Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden

Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com

 

 
Hallo Ihr Lieben,

hier kommt mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Große Neuigkeiten gibt es von mir nicht zu berichten. Ich fühle mich "sauwohl" und genieße den Frühsommer in vollen Zügen.

Sky fühlt sich sauwohl

Meine Familie ist auch sehr zufrieden mit mir, weil ich meine Ohren nicht mehr ganz so oft auf "Durchzug" stelle. Angeblich bin ich nicht mehr in den Flegeljahren.

Ich komme schon

Dabei war ich nie in den Flegeljahren, ich habe meine Familie eben nur gut erzogen.

Wo ist die Maus?

Liebe Grüße sendet Euch
Sky und Familie


 

Nuri – einst ein Trennungsopfer

Nuri

Ein Hundeseelchen wurde im November 2007 der Nothilfe zur Übernahme ans Herz gelegt. Das war Nuri auch wirklich, die ganze Beschreibung der Vorbesitzer traf voll auf ihn zu. Aufgrund von Trennung sollte er sein Zuhause verlieren, ein Husky-Rüde mit nur allen denkbar guten Eigenschaften. Selten hat man so einen Prachtkerl und es meldeten sich auch sehr schnell liebe Interessenten, die diesem großen Bärchen ein tolles Zuhause geben wollten. Das hat er dann auch gefunden und nach einem Besuch bei den neuen Menschen zog Nuri schon am 18.12.2007 um. Wir waren froh, dass er keinen langen Aufenthalt in der Station hatte, denn gerade für solche Familienhunde wünscht man sich schnell eine gute Alternative.

Die persönlichen Zeilen seiner Menschen sprechen für sich selbst:

Nuri im UrlaubAlso, was gibt es zu berichten. Im eigentlichen Sinn nichts Besonderes, denn Nuri ist immer noch ein echter Bilderbuch Hund. Er hat sich prima in unser "Rudel" integriert und akzeptiert den ihm zugewiesenen Platz. Er kommt mit fremden Zwei- und Vierbeiner in jeder Lebenslage klar. Falls er mal einem vierbeinigen Raufbold begegnet ist er Manns genug diesem den Rücken zuzukehren, auch wenn er mehrfach zu einem Kräftemessen herausgefordert wird.

Nuri und die Hasen

NuriWie Sie auf einem der Bilder sehen können kommt er auch mit unseren beiden Hasen wunderbar zurecht und wir können alle drei im Garten ohne Sicherheitsmaßnahmen laufen lassen. Das Einzige was Nuri überhaupt nicht mag sind Fliegen. Falls Sich mal eine in unser Wohnzimmer verirrt, verlässt er ziemlich schnell und entnervt den Raum oder er geht auf Jagd. Hier kann es schon einmal passieren, dass er wie ein Gummiball durchs Wohnzimmer hüpft.

Nuri

NuriNuri ist fester Bestandteil unseres Familienlebens geworden. Er ist nahezu immer dabei und immer der erste der im Auto sitzt, wenn es mal wieder los geht. So ist er schon zu einem echten Weltenbummler geworden. Wir waren schon gemeinsam in Rom, mehrmals in Meran beim Wandern und Skifahren und natürlich öfter bei meinen Verwandten in Rheinland Pfalz. Er liebt es die Weinberge rauf und runter zu jagen in der Hoffnung evtl. mal einen wilden Hasen zu sehen.

Nuri liebt Wasser

Kurzum, wir können uns ein Leben ohne unseren Nuri momentan gar nicht mehr vorstellen.
Vielleicht sind Sie ja mal in der Gegend und kommen ihn besuchen?

Liebe Grüße
Peer

 


 

Bensoki unser ehemaliges Sorgenkind in der Station hat eine lange Zeit bei uns verbracht. Die sensible aber auch selbstbewußte Hündin war geprägt von Mißverständnissen aus ihrem Vorleben. Leider hatte man ihren wahren Charakter bisher nicht erkannt. Durch diese Kommunikationsschwierigkeiten konnte Bensoki ihre Stärke nie ausleben und verflüchtete sich in Unsicherheiten. Im Zusammenleben in der Station machte sich ihre gespaltene Persönlichkeit immer wieder bemerkbar.
Doch bei ihren neuen Menschen konnte Bensoki ihre Unsicherheiten abbauen und genießt ihren neuen Lebensabschnitt in vollen Zügen. Ihrer Geduld und Sensibilität ist es zu verdanken, dass wir uns über diesen Bericht freuen.

Liebe Nordlichter,

kurz nach Bensokis 11. Geburtstag möchten wir noch schnell einen Gruß senden.

BensokiBensokis große Leidenschaft ist nach wie vor: laufen, laufen, laufen. Wir sind täglich mehrere Stunden auf unterschiedlichen Routen mit ihr unterwegs, und da wir in einer wildreichen Gegend wohnen, treffen wir auch täglich auf Rehe und Hasen. Bensoki weiß, dass diese Tiere nicht zur Bejagung freigegeben sind, schaut uns dann jedesmal fragend an ("Darf ich diesmal vielleicht doch...? NEIN? Schade.") und wendet sich nach dem obligatorischen "NEIN" sofort vom Objekt der Jagdbegierde ab. Eine Nachbarin, die jagdlich ausgebildete und genutzte Pudelpointer besitzt, bemerkte kürzlich, während ihr Hund - das "PFUI" ignorierend - einem Fasan nachstellte und Bensoki sich artig neben mich setzte: "Ihre Hunde gehorchen immer so gut, da bin ich richtig neidisch."

Ja Leute, beneidet uns nur alle um unseren tollen Hund!

Bensoki lässt sich kraulen

Aber mal ganz ehrlich: wenn Hund jeden (und wirklich jeden) Tag gute 3 Stunden freilaufend in Feld und Flur unterwegs ist, nach Bedarf schnüffelt, trödelt oder schnelle Sprints vorlegt, dann ist er ausgelastet und es fällt nicht wirklich schwer, vor anderen Leuten den superartigen raushängen zu lassen, oder? Nach jedem Ausflug - zu Hause angekommen - wirft sich Bensoki vor uns auf den Rücken und lässt sich den Bauch kraulen, notfalls weist sie uns auch mit kreativem Einsatz ihrer Stimme darauf hin, dass jetzt der Bauch dran ist. Wir hätten anfangs nicht gedacht, dass so etwas möglich wäre, weil sie ja eher nicht der "Kraul-mich-Typ" war, deshalb schicken wir ein Beweisfoto mit.

