Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Mai 2008 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Glücklich? Ja, auch nach fast 12 Jahren als Einzelhund.
Ayla an Ostern

Am Anfang stand eine jener Mails aus der Geschäftsstelle: „könnt ihr einen Notfall aufnehmen?“Ayla und Paris
Also ging’s mal wieder los, einen Pflegehund abzuholen. Nach anfänglichen Problemen zwischen Parys und Ayla (Eyla) sind sie heute nach drei Monaten ein Herz und eine Seele. Nach einem Ostertrip nach Mecklenburg-Vorpommern, zum Osterlager von Nordische on Tour, mit dem Wohnwagen, stand die Entscheidung fest. Wer jeden Tag Wanderungen von mind. 1,5 bis 2 Stunden mit macht und kräftig an der Leine zieht, wenn Herrchen mit Parys weiter vorne ist, der hat sich wohl doch an das Leben als Zweithund gewöhnt. Somit wurde es mal wieder eine Pflegestelle weniger und ein vermittelter Hund mehr.

Nun müssen nur noch die Blutwerte passen und dann geht’s im Juni mit dem Wohnwagen nach Nordschweden. Mittlerweile hat sie gut 3 kg abgenommen und ordentlich an Kondition und Muskeln zugelegt. Fahrradfahren und Jogging sind keine Fremdworte mehr. Auch ihre Gelenkprobleme machen ihn nicht mehr so schwer zu schaffen.

Nun freuen sich zwei Vierbeiner, wenn man nach Hause kommt und sind entsetzt, wenn sie mal nicht mit dürfen zur Arbeit. Beide Aylaschlabbern sich gegenseitig über die Schnauze und auch der Futterneid nimmt langsam ab. Mittlerweile haben wir rausbekommen, dass Ayla einfach kein Rind mag. Nun haben wir Futter gefunden, das fast kein Rindfleisch enthält. Jetzt haben wir 2x Futter im Keller stehen, 2x Hundeschnauzen im Gesicht, wenn wir nach Hause kommen.

Ayla ist eine große Sonnenanbeterin und liegt am liebsten im Garten, wo sie dann aber auch schnell mal in den Schatten wechseln kann. Ansonsten macht sie den Fellwechsel gut mit und lässt sich sogar zupfen!

Ein ganz liebes Danke nach Schleswig-Holstein zu Kerstin und Axel mit Parys, die hier (wieder einmal) so schnell und unkompliziert für diesen Notfall eingesprungen sind. Und für Ayla freuen wir uns riesig, dass sie bleiben darf – besser hätte sie es wirklich nicht treffen können.
 

 

 


 

Rocky – unser Malamute-Rüde,

war nun fast ein halbes Jahr bei uns in der Station. Imposant und von einer gewissen Dominanz war er nicht so einfach vermittelbar. RockySchon beim ersten Kontakt "checkte" er die Menschen ab, bei manchen ganz offen, bei anderen fast unmerklich. So war er nicht immer gut einzuschätzen. Innerhalb des Hunderudels war er jedoch kein Problem und tollte mit den anderen Hunden um die Wette.
Dennoch, fast schien es, dass er zum "Dauersitzer" werden könnte. Dass dem nicht so geschah, fing wieder einmal mit einem traurigen Ereignis an, eine Familie verlor ihren vierbeinigen Kameraden und das Haus erschien leer.

