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Baby heißt nun Aponi -eine aufgewühlte Hundeseele findet ihre
Familie

Es scheint als, wenn der Name Baby ein passender Begleiter für die äußeren
Umstände war, die unserer jungen Husky-Hündin in ihren ersten Jahren begegnet ist.
Sie hat bisher keine richtige Stabilität erfahren und im ständigen Dominanzstreit
mit ihrer vierbeinigen Rivalin gelebt.
Durch Veränderungen in ihrer vorherigen Familie ist sie zunächst in die
Süd-Station gezogen und dort zeigte sich deutlich, dass sie absolut nicht gerne
alleine ist und menschliche Aufmerksamkeit über alle Maßen genießt…..und
einfordert, wo und wann immer sie kann. Auch über mehrere Gehege hinweg, wie kann
es denn bitte auch sein, dass die Betreuer dahinten sind, sie könnten doch genauso
gut bitte ganz schnell hier bei ihr sein.
Bevor Baby sich richtig eingelebt hatte, stand auch schon die nächste
Veränderung an: der Umzug in die Nordlicht-Station. Den hat sie allerdings gut
gemeistert, ebenso die anschließende Vergesellschaftung mit einem souveränen
Rüden. Zwar nicht von Anfang an, denn aus reiner Gewohnheit und schlechter
Erinnerung an die anfangs erwähnte Rivalin hieß es erst einmal meins, meins und
nochmals „meins“. Doch langsam spielten die Beiden sich ein und der Rüde hat ihr
genau die Sicherheit vermittelt, die ihr gefehlt hat.
Mitten in diesem „Selbstfindungs- und Eingewöhnungsprozess“ rief dann Familie B.
an, wohnhaft südlich von München. Und nach diversen Vorgesprächen und dank des
flexiblen Einsatzes unseres Vorkontrolleurs (vielen lieben Dank!) machte sich die
Familie trotz Glatteiswarnungen und kilometerlangen Staus auf der Autobahn auf den
langen Weg, um Baby kennenzulernen. So rollte dann am Donnerstagabend ein VW-Bus
mit Vater, Mutter und der Tochter an. Die Drei haben sich auch bis Samstagabend
Zeit genommen, um Baby richtig viel Zeit zum Beschnuppern zu lassen. Viele
Spaziergänge und Herumtoben, sowie zwei Nächte im VW-Bus, später war die
Entscheidung gefällt und Baby durfte mit on tour.
Familie B. ist mit viel Feingefühl auf unseren kleinen Schreihals eingegangen
und hat ihr von Anfang an viel Vertrauen vermittelt, wie sie auch in Aponis
Bericht lesen können, in dem sie ihre ersten Erfahrungen schildert. Aponi? Ja,
unser Schützling muss nun nicht mehr wie ein Baby auf sich aufmerksam machen, um
die Zuwendung zu erhalten, nach der sie sich so gesehnt hat. Um diese Veränderung
auch nach außen zu zeigen, finden wir eine Umbenennung nur allzu passend. Wir
freuen uns sehr, eine so liebe Familie gefunden zu haben, die Aponi hilft, nun
endlich einen festen Platz im Leben einzunehmen. Und die super-tollen Fotos sagen
mehr als tausend Worte. Da bleibt uns nicht viel mehr hinzuzufügen als: Weiter so!
Vielen herzlichen Dank und alles erdenklich Gute wünscht das Nordlicht-Team
Hallo liebe Nordlichter,
ich bin`s Aponi. Am 9. Januar, morgens um halb sechs, bin ich nach einer langen
Autonacht endlich in meinem neuen Zuhause angekommen. Ich hellwach - meine
Menschen reichlich kaputt. Die Fahrt war prima, jedenfalls habe ich gut und viel
geschlafen. Das einzig nervige waren die Zwischenstopps. Meine neuen
Lebensgefährten meinten, ich müsste doch irgendwann mal Piseln. Dabei mach ich das
doch so selten.
