Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden

Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com

 

 

SUKI - Wunder auf 4 Pfoten

Suki

Einst aus dem scheuen Eurasier-Rudel vom Februar 2008 über eine Pflegestelle vermittelt und leider wegen schwerer Krankheit erneut zum Vermittlungsfall geworden - das ist SUKI.

Suki daheimEine harte Nuss, diese SUKI, die zu knacken es galt, Ängstlich, Umwelt unkundig, nicht sozialisiert - und die darum entschieden dagegen war, geknackt zu werden. Diese Haltung ist nachzuvollziehen - einfacher machte dieses Verständnis es ihren neuen Menschen jedoch nicht. Aber sie bemühten sich, mit gesundem Menschenverstand und viel Einfühlungsvermögen, eine Bindung zu SUKI zu erarbeiten. Auf welchem Level hinsichtlich dieser Bindung man stand, wusste damals wohl keiner - aber es sollte sich erweisen.
Denn SUKI gelang leider die Flucht, weil sie bei einem Spaziergang auf ihr völlig unbekanntem Terrain, kilomerterweit von Zuhause entfernt, über Fremde erschrak. Sich aus Geschirr und Halsung gewunden, das war Eins - und WEG war sie. Eine absolute Katastrophe, wenn ein Hund, wie Suki, scheu und mit Narben auf Seele und Verhalten, entlaufen kann und sich in der Gegend dazu noch absolut nicht auskennt.

Das tagelange Suchen blieb völlig ergebnislos. Alle waren verzweifelt und hatten kaum noch Hoffung, dass SUKI nochmals lebend auftauchte, oder überhaupt auftauchte. Doch dann, wir waren inzwischen wirklich am Tiefpunkt angelangt, geschah ein wirkliches, echtes Wunder. Fast 3 ganze, lange Wochen war SUKI wie vom Erdboden verschluckt - und dann stand sie, von einem Augenblick auf den anderen, vor dem heimischen Gartentor und bat um Einlass.

Auf Menschenseite war blanke Fassungslosigkeit. War das wirklich die scheue SUKI? So lange weg, so schmerzlich von allen vermisst, die hier zurückgefunden hatte?

Jaaaa!! Ein wenig ramponiert war sie, zerzaust und auch sonst „durch den Wind“, aber sichtlich froh, wieder da zu sein, sichtlich auch sich im Klaren darüber, “wo“ sie da stand. “Hallo, hier bin ich, hier wollte ich wieder her, hier bin ich sicher, und nun lasst mich endlich rein“.Suki
Für uns Menschen ist es bis zum heutigen Tag ein absolutes Rätsel, wie dieser Hund es schaffen konnte, aus eigenen Stücken den Weg nach Hause zu finden. Einen Weg, den sie gar nicht kannte, in ein Zuhause, das nur für so relativ kurze Zeit ihr Zuhause gewesen war. Wir werden dieses Rätsel nie lösen. Uns bleibt nichts, als dieses Wunder dankbar anzunehmen. Und wir sind dankbar. Das dürfen Sie uns glauben.

Nun, nach einem weiteren Jahr, sollte ein Besuch bei SUKI stattfinden. Schon anlässlich der Eurasier-Treffen, im Rudel, außer Haus, hat sich gezeigt, dass alle einstmals scheuen Eurasier enorme Fortschritte gemacht haben. Heute jedoch, am 29.08.2010, eine Suki in ihrem häuslichen Bereich zu erleben, das war schon ein gewaltiger Eindruck.

Suki im Garten

Empfangen wurden wir mit Gebell. “Wau“, bellte es. “Hier ist Suki. Hier bin ich daheim. Wer da?“
Ob es nun freudiges Gebell war, das bleibt dahingestellt, denn die kleinen Hunde die wir mitführten sind ja „Eindringlinge“ in Sukis Revier und wir wissen, dass eben diese Hunde auch gerne eine Wachfunktion übernehmen.Spaziergang
Nach einiger Zeit, als Suki sich beruhigt hatte, folgte dann die Kontaktaufnahme. Die kleinen Hunde wurden beschnüffelt und im Garten auf Schritt und Tritt begleitet – naja, in entsprechender Entfernung wurde überprüft, ob alles auch seine Richtigkeit hatte. SUKI gab die „Hausdame“ in ihrem eigenen Reich, aber ohne sich daneben zu benehmen. Sicher, souverän -wunderschön anzusehen. Anschließend lag man zufrieden in geringem Abstand bei den Menschen.

Die Art und Weise, wie entspannt sich Suki präsentiert hat, war schon überwältigend. Noch mehr erstaunt waren wir jedoch, sie unterwegs, beim gemeinsamen Spaziergang beobachten zu können. Sie lief konstant und mit erhobener Rute, war offen für das, was um sie herum vorging und lief ohne Scheu oder Angst, völlig ruhig, neben ihren Menschen her. Auch entgegenkommende Menschen brachten sie nicht aus der Fassung, weder dass sie Unsicherheit zeigte, noch dass sie in Deckung ging oder flüchten wollte. Es war einfach nur schön zu sehen, dass dieser Hund, der anfänglich nur auf stur geschaltet hatte, total verwandelt schien.
Auf dem Heimweg, im unmittelbaren Einzugsbereich des Hauses und Sukis „Sicherheit“, durfte sie von der Leine. Mit gemischten Gefühlen haben wir es beobachtet. Doch als wir sahen, dass der Blick sich nur nach Frauchen und Herrchen und in der Folge nach der Haustüre orientierte, da waren wir schon fast sicher, dass Suki keinen Ausbruchversuch mehr tätigen würde. Ein gewisses Risiko bleibt immer, sobald ein Hund, jeder Hund, freilaufend ist – aber andererseits gibt es im Leben eines Hundehalters zu keiner Zeit eine absolute Sicherheit. Wenn Mensch sich hinsichtlich seines leinenlosen Hundes so sicher ist, wie er eben sein kann, und augenscheinlich waren sich SUKIS Menschen so sicher, dann ist das zu einfach akzeptieren. Aber nur dann!Suki beim Spaziergang

Dass man oft gezweifelt hat, mit Suki klar zu kommen und mit dem Gedanken spielte, sie zurück zu geben, das erfuhren wir erst zum Schluss unseres Besuches – zum Glück. Jetzt, im Nachhinein, da wissen wir, für diese harte Nuss gab es keinen besseren Platz, keine besseren Menschen, die sie hätten „knacken“ können.