Bei einem ganz unverbindlichen Besuch in der Auffangstation fiel der Augenmerk auf den großen Rocky – der nicht nur hübsch ist, sondern auch eine gewisse Ausstrahlung besitzt. Nach einer Nacht überschlafen, machte man sich wieder auf in die Station - die Entscheidung, Rocky mitzunehmen, stand fest.
So durfte unser Rocky nach NRW umziehen und versucht nun, seine neue Familie um die Pfoten zu wickeln. Doch diese Familie ist erfahren genug, dem Rocky auch zu sagen, dass die Zweibeiner „Chef im Hause“ sind, was auch zwingend notwendig ist.
Da Rocky ein ausgezeichneter Schwimmer und ein Wassernarr ist, gaben wir noch mit auf die Reise, dass der Gartenteich entsprechend abgesichert werden muss. So war man vorbereitet - ein Glück, denn der Teich samt Fischen zog Rocky umgehend geradezu magisch an. Aber draußen hält ihn nichts – da ist schwimmen angesagt, sofern es die Örtlichkeiten zulassen.
Wir freuen uns sehr für Rocky und seine neue Familie, dass es bis jetzt gut mit dem Hundemann klappt und drücken die Daumen, dass es noch eine lang andauernde Freundschaft bleiben wird.
 


 

Spike - ein gutmütiger Hopfball ist ausgezogen,
Spike

um mit seiner liebenswerten Art andere Menschen glücklich zu machen. Schon bei uns in der Auffangstation hat sich schnell gezeigt, dassSpike wir es mit Spike mit einem besonders tollen Labi-Mix-Rüden zu tun haben. Seine Gefährtin, eine Husky-Hündin ist schon vor ihm vermittelt worden, nun sollte er an der Reihe sein.
Normalerweise sucht man auf den Seiten der nordischen Hunde keinen Labi-Mix – aber es gibt gewisse Ausnahmen.
Ein weibliches Mitglied unseres Kooperationspartners aktion tier – menschen für tiere e.V. wurde durch die Zeitschrift Mensch & Tier auf unseren Verein und somit auf unsere Internet-Seite aufmerksam. Rein informativ schaute man sich die Seite an und blieb mit einem innerlichen „Juhuuuu“ bei Spike haften. Schnell wurde der Ehemann herbeigerufen, das Telefon aktiviert und bei der Nothilfe angerufen, ob man sich Spike anschauen könne. Eine ruhige und eher zurückhaltende 9-jährige Golden Retriever-Hündin, sowie die komplette Familie suche einen neuen vierbeinigen Gefährten, da der andere Hundekumpel verstorben war.
Nach den entsprechenden Vorbereitungen reiste man dann an und nahm einen total im wahrsten Sinne des Wortes „umwerfenden“ Spike mit auf einen Spaziergang. Auf diesem zeigte sich Spike rasch relaxt, ruhig und hin und wieder ließ er sogar ein wenig von seinem (eigentlich vorhandenen) Grundgehorsam durchscheinen. Ja, Spike präsentierte sich von seiner besten Seite und so stand für die Familie und die Hündin bei der Rückkehr zur Station fest: Spike kommt mit!
SpikeDie Rückmeldungen sind nur positiv – keine Probleme mit den Kindern – keine Probleme mit der Hündin – es ist so, als wäre Spike schon immer in dieser Familie gewesen.
Und wir freuen uns für unseren „schwarzen“ Buben, denn meist sitzen diese Mixe und zudem noch in „schwarz“ viel zu lange und warten auf ihre Chance.

Ein Danke an die Familie, die Spike so liebevoll in Empfang und bei sich aufgenommen hat.
 

 

 

 

 

 


 

NICK
Nick und seine neuen Dosenöffner

Langsam richtet sich der Ast wieder auf, den sich Nick selbst abgesägt hat.Nick

Sein großes Glück ist, dass er nun Husky erfahrene Menschen ohne Kleintiere als seine Dosenöffner ansehen kann und die werden mit ihm und seinem Temperament sicher gut klar kommen. Jung genug, um noch einiges anzunehmen, ist Nick ja und durch seine stets freundliche und liebenswerte Art werden die neuen Menschen es einfach haben, mit ihm den gemeinsamen Weg zu beschreiten. Und Kinder ist er ja gewöhnt, mit denen kann er toben und spielen – mit den Erwachsenen Fahrrad fahren und joggen – für Abwechslung und Auslastung ist also gesorgt.

Wir wünschen Nick und seiner neuen sympathischen Familie viel Freude und bedanken uns, dass sie den weiten Weg nicht gescheut haben.