Nach meiner Ankunft wollte ich erst mal sehen, wo ich hier
gelandet bin. Nach einer kurzen Schnuppertour hieß es aber dann Licht aus und
hinlegen. Na gut - ich habe dann einen recht gemütlichen Platz in einem Wäschekorb
gefunden. In den habe ich mich reingefaltet und gewartet bis wieder Leben in die
Hütte kommt. Nach einer gründlichen Inspektionsrunde habe ich meine Wohlfühlplätze
ausgesucht, die ich auch alle behalten durfte. Auf´s Sofa wollte ich schon gar
nicht rauf, wusste, dass dieser Versuch scheitern würde. Vormittags haben mich
dann die Nachbarmenschen begrüßt, von denen haben mich am meisten die Kinder
interessiert. Die fanden mich alle so süüüüß! Bei einem Spaziergang, von Mausloch
zu Mausloch (und was für fette Wühlmäuse es hier gibt, hmm lecker!) lernte ich die
nächste Umgebung kennen. Meine Menschen wollten dann noch probieren, ob ich mich
für das Familienhobby „Kanufahren“ begeistern würde. Mein erster Versuch ins Boot
zu gelangen sorgte für einige Lacher. Ich wollte die Hinterbeine noch auf dem
sicheren Festland lassen, war aber mit den Vorderpfoten schon im Kanu und machte
fast einen Handstand. Aber wie ihr seht - es hat dann noch geklappt und ich saß
dann, ganz wichtig, bei meinem Menschen. Ach übrigens, der Wäschekorb wurde
inzwischen gegen eine extra für mich gebaute Holzkiste getauscht. Aus der spring
ich morgens sofort, wenn der Wecker klingelt. Wecke meine Leute und versuche,
dabei das Bett zu entern.
Eine Hundebekanntschaft habe ich auch schon geschlossen.
Mit einer 9 Monate jungen Hündin,- sie lässt mir meine Chefinnenposition und damit
kommen wir gut klar. In einem "Zweibeiner-Zwinger" darf ich auch ohne Leine mit
ihr toben und über das Tennisnetz kann man prima springen. Für drinnen habe ich
ein dickes Stück Seil an dem man herrlich zerren und rumbeissen kann. Letztes
Wochenende durfte ich sogar schon mit in die Berge. Volles Programm mit
Draussen-schlafen - war das aufregend! Besonders, als nachts ein Fuchs vorbei
schaute. Da kann man doch nicht ruhig liegen bleiben. Das mein Mensch so dicht
neben mir lag, war etwas ungünstig für ihn, und die Schramme auf seiner Nase keine
Absicht. Aber das passiert schon mal, wenn alle vier Pfoten plötzlich
losstrampeln. Alles ist so spannend und ich habe die letzten Tage so viel Neues
kennengelernt. Auch eine riesige "Pfütze", mein Mensch nennt sie See. Die musste
ich erst mal vorsichtig beschnuppern. Ansonsten leb ich mich gut ein und wir
lernen uns immer mehr kennen. Grummeln und Motzen kann ich nach wie vor noch sehr
gut, höre aber auch schnell wieder damit auf.
Inzwischen kann man mir sogar die
Pfoten, auch die vorderen, sauber machen. Vorher ging das gar nicht. Denn ich bin
ja sehr schlau und lerne gern was Neues dazu, wenn man sich um mich bemüht und
geduldig mit mir arbeitet. Liebe Nordlichter, nochmals vielen Dank für meine Zeit
bei euch und von meinen Menschen viele liebe Grüße. Sie sind froh, dass ich bei
ihnen eingezogen bin und mir geht´s auch echt gut, weil ich fühle, wie gern sie
mich haben!

Bis zur nächsten Post, eure Aponi
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Layka hat es gefunden, das Plätzchen in Heim und Herz
Genau danach haben wir gesucht: Ein schönes Plätzchen für das quirlige und noch
sehr junge Husky Fräulein Layka. Wir, das ist in diesem Fall nicht nur das
Nothilfe-Team. Nein, diesmal hatten wir fabelhafte Unterstützung von Birgitte.
Birgitte ist eine gute Freundin der Nordlicht-Station, aus zahlreichen geglückten
Vermittlungen entstand letztlich eine Freundschaft.
Birgitte ist auch auf den Fall Layka aufmerksam geworden, denn die aufgeweckte
Husky- Hündin wohnte in der Nachbarschaft und blieb aufmerksamen Hundeliebhabern
natürlich nicht verborgen. Zudem hat Birgitte, wie zuvor schon angedeutet, ein
ganzes Rudel Huskys und besitzt durch ihren Beruf als Tiertrainerin einen
besonderen Blick für diese wundervollen Hunde.
Auch für einen Laien war es sicherlich nicht besonders schwer zu erkennen, dass
Laykas vorherige Familie nicht überzeugt von dieser anspruchsvollen Hunderasse
war. Als sich die Familie letztendlich tatsächlich entschloss, Layka nicht länger
behalten zu wollen, sprang Birgitte kurzerhand ein und gewährte der jungen Husky
Hündin so lange „Unterschlupf“ bis sich eine geeignete Familie fand. Eine bessere
Übergangslösung hätte Layka sich nicht wünschen können. Umgeben von Spielkameraden
konnte sie ihr Sozialverhalten artgerecht ausleben und unter der fähigen Führung
von Birgitte ihre vorhandenen Fähigkeiten verfeinern.