Beruhigt haben wir uns wieder auf den Heimweg begeben. Ans Auto begleitet wurden wir von Suki und ihren Menschen. Nein, sie wollte nicht wirklich mit uns mitkommen, sie wollte sich nur überzeugen, dass wir wieder gehen, wie wir kamen – nämlich ohne sie. Und so blieb sie dann in gebührendem Abstand wartend stehen - ohne Leine - den Blick immer auf ihre Menschen gerichtet. Dass hier zwischen Mensch und Tier eine wunderbare Beziehung gewachsen ist, konnten wir nicht nur sehen, sondern auch ganz deutlich spüren.

Suki, ein Blick zurück

Suki leinenlosEine Beziehung, wunderschön und so intensiv, dass sie es SUKI nach ihrer Flucht ermöglichte, nach Hause zu finden, obwohl niemand daran glaubte. Eine Beziehung, die Gott sei dank schon damals so fest war, dass sie Suki wie an einem Gummiband nach Hause, in Sicherheit führte. Ein wirkliches, kleines Wunder.

Daheim

Euch, liebe Helene und lieber Karl, vielen herzlichen Dank für das Durchhaltevermögen und das Verständnis, das ihr dem kleinen Hundekind entgegen gebracht habt. Ihr habt euch, gemeinsam mit SUKI, “durchgebissen“.

Wir sind sehr stolz auf euch.

 


 

Hallo alle miteinander, hier ist Lucy!

Lucy

Erinnert Ihr Euch noch an mich? Ich bin am 1.November 2008 vom Schwarzwald an den Niederrhein verzogen...
Jaa, ich weiß, ich hätte mich schon längst mal melden sollen - die Zeit verfliegt sooo schnell!
Vorneweg: es geht mir sauguuuut!Lucy

Ich freu mich jeden Tag auf unsere Laufrunden - bei Wind und Wetter (naja, bei starkem Regen mag ich´s nicht so, aber ich muss dann trotzdem mit) und im Winter bei Eis und Schnee. Letzten Winter hatten wir für Niederrhein-Verhältnisse ungewöhnlich lange und viel Schnee - der ging mir bis an den Bauch. Und das bei meinen langen Beinen!
Meine WG-Mitbewohnerin Cherry hat da schon manchmal Mühe, mit meinem Tempo mitzuhalten - sie ist halt ein ganzes Stück kleiner als ich.
Aber ich krieg dann noch ne Extra-Runde am Rad nur für mich. Die Cherry, die neck ich schon mal ganz gerne, die ist nämlich fürchterlich neugierig: ich tu dann so, als ob ich gaanz was Interessantes entdeckt hab und steck die Nase in den Boden. Dann hat sie nichts Eiligeres zu tun als herbeizuspringen, was da denn sei.. und ich spring dann weg und grins mir eins!

Zur Zeit haben wir hier schon ganz viele Stoppelfelder - herrlich zum Drüber-Rennen (naja, soweit halt ne 5mLeine das zulässt) und zum Auf-den-Rücken-wälzen. In den Stroh-Haufen kann man toll toben .... und Mäuse gibt es da - suuper! Mit dem Mäusefangen bin ich schon fast so gut wie Cherry - aber die schnappt sogar Maulwürfe und zieht sie aus der Erde (ehrlich!) - da muss ich wohl noch ein bisschen üben.Lucy

Neulich hätt' ich sogar beinahe einen Rehbock erwischt: frühmorgens in der Dämmerung zog der durch ein Getreidefeld und wollte nur ein paar Meter vor uns- also Frauchen, Cherry und mir- den Wirtschaftsweg überqueren und rein ins Maisfeld auf der anderen Seite. Na, da sind wir Zwei aber hinterher gesprungen! Mist bloß, die Leine war nicht lang genug und Frauchen wollte uns partout nicht loslassen. Aber der Bock rannte vielleicht!
Kaninchen jagen darf ich auch nicht.. das kann ich garnicht verstehen, wo´s hier doch so viele davon gibt. Spaß macht übrigens auch ein Hürdenlauf über die Erdbeerfelder.

Tagsüber, wenn unsere Herrschaften ausser Haus sind, haben wir den ganzen Garten für uns. Da kann man auch schon mal einen ordentlichen Sprint hinlegen, besonders wenn Nachbarskatzen meinen, unseren Garten als Abkürzung nehmen zu müssen. Meist schlafen wir aber gern tagsüber.
Im Garten und auch in der großen Hütte ist Stroh ausgelegt, da liegt es sich recht angenehm. Bloß im Sommer, als es soo heiß war, durften wir im Wohnzimmer auf den kühlen Fliesen liegenbleiben.

Lucy und CeyenneEinmal haben wir die Oma besucht, etwas weiter weg mit dem Auto. Mir macht Autofahren ja nichts, aber Cherry jault die ganze Zeit, da fallen selbst mir die Ohren ab. Also in Omas Garten ist ein großer Teich mit 16 Kois - jeder fast so lang wie meine Beine. War das ein Spaß: mit Galopp da rein zu springen! Ich kann garnicht verstehen, warum alle so geschrien haben und ich da nicht drinbleiben durfte...
Pardon, muss grad mal eben ein paar Streicheleinheiten abholen..
Frauchen nennt mich immer "Flauschhund", könnt Ihr verstehen, warum?
Und dann werd ich die Regina bitten, noch ein paar Fotos rauszusuchen, damit Ihr sehen könnt, wie´s hier so läuft.

Ganz liebe Grüße von
Eurer Lucy
.. und natürlich von Cherry, Gerd und Regina, Barbara und Steffi und Frederik.