Bensoki rennt gerne

BensokiApropos Foto: Gerne hätten wir ein Bild geschickt, welches Bensoki mit lachendem Gesicht in vollem Tempo rennend zeigt. Leider sind die modernen Digitalkameras so reaktionslahm, dass im Moment des Auslösens Bensoki bereits aus dem Bild ist. Also: entweder gar nix drauf oder ein entschwindendes Stückchen Rute - hier aber die einzelnen Haare deutlich und scharf!.

Vielleicht zeigen die Bilder aber trotzdem, wie es Bensoki geht. Hin und wieder hat sie noch mal so eine Anwandlung: "Ich kenne euch alle nicht mehr, und ich habe ganz doll Angst vor allem!", aber das kommt nur zu Hause vor, und das Beste ist, wenn mensch sich dann zurückzieht und den Hund in Ruhe lässt. Kurze Zeit später kommt dann eine strahlende Bensoki um die Ecke und fragt: "Haste was zu naschen?".

Also: alles prima hier, Hund zufrieden, Menschen glücklich, was will man mehr?

Herzliche Grüße senden
Sabine und Jürgen mit Bensoki

 

 

 

 

 


 

Gero – ein Hundeschicksal besonderer Art
Wolfspitz Gero

GeroAls wir von Gero hörten, geisterte er ziellos als Notfall durchs Internet. Mal wieder ein Oldie - ein fast 10jähriger Wolfsspitzrüde, dessen Herrchen verstorben war. Alleine musste er sein Dasein im Garten fristen, eher stumpfsinnig verlief sein Hundeleben. Da ihn keiner der Hinterbliebenen aufnehmen konnte oder wollte, schaltete sich spontan unsere Chow-in-Not-Stelle ein und wir übernahmen Gero im Juli 2006. Wir hatten keine andere Wahl, als sofort zu handeln.

Als Gero ankam, klein und verschüchtert, nur eine Handvoll Spitz, da merkte man schnell, dass er bisher doch recht reduziert gelebt hat.

Lieb und nett war er, aber auch ein Hund, der wenig erlebt hatte. In der Chow-Pflegestelle wurde er dann täglich neugieriger. Schon in den ersten Tagen ließ er sich einen Riesenberg von altem Fell herauskämmen, auch dazu war der Vorbesitzer, alt und krank, nicht mehr in der Lage gewesen. Bei einem Chow-Treffen lief Gero dann total cool zwischen all den Chows herum und war so lustig, dass ihn die Gäste schnell ins Herz schlossen. Neben vielen positiven Eigenschaften zeigte er aber eine Eigenschaft, die seine Haltung schwierig machte: er wollte partout nicht alleine bleiben. Es war kein Problem, ihn mit ins Büro zu nehmen, doch auch dort wollte Gero ständig die Nähe seiner Pflegemama und ließ sie nicht aus den Fängen. Er hätte es normal gefunden, sie überall hin zu begleiten, ja auch dort hin, wo man eigentlich alleine sein möchte.Gero Aber Gero zeigte sich uneinsichtig – wie sollte er das auch begreifen. Ständiges Gekläff war angesagt, verließ man kurz den Raum und dies machte das Mitnehmen an den Arbeitsplatz unmöglich. Alleine daheim bleiben wollte er aber auch nicht, also musste schnell eine neue Pflegefamilie gefunden werden. Die fand man auch und Gero zog wieder um. Aber bald schon war ein Ende des Zigeunerlebens in Sicht und das war absolutes Glück für Gero.

Nachdem die Zeit, bis Gero in sein festes Zuhause kam, gut überbrückt werden konnte, durften wir miterleben, wie der kleine Wolfsspitz-Rüde zusehends anhänglicher und offener wurde. Vertragen hat er sich sowieso mit allem und jedem – nun kam es drauf an, wie er auf seine neue, vierbeinige Lebensgefährtin reagiert. Und hier können wir nur sagen: das war ein Volltreffer!!…….. fortan begleiten ihn nicht nur seine neuen Zweibeiner äußerst liebevoll, sondern auch noch die hübsche Colliehündin „Jenny“. Und dafür bedanken wir uns besonders herzlich.

Hören Sie einfach zu, was Gero zu erzählen hat:

Hallo liebe Hundefreunde,

oft schon habe ich an euch gedacht, weil ihr doch soviel Gutes für uns Hunde tut.Gero und Jenny

Nun ist es aber Zeit, daß ich mich mal wieder melde.

Im Oktober werde ich 13 Jahre alt. Ich bin gesund und fit und fühle mich wie in den besten Jahren. Fast 4 Jahre bin ich nun schon in meiner neuen Familie mit Jenny. Macht euch keine Hoffnung. Ich lasse mich nicht mehr vermitteln. Hier kriegt mich niemand mehr weg.

Wir sind ein gut funktionierendes Rudel. Wenn wir unterwegs sind wartet jeder, wenn einer fehlt, bis wir wieder vollständig sind.

Wenn Frauchen ruft, "das Essen ist fertig", dann sind Jenny und ich die ersten im Esszimmer. Sie sagt dann immer, "euch habe ich doch nicht gemeint".

Auto fahren kann ich inzwischen auch gut. Wenn's los geht bin ich halt manchmal ungeduldig. Aber wenn ich merke es geht wieder heim, dann bin ich ganz brav.

Wie gesagt, uns allen geht es gut, das hoffen wir auch von euch.

Gero

Liebe Grüße
Gero mit Jenny
+ den Zweibeinern
 


 

Arco

Arco, ein Malamute-Mix-Rüde kam als absoluter Notfall 2008 zu uns in die Vermittlung. Hier durften wir nicht lange zögern, sonst hätte sein Schicksal „Tierheim“ bedeutet. So wurden die Interessenten umgehend besucht und eine Platzkontrolle durchgeführt, die super ausgefallen ist. Erst mal auf Pflege sollte es sein, man hatte den Tod des vierbeinigen Kumpels noch nicht verarbeitet. Zeit blieb ihm jedoch kaum noch für seinen Umzug, sein ehemaliges Herrchen wollte eine sofortige Lösung, er hatte sich bereits anderweitig orientiert, dies jedoch nicht 4-, sondern 2-beinig. Also wurde Arco kurzerhand in Pflege genommen. Wie ist so ein Umzug aber möglich, wenn eine räumliche Distanz von ca. fast 600 km dazwischen liegt? Achso – sie gibt es noch, die Menschen, denen kein Weg zu weit ist, um ihre zugesagte Hilfe auch umzusetzen. So einigte man sich mittig, um Arco direkt zu übernehmen. Gesagt, getan! Die neuen Besitzer nahmen also ein Überraschungspaket in Empfang und fuhren damit nach Hause. Ab sofort begann jede Menge Arbeit. Aus dem „Stadthund“ Arco wurde ein Feld-, Wald- und Wiesenhund, der die neuen Eindrücke förmlich in sich hineinzog. Da Arco es jedoch schon mit vielen Besitzern zu tun hatte, fiel auch sein Verhalten entsprechend auf.