Und die glückliche Entwicklung nimmt seinen Lauf. Genauso wie es einem manchmal
erscheint, als habe man eine richtige Pechsträhne, schien es bei Layka genau
andersherum:
Es meldeten sich nämlich weitere Freunde vom „Nordlicht“ der Nothilfe und
bekundeten Interesse an der agilen Hündin aus Dänemark. Diese junge Familie hat
ebenfalls ein kleines Husky-Rudel und ist lebhaft integriert in einen
Schlittenhundeverein und in die entsprechenden „Just for Fun“- Veranstaltungen.
Hier hat sich ebenfalls durch vorherige erfolgreiche Vermittlungen eine
freundschaftliche Beziehung aufgebaut. Anja R. unterstützt die Nothilfe zudem mit
viel kreativer Eigeninitiative: So stellt sie Schmuck her, dessen Erlös sie
unserem Verein zukommen lässt! Dafür möchten wir an dieser Stelle auch nochmal ein
herzliches Dankeschön einflechten.
Aber zurück zu unserer Layka: Wir waren also sehr erfreut, dass Familie R. sich
für den kleinen Wirbelwind interessierte. Es folgten mehrere Telefonate zwischen
Pflegestelle und angehender Familie, man tauschte sich aus, organisierte, plante
und endlich war es soweit: Familie R. brach mit Kind, Verzeihung Hund, und Kegel
auf, um Layka kennenzulernen. Erheblich erleichtert wurde die Planung dadurch,
dass Birgitte die Möglichkeit bereitstelle, Anja und Jürgen R. mitsamt den Hunden
zu beherbergen. So konnten alle Hunde gemeinsam herumtollen und sich ungezwungen
in aller Ruhe näher kennenlernen.
Genug erzählt, übergeben wir das Wort an Anja, sie kann die Begegnung am besten
wiedergeben:
"Am 8. Januar machten wir uns auf den Weg nach Dänemark,
um Layka abzuholen. Schon beim ersten Toben auf der großen Wiese bei ihrer
Pflegemutter Birgitte auf dem Grundstück merkten wir, dass es keine Probleme mit
unseren Hunden geben würde. Selbst unsere etwas zickige Chaya tobte sofort mit ihr
herum. Nachts im Gästezimmer hatten wir Layka schon mit bei uns, und alles klappte
prima. Sie fühlte sich sofort unserem Rudel zugehörig. Auch die vierstündige
Autofahrt machte ihr nichts aus. Als wir zuhause ankamen, wurde erst einmal der
Garten inspiziert, und auch hier benahmen sich alle, als ob Layka schon immer bei
uns gewesen wäre. Beim anschließenden Kaffeetrinken lag sie bei den anderen auf
dem Teppich und schlief. Sie fühlte sich sofort wohl und war zufrieden. Layka ist
eine absolut liebenswürdige Maus, die man sofort ins Herz schließt. Sie geht offen
und unvoreingenommen auf alles und jeden zu und ist total unproblematisch mit
anderen Hunden. Sie hat sich sehr schnell an die Gepflogenheiten in unserem Haus
gewöhnt und hat schon in der ersten Nacht mit den anderen unten in ihrem Bett
geschlafen ohne zu weinen. Wir sind glücklich, dass wir den Weg nach Dänemark
gefahren sind und alles so gut geklappt hat, dass wir sie auch mitnehmen konnten.
Mit ihrer fröhlichen und verspielten Art bringt sie unseren ganzen Haushalt auf
Trab."
Wir sind super glücklich und ehrlich auch ein bisschen stolz auf alle
Beteiligten, dass alles so gut geklappt hat. Wir konnten uns keine bessere
Pflegestelle und keine bessere, dauerhafte Familie für Layka vorstellen und
bedanken uns herzlich für diese grandiose Chance, die diese bezaubernde Hündin
haben durfte.
Das Nordlicht-Team wünscht allen Beteiligten viele tolle Erfahrungen, sowie
eine erlebnisreiche Zeit mit all ihren Schützlingen!