 

Ps Danke für Eure tolle Fürsorge damals in der Station!

 

Noch´n PS: Grad hab ich gelesen, dass mein damaliger Gehege-Kumpel Aykon auch endlich ein neues Heim gefunden hat.. das find ich suuuper!Klasse! Kann ich ihm flüstern: ne eigene Familie ist schon toll.

 


 

 Liebes Team der Nothilfe,

Berlynun möchten wir doch endlich wieder einmal von unserem Berly berichten, die uns im Februar 2006 von Herrn Schwartze „ins Haus geliefert“ wurde. Frau Schwartze hatte uns die wunderschöne „Woll-Husky-Hündin“ als Partnerin für unseren Bruno ans Herz gelegt. Bruno war von unserem ehemals 7-köpfigen Husky-Rudel nach dem Tod seiner Tochter Saskia alleine übrig geblieben und war sehr traurig.
Berly war für unseren damals 13jährigen Rüden ein totaler Glückstreffer, die beiden verstanden sich von Anfang an ganz super, als wären sie schon seit Welpenbeinen beieinander gewesen. Bruno verhielt sich wie ein junger Hund und und Berly, die uns gegenüber am Anfang ganz scheu war, wickelte den alten Herrn in kurzer Zeit um ihre Pfote.

Berly und Bruno

Die beiden Hundis hatten drei schöne gemeinsame Jahre, bis Bruno vor 2 Jahren dann 16jährig über die Regenbogenbrücke gehen musste. Schon ein Jahr vorher gesellte sich die kleine Mell als Wochen-Pflegehündin zu unserem kleinen Rudel und brachte die beiden älteren Herrschaften ein bisschen auf Trab.Berly Und da Mell auch heute noch in der Woche bei uns lebt, ist Berly auch nicht alleine. Mittlerweile ist unser Hundeschatz ca. 15 Jahre alt und hat so mancherlei Gebrechen, die ihrer Lebensfreude aber keinen Abbruch tun. Sie geht weiterhin liebend gerne Gassi und ist noch anhänglicher geworden als in den ersten Jahren. In den heißen Tagen dieses Sommers hat man ihr schon das Alter angemerkt und wir sind eigentlich froh, dass diese große Hitze vorüber ist.

Wir möchten den Menschen, die sich vielleicht mit dem Gedanken tragen, einen älteren Hund in ihre Familie aufzunehmen, Mut machen. Natürlich ist die Zeit, die man dann mit dem geliebten Vierbeiner verbringen darf, sehr eingeschränkt, doch empfinde ich, dass gerade dadurch die Intensität des Zusammenlebens zunimmt.
Unser Berly hat in diesen 4 Jahren ungeheures Vertrauen zu uns gewonnen. Am Anfang durfte ich sie nicht bürsten und um den Bauch fassen, auch konnte sie in Panik geraten, wenn man sie unverhofft anfasste. In kleinen Schritten hat sie dann immer mehr Nähe zugelassen und verhält sich heute so, als wäre sie seit ihrer Welpenzeit bei uns. Das ist ein ganz tolles Glücksgefühl für uns. Wir hoffen so sehr, dass wir noch eine schöne Zeit mit Berly verbringen dürfen.

Wir grüßen Sie alle ganz herzlich und möchten Ihnen nochmals für die Vermittlung unserer Schönen ganz herzlich danken. Weiterhin alles Liebe und Gute.

Ihre Waltraud und Werner mit Berly

 


 

Mika - der Weg der kleinen Schritte

Mika

Anfang April 2007 landete das Shibamädchen Mika aus schlechter Haltung in der Vermittlung. Schon im Juli desselben Jahres fand sich ein neues Zuhause für sie, welches aber nicht dauerhaft war, da sie dort leider mehrfach entlaufen konnte. Und so fand Mika sich darum schon im Oktober wieder bei uns ein, als wäre sie nie weg gewesen.
Leise und unauffällig, wie sich Mika nach wie vor gab, war es weiterhin nicht einfach, ihre wahren Bedürfnisse einzuschätzen, damit sich diese Situation nicht nochmals wiederholen sollte.Mika

Hunden wie Mika bleibt da nur eines: Warten, bis das, was wir immer wieder staunend „Fügung“ nennen, eintrifft und Menschen auftauchen, die eine wie Mika mit offenen Armen empfangen. Und die keine Liste parat haben, die der Hund erfüllen soll.
Und sie trat wieder mal ein - diese Fügung, die Mensch und Tier, wie Topf und Deckel, zusammenführt, als könne es gar nicht anders sein.
Langjährige Freunde vermissten schmerzlich ihre krankheitsbedingt jung verstorbene Huskyhündin, derweil auch der nun einsame Rüde trauerte. Dann ging alles ganz schnell. Ein Anruf, ein Besuch - Mika sehen und finden. Was das neue Familienmitglied können soll? “Hund sein, Sonst nichts.“ Die perfekte Einstellung für unsere Mika.

Über 2 Jahre sind seither vergangen. Noch immer ist Mika ein unauffälliger Hund, der sich so gar nicht an die Regel hält, die da besagt: gerade die stillen, zurückhaltenden machen irgendwann Riesenfortschritte. Mika bleibt sich bis heute treu. Sie setzt einen Fuß vor den anderen, schön säuberlich nacheinander, und geht so angenehm und würdevoll ihren ganz eigenen Weg der kleinen Schritte.
Nicht scheu noch schüchtern - aber Mikatypisch zurückhaltend und ihre Bedürfnisse nur fein und leise einfordernd. Ist sie der Ansicht, es wäre Leckerlizeit, wird man arglos, aber bestimmt angegrummelt. Möchte sie gestreichelt werden, rückt sie ihren Menschen ruhig und wie selbstverständlich nahe, ganz so, als wüsste sie, dass in ihrer Rassebeschreibung vermerkt ist:
Der Shiba Inu ist anpassungsfähig, aufmerksam, sensibel und eigenständig.