Ein weiterer Platzwechsel schien ihm zu schaden und so wurde aus dem Pflegehund ganz schnell einer, den man fest übernehmen wollte.
Für uns, als Tierschützer, gibt es nichts Schöneres, als nach solch kurzer Zeit Folgendes zu lesen:

Arco hat jetzt die Ruhe wegHeute, nach dem Arco nun fast 1 Jahr und 10 Monate bei uns ist, möchte ich mich wieder melden und Neues berichten.
Alles in allem kann man sagen, dass es Arco rundherum gut geht. Seine Lieblingsbeschäftigung ist nach wie vor das Spazieren gehen in seiner Grundstellung „Nase runter“ und Zeitung lesen. Dabei liest er auch das Kleingedruckte. Das Wort „langsam“ gehört auch nicht unbedingt zu seinen Lieblingswörtern und wird wohl eher ein Fremdwort bleiben.

Nachdem ich im letzten Frühjahr feststellen musste, dass mit ihm was nicht stimmt und darauf hin zur Tierärztin fuhr, welche herausfand, dass Arco an einer beginnenden Schilddrüsenunterfunktion litt, die aber psychisch bedingt war und homöopathisch behandelt wurde, hat er Riesenfortschritte gemacht.

Wenn ich daran denke, wie er zuvor die Welt nur durch einen Tunnel wahrnehmen konnte: zu Hause schüchtern ängstlich, schreckhaft, unkonzentriert und nicht lernfähig, dagegen draußen nicht mehr ansprechbar, hektisch und überfordert, hat er sich zu einem Traumhund entwickelt.

Im ersten Jahr hat Arco sich nicht einmal getraut, seinen Lieblingsball im Garten, unter einem Strauch, hervorzuholen. Er blieb davor stehen und hat gewartet, dass der Ball zu ihm kommt. Leckerchen suchen, „was soll der Quatsch“ und Putenhälse mag ich schon gar nicht. Arco das „Platz“ beizubringen ging nicht einmal mit einer Hand voll Hühnerfleisch.Arco

Heute ist er so mutig, dass er auch schon mal schnell meinen Teller ableckt, welcher noch nicht abgeräumt war. Wenn er merkt, dass Frauchen ohne ihn wegfahren will, macht er sich klein, schleicht sich ins Auto und nimmt auf dem Beifahrersitz (Tür war offen) Platz.
Ich freue mich über jedes bisschen Eigeninitiative, weil sie mir zeigt, dass er aus sich rauskommt.

Wenn ich daran denke, wie er noch vor einem Jahr, bei einer Begegnung mit einer anderen Tierart, z.B. Pferde, Kühe, Schafe, Rehe, Hasen u.s.w. senkrecht auf den Hinterpfoten stand und vor Aufregung gesungen hat - den Ackerrand auf den Hinterpfoten laufend nach Wildschweinen abgesucht hat - war das nicht unbedingt lustig, sondern eher sehr schweißtreibend.

Arco

 

Und wenn ich ihn heute, 1 Meter neben einem Pferd stehen sehe und beide beschnuppern sich, halte ich zwar die Luft an aber ich bin auch stolz auf unseren Arco.

Sein ganzes Wesen hat sich nur positiv verändert. Er ist beim Spazierengehen sehr entspannt, hält an der Schleppleine Blickkontakt, fragt welchen Weg wir gehen und wartet geduldig, wenn unser Zweithund Svenja noch Schnüffeln muss.

Arco hat Spass im Schnee

ArcoIm letzten Herbst waren wir wieder für 6 Woche in Skandinavien im Urlaub. Dort zeigt er so richtig was in ihm steckt: nur lieb ruhig, ausgeglichen und aufmerksam. Vielleicht sollten wir umziehen?

Für unsere Svenja ist Arco ein richtiger Jungbrunnen und auch Kavalier. Er beschützt sie vor pöbelnden Artgenossen, indem er sich splittend mit Bürste dazwischen stellt und schon ist Ruhe.

Arco und Svenja

Liebe Familie S., wir wissen, wie viel Arbeit Sie geleistet haben und dafür bedanken wir uns ganz herzlich. Wir wissen aber auch, dass Sie immer noch mit und an Arco arbeiten, damit ihr Traumhund sich noch mehr festigt. Wir freuen uns auf weitere Erfolgsberichte.

 


 

Es ist immer wieder schön, von den ehemaligen Schützlingen ein Lebenszeichen zu erhalten, insbesondere wenn sie eine Zeitlang in einer unserer Stationen verbracht haben und man sie dort lieb gewonnen hat.

Gipsy kam seinerzeit im Doppelpack mit ihrer Schwester Akena in die Schwarzwälder Station, weil die Besitzer beim Umzug nicht alle ihre sechs Hunde mitnehmen durften. Die beiden jüngsten und damit potentiell am leichtesten zu vermittelnden Rudelmitglieder mussten daraufhin die Familie verlassen.

Anfangs taten sich Gipsy und Akena etwas schwer in der Station. Sie waren ohne ihre Gefährten doch ziemlich verunsichert und wollten sich nicht gleich von uns Fremden anfassen lassen. Nach einiger Zeit aber entdeckten sie die Vorzüge des Gassigehens und waren begeistert, sobald jemand mit Geschirr und Leine auftauchte.

Die erste, die vermittelt wurde, war Akena. Gipsy musste noch ein bisschen warten, bis auch sie eine eigene Familie fand. Sie machte es Besuchern nicht so ganz leicht, denn bei unbekannten Personen fiel sie oft in alte Verhaltensmuster zurück und wich ihnen eher aus. Bis... – ja, bis ihre jetzigen Besitzer kamen, von denen Gipsy auf Anhieb angetan war. Sie punktete mit ihrem ganzen Charme und durfte somit ihr neues Zuhause beziehen.

