender zeigte den 13. als die
Entscheidung fiel: Djego, der große Grönland-Samojeden-Mix, bleibt! Mehr
als ein halbes Jahr wartete er in der Pflegestelle auf geeignete
Interessenten, trotz seiner Jugend waren die Anfragen gering - ein Los,
das er mit vielen anderen überwiegend schwarzen Hunden teilt. Unverdient,
denn er hat sich zu einem wirklich tollen Begleiter gemausert, der mit
seinen Pflegeeltern und deren Hündin überall gerne gesehen war und ist.![]() Von Anfang an ein Herz und eine Seele mit Hündin Inka, hatte er auch sein Pflegefrauchen längst erobert, sich heimlich in ihr Herz geschlichen, trotz seiner Größe, die ihr manchmal alles abverlangt. Einzig das Pflege-Herrchen hielt lange stand, im Herzen den Traum vom rot-braunen Husky und im Kopf durchaus begründete Argumente, warum Hund Nr. 2 eben nicht ein Koloss wie Djego sein sollte. Doch mit jedem Tag investierter Erziehungsarbeit und gemeinsam Erlebtem fiel es auch ihm schwerer, an den Tag zu denken, an dem Djego ausziehen würde – „Pflegestellen-Fieber“ heißt dieser schleichende Prozess auch, gegen den Mensch so wenig ausrichten kann, der einfach passiert. Wir freuen uns riesig, dass es Djego passiert ist, denn etwas Besseres hätte ihm nicht widerfahren können, wissen wir doch, dass er sich bei seinen ehemaligen Pflegeeltern und jetzigen neuen Menschen rundherum wohl fühlt und optimal gefördert wird. Unserer soeben ausgeschiedenen Pflegestelle ein herzliches Dankeschön für dass Einlassen auf den damals noch etwas unerzogenen, temperamentvollen Djego und weiterhin so viel Freude und Spaß mit ihm wie in den letzten Wochen.
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Wahrlich
Glück im Unglück hatte Micha, eine Malamute-Husky-Hündin. Ihre Besitzer
hatten sie kurz vor ihrem 10. Geburtstag in ein französisches Tierheim
abgeschoben, dort drohte ihr wegen der in den Sommermonaten üblichen
Überbelegung, die Einschläferung. Noch bevor sich Micha von dem Schreck
der Tierheimabgabe erholen konnte, befand sie sich auf dem Weg nach
Freudenstadt, eine gelassene und freundliche Hündin von eher kleiner,
kompakter Statur. Gesundheitlich musste erst einmal einiges nachgeholt
werden, eine Wolfskralle war bereits in den Ballen eingewachsen und bei
der Erstuntersuchung fand sich bei der unkastrierten Hündin auch noch ein
Mamma-Tumor. Die anschließende OP überstand Micha gut, allerdings musste
sie in der Verheilphase wegen nachgelaufenen Wundwassers mehrfach
punktiert werden. Geduldig warteten Rüde Sammy und seine Menschen, die
sich spontan bereit erklärt hatten, Micha erst einmal in Pflege zu nehmen,
bis die Dame so weit hergestellt war, dass sie bei ihnen Einzug halten
konnte. Behutsam gaben sie Micha erste Einblicke in das Leben eines
„Haushundes“, denn auch Micha war wie viele französische Hunde nur im
Garten gehalten worden. Eine erste Nachuntersuchung ergab keine weiteren
Karzinom-Hinweise, noch bevor ein weiterer Check durchgeführt wurde, war
klar, wenn dieser gut ausfällt, dann bleibt Micha. Und so begleitete eine
sichtlich zufriedene und sehr ausgeglichene Micha gleich zu Jahresbeginn
ihre Pflegeeltern zum schriftlichen Prozedere, den Heimweg trat sie als
feste Lebenspartnerin von Sammy an, mit ihrer Familie. Recht herzlich danken wir ihrer Familie, dass sie dieser älteren Hündin eine Chance gaben, sie gesundheitlich wieder aufbauten und ihr nun ein schönes letztes Lebensdrittel bieten.
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Dank der Beharrlichkeit dort engagierter und als Gassigänger auch aktiv mit den Hunden arbeitender deutscher Tierschützer fand Tina langsam zu einzelnen Personen wieder Vertrauen, schloss sich besonders eng einer ihrer Gassigängerinnen an. Mit dieser spielte sie, schmuste sie – Seiten, die andere von Tina nicht zu sehen bekamen. Schließlich stand der Gedanke im Raum, dass sie Tina möglicherweise zu sich nehmen würde. Gemeinsam mit dem Hundetrainer Thomas Kern (Pate von Vermittlungshund Obelix) , der sich vor Ort mit Tina unentgeltlich auseinandersetzte, wurde versucht, mehr über Chancen und Möglichkeiten dieser Idee zu erfahren. Unkontrollierte Aggression konnte er Tina nicht bescheinigen, wohl aber eine mitunter sehr ignorante und – was sehr überraschte- eine erstaunlich nervenstarke Seite. Seine mitunter schon recht provokanten Handlungen prallten an ihr gerade zu ab, lästig war er ihr, aber keine Aufregung wert. Die Idee wurde zum Plan, Vorbereitungen getroffen, Tina u.a. noch kastriert, weiter viel am gegenseitigen Vertrauen gearbeitet. Als Tina schließlich auf ihren Gnadenbrotplatz umzog, ging sie nur nach Hause, unaufgeregt, als wäre es das Normalste von der Welt. Unerwartete Schwierigkeiten tauchten bei der Vergesellschaftung mit dem vorhandenen Rüden auf, zwei starke Charaktere prallten aufeinander, die Menschen hielten trotzdem durch. Staunend erlebten sie eine veränderte Tina, lebenslustig, voller Energie, auch wenn das „Heck“ ihr nach wie vor Probleme bereitet und sie Treppen innerhalb des Hauses nur mit menschlicher Hilfe gehen kann. Einfach im Umgang ist sie nach wie vor nicht, zeigt teilweise Schutztrieb – eine weitere Überraschung. Dass Tina eine Zukunft
außerhalb des Tierheims hat, ist nur dem Engagement ihrer Gassigängerin, die bereits im Tierheim für die
tierärztliche Versorgung aufkam. Großen Respekt haben wir vor so viel
aktiv gelebtem Tierschutz, wir sagen ein riesengroßes DANKE!
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Der gut zweijährige Akita-Mix-Rüde Timmy war wohl einer von Fortunas
Lieblingen im Jahr 2006, denn für ihn wendete sich endlich
Wir bedanken uns ganz herzlich bei seiner Familie, dass sie ihm diese
Chance gaben und sich auch von den Anfangsschwierigkeiten nicht beirren
ließen und das heraus arbeiteten, was Timmy heute ist: ein geliebtes,
nicht mehr weg zu denkendes Familienmitglied. |