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Kira und Karli - Ein Lächeln und eine Träne
Es ist nicht leicht, ältere Tiere zu vermitteln. Und noch viel schwieriger wird
es, wenn die angehenden Senioren gleich im Doppelpack kommen. Aber zum einen war
bei Kira und Karli von Altersschwäche noch keine Spur und zum anderen haben die
beiden einfach durch ihren tollen Charakter bestochen. So meldete sich prompt Frau
V. auf eine Anzeige in der lokalen Zeitung und bekundete ihr Interesse für die
Beiden. Und „schwupp di wupp“ ist das Geschwisterpärchen in die Nachbarschaft
gezogen. Die große Familie, die hier noch unter einem Dach, oder zumindest in dem
Nachbarhaus wohnt, hat sich vom ersten Moment an rührend um die zwei älteren
Hundeseelen gekümmert. Kira und Karli durften in ein eigens für ihre Erfordernisse
ausgestattetes Gehege, direkt am Haus, umziehen. Da beide vom Welpenalter an nur
die Draußenhaltung gewöhnt waren, ließen sie sich partout auf nichts anderes ein.
Zwei Tage nach ihrer Ankunft versetzte Karli seinem neuen Frauchen dann
plötzlich einen ziemlichen Schreck, er lehnte es strickt ab, sich das Geschirr
anlegen zu lassen, drohte mit Schnappen und mächtigem Geknurre. Karlis Verhalten
übertrug sich sofort auf Kira, die bei dieser Aktion ganz wild wurde.
So dauerte es nicht lang, bis das recht aufgelöste Pflegefrauchen beim Nordlicht
um Hilfe rief und von der wundersamen Verwandlung ihres Schützlings berichtete.
Sofort machte sich eine Mitarbeiterin vom Nordlicht auf den Weg, bewaffnet mit
leichten Schmerzmitteln und homöopathischen Präparaten, um sich vor Ort von der
Situation zu informieren. Man konnte sich schon denken, was es mit dem Vorfall auf
sich hat. Das vorherige Herrchen von Karli hatte leider kein richtiges Gespür
dafür gehabt, dass er mit Karli mal zum Tierarzt gehen sollte. Und so konnte sich,
unglaublich, wie das auch klingen mag, ein fußballgroßes Geschwür von ca. 3,5 kg
Gewicht auf Karlis Rücken entwickeln. Die letztendliche Entfernung des Geschwürs
ist dann auch gut verlaufen, wenigstens körperlich. Was für psychische Schäden
zurück geblieben sind, wissen wir natürlich nicht. Erfahrungen mit Menschen zeigen
aber, dass es in solchen Fällen zu Phantomschmerzen kommen kann, also einem
Gefühl, das schmerzende Geschwür sei immer noch vorhanden. Das könnte auf jeden
Fall der Grund sein, warum Karli sich das Geschirr nicht anlegen lassen wollte,
diese Erfahrung wurde auch schon im Nordlicht gemacht. Aufgrund der mitgebrachten
Medis konnte Karli schnell wieder beruhigt werden. Und da er aufgrund seines schon
etwas fortgeschrittenen Alters sowieso nicht mehr schwer an der Leine zu führen
war, beschlossen die Pflegeeltern kurzerhand, ihm den Stress mit dem Geschirr zu
ersparen, damit er nicht jedes Mal in Panik versetzt wird.
Anschließend verlief alles problemlos und das Familienglück schien perfekt. Wenn
Frau V. auf der Arbeit war, führte ihre Schwester die Beiden, mitsamt ihrer
eigenen Hündin, aus. Selbst kleine Marotten wurden ignoriert und Kira und Karli
wurden nach Strich und Faden verwöhnt. Beim Fressen sind sowohl Kira als auch ihr
Bruder sehr anspruchsvoll, um nicht zu sagen „mäkelig“ Frau V. konnte da nicht
wahllos eine gute Dose Hundefutter aufmachen und das war’s dann, oh nein! Ein
bisschen mehr Zuwendung wollten die Beiden schon haben. Und die bekamen sie
natürlich auch. Es wurde gekocht und ausprobiert, was auch bei anderen Vierbeinern
wahre Wunder bewirkt, nur, um den Ansprüchen der Leckermäulchen gerecht zu werden.
So sollte man es eigentlich meinen, so wünschte man sich, dass es bleibt.
Doch Karli’s Körper schien dunkle Geheimnisse zu hüten. So brach er beim
Spaziergehen, wie aus heiterem Himmel, regelrecht zusammen. Schnell trat man den
Heimweg an, denn Karli wurde zum akuten Notfall und musste umgehend dem Tierarzt
vorgestellt werden. Dieser diagnostizierte einen starken Infekt, der sich ohne
äußere Anzeichen ausgebreitet hatte.
Der Schreck saß tief, doch man war erleichtert zu wissen, was Karli fehlte.