Dass Gipsys Intuition goldrichtig war und dass ihre Menschen sie auch trotz ihrer unerwartet aufgetretenen gesundheitlichen Probleme nicht missen möchten, beweist folgende Rückmeldung:

Hallo,

Gipsy guckt vom Balkon

wir wollten uns nun, nach einem Jahr, wieder mal melden.

Gipsys Herrchen

Gemütlichkeit auf dem SofaGipsy ist wirklich eine tolle Hündin. Wenn sie mit anderen Hunden spielt, kann sie frei laufen weil sie gut hört und auf Rufen sofort kommt. Nur wenn wir sie mal alleine laufen lassen, dreht sie kurz einige Runden und dann wird es ihr schnell langweilig (nach einer Minute!) und sie geht auf Suche was es noch Interessantes gibt. Kommt dann aber gleich wieder.

Gipsys Frauchen

Der Frühling kommtWir haben die Gipsy im März letzten Jahres abgeholt und bereits in der ersten Woche hatte sie einen Anfall. Ganz plötzlich fiel sie um und hatte keine Kontrolle mehr über ihre Funktionen. Der Arzt meinte, dass wir das beobachten sollten. Kam dann noch zwei/dreimal vor und vor vier Wochen hatte sie einen Anfall und hätte sich fast nicht mehr erholt. Wir haben echt gebetet in dieser Nacht, dass sie es schafft. Es wurde Blut genommen, EKG gemacht, das volle Programm eben. Wie Sie sich wohl schon denken können, hat sie Epilepsie. Sie muss ein Leben lang Tabletten nehmen, hat aber keine Probleme damit, da die Tablette in leckere Wurst gewickelt wird.

Durch ihr total liebes Wesen wickelt sie jeden um den Finger. Sie geht ganz interessiert auf Fremde zu und ist freundlich zu jedem, zu Artgenossen sowieso.

Liebe Grüße an das gesamte Team

Wir bedanken uns ganz herzlich, dass die Familie H. so fest zu Gipsy steht und sind sehr froh, dass das Mädel mit dem Leben davongekommen ist. Es hat uns doch ziemlich erschüttert, als wir davon erfahren haben. Nichtsdestotrotz wünschen wir Gipsy und ihren Zweibeinern noch viele schöne und möglichst beschwerdefreie Jahre.

 


 

Kaum ein Jahr war Kisho alt als er Anfang 2008 im Nordlicht für Notfelle strandete.
Mit im Gepäck hatte der vorpubertäre Rüde nicht nur eine ordentliche Portion nordisches Temperament, sondern auch eine Menge Wissenslücken.
Unerfahren auch im Leben als Haus-Hund suchte Kisho nach erfahrenen, ausdauernden und souveränen Menschen.
Einmal mehr fand sich das passende Menschen- und Hunderudel in der Schweiz:

Bun di liebe Nordlichter

So habe ich meine Ostern verbracht. Mit viel Bewegung und Sport.

Kisho in der Langlaufloipe

Hier befinde ich mich mit Andreas auf der Langlaufloipe bei der Diavolezza auf ungefähr 2300 m über dem Meer.
Es war Super, aber am anderen Tag hatte ich irgendwie Muskelkater.

Manchmal nerven mich die Mädels, ansonsten habe ich das Gefühl im Urlaub zu sein. Mit den Sprachenwirrwarr meiner lieben Nachbarn (Schwyzertütsch, Romanisch, Italienisch, da in La Punt Chamues ch 3 Sprachen gesprochen werden) habe ich zwischendurch etwas Mühe.
Haben doch meine romanisch sprechenden Nachbarn meinen Namen nicht verstanden und mich immer bei Spaziergängen mit ihnen „Gigot „ (Lamm) gerufen, bis wir das Missverständnis schmunzelnd aufklären konnten.

Herzlichst

Euer Kisho

 


 

Farton- ein Alaskan Malamute aus Spanien findet in Bayern sein Zuhause

Farton

Im Februar 2010 haben wir, eine Familie mit 2 Kindern, 15 und 17 Jahre, uns (nach dem plötzlichen Tod unseres geliebten Strolchis –ein bildschöner Husky-Schäfer-Mix) im Internet auf die Suche nach einem neuen Hund gemacht. Zuerst nur, um uns abzulenken. Als wir dann aber die Seite der Nothilfe für Polarhunde entdeckten, wurde die Angelegenheit schon konkreter.

Als ersten Hund besuchten wir Farton, der auf dieser Seite und über den Tierschutz Erding zu finden war. Eigentlich war er für unsere Vorstellung schon zu alt (6 ½ Jahre, wir wollten eigentlich einen jüngeren Hund), aber die Dame beim Tierschutz Erding legte ihn uns so ans Herz, dass wir dann doch hinfuhren. Eine Nachbarin war so freundlich, mit ihm und uns im Schlepptau Gassi zu gehen. Farton lebte zu diesem Zeitpunkt noch bei seinen Besitzern, die leider beruflich bedingt nur noch sehr wenig Zeit für ihn hatten. Er hat uns schon beim ersten Besuch sehr beeindruckt. Er ist ein großer, aber sanftmütiger und wunderschöner Malamute. Er schmeichelte sich auch schon sehr geschickt bei meinem Mann ein.

Wir hatten zu diesem Zeitpunkt bereits einen Termin mit der Auffangstation im Schwarzwald vereinbart und vertrösteten die für die Vermittlung von Farton zuständigen Personen bis dahin.Farton

Eine Woche später fuhren wir dann nach Horb am Neckar und haben dort unter der fachkundigen Leitung einer ehrenamtlichen Helferin insgesamt 7 Hunde kennengelernt und ausgeführt. Es waren allesamt liebenswerte Hunde und sie machten uns die Entscheidung nicht leichter. Was von diesem Ausflug blieb, waren ein guter Eindruck von der Station und ein wahnsinniger Muskelkater für fast eine Woche (ein Großteil der Huskys lief schon vor dem Schlitten und wir mussten dauernd bremsen). Wir haben dann noch eine Nacht darüber geschlafen, um uns dann doch für Farton zu entscheiden, dem wir den Umzug ins Tierheim ersparen wollten.
So haben wir ihn am 28.02.2010 nach Hebertshausen geholt.

