Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein
paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos
seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an
gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com
Naro – ein langer Weg zum Glücklichsein...Vom Wildling zum TraumhundNaro stammt aus dem im Februar 2008 von bayerischen Tierschützern übernommenen
scheuen Eurasier-Rudel. Als die NfP 18 dieser Hunde in der Station Süd
einquartiert hatte, wurde schnell klar, dass die Tiere so nicht händelbar sind.
Ständig waren sie auf der Flucht vor allem und jedem, ständig hingen sie wie eine
Traube in einer Ecke. Normalerweise ist hier schnelles Handeln angesagt, was
einzig und alleine durch Trennung bewerkstelligt werden könnte. Es war jedoch
davon auszugehen, dass wir keine 18 Pflegestellen auftreiben könnten, weshalb
entschieden wurde, erst einmal die Hälfte ins „Nordlicht“ zu verfrachten. Hier
bestand die Aussicht, wenigstens für die älteste Hündin (anfangs ging man davon
aus, dass Naro eine Nari hätte sein sollen) eine Pflegestelle zu haben, was sich
jedoch aufgrund des „falschen“ Geschlechts zerschlagen hat. Gestatten – Naro Wer meine Geschichte kennt, wundert sich womöglich über
meine gepflegten Manieren. Es ist doch aber so, dass alle meine felligen Kollegen
Manieren haben. Nur, ob wir die zeigen, liegt immer an euch Menschen. Wenn ihr uns
richtig behandelt, haben wir welche, wenn nicht, dann eben nicht. Die Menschen mochten nun kein Risiko mehr mit mir
eingehen, und ich zog wieder in Süd ein. Großer Gott, dachte ich, schon wieder
Menschen. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Station Süd wurde ich auch noch
umquartiert in irgendwelche privaten Räumlichkeiten. Auch dort gab es Hunde, die
den Menschen hinterher hecheln. Nein, das wollte ich nicht. Nicht ich, nicht Naro.
Geht doch weg, alle. Tja, Sheela. Die war auch aus meinem Rudel. Aber sie war
anders. Weniger bockig, zugänglicher, sagten die Menschen. Und ja auch schon
länger da. Ich fand ja, Stolz ist das einzige, was einem bleibt. Doch Sheela
zeigte mir, dass das Unsinn ist, sofern einem der Stolz im Wege steht. Die neuen Menschen sprachen viel von Sheelas Entwicklung
bei ihnen, auch viel von einer Zeit mit einem dickköpfigen, auch wenig
sozialisierten, weiblichen Chow-Chow, der sie vieles gelehrt hat.
Die Menschen redeten über die Eurasiertreffen, und wie wir Hunde uns so machten. Mich beobachteten sie sehr genau aus dem Augenwinkel, glaubt nicht, ich hätte das nicht bemerkt, und so hielt ich mich immer hinter Sheela und versuchte, möglichst nicht vorhanden zu sein. Als schwarzer Hund ist das gerade in dunklen Ecken recht einfach, und ich griff auch in der ersten Zeit zuhause gerne darauf zurück. Als ich gar nicht mehr so recht wusste, wie ich mich in
Rauch auflösen konnte, schlich ich sogar ins Schlafzimmer auf meinen ehemaligen
Platz, den ich früher schon immer aufgesucht hatte, wenn ich mich vor der Welt
verstecken wollte. Daran könnt ihr erkennen, wie wenig sicher ich mir noch war. Nun aber sage ich für heute Adieu und habe die Ehre.
Manierlich und formvollendet. Denn, ich wiederhole es gerne, wir alle haben
Manieren, die wir den Menschen, die uns verstehen, auch zeigen, die uns mit Liebe,
Geduld und Fairness begegnen. Denn das ist es, was wir Scheuen gebraucht haben, um
in ein neues und anderes, behütetes Leben, einzutauchen. Gehabt euch wohl
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Björn – auch ein steiniger Weg führt ans Ziel
Das Leben aus der Sicht einer ehemals geschundenen Hundeseele mit Namen „Björn“ Ich bin meines Zeichens ein Siberian Husky. Mein Name ist Björn und ich bin
heute fast 12 Jahre alt. Ab jetzt begann ein neues Leben, aber es sollte für keinen von uns einfach werden.
Während eines weiteren TA-Besuches erfuhren meine beiden Zweibeiner, dass ich
keinesfalls wieder ins Tierheim zurückgehen könne, da ich damit das letzte
bisschen Vertrauen, was noch vorhanden war, verlieren würde. Also haben meine Menschen sich wieder den Kopf zermartert und dann, wie sie sagten, der allerletzte Versuch BACHBLÜTEN. Ist zwar Humbug, aber einen Versuch wert. Zuerst Notfalltropfen, dann eine Mischung gegen verschiedene Ängste und siehe
da, es zeigte Wirkung. Dann habe sie eine Bachblütentherapeutin dazugeholt. Sie
sagte direkt, dass es Monate dauern könnte, bis alle Baustellen beseitigt wären.
