Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen
haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im August 2010 ein neues Zuhause gefunden haben
Yakima – unverhofft kommt oft
Manchmal ist es schon seltsam: wochenlang gibt es für einen Hund keine Anfragen
und dann plötzlich schwappt eine wahre Welle über die Vermittler herein und
mehrere Interessenten bemühen sich um das gleiche Tier. Auch Yakima war solch eine Kandidatin. Auf der Homepage hatten wir sie zunächst als Notfall vorgestellt, weil sie wegen einer schweren Erkrankung ihres Herrchens bereits zum zweiten Mal ein gutes Zuhause verlieren würde und man ihr einen Zwischenaufenthalt in der Station gerne erspart hätte. Aber nur eine einzige ernstgemeinte Anfrage ging ein, bei der sich schon im ersten Telefonat herausstellte, dass dieser Platz für Yakima absolut ungeeignet gewesen wäre. Also mussten wir alle in den sauren Apfel beißen und Yakima zog doch in der Station ein, als die Situation eine weitere Versorgung daheim nicht mehr gewährleistete. Für die hübsche Hündin war das ein gehöriger Schock. Im Welpenalter bei ihrem ersten Besitzer war sie nicht nur vernachlässigt, sondern sogar misshandelt worden, wodurch ihr Grundvertrauen in die Menschen nachhaltig erschüttert wurde. Durch die Umplatzierung in die Station stiegen in Yakima alte Ängste wieder empor. Rund drei Wochen brauchte es, bis sie sich überhaupt anfassen ließ. Dann jedoch taute sie schnell auf und wurde immer zutraulicher. Hätten die vorigen Besitzer nicht so exzellente Vorarbeit geleistet, dann hätte es mit Sicherheit noch viel länger gedauert, bis Yakima sich hätte anfassen lassen. In der Folgezeit bekam sie von mehreren Interessenten Besuch, doch persönliche Umstände ließen eine Vermittlung zum aktuellen Zeitpunkt scheitern.
Von Scheu war keine Spur mehr, Yakima schmuste umgehend mit der Fremden. Also ging es los zum gemeinsamen Spaziergang mit den draußen wartenden Privathunden Simi und Shiro. Deren erstes Zusammentreffen mit Yakima war weniger harmonisch, da unsere Große dem schüchternen Shiro gleich mal zeigen musste, dass SIE hier die Hosen anhat. Doch im Laufe der Gassirunde beruhigten sich die Gemüter und es gab keinen weiteren Zank. Die Entscheidung für Yakima war schnell gefallen. Wohlwissend, dass ihre
vollständige Integration auch noch eine Menge Arbeit bedeuten würde, zog die
frischgebackene dreifache Hundebesitzerin von dannen. Und ja, die ersten
Rückmeldungen beweisen, dass Yakima ihre neue Familie ganz schön auf Trab hält.
Aber noch eindrücklicher sind die Freude und der Spaß mit ihr. Auch ein
Bandscheibenvorfall der Besitzerin konnte das Glück nicht nachhaltig trüben. Das Frauchen schreibt: „Vor uns liegt viel Arbeit, aber auch Spaß. In der Hundeschule wurde Yakima herzlich aufgenommen und zum Schluss hat Yakima gelacht. Sie ist intelligent und entwickelt großen Charme bei jedermann. Die geben wir nicht mehr her.“ Und weiter: „Bisher läuft es von Tag zu Tag ein bisserl besser. Yakima ist eine große Schmusedame. Streicheleinheiten fordert sie hartnäckig und lautstark ein.“
Wir freuen uns, dass Yakima nach schweren Schicksalsschlägen nun zum dritten Mal ein liebevolles Zuhause gefunden hat und wünschen ihr und der ganzen „Meute“, dass das gemeinsame Glück noch viele Jahre dauern möge.
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Schwarz und Weiß sind nun vorbei- White`s Leben ist endlich bunt!