Zuerst erkundete er aufgeregt seinen neuen Garten, kam dann aber bereitwillig ins Haus, um auch da jeden Raum genau unter die Lupe zu nehmen. Gleich in der ersten Nacht schlief er ohne Probleme im Haus, nachdem er bisher nur draußen gehalten wurde.
Anfangs war er im Zusammenleben mit uns noch in einigen Situationen unsicher, was er uns durch ein tiefes Brummen mitteilte. Ein Problem tauchte gleich am Anfang auf. Wann immer auch nur eine Autotür oder ein Kofferraumdeckel offen stand – Farton wollte um jeden Preis rein und kam dann nicht mehr so ohne weiteres heraus. Auch mit Leine war ein zivilisiertes Einsteigen ins Auto nicht möglich. Nach einigen Tagen üben und mit vielen Leckerbissen war es möglich, Farton neben dem geöffneten Kofferraum „Sitz“ machen zu lassen und ihn zu veranlassen, erst nach Erlaubnis einzusteigen.

Mit vielen Leckerlis und Unterordnungsübungen haben wir so nach und nach versucht, ihm seinen Platz im neuen Rudel klarzumachen. Wir finden, er hat in der kurzen Zeit, in der er nun bei uns ist, sehr viel und auch sehr bereitwillig gelernt.Farton

Das Heulen, der Hauptgrund seiner Abgabe hat er vom ersten Tag bei uns eingestellt. Er lässt sein beeindruckendes Geheul nur noch aus Freude über die Ankunft einer bekannten Person, oder beim bevorstehenden Gassigehen hören. Er ist wahnsinnig verschmust und liebesbedürftig, was bei einem so großen Hund schon rührend ist.

Seine Hinterpartie (er läuft sehr steif und springt schwerfällig ins Auto) haben wir auf Anraten von Iris Schoppe und Katrin Schuster klinisch abklären lassen. Der Befund ist leider nicht gut – beidseitige HD im fortgeschrittenen Stadium. Wir werden eine Physiotherapie beginnen und hoffen, dass mit Muskelaufbau der Fortschritt der Krankheit zumindest aufgehalten werden kann. Wir haben die Entscheidung trotzdem nicht bereut und hoffen, dass wir Farton noch für einige Jahre als vollwertiges Familienmitglied verwöhnen dürfen. Er hat sich bereits durch seine liebenswerte Art in unser aller Herzen geschlichen und wir möchten ihn nicht mehr missen.

Wir freuen uns für Farton, dass er wider Erwarten sehr schnell ein neues Zuhause gefunden hat – und dann noch dazu gleich einen „Volltreffer“. Es ist nämlich nicht selbstverständlich, dass nach einer Diagnose wie fortgeschrittener HD die frischgebackenen Besitzer trotzdem so bedingungslos hinter ihrem tierischen Familienmitglied stehen.

Dass Farton das wohl intuitiv gespürt hat und sich gleich aufgenommen fühlte, bewies er ja schon dadurch, dass er nach dem Umzug postwendend sein klagendes Heulen einstellte. Er darf nun endlich vollen Familienanschluss genießen und die Wohnung in Beschlag nehmen, was bekanntlich zweierlei Vorteile hat – erstens ist es dort bequemer und zweitens kann man sich ganz beiläufig noch etliche Streicheleinheiten abholen.

Wir danken Fartons Zweibeinern und hoffen gemeinsam mit ihnen, dass die ganze Familie noch viele glückliche gemeinsame Jahre verbringen wird.

Farton


 

Hallo!

Ich wollte mich nach laaaaaaaanger Zeit mal wieder melden und berichten, wie es mir ergangen ist.

Volvo im SeeLetztes Jahr im Oktober zeigten Birgit und Volker mir einen tollen Platz, wo ich ganz herrlich auf Wiesen, in Wäldern, in Bächen und an einem riesengroßen See spielen und rennen konnte. Als wir wieder zu Hause waren, packten sie plötzlich fast alle meine Spielzeuge (und auch ihre Sachen) in Kartons. Dann brachten sie mich und das nicht eingepackte Spielzeug zu Oma und Opa und verschwanden für zwei Tage. Mensch, habe ich die beiden vermisst!

Als sie wieder zu mir kamen, stand eine lange Autofahrt vor uns. Und siehe da - ich stand letztlich wieder auf "meiner" tollen Wiese am Waldrand. Nur ein paar Meter höher fand ich in einem alten Holzhaus auch mein Spielzeug und alle Sachen von Volker und Birgit wieder. Hey, das ist total genial hier! Das Haus steht am Rand eines kleinen Dorfes. Wenn ich aus dem Fenster schaue - die sind hier so tief, dass ich problemlos raus schauen kann - blicke ich hinunter auf diesen riesengroßen See. Birgit und Volker sagen immer "Bodensee" dazu. Für mich ist das der größte Spielplatz der Welt!

Hinter unserem Haus ist eine Wiese, auf der ich auch gerne renne, während Birgit und Volker im Keller sind. Direkt daneben wohnt die kleine Snöbi. Ich mag sie, auch wenn sie ein wenig zickig ist.Volvo trifft seine Freunde
Einen richtigen Kumpel habe ich in Merlin gefunden. Fast täglich dürfen wir zusammen spielen und uns gegenseitig über die Wiesen und durch den Wald jagen. Merlin´s Herrchen sagt immer, seit wir hier wohnen muss Merlin keine Diät mehr halten. Diät? Was ist das?
Drei Häuser weiter wohnen Balu und Sophie. Balu ist auch richtig cool, eben ein Husky. Sophie, seine Mitbewohnerin, ist eine kleine Mopsdame, die immer mitten drin sein muss und sich dann wundert, dass wir sie übersehen und über den Haufen rennen.
Daneben gibt es natürlich noch viele andere, mit denen ich spielen, toben und rennen kann, aber das sind mir die Wichtigsten.

Volvo rennt gerne durch's Wasser

An den Wochenenden bin ich viel mit Volker und Birgit unterwegs. Wir schauen uns hier alles ganz genau an. Und wir haben noch so viel zu entdecken. Aber am allerliebsten mag ich es, wenn wir runter fahren zum Bodensee und ich nach Herzenslust rennen kann. Und finde ich ein Stöckchen im Wasser, bringe ich es an Land. Alle Stöckchen, die ich aus dem Wasser hole, trage ich zur gleichen Stelle am Ufer und sammle sie dort auf einem kleinen Haufen. Irgendjemand muss da doch mal aufräumen, oder?Schmusestunde

Natürlich gibt es nicht nur diese Action bei uns. Ich achte selbstverständlich darauf, dass Birgit und Volker auch ihre täglichen Schmuseeinheiten bekommen. Und das nicht zu knapp!