Mika, Yukon und Herrchen und FrauchenAnpassungsfähig ist Mika auch hinsichtlich Yukon, dem großen Huskyrüden. Wenn beide zusammen auf dem großen Hundesofa kuscheln, erhält das Wort anpassungsfähig eine ganz eigene Bedeutung. Selbst als ein Fest der Menschen anstand , blieb Mika sie selbst und bewegte sich ruhig, wenn auch aufmerksam, durch die fremden Besucher. Die Unsicherheiten, die durchaus vorhanden sind, kann sie sichtlich einordnen und damit umgehen, ohne sich hysterisch oder verschreckt zu geben. Dass dieses Verhalten nicht nur in Mika alleine begründet ist, sondern eben auch in dem wunderbaren und verständnisvollen Verhalten ihrer Menschen, müssen wir nicht extra hervorheben - aber wir möchten es gerne. Weil wir uns einfach immer freuen, miterleben zu dürfen, wie es sein kann, wenn Halter ihrem Hund nichts abverlangen, was er nicht zu leisten imstande ist. Wenn sie den Hund nicht bedrängen - die kleine Mika beispielsweise hat ihren festen Rückzugsort, an dem sie in Ruhe gelassen wird und diese feste Regel wird auch Gästen mitgeteilt, damit Mika gar nicht erst in Verlegenheit gebracht wird, in „eine Ecke“ gedrängt zu werden, aus der sie nicht auskommen kann und sich so auch keine weiteren Ängste manifestieren.

Mika geht ihren Weg, mutig und sich selbst treu, so wie ein Shiba sein kann - wenn man ihn lässt. Ihre Menschen geleiten sie liebevoll und verständig, und beide Seiten haben Freude aneinander.

Wir wünschen Silvia und Ingo, Mika und Yukon noch einen langen, ausgefüllten gemeinsamen Weg und sagen Danke. Danke, dass es Menschen gibt, die erkennen, dass auch kleine Schritte ganz groß sein können.

 


 

Cheyenne

Am 04.08.2006 wurde bei der Nothilfe in Süd ein kleines, verwahrlostes, armseliges Rudel nordischer Hunde aufgenommen, das von seinem Besitzer schon längere Zeit nicht mehr richtig versorgt wurde. Angebliche Trennung, Hausverkauf und Arbeitslosigkeit machten es erforderlich, die Hunde abzugeben.
Die letzte aus dem Rudel, Cheyenne, durfte am 23.10.2006 umziehen.
Nachdem wir lange auf ein Lebenszeichen gewartet haben, erhielten wir nun von der Besitzerin von Cheyenne, der langhaarigen Hündin aus diesem Rudel, überraschend einen kleinen Bericht, über den wir uns sehr gefreut haben.Cheyenne

Hallo Nothilfe-Team,

Ihr wolltet wissen, wie es Cheyenne nun geht.

Cheyenne ist ein sehr sensibler Hund, dem es in der Vergangenheit bestimmt nicht gut gegangen ist. Sie hat zum Eingewöhnen sehr viel Zeit benötigt, hatte Probleme damit, ins Haus zu kommen, war und ist heikel mit dem Futter und reagiert auf ungewohnte Situationen mit Durchfall.

Immer, wenn ich sehe, wie dieser sanftmütige, liebe Hund mit seiner Angst kämpft, bin ich froh, dass ich die Vorbesitzer nicht kenne.

Cheyenne hat sich viel stärker an ihr Frauchen und ihr Zuhause gebunden, als es meine Hunde vor ihr, Blanca und Cindy, getan haben. Es würde ihr niemals einfallen, auf eigene Faust loszugehen oder unterwegs soweit vorauszulaufen, dass sie mich nicht mehr sieht. Sie geht ungern mit meinem Freund spazieren, nimmt auch kein Futter an.

Sie kommt gerne mit zur Arbeit ins Büro, zum Einkaufen, fährt gerne mit im Auto und liebt lange Spaziergänge. Laufen am Rad mag sie nicht so, es
gibt unterwegs einfach zu viel zu beschnuppern und anzugucken.Cheyenne an der See

Cheyenne begleitet mich auf meinem Recherchereisen. So waren wir kürzlich auf Helgoland. Dorthin sind wir mit dem Flugzeug gekommen. Cheyenne durfte einen Sitz neben mir Platz nehmen und schaute die ganze Zeit in die Wolken. Ich hätte gerne erfahren, was sie da gedacht hat.

Cheyenne

Der lange, kalte Winter war toll für Cheyenne. Sie war begeistert vom vielen Schnee. Wir waren in der Zeit in Dänemark in Urlaub und dort oft draußen mit ihr unterwegs. Ich habe ein paar Bilder mitgeschickt. Man sieht es ihr an, wie gut es ihr gefällt.Cheyenne

Strand und Wasser gefallen ihr auch sehr gut. Sie geht gerne schwimmen und ruht sich danach auf der Picknickdecke im Schatten aus. Ich habe viele der heißen Tage an der Ostsee mit ihr verbracht.
Erfahrungsgemäß sind jede Menge Snacks mit im Gepäck. Sie nascht gerne und genießt Futter und Naschis sehr, hat aber das Glück, nicht an Gewicht zuzulegen.

Leider mussten wir im vergangenen Jahr von meinem Mischlingsrüden Tony Abschied nehmen. Er ist 17 Jahre alt geworden. Cheyenne war auch sehr traurig, hat sich inzwischen mit der kleinen Hündin meines Freundes, einer englischen Bulldogge, sehr gut angefreundet.

Cheyenne

Ich hoffe, dass Cheyenne noch recht lange bei uns ist, es ist ein toller Hund.

Gruß M.K.

 


 

Da sich die Arbeitszeiten seines vorherigen Besitzers so geändert hatten, dass eine artgerechte Haltung für Gismo nicht mehr möglich war, mußte er sich schweren Herzens von Gismo trennen. Allerdings zog Gismo nicht in die Station ein, sondern konnte bis zur Vermittlung in seinem Zuhause bleiben. Dann ging für den 12 jährigen Rüden alles ganz schnell. Kaum online gegangen hatte er die Herzen seiner Interessenten, trotz seines Alters und einer Schilddrüsenerkrankung, erobert.