Liebevoll wurde er wieder aufgepäppelt und umsorgt. Durch diese gute Pflege
erholte sich Karli auch wieder recht schnell. Ehe Familie V. sich versah, war der
sensible und doch charakterstarke Rüde wieder vollkommen wohlauf, fraß mit
gesundem Appetit und freute sich, genau wie seine Schwester Kira, auf die
gemeinsamen Spaziergänge.
Nichts deutete darauf hin, dass dieses Glück nicht von Dauer sein sollte.
Dann kam die plötzliche Ernüchterung: Karli ist eines Nachts sanft für immer
eingeschlafen, einfach so, ohne Vorwarnung, ohne Abschied.
Das Glück im Doppelpack, das Kira und Karli gemeinsam bei der liebevollen Familie
V. erleben durften, war nicht von langer Dauer. Obwohl uns die jähe Trennung
dieses zauberhaften Geschwister-Pärchens die Tränen in die Augen treibt - Karli
ist ruhig eingeschlafen und wurde fast bis zur letzten Minute seines Lebens
liebevoll umsorgt.
Wir gehen davon aus, dass Kira ihren Bruder schmerzhaft vermissen wird. Für uns
ist es jedoch ein immenser Trost, sie in der Obhut einer so verantwortungsvollen
Familie zu wissen, die alles dafür tun wird, dass Kira „abgefangen“ wird. Sie ist
nun ständiger Begleiter des Pflegefrauchens und man gibt ihr die Möglichkeit und
Hilfestellung, sich doch noch im häuslichen Bereich zurecht zu finden.
Trotz dieser tragischen Geschichte oder gerade ihretwegen, wünschen wir Familie V.
zusammen mit Kira noch eine lange und gemeinsame, wunderschöne, Zeit und bedanken
uns nochmals herzlich, dass sie sich nicht gescheut haben, zwei Oldies mit einer
einer Vorgeschichte und gesundheitlichen Problemen bei sich aufzunehmen.
Und wir bedanken uns bei dem Menschen, der es ermöglicht hat, dass die beiden
finanziell abgedeckt sind.
Wir 2beiner trauern um Karli – geben uns die nordischen Oldies doch immer wieder
das Gefühl, dass sie ganz etwas „Besonderes“ sind.
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Eigensinnige Malamute-Dame im Glück, oder:
Das Umziehen hat ein Ende
Erinnern Sie sich noch an Laikas Geschichte? Nein?
Sie gleicht der von so einigen Malamuten. Angeschafft als kleiner niedlicher
Fellknäuel, ist sie der Familie im ausgewachsenen Zustand sprichwörtlich über den
Kopf gewachsen.
Nach übereilten und ebenso wenig bedachten Vermittlungen der überforderten
Vorbesitzer hatte Laika Glück im Unglück und eine erfahrene Tierschützerin und
Hundekennerin stieß auf diesen traurigen Fall.
Kurzerhand nahm diese herzensgute Frau Laika auf und sozialisierte die
wunderhübsche Malamute-Dame in den nächsten zwei Jahren zumindest auf den Umgang
mit Menschen.
Dann aber musste sich die ältere Dame eingestehen, dass sie körperlich nicht mehr
in der Lage war, den Hund vollends auszulasten und gab Laika schweren Herzens in
die Nordlicht- Station der Nothilfe ab.
Hier wurde umgehend damit begonnen, mit der zauberhaften Laika an dem fehlenden
Sozialverhalten gegenüber Artgenossen zu arbeiten. Denn dieses zauberhafte Wesen
äußerte in Anwesenheit anderer Hunde ein Verhalten, das mit vielen Namen bedacht
werden kann. Zauberhaft ist keines davon.
Wie schon so oft, hat unsere liebe Hundekennerin Silvia Knüppelberg auch hier
wieder fantastische Ideen gehabt und wertvolle Übungen erdacht, die das
Selbstbewusstsein der Hündin stärken sollten.
Wenn man Laika in Aktion erlebt hat, konnte es auf den ersten Anblick verwundern,
wieso man gerade an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten musste.
Aber
besonders in den ersten Lebensjahren eines Hundes wird der Grundstock des
Charakters für das ganze Leben gelegt. Das ist auch bei Menschen nicht anders.
Wenn in dieser Phase wichtige Schlüsselerlebnisse oder -bindungen fehlen, dann
kann dies dazu führen, dass der Hund unsicher wird. Und diese Unsicherheit kann
sich auch durch ein gesteigertes Aggressionspotential gegenüber anderen Hunden
äußern. Vor allem, wenn in der Prägungsphase keine Sozialisierung stattgefunden
hat, also keine Möglichkeit bestand, den Austausch mit Artgenossen zu erlernen.