Ja, so bin ich vom Deutschen Rheinland in´s Schweizer Rheintal gekommen und zum "Appenzeller" geworden. Und ich fühle mich so richtig wohl hier!

Ich soll Euch auch von Volker und Birgit grüßen und Euch schöne Ostern wünschen!

Ein freundliches Wuff und ein nasser Schleck

Volvo

 

 


 

Der Volksmund kündet „aller guten Dinge sind drei“, gibt aber leider nicht mit an, wie man denn zu jenem magischen „Dritten“ kommt und so wurde die Suche nach dem neuen Zuhause für die neunjährige Lupa ganz schön schwierig. Viele Monate lang wurde sie von Interessenten geflissentlich übersehen, vielleicht auch ein wenig ihres Pelzes wegen, der nicht klassisch schwarz-weiß, sondern von jener deutlich selteneren Dreifarbigkeit ist, die bei Fundhunden mitunter dazu führt, dass Tierheime glauben einen Schäferhund-Mix zu haben (mit entsprechenden Folgen für die spätere Vermittlung).

Ihren zehnten Geburtstag musste Lupa daher in der Station feiern, hätte sie eine Torte bekommen, hätte diese der Spruch „in fünf Monaten nicht eine Anfrage“ zieren können …..
Dass bald darauf doch noch alles gut wurde und Lupa mit einem ganz tollen dritten Zuhause für ihre geduldige Warterei belohnt wurde, begann wie so oft mit einem tragischen Ereignis.

(Fast) völlig unvorbereitet verlor eine Familie ihre Huskyhündin, die einst auch zu denen gehört hatte, die „keiner haben wollte“. Da sie bereits der zweite Schatz gewesen war, den die Familie aus den Vergessenen der Vermittlungshunde geborgen hatte, richtete sich ihr Blick bei der Suche nach einem neuen vierbeinigen Gefährten auch ausschließlich auf jene – Ende gut alles gut, sowohl Mensch wie Hund künden „aller guten Dinge sind drei“:

Hallo,Lupa

nach zwei Monaten mit meinen neuen Menschen, möchte ich heute mal berichten, wie es mir so ergangen ist. Ich weiß zwar nicht, ob das jemand interessiert, da ja keiner nach mir gefragt hat, solange ich in der Station war. Doch, halt, die Leute in der Station und meine Gassigeher, die interessiert es bestimmt; die mochten mich, glaube ich. Erinnern sich die anderen vielleicht an eine mit ´ner extralangen Zunge? Das bin ich, Lupa.

Der erste Eindruck von meinem neuen Zuhause war ein Wechselbad der Gefühle: Erst ein Schock – offene Treppen!!! Ich hab’ mich nicht getraut, hoch zu laufen, hab’ die Beine in den Boden gerammt und gejammert. Dann ein „Hochgefühl“: Mein neues Frauchen hat mich einfach getragen! Daraus hätte ich bereits schließen können, dass ich hier auf Händen getragen werde, aber ich war skeptisch. Ist ja nun nicht mein erstes Zuhause, auch nicht erst mein zweites, und so bin ich vorsichtig geworden und freue mich lieber nicht zu früh. (Inzwischen, übrigens, machen mir die Treppen nichts mehr aus.)

Ich habe mich anfangs zurückgehalten und wollte erst einmal herausfinden, was meine neuen Menschen von mir erwarten. Das war schwierig, denn sie erwarten nicht viel. Das absolute „No-go“, wie man Neudeutsch sagt, scheint zu sein, dass ich in den Kaninchenkäfig hüpfe oder den beiden Hopplern sonst irgendwie zunahe trete. Wär’ schon lustig, wenn ich die beiden jagen dürfte, aber okay. Ein „Nein“ erklingt auch, wenn ich versuche, meine Schnauze auf den Tisch zu legen oder in die Teller meiner Menschen zu stecken. Scheinen futterneidisch zu sein, meine Menschen. Im Gegensatz zu mir; ich würde alles teilen mit ihnen. Nun ja, wenn’s weiter nichts ist, mit diesen Verboten kann ich leben.

Lupa

Lupa über beide Ohren in der ArbeitIch bemühe mich sehr, alles richtig und meinen Menschen Freude zu machen. Inzwischen habe ich herausgefunden, dass sie sich ganz toll freuen, wenn ich komme, wenn sie mich rufen. Sie haben gesagt, dass ich das können muss, damit ich in unserem Garten im Allgäu frei laufen darf. Meist flitze ich auch gleich (oder mit ein bisschen Zeitverzögerung), wenn ich meinen Namen höre. Nur wenn ich über beide Ohren in einem Mäusebau stecke, kann ich doch nix hören, oder?

Ganz hin und weg sind sie auch, wenn ich mich an sie drücke und mit ihnen schmuse.

Lupa schmust mit Herrchen

Und zum Lachen bringe ich sie mit meinen Mäuselsprüngen.Luoa auf der Jagd

Mit Herrchen kann man herrlich rennen. Trotz all seiner Bemühungen ist er langsam, Zweibeiner halt, und wenn ich ihn an der Leine habe, muss ich mich schon gewaltig zügeln, damit er hinterher kommt. Aber in unserem Garten darf ich frei laufen, und dort können wir toll Fangen spielen. Natürlich hat er keine Chance.

Mit Herrchen um die Wette rennen

Lupa beim BadenFrauchen ist noch langsamer als Herrchen, aber dafür sind Spaziergänge mit ihr länger und weiter, und ich darf ausgiebig nach Mäusen buddeln. Seit es wärmer ist, gehe ich währenddessen auch im Bach baden.

Zweimal in der Woche bin ich bis zum frühen Nachmittag alleine zu Hause, zweimal darf ich mit Herrchen ins Büro und kann dort zusätzliche Streicheleinheiten von seinen Mitarbeiterinnen abstauben.

Lupa übt sich in Büroschlaf

Wenn ich alleine zu Hause bin, schlafe ich meist. Ein paar Mal hab’ ich mich dann auch damit beschäftigt, die Reste meiner Kauknochen undLupa findet überall Platz, Hauptsache dabei Leckerlis in den Zimmerpflanzen zu vergraben. Wollt’ ja nur aufräumen, aber Frauchen schien nicht begeistert. Sie hat zwar nicht geschimpft, nur etwas gemurmelt von „das kenn ich doch“. Woher sie sofort beim Nachhausekommen wusste, was ich gemacht habe, weiß ich nicht. Sie muss es mir irgendwie an der Nasenspitze angesehen haben. Vielleicht hat sie hellseherische Fähigkeiten?