Gismo

Allerdings war eine Übernachtung im Nordlicht inbegriffen: Als seine Interessenten am nächsten Tag eintrafen war die Freude auf beiden Seiten groß.
Über ein Jahr nach dieser glücklichen Vermittlung, kam diese Post von Gismo. Wir freuen uns von ihm zu hören und dass es dem alten Buben trotz anfänglicher Schwierigkeiten so gut geht.

GismoSchönen guten Tag!

Wir wollten mal wieder etwas von uns hören lassen.
Nun ist es schon über ein Jahr her, das Gismo bei uns ein neues Zuhause gefunden hat.
Auch wenn die Anfangszeit sich etwas schwer gestaltet hat, bereuen wir keinen Augenblick, dass wir Gismo bei uns aufgenommen haben. Er fühlt sich sehr wohl bei uns und der große Garten ist sein ein und alles. Egal ob es Regnet, die Sonne scheint oder ob Schnee liegt, er genießt jede Minute im Garten. Spazieren gehen gehört nicht zu seinen größten Hobbys, aber dafür hat er seine Leidenschaft fürs Buddeln und vergraben entdeckt. Auf dem morgendlichen Spaziergang wird schnell beim netten Bäcker nebenan sein geliebtes Brötchen abgeholt (dieses ist für Gismo umsonst, da er Stammkunde dort ist).

Gismo

Nunja und kaum im geliebten Heim angekommen, wird dieses sofort verbuddelt.

 


 

Hallo,

ich MUSS Euch ´was erzählen! Ich habe meinen ersten Urlaub mit meinen neuen Menschen hinter mir. Im Gebirge. Einfach genial, sag’ ich Euch. Aber der Reihe nach.Ich bin drin, kann losgehen

Angefangen hat alles mit Taschenpacken. Ich dachte, wir würden halt mal wieder in unseren Garten im Allgäu fahren und bin erst kribbelig geworden, als die Taschen ins Auto geräumt wurden. Klar, dann passe ich immer auf und rücke meinem Frauchen nicht mehr von den Fersen. Das scheint zu funktionieren – sie haben jedenfalls noch nie vergessen, mich mitzunehmen. Wir fuhren dann tatsächlich auch in unseren Garten, aber nur über Nacht. Am nächsten Morgen wurden noch ein paar weitere Sachen ins Auto gepackt. Der Rücksitz war bis unters Dach voll, aber der Kofferraum blieb frei – für mich natürlich. Und dann kam – mit mehreren kurzen Unterbrechungen – eine lange Autofahrt. Die Gegend kannte ich noch nicht; also habe ich die meiste Zeit zum Fenster rausgeschaut. Draußen brannte die Sonne, aber im Auto war es angenehm kühl. Und da ich sowieso eine leidenschaftliche Autofahrerin bin (ich würde am liebsten in jeden offen stehenden Kofferraum hüpfen, auch wenn das Auto nicht uns gehört), konnte die Fahrt für mich nicht lang genug sein.

Irgendwann am Nachmittag kamen wir an. Wir machten Station bei einer netten Frau, die gleich total von mir begeistert war."Meine" Hütte Alle Menschen sind von mir begeistert. Das wundert Euch, und Ihr wisst nicht, warum mich in der Station jeder Interessent übersehen hat? Ich verrate es Euch: Ich habe mich unsichtbar gemacht, damit ich auf die richtigen Menschen warten konnte. Die Frau gab uns einen Schlüssel und dann fuhren wir zu „unserer“ Hütte.

Die Hütte liegt ziemlich hoch in den Bergen, wo es kühler ist als unten im Tal. Wir erkundeten gleich die Umgebung. Rund herum bunte Wiesen und ein Bach. Der war mir aber nicht geheuer; das Wasser versuchte immer, mir die Beine wegzureißen. Da ist mir mein sanft plätscherndes Bächlein zuhause lieber. Die Hütte innen war super: in der Wohnküche hatte ich ein eigenes Sofa; im Schlafzimmer ein eigenes Bett.

Lupas BettLupa

Am nächsten Morgen wurden Rucksäcke gepackt, natürlich auch Wasser für mich. Und dann ging’s in die Berge. Ich war total begeistert von all den neuen Eindrücken und Gerüchen.

Lupa beim Spaziergang Lupa mit Herrchen

Schafe, so viele SchafeOben angekommen wollten meine Menschen Rast machen, aber ich fand keine Ruhe. Überall, wo ich hinschaute, waren Schafe! Soooo viele Schafe – und kein Zaun drum herum. Nur leider war ich an der Leine; alles Diskutieren half nicht, ich durfte nicht so, wie ich wollte. Sonst hätte ich den Schafen Beine gemacht, das könnt Ihr mir glauben.

Da unten sind die Schafe

Zweimal habe ich meinen Menschen einen gehörigen Schrecken eingejagt: Das erste Mal, als wir zu der bewirtschafteten Hütte in der NäheLupa unserer Hütte gingen. Unter dem Treppenaufgang war ein Körbchen für zwei kleine Katzenkinder – für die Katzen strategisch denkbar schlecht gelegen, für katzenjagende Hunde super gut. Obwohl Herrchen die Flexileine festgestellt hatte, reichte es mir, meinen Kopf in das Versteck zu stecken und eines der Katzenkinder herauszuziehen. Herrchen und Frauchen brüllten mich unisono an – aber wie, sage ich Euch, ich hab’ die Katze, obwohl so eine tolle Beute, vor Schreck gleich fallen lassen. Herrchen zog mich weg, Frauchen bemühte sich um die Kleine, die sich mit Krallen und Zähnen wehrte. Schließlich humpelte sie, ein bisschen benommen, davon. Frauchen und Herrchen entschuldigten sich tausendmal; es schien ihnen richtig nahezugehen. Am nächsten Tag gingen wir wieder hin; diesmal hielt mich Herrchen am Geschirr. Meine Menschen erkundigten sich nach der Kleinen und brachten Katzenfutter mit als Entschuldigung. Ich verstehe gar nicht, dass man wegen einer Katze so viel Aufhebens machen kann! Aber o.k., so sind sie halt, meine Menschen. Sie lieben ja auch unsere beiden Kaninchen, die ich deswegen in Ruhe lasse. Die Verletzung war übrigens nicht schlimm, das Kätzchen humpelte nach zwei Tagen schon nicht mehr.