Ich bekam also alle 6 Wochen immer neue Mischungen. So nach und nach lösten sich
meine Ängste in Wohlgefallen auf. In den letzten 3 Monaten bekam ich noch ein
Pheromonband dazu - D.A.P. = Dog Appeasing Pheromone . Das setzt Glückshormone
frei. Wie bei einem Welpen der gesäugt wird. Wir haben auch noch eine Tiertrainerin gehabt, denn als Angsthase braucht man glasklare Ansagen und einen klar strukturierten Tagesablauf. Alles in allem war es ein langer, schwieriger und auch Kosten intensiver Weg. Und wieder war 1 Jahr um. Heute, nach einem weiteren Jahr, bin ich ein ganz normaler Hund und brauch’ keine Medizin, keinen Trainer und auch keinen Therapeuten mehr. Ich bin „über den Berg“, wie man so sagt. Es hat sich für uns alle gelohnt, nicht aufzugeben. Meine Bitte an alle Zweibeiner: gebt auch schwierigen oder ängstlichen Tieren eine Chance. Gebt uns nicht so schnell auf. Es lohnt sich. Wir möchten uns bei Marion und Freddy ganz herzlich bedanken, dass sie diesen langen Weg gegangen sind und nicht aufgegeben haben. Nur zu gut wissen wir, dass sich Tiere in jedem neuen Zuhause – jeder neuen Situation anders verhalten, als zuvor. Aber es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass es da noch Menschen gibt, die sicher eine Erwartungshaltung hatten, aber ihren neuen vierbeinigen Kameraden mit all seinen Problemen und Ängsten nicht auf- und vor allem abgegeben haben. Marion und Freddy – ganz herzlichen Dank an euch und auch an Björn.
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"Von der Mäusejägerin Laika zur Vegetarierin!"
Ihr wisst ja, ich bin die, die schon mal FÜNF Mäuse an einem einzigen Tag vertilgt hat. In diesem Frühjahr habe ich es gerade mal auf eine einzige Maus gebracht. Ich hab mich nämlich jetzt auf etwas anderes spezialisiert: "Rapskraut" - Ihr wisst doch, die Felder mit den schönen gelben Blüten. Ich schlage mir dann jedes Mal den Bauch voll damit - erst die knackigen Blättchen an der Seite, die werden ganz gründlich gekaut, dann am Schluss packe ich immer noch einen dicken Stängel, breche ihn ab und esse davon auch noch einiges. Und während einer Tour muss so manche Pflanze daran glauben! Ich befürchte aber, dass sie bald nicht mehr zart genug für mich sein werden und ich dann womöglich wieder Jagd auf Mäuse machen muss. Eva ist es schon ganz peinlich, wie viele Pflanzen ich jedes Mal vertilge. Wenn das der Bauer sieht - ich meine die halben Stängel am Rand des Feldes.... Na ja, sie tröstet sich, es könnten ja vielleicht auch Hasen gewesen sein....
Im übrigen geht es mir blendend - ich wohne ja jetzt seit September 2010 bei Alfred und Eva, und ich bin SEHR zufrieden mit meiner neuen Heimat, und auch von den beiden weiß ich, dass sie mit mir das große Los gezogen haben
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Prinzessin Shari auf der Erbse
Shari war immer Teil eines Rudels. Ihre Vorbesitzerin hatte sage und schreibe
14 Hunde. Dieses Rudel aufgrund eines persönlichen Schicksalsschlages auflösen zu
müssen, hat die ehemalige Besitzerin am Boden zerstört. Die Nothilfe ist
eingesprungen und konnte 4 Hunde übernehmen. Shari war eine davon. Und ehrlich
gesagt hat die hübsche Husky-Hündin den Wechsel vom Heim zu uns in die Station
nicht sonderlich gut weggesteckt. Shari ist mittlerweile unser 4. Hund von der NfP. Aber
die Privilegien, die sich dieser Hund nahezu „ohne Gegenwehr“ erschleicht, hatte
bisher keiner. Hund auf die Couch? Wurde bei Ina (damals 11) nur gestattet, weil
sie bei ihrem ersten Silvester bei uns völlig verängstigt war. Vorher hatte ich
mich monatelang dagegen ausgesprochen. Na gut, diese Duldung genoss sie dann auch
bis zum Schluss. Aber bei Samson und Raixa – Fehlanzeige. Wir hatten die Couch
zurück erobert. Und dann kam Shari... Es muss ihr unwahrscheinlich sanftes Wesen sein, das bei uns einen ausgeprägten Beschützerinstinkt auslöst. Allerdings warnte uns Corinna Harders schon am Tag der Abholung aus dem Nordlicht vor Sharis Fähigkeiten der Dosenöffnermanipulation. Ihre ersten eigenmächtigen Sprünge auf die Couch ließen wir anfangs also nicht zu. Als sie es dann begriffen hatte, begannen wir, sie rauf zu locken. Aber plötzlich wollte sie nicht mehr. Frei nach dem Motto: wenn ich allein entscheiden darf, ist das ok, aber auf Verlangen – keine Chance. Sie bleibt vor uns stehen und starrt uns ohne Regung an, bis wir unsere Bemühungen aufgeben oder den Naschijoker ziehen. Dann erweist sie uns die Ehre und erwartet Huldigung. Tja, wie das dann angefangen hat, dass sie mit ins Bett kommt, kann ich gar nicht mehr sagen. Und das ist ein absolutes Novum. Keiner unserer anderen Hunde durfte bei uns schlafen. Nicht mal vor dem Bett. Diese rote „Hexe“ setzt schamlos ihren sensiblen Kleinmädchencharme ein und nicht mal ich komme dagegen an. Sie ist wahnsinnig anschmiegsam und hat uns völlig im Griff.