Wenn’s an Autofahren geht, will ich immer dabei sein – ob’s grad passt und Platz für mich hat oder nicht. Da lasse ich nichts unversucht.

Wenn die Fahrt übers Wochenende in unseren Garten im Allgäu geht, bin ich immer dabei, und auf diesen Fahrten habe ich den ganzen Kofferraum für mich. Überhaupt ist der Garten toll, weil ich, wie gesagt, frei laufen und tun und lassen kann, was ich will.

Lupa im FreilaufLupa

Alles in allem habe ich, glaube ich, ein tolles Zuhause gefunden, kann mich getrost mit verschränkten Armen zurücklehnen und der Dinge harren, die da noch auf mich zukommen.

Lupa

Für heute seid alle lieb gegrüßt von

Lupa

Anmerkung von Frauchen: Ja, Lupa hat Recht, ich habe ihr an der Nasenspitze angesehen, dass sie IN meinen Zimmerpflanzen war. Aber HELLseherische Fähigkeiten waren dafür wahrlich nicht erforderlich.

Lupa

 


 

Die kupferfarbene Yuka ist vermutlich noch präsent bei den meisten, da ihre Vermittlung erst einige Wochen zurückliegt (kleine Erinnerungsstütze: das war die fünfjährige aus sportlicher Haltung, die zunächst einen auf „unfotogen“ gemacht hatte). Mit ihren neuen Besitzern und den neuen vierbeinigen Lebensgefährten war der ehemalige Nordlicht-Sonnenschein das erste Mal auf Urlaub und hat herrliche Bilder mitgebracht:

Yuka im Urlaub

„Wir sind gestern gesund und munter wieder zurückgekommen.Urlaub huskygerecht - mit Schnee

Unserer Kira geht's wirklich recht gut [Anmerkung: hatte eine größere Operation wegen eines rasant wachsenden Tumors]. Aus einem faustgroßen Loch ist jetzt nur noch ein Schlitz offen - sie fand's aber gar nicht gut, dass sie nicht mitlaufen konnte!

Die erste Woche war vom Wetter her schwierig. Tauwetter tags und Frost nachts. Also Matsch und Eis. Also nix laufen, sondern durch den Wald gezerrt werden! Dann kam der Schnee am ersten Wochenende und alles wurde gut. Bis -15 nachts und tagsüber höchstens -3!!

Yuka hat das Ganze einfach super gemacht. Bei der Hinreise merkten wir eine leichte Verunsicherung. Sie war zwar sehr ruhig, aber hat nicht wirklich gepennt. Nach dem Motto: wo komme ich jetzt hin? War aber alles schnell erledigt. Auf der Rückfahrt hat sie entspannt geschnarcht!

Am Stakeout super, im Zelt bzw. Wohnwagen hat sie sich einfach den Hundekorb geschnappt und gelaufen ist sie super. An- und Ausziehen ein Gedicht, das Einspannen auch. Kein Geschrei oder Gezapppel. Dafür hat sie die lauteste Stimme im Hundechor! Wir sind total begeistert! Sie macht einfach alles problemlos mit - ob interessant oder nicht.“

Yuka im Gespann


 

Hallo Ihr Lieben,

hier kommt mal wieder Post von mir. Frauchen hat wieder ein paar witzige Bilder geknipst, die ich Euch nicht vorenthalten wollte.

Sky's RevierAuf einem der Bilder könnt Ihr die Gegend sehen, wo ich mehrmals täglich mein Unwesen treibe. Hier kenne ich jeden Grashalm beim Namen und die Karnickel erstarren in Ehrfurcht wenn sie mich sehen.

Auf den Bildern seht ihr meine beste Freundin, sie heißt Amy und wenn wir uns treffen dann spielen wir bis zum Umfallen.

Amy und Sky spielen

Amy und SkyAmy hat sich von Anfang an sehr gut an mich in ihrer Spielweise angepaßt, irgendwie weiß sie wohl, dass ich nichts sehen kann und sie geht gerne auf die auf die körpernahe, von mir bevorzugte, Spielweise ein.

Sky und Amy

Das heißt aber nicht, das ich sie nicht auch ein paar hundert Meter vor mir herjagen kann.

Sky und Amy - Jagdspiele

 

Mein Frauchen hat angesichts meines Temperaments mal zu meinem Herrchen gesagt, das ich eigentlich Glück habe blind zu sein, denn so kann ich meistens ohne Leine laufen und mich richtig austoben. Wenn ich sehen könnte wäre das wohl nicht immer so möglich. Sie wird schon wissen wovon sie spricht, denn ich weiß von Erzählungen, dass Sammy (mein Chef) als er noch jünger war, meistens an der Laufleine bleiben musste, weil sein Jagdtrieb nicht zu kontrollieren war und mein Jagdrevier begrenzt sich auf einen Radius von ein paar Hundert Meter, da die Geräusche sich in größerer Entfernung überlagern und ich sie nicht so genau unterscheiden kann.

Kurze Spielpause

So das war es dann für heute.........................bis zum nächsten Mal
Es grüßen ganz herzlich Sky und Familie.

 


 

Es ist doch tatsächlich schon mehr als drei Jahre her, dass ein ganzes Rudel Schlittenhunde in den Tierschutz gelangte. Die ehemaligen Sportler hatten ihren eigentlich sicheren Altersruhesitz verloren, nachdem ihr Besitzer völlig unerwartet verstorben war.

Die Abvermittlung einer so großen Zahl älterer und alter Hunde brauchte seine Zeit, aber nach und nach trennten sich die Lebenswege der einstigen Sportkameraden, für einen jeden von ihnen fand sich ein liebendes und fürsorgliches Zuhause.

Die 1996 geborene Alisha siedelte in die Schweiz über, wo sie seither ein ganz anderes Leben führt als in früheren Jahren, wo sie nur das Leben draußen und in der Hundegruppe kennengelernt hatte.

Alisha im Jahre 2009

Mit den Bildern, die allesamt eine stille Zufriedenheit ausstrahlen, kamen auch einige Zeilen mit:

„Im Mai 2007, kam Alisha zu **uns ...........

Alisha

........einen Ausschnitt aus dem Leben von Alisha im 2009

Alisha

und obwohl sie ein paar Gesundheitlich Schnitzer hatte im 2009, ist sie wieder wohlauf und fröhlich....und wir hoffen wir können doch noch viele Momente mit ihr erleben.Alisha

Sie ist immer bei uns und teilt Arbeit, Privat ..... das genießt sie sehr..... und sie dankt es.... dass sie nicht mal bei offener Tür raus springt.....
(Ach ja, sie weiß natürlich, das die Schweineohrenverteilerin drin sitzt...