Das zweite Mal haben meine Menschen einen gehörigen Schrecken bekommen, als ich ziemlich am Anfang einer Wanderung, am letzten Tag, schlapp gemacht habe. Ich habe mich hechelnd hingelegt und wollte nicht weiter. Als ich mich erholt hatte, sind wir zu unserer Hütte zurückgegangen und haben den Tag dort verbracht. Ich habe meinen Menschen gesagt, dass sie sich keine Sorgen machen brauchen, dass es an dem Tag einfachNa, wer hatte Recht?! nur zu sonnig war, aber sie haben mir nicht geglaubt – ich musste nach dem Urlaub zum Doc. Er hat mich gründlich untersucht, und ich habe alles, inklusive Herzultraschall, geduldig über mich ergehen lassen. Der Doc hat mir bescheinigt, dass ich in allem viel jünger wirke als 10, vor allem auch mein Herz und meine Zähne, die noch blitzweiß sind. Na also, wer hatte Recht?

Die Woche in den Bergen war wunderschön. Vor allem genossen habe ich, dass ich 24 Stunden am Tag mit meinen Menschen zusammen war; nie war ich alleine. Und sie hatten immer Zeit für Streicheleinheiten und um mich in den Arm zu nehmen und zu drücken. Ich werde inzwischen übrigens (neben dem üblichen „Maus“, „Häschen“, „Schnecke“, „Süße“) zärtlich „Biene“ oder „Bienchen“ genannt. Wie es dazu kam? Na ja, aus Lupa wurde Lupi, daraus Lupinchen, dann Bienchen/Biene. Meine Menschen haben gesagt, dass wir bald wieder Urlaub machen, dann länger – darauf freue ich mich schon riesig.

Für heute liebe Grüße an Euch alle

von

Lupa & Family

 

 


 

AKAMI - eine der einstmals scheuen Eurasier von 2008 oder "german next top-model"

Akami

AkamiNicht nur erstaunlich, sondern fast einzigartig, wie sich Akami in ihrer neuen Familie eingewöhnt hat. Letztendlich ist jedoch Mensch auch schuld daran, denn seit Akami im Ende Oktober 2008 ins Badische umgezogen ist, wird intensiv mit ihr gearbeitet.

Mit viel Liebe, Einfühlungsvermögen und immer wieder neuen Ideen wurde und wird Akami durch das ihr damals so fremde Leben begleitet. So kommen wir von der NfP aus dem Staunen nicht mehr raus.

Akami mit ihren Freunden

Akami beim SpielNicht nur, dass Akami bedingt gelernt hat, kontrolliert ohne Leine zu rennen, sie hat auch gelernt den Agility-Parcour mit Bravour zu durchlaufen, ja sie geht auch bei den schon tropischen Temperaturen mit Begeisterung ins Wasser und tobt und spielt mit ihren 4beinigen Kameraden um die Wette, als ob es nie etwas anderes für sie gegeben hätte.

Auch kaum zu glauben, wie sozial sie sich allen Hunden gegenüber zeigt - egal ob kleiner Westi oder große Dogge - Akami ist immer freundlich und guter Dinge, schlechte Laune gibt es bei ihr nicht. Dafür geht zusätzlich ein besonderes Lob an ihre Menschen, die nie aufgeben, sie auch in den Zeiten zu begleiten, wo mal wieder die Situation entsteht, dass sie für kurze Zeit in eines ihrer alten Verhaltensmuster zu fallen - die Abstände dafür werden aber immer größer.

Was wir, von der NfP, dazu sagen können: wir sind schlichtweg begeistert und drücken die Daumen, dass Akami weiterhin so gut drauf ist und letztendlich so viel Vertrauen gefasst hat, dass ihr keiner mehr anmerkt, wo sie einstmals hergekommen ist: aus ganz miserablen und dubiosen Verhältnissen.

Ein dickes Lob und DANKE an Akamis Familie, dass sie dieser tollen Hündin ein neues Leben geschenkt haben.

Akami

 


 

In der Schweiz ist die Hundeführerscheinprüfung für jeden Hund Pflicht und Kisho hat diese mit Bravour bestanden.
Herzlichen Glückwunsch an den "Schweizer Buben", und Danke an seine neue Familie, die ihn so liebevoll aufgenommen haben.

 

Super, ich habe es geschafft!!!!

Zusammen mit meiner Kollegin Aisha habe ich die Obligatorische Hundeprüfung heute Abend mit Bravour (und erst noch in St. Moritz dem „Top of Europe) gemeistert. Der Kursleiter Guido Picinoni war begeistert von mir. Wie Ihr ja wisst, mich bringt keiner aus der Ruhe! In der romanischen Sprache gibt es ein Wort, welches genau zu mir passt „pachific“ (gemütlich, behäbig, friedfertig, gelassen).

Ein wichtiges Detail.
In der Nacht von Montag auf Dienstag hatten wir ein heftiges Gewitter. Eine Sturmböe hat irgendwann in der Nacht unsere Haustüre aufgerissen. Alle übrigen Mitbewohner haben davon nichts gemerkt und geschlafen. Und ich als treue Seele habe als einziger an der Eingangstüre Wache gehalten, nicht einmal der gegenüberliegende Wald konnte mich reizen.
Und das Beste: Es gab eine tolle super schmackhafte Belohnung allein nur für mich für meine tolle Leistung!!