Und generell gesprochen: Wenn sich ein Malamute am anderen Ende der Leine
befindet und sich die Probleme, welcher Art auch immer, durch ein heftiges Ziehen
äußern, dann ist ein Training definitiv anzuraten. Ganz im Sinne der
Schultergelenke und des Allgemeinbefindens.
Und natürlich in Hinblick auf das weitere Leben des Schützlings.
Aber zurück zu Laika. In Silvias Hundeschule hat Laika durch Balance-Übungen
mehr Körperbeherrschung erlernt und dadurch steigert sich auch das
Selbstbewusstsein. Und die Bindung zur Bezugsperson. Denn es ist doch gut zu
wissen, dass, wenn es wackelig wird, immer jemand da ist, der einen hält.
Und deswegen haben wir auch Familie K. mit zu diesen Trainingseinheiten genommen,
als schon recht sicher war, dass wir hier die optimale Familie für Laika gefunden
haben.
Familie K. hat reichlich Erfahrung mit dem Wesen von Malamuten gemacht und die
Beziehung zu Laika schien sich von Anfang an vielversprechend zu entwickeln. Doch
lesen Sie selbst, wie sich unsere nicht ganz einfache Malamute-Dame bei Familie K.
eingelebt hat:
Es sind fast auf den Tag 3 Monate, dass wir nach dem Tod
unserer geliebten Kira nun Laika zu uns geholt haben.
Es waren keine zwei Wochen vergangen und manch einer wird sich fragen: so schnell?
Wir wollten keinen Ersatz für Kira, sondern wieder einen vierpfotigen
Lebensbegleiter.
Da wir einschlägige Erfahrungen mit der Eigenheit eines Malamutecharakters und den
dazugehörigen „ Designerqualitäten“ in Wohnräumen gesammelt hatten, war für uns
klar: Es bleibt ein Malamute, und es darf auch wieder ein „gebrauchter“ sein.
Dank Internet wurde ich auf die Nordlichter aufmerksam, und so ging alles sehr
schnell.
Zahlreiche Telefonate mit Frau Harders, die uns vorab schon über die kleinen und
großen Narben in Laikas Hundeherz, und den damit verbundenen Schwierigkeiten
berichtete und der typische Hausbesuch, um die künftigen Lebensbedingungen der
Schützlinge einschätzen zu können.
Und endlich am 23.09.2010 am frühen Morgen standen wir das erste Mal vor Laikas
Auslauf. Erste zaghafte Berührungen und dann durften wir hinein.
Laika zeigte ihr ganzes Potential von Pöbeln bis Schmusen, aber für uns war zu
erkennen, dass unter diesem Schutzpanzer ein zerbrechliches Hundeherz schlummerte.
Ein Hundeherz zu erweichen war uns ja schon einmal gelungen und deshalb sahen wir
diesem gelassen entgegen.
An dieser Stelle muss ich die Arbeit der Nordlichter hervorheben, wir wurden über
absolut nichts im Unklaren gelassen, was Laikas schwierige Charakterzüge betrifft,
und auch auf uns wurde ein wachsames Auge im Umgang mit Laika geworfen.
In der Hundeschule von Silvia Knüppelberg wurden uns Tipps und Tricks mit auf den
Weg gegeben, mit Laikas Defiziten im Sozialverhalten gegenüber Artgenossen
umzugehen. Diese Defizite zeigten sich in erhöhtem Aggressionspotential und
Übersprunghandlungen.
Bei diesem Besuch demonstrierte Laika uns auch, wie so eine Übersprungshandlung
aussieht, und Silvia erklärte uns, wie man richtig darauf reagiert.
Der Schock über Laikas Verhalten blieb bei uns aus, denn dieses Bild war uns aus
Kiras Anfängen vertraut; wie leicht man doch vergisst.
Der erste Spaziergang am Abend verlief ohne Zwischenfälle, und nach einem weiteren
Spaziergang am nächsten Morgen begannen die Reisevorbereitungen.
Nach Abwicklung der Formalitäten war der Abschied gekommen und für Laika begann
die Reise ins Bergische Land.
In den ersten zwei Wochen nach ihrer Ankunft zog sich Laika sehr oft in den Garten
zurück, kam alle Stunde mal ins Haus, um zu sehen, ob wir noch da waren und ging
dann wieder.