Herzliche Grüsse aus der Schweiz.

Andrea & Jürg

Alisha

**Jürg als jahrelanger Husky Besitzer hat mich dazumal total infiziert mit dem Husky Virus....

 


 

Alter Hund? Ja und??

Ayla

Es war mal wieder eine von diesen E-Mails aus der Geschäftsstelle… Könnt ihr einen Hund aufnehmen?Ayla
Telefonisch stellte sich heraus, dass eine fast 12 Jahre alte Siberian Huskyhündin zur Abgabe anstand und ihres Alters wegen nicht unbedingt Zuflucht in einer der Stationen finden sollte. OK wir versuchen es. Notfall Option (schließlich lebte ja Parys, den wir im September 2006 von der Nothilfe übernommen hatten, bei uns, mit dem es harmonieren müsste) war dann die Weitergabe zur Station Nord.
Das Ganze war vor nun gut 2 Jahren und nachdem es nur einen Interessenten gab, der meinte „sie wäre ja ganz nett“, haben wir im Mai 2008 mit Corinna den Übernahmevertrag gemacht, Ayla blieb also bei uns.

Ayla und Parys

Und seither war sie schon zwei Mal mit in Nord Schweden und hat sich gesundheitlich besten erholt oder besser gesagt: verbessert. Sie war ja eigentlich nicht krank bei ihrem Einzug, hatte „nur“ Übergewicht, Arthrose und kaum Muskelmasse, ihr Halsband war ein Stachelwürger. Das Problem mit dem Übergewicht hatte sich recht schnell von selbst gegeben. Sie hatte die ersten 3-4 Wochen bei uns fast nichts gefressen, kein Wunder nach dem Verlust ihrer Familie nach gut 11 Jahren. Und auch ihre anfängliche Zurückhaltung schwand, mit jedem weiteren Tag wurde sie rasch sehr viel offener uns und unserem Rüden Parys gegenüber.Parys und Ayla bei einem kühlen Bad

Im letzten Sommer sind wir mit ihr eine Strecke im Nationalpark Skuleskogen in Mittelschweden an der Küste gelaufen, die wir bereits im Vorjahr gegangen waren. Obwohl zwischenzeitlich ein Jahr älter geworden, machte sie die Wanderung besser mit als im Jahr zuvor. Es gab nur noch eine Stelle, wo wir ihr die Felsen raufhelfen mussten.
Wer den dortigen Nationalpark und speziell den Weg zur Schlucht kennt, weiß, wie das Gelände beschaffen ist. Es gibt vom Waldweg bis zum Fels und Geröll alles, was man in der Wildnis Schwedens erwartet. Natürlich auch kleine Bäche und einen See, kurz vor der Schlucht. Die Wanderung hat eine Länge von etwa 12-13 Km bei einem Höhenunterschied von rund 800m nach GPS-Höhenprofil.
Es war deutlich bei ihr zu merken, dass sich selbst in dem Alter von 13 Jahren Muskeln aufgebaut haben und der Gesundheitszustand als „FIT“ bezeichnet werden kann.

Im Februar war ein Besuch bei unserer Tierärztin zum Impfen fällig und somit wurden Gesundheitszustand und Gewicht mal wieder überprüft: es gab keine Beanstandungen!Ayla im Schnee
Sie ist mit ihren fast 14 Jahren (im März hat sie Geburtstag) immer noch top fit. In den letzten Wochen hatte sie zwar wieder mal zum Futter eine gespaltene Meinung, aber über den Tag verteilt frisst sie noch ausreichend und hält ihr Gewicht von 25 bis 26 Kg.
Da die Tierärztin nichts Gegenteiliges gefunden hatte, geben wir ihrem Willen nun auch nach und sie darf im Garten schlafen… und für ihre Arthrose Probleme bekommt sie jetzt 1 Tablette Traumeel pro Tag. Das sind im Monat Kosten von etwa 3€. Nun ist sie glücklich und schläft im Garten und wir können wieder durchschlafen, da sie uns vorher nachts immer mit ihrem Fiepen den Schlaf geraubt hatte.
Im Wintergarten hat sie ihr Kissen, Trinken und Futter stehen und kann sich bei Regen oder Schneefall dort hin zurückziehen. Wir schlafen mit gekipptem Fenster und können somit hören, falls sie was will. Morgen müssen wir häufig starke Überzeugungsarbeit leisten um sie überhaupt ins Haus zu bekommen und wir haben durchaus Husky gerechte Temperaturen von 10 bis 18° im Haus. Unser Parys hat sich in diesem Jahr sogar einen leichten Winterflaum zugelegt und das als Husky- Schäferhund- Labrador Mix.Ayla und Parys an der Ostsee

In den Freiläufen in der Umgebung ist sie schon als Oma bekannt und jeder, der hört, das sie im März 14 Jahre alt wird, runzelt ungläubig die Stirn, vor allem wenn sie mal wieder Junghunde zum Spielen auffordert. OK, sie läuft nicht am Fahrrad, aber das machen einige Junghunde auch nicht. Nur mit ihrer Arthrose ist sie eigen. Gegen die Hüfte darf sie keiner rempeln, das gibt Mecker! Immerhin schafft sie es noch im Freilauf anderen Hunden im Galopp hinterher zu laufen, auch wenn es maximal noch 200-300m sind. Sie hat halt noch viel Lebensfreude und eine gute Gesundheit. In den letzten Monaten ist sie auch noch extrem schmusig geworden und geniest lange Streicheleinheiten. Natürlich fordert sie auch ihre Spaziergänge und da bitte am Wochenende auch mal Abwechslung!

Also, warum nicht auch einem „Alten Hund“ eine Möglichkeit geben, sein „letzten Tage“ in einer Familie zu verbringen??? Wir haben uns im März 2008 auch nur gesagt, vielleicht hat sie dann bei uns noch ein paar schöne Monate… Sie hat uns eines besseren belehrt, nun sind es schon über zwei Jahre, die sie bei uns ist, seit dem wir sie als Pflegehund aufgenommen haben. Wenn sie so weiter macht, kommen noch viele Monate dazu und im Juni geht’s wieder hoch nach Schweden mit dem Wohnwagen…

Ayla

 

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