Acht Jahre musste der interessante Husky-Collie Mix mit seiner Schwester Sevin
in einer dunklen Scheune leben. Oder eher vor sich hinvegetieren, denn
tiermedizinische Versorgung gab es nicht und es herrschten grausige hygienische
Bedingungen. In der Zwischenzeit wurde natürlich langsam Kontaktarbeit aufgenommen. Denn
auch wenn man am Anfang meinen konnte, White konnte und wollte einfach nicht
hören: Nein, er fühlte sich einfach nicht angesprochen. Man hat diese typische Geste im Kopf, wenn jemand angesprochen wird und gar nicht damit rechnet, dass ER gemeint ist. Und sich erstmal umdreht, um zu schauen, wer denn der Glückliche ist.. Und dann ganz erstaunt mit fragendem Blick auf sich selber zeigt. Aber nachdem unser vierbeiniger Freund verstanden hat, dass sich Rufen und
Zureden tatsächlich auf IHN beziehen, hat sich seine Welt schlagartig verändert.
Die Außenwelt steht mit ihm persönlich in Kontakt! „Hey, und das macht Spaß!“ Eine Familie zeigte ebenfalls großes Interesse, konnte aufgrund des langen
Anreisewegs aber nicht einfach mal vorbeischauen. Deswegen wurde geplant, vor dem
anstehenden Norwegen-Urlaub die Station anzufahren. Mit der Zeit beeindruckte uns die Ausdauer dieser Interessenten aber immer
mehr. Und als sei der Wurm drin, scheiterten diese Vermittlungen. Oftmals aus äußeren und unverschuldeten Umständen, wie einem Vermieter, der es sich in letzter in letzter Minute anders überlegte. Inzwischen rückte der Termin mit der geplanten Anreise der Familie immer näher. Und damit auch mehr in unser Bewusstsein, sodass wir vorab einen Hausbesuch organisierten, um uns einen Eindruck von den Lebensbedingungen zu machen, die unseren Schützling dort erwarten. Der Kommentar war sinngemäß:
Überglücklich zog die nun erweiterte Familie erst mal in einen nahegelegenen
Ort weiter, um ihre erste Nacht gemeinsam im Wohnwagen zu verbringen. Am nächsten
Tag folgte noch einmal eine große Verabschiedung und dann ging es ab in den
Urlaub. Hallo Freunde! Aber jetzt zu meinem neuen Leben. Vor einigen Tagen tauchte bei mir ein gemischtes Rudel auf um mich zu einem Spaziergang abzuholen. Da sowohl die Zwei- als auch die Vierbeiner ganz akzeptabel waren, dachte ich mir dass ich ihnen eigentlich eine Chance geben könnte. So stimmte ich nach der Besichtigung des Wohnmobiles einer Umsiedlung in das neue Rudel zu. Nach einer von mir heroisch erduldeten Dusche ging es los. Mit meinem neuen Rudel, bestehend aus Herrchen, Frauchen, deren Sohn, einer kniehohen Spanierin namens Ayla und einem weißen Spanier namens Scooby-Doo ging es am nächsten Morgen gleich in den Urlaub nach Dänemark.
Sonne, frische
Meeresbrise und lange Spaziergänge am Sandstrand. Das Leben kann richtig schön
sein! Tagsüber teile ich mir ein Bett mit „Balkon“ mit meinem neuen Kumpel Scooby-Doo, aber nachts bestehe ich auf meinem eigenen „Bett“, schließlich bin ich
ja nicht irgendein dahergelaufener Streuner. Es hat zwar zwei Nächte gedauert aber
jetzt bekomme ich von Frauchen abends die Dinette zum Bett umgebaut. Bei den
Spaziergängen hat sich mein Frauchen allerdings als sehr Standhaft erwiesen, all
meine Versuche Sie aus ihren Schuhen zu ziehen waren bisher erfolglos. Wie es
aussieht muss ich meinem neuen Rudel noch einige Sachen beibringen aber im Großen
und Ganzen scheinen sie doch ganz akzeptabel, zumindest bekomme ich genug
Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten, Fressen und Schlaf. Aber sehen wir erst einmal
wie es weitergeht, denn Morgen geht es auf den Rückweg und dann lerne ich mein
neues Zuhause kennen. Wenn ich mich dann eingelebt habe werde ich mich mal wieder
melden. Viele Grüße aus Dänemark sendet Euch
Wir freuen uns herzlich und riesig, über diese erfolgreiche und schöne Vermittlung und wünschen der großen und erweiterten Familiy von Herzen alles Gute und viele glückliche Stunden!