Momentan geniessen wir den Garten bei angenehmen Temperaturen. Wenn es uns zu warm wird, gehen wir kurz auf den Albulapass, da hat es noch einige tolle Schneefelder zum Spielen. Langweilig wird es uns nicht. Da es nun Ferienzeit ist, haben ja alle Nachbarn, Bekannte (auch viele Feriengäste!!) viel Zeit und nehmen uns gerne mit auf einen Wanderausflug.

Mit meinem neuen Rucksack inmitten von Enzianen.

Kisho

Habe ich nicht eine tolle Sportlerfigur bekommen?

Kisho

So sieht der Pool in den Alpen aus (Aisha meine Kollegin)

Kisho und Aisha

 

Liebe Frau Harders,

wir sind ein tolles Team und wir gehören einfach zusammen! Es herrscht so viel Zufriedenheit zwischen uns. Meine Familie findet, dass genau ich der fehlende ruhende Pol war, der das Rudel nun komplett gemacht hat.

Euer Kisho-Bueb

Martina & Andreas
mit Shakira, Zafira, Aisha
 


 

Hallo liebe Nohilfler,

Banjawieder ist ein halbes Jahr vergangen und es hat sich immens viel ereignet. Zuerst mal das Gute vorne weg. Die angekündigte Zahnreinigung und MiniOP von Zora verlief sehr gut. Voller Stolz kann ich sagen , dass mein Hund mit fast 12 Jahren noch alle Zähnchen hat und die nun auch wieder blitzeblank sind. Der Talgboppel im Brustbereich war auch nicht der Rede Wert. Ein relativ kleiner Schnitt, aber... Da die Stelle etwas blöd ist und Zora ja draufliegt mußte das Hundemädchen 10 Tage ein T-Shirt tragen. Herzig fand das Klinikpersonal, Sch... fand Zora. Mit einer trotzigen unwilligen Buckelhaltung lief sie mit dem verhassten T- Shirt rum. Ach was war sie froh als sie endlich wieder nur ihren eigen ( und in diesem Winter aufgrund der Arktistemperaturen sehr schicken) Pelz tragen konnte. ENDLICH wieder Hund sein !!

Nun es gibt Monate in denen ereignet sich mehr als in Jahren und mehr als einem lieb ist. Aufgrund eines Schnupfens stellte ich auch Banja dem Tierarzt vor. Doch leider halfen weder Antibiotika, Nasenspülungen ect. Die Nase schien gereizt und ab und an hatte sie etwas Nasenbluten. Trotzdem schien sie soweit munter. Am Samstagmorgen vor Weihnachten als ich nach unserem Spaziergang gemütlich frühstücken wollte kam Banja an den Tisch. Wie immer wollte ich sie hinterm Öhrchen kraulen, da sah ich eine Riesenbeule über dem rechten Auge. Ich ließ mein Croissant Croissant sein und machte mich auf den Weg in die Tierklinik.

BanjaErsteinmal erhielt Banja abschwellende und schmerzhemmende Medikamente. Für Montag wurde ein CT -Termin festgelegt, das Ergebnis sollte zwischen den Feiertagen kommen. Im eisigen Schneesturm lieferte ich Banja Monatgmorgen in der Klinik ab. Glücklicherweise fiel an diesem Tag die Heizung im Büro aus und wir hatten einen Tag Zwangsurlaub, so musste Zora nicht lange alleine bleiben . In den nächsten Tagen schlugen die Medikamente an und Banja sah nicht mehr wie ein Berufsboxer aus. Da sie auch sonst anscheinend besser fühlte , kein Nasenbluten mehr auftrat , war ich hinsichtlich des Ergebnisses guten Mutes. Zuversichtlich schilderte ich der Tierärztin Banjas Zustand. Doch die Diagnose, die sie mir dann betrübt mitteilte riss mir förmlich den Boden unter den Füßen weg.
Kopftumor.
2bis 5 Monate sind noch zu erwarten. Ich bin ja nicht wirklich der Mensch der Nahe am Wasser gebaut ist, aber im Auto liefen dann doch die Tränen. Als ich mich dann in den nächsten Stunden etwas beruhigt hatte, grübelte ich darüber , was zu tun sei.

Sicher wollte ich ihr noch einmal Schnee - ihr Element - bieten. Aber wo fahre ich da hin?? Und die letzten Monate sollte sie es auch sonst so schön wie nur irgendwie möglich haben. Als hätte mich da oben jemand gehört... Wir hatten hier in der doch schneearmen Region dieses Jahr Schnee , Schnee und noch einmal Schnee. Wir brauchten nicht irgendwohin fahren, es gab ihn vor der Haustüre!

Banja und ZoraUnsere vierbeinigen Freunde haben feine Antennen . Wie als wüssten Sie, dass es der vermutlich letzte Winter gemeinsam sein wird tollten meine Mädchen wie Derwische durch den Schnee. Wunderschön waren sie anzuschauen . Ja auch Banja, man merkte in dieser Zeit so gut wie nichts von dem Tumor. Nur eine ein bisschen dickere Augenbraue war zu sehen. Die beiden führten kleine Rituale ein, z.B. spielen Sie vor jedem Spaziergang eine Runde um das Familienauto. Abends schlafen sie immer gemeinsam ein . Es ist einfach rührend zu sehen, wie sie auf ihre ganz besondere Weise die letzte Zeit genießen.

Seit Mitte März sind jedoch die Auswirkungen bei Banja deutlicher zu sehen. Auf dem rechten Auge ist sie nun erblindet und der Tumor ist stark angewachsen und zehrt an dem Körper. Abends hat sie einen charmanten Seemansgang . Im März hatte sie ein paar sehr schlechte Tage. Da habe ich es mir angewöhnt unter der Woche im Wohnzimmer auf einer Gästematratze zu schlafen . Eigentlich war es gedacht, dass ich dann zur Not sofort sie packen und in die Klinik fahren könne. Aber irgendwie scheint da nachts ein Kraftzufluss statt zu finden. Jedes Mal , wenn ich bei meinen Hunden nächtigte , stand Banja Tag für Tag natürlich nicht gesund aber fitter auf. Nun ich habe es bis heute beibehalten.