Vom ersten Tag an unternahmen wir regelmäßige Spaziergänge mit Ninja, der
Huskyhündin eines Freundes. Zunächst noch in „Hab-acht“-Stellung, da Laika bei
diesen Spaziergängen sehr unter Spannung stand und man nicht abschätzen konnte,
wie sie reagiert. Nach etwa zwei Wochen konnten wir diese Spaziergänge dann
entspannter angehen, aber berühren oder schnuppern durfte Ninja immer noch nicht,
und auch die Begegnung mit anderen Hunden gestaltete sich noch schwierig, obwohl
sie in zwischen auf unsere Stimmen reagierte und sich abrufen ließ. Die Käsetube
oder andere Leckereien lehnte sie während des Spaziergangs inzwischen ganz ab.
Eine Erfahrung jedoch war uns absolut neu: Wir haben einen Hund, der alleine zu
Hause bleibt, ohne etwas umzugestalten, Türen zu schreddern,... Sicher finden wir
sie oftmals auf der Couch oder im Bett wieder, aber außer den zurückgelassenen
Haaren sind keine größeren Schäden zu beklagen. Auch der Umgang mit Kindern hat
uns total verblüfft, je mehr Kinder auf einem Haufen, desto besser, generell
Menschen gegenüber ist sie einfach klasse: Sie reagiert auf die Scheuen vorsichtig
und zurückhaltend, für die Groben gibt es schon mal einen Prankenhieb, und wer
sich gar nicht zurückhalten kann und meint, er muss mit Laika raufen, der landet
auch mal auf dem Hosenboden.
Nun ja, die Wochen sind vergangen, und wir haben inzwischen eine fröhliche
Wegbegleiterin an unserer Seite, die bei anderen Hunden zwar noch grummelt, aber
sich abrufen lässt, die wir in vertrautem Territorium (bei unseren Nachbarn im
uneingezäunten Garten) sogar ableinen können, Katzen in der Wohnung nicht mehr zum
Fressen gern hat, uns jeden Tag mit ihrem fröhlichen Wesen und ihren Scherzen zum
Lachen bringt, mir jeden Morgen die Socken ins Bad trägt, gegen den Wassernapf
tritt, wenn das Wasser leer ist, heult, wenn sie in den Garten will, und einen
Veitstanz aufführt, wenn man fragt: “Fährst du jetzt mit?“
Wir können sie inzwischen überall mit hinnehmen, müssen bei fremden Hunden jedoch
immer noch auf der Hut sein, auch wenn Laika sie inzwischen notgedrungen in Kauf
nimmt. So ist Ninja jedoch zurzeit die einzige, die mal schnuppern darf oder mit
der sie an der Laufleine über die Wiese tollt.
Ich denke jedoch, dass die Zeit für uns arbeitet und bei dem, was wir bis jetzt
erreicht haben, tollt Laika ja vielleicht in ein oder zwei Jahren mit einem
Hunderudel über die Wiesen – wer weiß?
An dieser Stelle noch mal einen ganz lieben Dank an das Team der Nordlichter,
die mit so viel Herz, Kraft und Erfahrung um das Wohlergehen jedes ihrer
Schützlinge kämpfen.
Liebe Grüße
Laika und die K.s
Wir freuen uns herzlich, dass Laika einen Platz in dem Heim und Herz von
Familie K. gefunden hat und wünschen der gewachsenen Familie alles Gute und viele
glückliche gemeinsame Stunden!
Ihr Nordlicht-Team
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Blanca - die Raupe hat sich verpuppt

Wir hatten die grazile Husky-Hündin Blanca als "kleine Raupe Nimmersatt" beschrieben, die sich beim Gassigehen nicht nur an Obst gütlich tat, sondern auch nahezu jede Gelegenheit nutzte, um sich eine zusätzliche Portion Fleisch in Form von unvorsichtigen Mäusen zu erhaschen. Nicht gerade appetitlich für uns Zweibeiner, aber für einen Schlittenhund mit rassebedingtem Jagdtrieb auch nicht weiter ungewöhnlich.
Etwas überraschender war Blancas Verhalten gegenüber Artgenossen. In neutralem Terrain ist sie mit nahezu jedem anderen Hund verträglich, doch sobald sie sich im häuslichen Bereich befindet, ist sie dermaßen eifersüchtig, dass kein anderer Vierbeiner etwas zu Lachen hat. Also entspricht Blanca in dieser Hinsicht überhaupt nicht dem in den Köpfen verankerten Bild des Schlittenhundes, der nur im Rudel glücklich ist.