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Sevin hat ein neues zu Hause
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Fynn
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Aykon – das Warten hat sich gelohnt
Rund zwei Jahre musste Aykon, der hünenhafte Malamute-Collie-Mix, in unserer
Schwarzwälder Auffangstation warten, bis er endlich das große Los zog. Im Vorfeld
hatten pessimistische Stimmen schon gemutmaßt, dass er bis ans Lebensende hinter
Gittern hocken würde, doch seine Gassigänger waren sicher, dass ein so
liebenswerter Hund nicht ewig „unentdeckt“ bleiben würde. – Blieb er auch nicht. Bereits im Januar 2010 nahmen Aykons spätere Besitzer Kontakt mit der NfP auf und besuchten ihren Favoriten in der Schwarzwälder Auffangstation. Am liebsten hätten sie ihn direkt eingepackt und mitgenommen, aber die damalige Wohnsituation und natürlich unsere Formalitäten ließen das nicht zu. Fortan begaben die Interessenten sich intensiv, aber lange Zeit erfolglos auf Wohnungssuche. Nebenher machten sie sich regelmäßig auf zur rund 1-stündigen Fahrt in die Station, um dort mit Aykon Gassi zu gehen. Bald schon erkannte Aykon das Auto bereits beim Herfahren und sprang vor lauter Vorfreude wie ein Wilder im Gehege herum. Er genoss es absolut, Abwechslung zu bekommen und im Mittelpunkt zu stehen – von den Spaziergängen samt Wildspuren mal ganz zu schweigen. Nach deprimierenden Monaten der Wohnungssuche kam dann endlich die Erlösung: Ein Haus mit Gartenanteil, wo der 11-jährige Aykon mit seinen rund 40 kg Körpergewicht einen ebenerdigen Ausgang hat. Bis zum Umzug dauerte es aber noch eine Weile und nicht nur die Interessenten fieberten dem Termin entgegen, sondern auch alle anderen, denen Aykon ans Herz gewachsen war und die ihm aufrichtig gönnten, endlich ein liebevolles Zuhause zu bekommen. Mitte August war es dann so weit und die Vermittlerin konnte Aykon direkt in
sein neues Heim bringen, wo Vier- und Zweibeiner herzlich empfangen wurden. Man
verstand sich gut und hatte viel Spaß an diesem Nachmittag. Hier würde es dem
riesigen Rüden mit Sicherheit an nichts fehlen! Durch die Auflösung mehrerer
Wohnungen war sogar noch einiges „übrig“, das jetzt speziell für Aykon benutzt
wird – die eigene Waschmaschine dürfte Aykon wohl eher egal sein, aber sein
Kühlschrank ist natürlich eine Wucht. Die allerersten Eindrücke im neuen Heim sind hier zusammengefasst. Nach wenigen Tagen folgte dann eine vom frischgebackenen Herrchen so begeisterte Rückmeldung, dass wir sie Ihnen nicht vorenthalten wollen. Vorauszuschicken ist, dass sich nur ein Mensch mit über 1,90 m Körpergröße erlauben kann, von Aykon als „dem Kleinen“ zu sprechen...: Hallo, sorry das ich mich erst so spät melde. Liegt aber nicht an Aykon, sondern an der Telekom – unser Internet funktioniert noch nicht. Also mal vorab ein kurzer Lagebericht. Abends bin ich mit der Nachbarin und den beiden Hunden noch eine Runde gegangen, damit sie sich aneinander gewöhnen, hat ihn aber auch nicht sonderlich interessiert.
Nach der letzten Gassirunde und dem Schlafengehen dann die spannende Frage: was macht er die Nacht über? – Die Antwort: Er schläft und ist der Meinung, dass man um 6.30 Uhr noch nicht aufsteht. Ein Bellen seit Freitag war alles, was man von ihm gehört hat, die anderen Hunde rundherum straft er mit Missachtung. Samstag haben wir ihn dann auch mal alleine gelassen, was er aber auch ohne Blödsinn zu machen akzeptiert hat. Sonntag habe ich dann die Teppiche auf die Stufen geklebt. Nach anfänglichem
Zögern ist er dann auch in den Keller, hat alles inspiziert und das Reisebett für
sehr gut zum Hinlegen und Schmusen befunden. Und seit gestern Abend hat er beschlossen, mit uns im Schlafzimmer zu schlafen.