Banja und ZoraMein Hund erstaunt mich jeden Tag neu. Mit was für einer Energie kämpft sie um jeden Tag Leben. Sie geht bis heute diszipliniert jeden Tag eine 3/4 bis Stunde mit spazieren und dies nicht im Trottelschritt. Wachsam regiert sie ihr kleines Reich ( Garten und Haus ) und Rudel. Gelassen ließ sie sich vor ein paar Tagen abduschen oder auch Tierarztbesuche absolviert sie souverän ( früher beides undenkbar) . Keineswegs gebrochen oder unsicher schaut sie mit ihrem Auge in die Welt. Vielleicht ein bissel milder . Zora ihr optisches und charakterliches Gegenstück unterstützt sie, wenn sie mal nicht mehr so kann. Sie übernimmt dann bei Laufen ( sie geht in der Regel eine halbe Hundelänge hinter ihr) die Führung und schaut nach ihr, wie als wollte sie sagen "Hey das packen wir doch". Und mich tröstet Zora, wenn ich mal richtig traurig bin in dem sie sich einfach dann zu mir legt und mich lange mit ihren sanften Augen anschaut.

So traurig sich das nun alles anhört... aber ich habe im letzten halben Jahr eine sehr intensive Zeit mit meinen Hunden verbracht. Nicht das ich vorher nicht auch meine hauptsächliche Freizeit mit ihnen verbracht hätte, aber in letzter Zeit frage ich mich häufig muss ich nun wirklich noch das eine oder andere sooo dringend erledigen oder unternehmen ? NEIN, denn die Zeit mit meinen Mädels ist so kostbar und ich möchte mir später nicht vorwerfen , mir die Zeit selbst genommen zu haben, denn trotz allem ist es wunderschön mit den Zweien zusammen zu leben.

Banja und Zora

Banja & Zora & Anja


 

Glück im Unglück oder Okitos Umzüge

Okito ist ein alter Hase. Nein, natürlich nicht wirklich. Mit seinen acht Jahren ist er allerdings auch kein junger Hüpfer mehr. Und ein Hase ist der Eurasier Rüde natürlich auch nicht. Aber ganz unbekannt war er uns eben nicht, als er im Juli 2007 aus seinem vertrauten Heim abgeholt werden musste. Dabei hat er weder übermäßig Schabernack getrieben noch seiner Familie sonst eine unangenehme Überraschung beschert. Wie so häufig sind es die traurigen Schicksalsschläge des Lebens, die dazu führen, dass wir immer wieder Hilfe-Anrufe bekommen.Okito und Bonito

Okito ist im Februar 2000, mit gerade einem halben Jahr also, recht angeschlagen bei uns in die Station gekommen. Wir haben ihn dann erst mal gründlich untersuchen lassen und ihn aufgepäppelt. Glücklicherweise hat es gar nicht lange gedauert, denn schon zwei Monate später durfte er bei seiner neuen Familie in Nordrhein-Westfalen einziehen. Und zudem eine recht stattliche Chow- Dame nun seine Freundin nennen. Diese hat sich fürsorglich um ihren „kleinen“ Schützling gekümmert, was dazu führte, dass er sich stark an ihr orientierte und die beiden ein tolles Team wurden. Doch trotz dieser starken vierbeinigen Unterstützung und der liebevollen neuen Umgebung hat Okito seine Ängste, die sich in seiner ersten Lebenszeit bei ihm entwickelt und festgesetzt haben, nie richtig ablegen können. Aber gerade wegen der alten Verhaltensmuster hat seine Familie zu ihm gestanden und gelernt ihn so zu akzeptieren und zu lieben, wie er nun einmal ist.

Dann trafen gleich mehrere Schicksalsschläge zusammen und Okito hat gemeinsam mit seinem Herrchen schmerzlich um den Verlust von Frauchen und seiner treuen Chow- Gefährtin trauern müssen. Solche Verluste wiegen schwer und haben dazugeführt, dass Okitos liebevoller Besitzer in der Folge schwer krank wurde und der Rolle als Herrchen einfach nicht mehr gerecht werden konnte. Schweren Herzens und unter Tränen gab dieser Okito wieder in die Hände der Nothilfe. Doch anstatt Okito in die Station zu geben, wurde er in die tierisch-bunte Wohngemeinschaft der ehemaligen Geschäftstelle in Freudenstadt aufgenommen. Möglich war das aber auch nur durch das überraschende Auskommen zwischen dem Neuankömmling und den vorhandenen Katzen.Okito und Bonito

Vier Monate hat Okito hier in liebvoll- häuslicher Pflege zugebracht bevor seine neue Familie ihn gefunden und aufgenommen hat. Einen neuen Freund hat Okito dann auch gefunden: einen Eurasier- Rüden namens Bonito.
Dieser war natürlich auch maßgeblich an der Entscheidung beteiligt, und hat mit seiner Zustimmung die letzten Bedenken ausgeräumt.

Okito hat nun einen neuen Platz im Herzen der Familie gefunden. Und an dieser Stelle sprechen wir sicher sowohl Okito als auch seiner alten Familie aus dem Herzen wenn wir sagen: DANKE!

Danke für die Chance, danke für das Vertrauen und den Schritt, sich für einen Rassehund aus dem Tierschutz zu entscheiden. Wir wünschen Okito und seiner neuen Familie weiterhin alles erdenklich Gute und viel Spaß zusammen und freuen uns auf weitere positive Berichte.

Es ist wunderschön zu sehen, wie sich Okito entwickelt und zwischenzeitlich auch gelernt hat, frei und ohne Leine zu laufen – es zeigt uns die intensive Beziehung zu seinen Menschen. Aber so ein Vertrauen muss wachsen und braucht seine Zeit – und die hatte dieser tolle Rüde, man geht gemeinsam durch Dick und Dünn.

 

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