Auch ein paar andere Eigenheiten waren zu beachten, so dass es mit der Vermittlung letztlich länger gedauert hat als gedacht. Sogar so lange, dass sie von der Schwarzwälder Station noch ins Nordlicht für Notfelle umsiedeln musste, denn mit Ablauf des Pachtvertrags im Süden mussten wir auch unsere Schützlinge anderweitig unterbringen. Aber manchmal erweist sich eben erst im Nachhinein, wofür das gut ist und auch wenn wir zwischendurch ratlos waren, warum sich die "Aktion Blanca" so zäh gestaltete, so sind wir mittlerweile sicher, dass unser kleines Sorgenkind nur einfach auf die richtigen Menschen gewartet hat. Und das mit Erfolg!
Schon über die Vorstellung auf der Homepage hatte Blanca mächtig Eindruck geschunden. Selbst die gewissen Besonderheiten wie mögliches Zuschnappen bei zu schnellem Anfassen und Decken-Zerfleddern beim Alleinbleiben konnten ihre Interessenten nicht abschrecken. Auch der verstorbene Husky-Rüde hatte manche der Eigenschaften besessen, die Blanca bisher eine Vermittlung so schwer gemacht hatten. Doch hier war die entsprechende Erfahrung vorhanden, um mit sämtlichen Eventualitäten umzugehen und der Wunsch, unsere Hübsche persönlich kennen zu lernen war so groß, dass trotz extremem Winterwetter und den dazugehörigen üblen Straßenverhältnissen die Fahrt ins Nordlicht geplant wurde.

Dank sehr flexibler Ehrenamtlicher, die innerhalb weniger Stunden nach "Alarmierung" den obligatorischen Hausbesuch absolvierten und "grünes Licht" erteilten, konnte dann auch termingerecht die lange Reise angetreten werden. Ein bisschen verrückt muss man ja schon sein, wenn man sich sämtlichen guten Ratschlägen der Meteorologen widersetzt und unter solchen Bedingungen rund 1.500 km Strecke auf sich nimmt. Aber die Huskyfans wussten ja, wofür.
Und es war wirklich ein Volltreffer: Die perfekte Familie für Blanca! Sowohl die Eltern als auch der erwachsene Sohn waren von unserer Zuckerschnute gleich in den Bann gezogen, aber sich trotzdem der Herausforderung bewusst. Ja, hier konnten wir Blanca beruhigt ziehen lassen und waren schon gespannt darauf, wie sich die kleine Raupe entfalten würde. Tja, sie hat sich tatsächlich verpuppt - und herausgekommen ist ... nö, kein Schmetterling. Viel besser: eine Prinzessin! Aber lesen Sie selbst:

Uns hätte nichts besseres passieren können als die Seite von der Nothilfe für Polarhunde zu finden, denn da haben wir unsere Blanca gesehen und uns gleich in sie verliebt.
Trotz Eis und Schnee sind wir in den hohen Norden gefahren,um die kleine Prinzessin zu sehen und mitzunehmen. Sind mit ihr eine Runde gelaufen und gleich hat sie beim Zurufen reagiert, es war, als hätten wir die Kleine schon ewig gehabt.
Als wir dann mit ihr zuhause waren,und sie in die Wohnung kam,war sie überhaupt nicht fremd, man konnte mit ihr schon Blödeleien machen. Hat zwar noch den Tag später in die Wohnung gepieselt, aber das war es dann. Ab dem zweiten Tag ging Blanca schon raus zum Pieseln.
Es war wirklich ein Glücksfall, die kleine Prinzessin hat sich schon eingelebt, als wäre sie nie woanders gewesen als bei uns. Blanca frisst sogar Käse und nimmt ab dem ersten Tag von uns das Futter. Sie fühlt sich richtig wohl bei uns, auch kein Thema bei Gassi gehen. Egal, welcher Hund uns begegnet: sie bleibt ruhig, auch wenn die anderen Hunde bellen.
Wir bedanken uns bei Frau Harders und bei Frau Häberli für die Arbeit, die sie mit den Hunden geleistet haben. Weiter viel Erfolg beim Vermitteln, damit noch viele Hunde eine glückliche Familie finden.
Schön, dass es so spitzenmäßig klappt, diese Chance haben Blanca und wir schon lange herbeigesehnt. Herzlichen Dank an Familie F., dass sie sich weder von Entfernung noch Winter abschrecken ließ und der verschmusten Blanca nun alles bietet, was das Husky-Herz begehrt. Dann wünschen wir von hier aus viel Spaß mit der Prinzessin und hoffen, dass sie ihren "Hofstaat" nicht total vereinnahmt. Obwohl... - es gibt Schlimmeres, oder?!
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