Von ganz alleine ist er hoch gekommen, hat sich alles angeschaut und – nachdem er
mit den Vorderpfoten auf dem Bett war – auch eingesehen, dass das Bett für 3 zu
klein ist und hat sich dann vor das Bett gelegt und ich hab ihm dann auch sein
"Bett" hoch geholt. Er ist aber der gleiche Morgenmuffel wie ich: Frauchen rennt durch die Gegend und wir bleiben liegen und müssen rausgeholt werden. Auch wenn er mich beim Gassi gehen mit einer Schmuseeinlage blamiert hat, als er sich ins Gras geworfen hat und alle Viere von sich gestreckt hat und die anderen sich köstlich darüber amüsiert haben und er mir meinen Joghurt streitig macht (zum Glück hat er ja einen eigenen Kühlschrank) – ich kann mich nur wiederholen... Aykon ist ein absoluter Traum und scheint sich gut eingelebt zu haben und wohl zu fühlen. Den bekommt ihr nicht mehr zurück, basta. Na, da sind wir uns ja absolut einig: Aykon soll gar nicht mehr zurück. Er hat sein Glück gefunden und wir wünschen ihm und seinen Menschen, dass sie noch viele schöne gemeinsame Jahre miteinander erleben. Schließlich haben alle lange genug darauf gewartet. – Danke für das uneingeschränkte JA zu unserem Großen/Kleinen, er könnte es nirgendwo besser haben!
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Lise, das Glückskind
Langsam, aber sicher wurde es Zeit, dass Lise ein richtiges Zuhause fand – bei Menschen, die genug Zeit für ihre Erziehung haben. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in der Auffangstation, den Lise wohl als Abenteuerurlaub empfand, weil sie die anderen Hunde dort so wunderbar um ihre Ruhe bringen konnte, war Lise das Glück abermals hold. Eine nette Familie hatte wenige Wochen zuvor den Verlust der geliebten Familienhündin verkraften müssen und war nun bereit für eine neue Gefährtin. Auf den Fotos hatte Lise spontan ihr Herz erobert. Ein Besuch in der Station
einschließlich gemeinsamem Spaziergang machte das Gefühl dann zur Gewissheit: Lise
sollte es sein! Doch zuvor musste noch das Reiseprofil erstellt werden. Voller
Ungeduld warteten alle Beteiligten auf das Ergebnis und da Lise ja ein Glückskind
ist, lag der Befund schon wenige Tage später vor und wies keinerlei absonderliche
Werte auf. Juhu, die halbjährige Lise durfte als gesunder Hund die Station
verlassen. Im neuen Zuhause war bereits alles vorbereitet: Futter, Körbchen, Spielzeug und Kauknochen. Da ließ sich die junge, inzwischen in „Lisa“ umbenannte Hündin natürlich nicht lange bitten. Erst mal wurde der Napf geleert und während die Zweibeiner sich mit dem langweiligen Papierkram beschäftigen mussten, machte sich Lisa begeistert über ihren großen Kauknochen her. Das weiche Hundebett wurde auch gleich ausprobiert und gemeinsam mit Herrchen lag Lisa Probe und genoss die Streicheleinheiten. Als Spielzeug lag ein Plüsch-Wildschwein bereit. Lisa schnappte es sich und kaute etwas daran herum, ging dann aber rasch dazu über, das Stofftier mit den Pfoten zu bearbeiten und den eher von Katzen bekannten Milchtritt zu demonstrieren. - Ja, hier fühlte Lisa sich wohl und die Vermittlerin konnte sie ganz beruhigt der Obhut der neuen Besitzer überlassen. Die ersten Rückmeldungen sind begeistert. Lisa erweist sich als äußerst intelligente Hündin, die auf Anhieb ihre Zweibeiner nicht nur akzeptiert hat, sondern sehr an ihnen hängt. Sie bemüht sich, alles richtig zu machen und es sieht ganz so aus, als würde ihr das auch gelingen.
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