Besonders schwierig ist es, ihre Pfoten anzufassen. Sie hat dann eine beispiellose Gesichtsmimik. Sie zieht die Lefzen hinten hoch, so dass es fast wie ein Lächeln aussieht. Dann legt sie die Ohren an, öffnet ganz leicht das Maul, beginnt zu wimmern und steigert sich bis zum Schrei. Da man über ihre Zeit in Spanien keine Infos hat, außer dass sie aus der Tötungsstation gerettet wurde, wissen wir natürlich nicht, was sie alles erlebt hat. Eine ihrer Zehen ist fachmännisch amputiert worden. Vielleicht liegt da der Hase im Pfeffer. Mit viel Geduld ist es uns gelungen, ihre Pfoten nach dem Spaziergang ohne Panik abzutrocknen. Während unseres Dänemarkurlaubs hatte sie sich vorne zwischen den Krallen verletzt. Für den ersten Akt mit Wunde säubern und Verband anlegen haben wir ganz in Ruhe bestimmt eine halbe Stunde gebraucht. Sind wir nach dem Verbandswechsel nicht gleich los gegangen, war unsere Mühe innerhalb kürzester Zeit erledigt. Wäre es in Hollywood nur nicht so warm, Shari könnte dort
Karriere machen. Der erste Besuch beim Tierarzt sollte nur ein kleiner
Gesundheits-Check sein. Dass sie sich immer am Ohr kratzte, schrieben wir der
Heilung ihrer noch ziemlich frischen Verletzung aus dem Zusammensein mit Nero zu.
Aber tief unten hatte sich das Ohr entzündet. Bevor der Tierarzt sie auch nur
berührte, führte sie einen Affentanz mit regelrechtem Geschrei auf. Er bot mir an,
für die Ohrentropfen täglich vorbei zu kommen, da er es sich recht schwierig
vorstellte, das bei ihrem Theater allein zu bewerkstelligen. Aber wenn auch
mehrere ml daneben gingen, nach zwei Tagen kehrte ein wenig Routine ein. Wirklich anstrengend ist das Spazierengehen. Sie geht perfekt an der Leine und auch am Fahrrad läuft sie wie ein Uhrwerk. Aber wehe, es liegen Taschentücher oder Plastikmüll usw. am Wegesrand. Ohne Vorwarnung hat sie diese „Leckereien“ mit einem Haps im Maul und schluckt sie möglichst sofort runter, bevor wir auch nur die Möglichkeit haben „aus“ zu rufen. Aber auch das interessiert sie herzlich wenig. Bisher ging es immer gut, d.h. sie hatte mal ein paar Stunden Durchfall. Aber die Angst, dass das auch mal schief gehen kann, sitzt schon tief. Also muss man den Weg und den Hund immer gut im Blick haben und trotzdem andere Fußgänger/Radfahrer und Verkehr meistern. Für mich, die ich nach meiner Sprunggelenk-OP im letzten Herbst sowieso sehr auf möglichst planen und rutschfreien Untergrund achten muss, echt schwierig. Aber diesem Problem müssen wir uns unbedingt widmen. Da Shari in diesem Fall ihre Intelligenzfreiheit deutlich unter Beweis stellt und bisher jedem Erziehungsversuch widersteht, müssen wir uns wohl an einen Profi wenden. Ansonsten ist unsere Prinzessin eine superliebe Maus. Ihrem alten Leben im großen Hunderudel hat sie für alle Zeit abgeschworen. Sie liebt ihr neues Hundebett, ihren störungsfreien Vormittagsschlaf während der Woche und vor allem das Leben im Haus. Für nichts in der Welt würde sie das wieder eintauschen. Wir sind sehr bemüht, ihr die unbequemen Erbsen aus dem Weg zu räumen und die kleine Hexe zaubert uns dafür regelmäßig ein verklärtes Lächeln ins Gesicht. Anja, Peter und Oli
Wir freuen uns riesig, dass die Aufnahme von Shari so gut funktioniert und dass es die nicht ganz einfache süße Versuchung von Hündin so gut getroffen hat. Wir wünschen der ganzen Familie viel Spaß zusammen und dass Ihnen das Lächeln über kleinere Meinungsverschiedenheiten nie vergeht.
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Toya und Nanook – Sportskanonen mit Leib und SeeleOha, aufgepasst. Wir dachten, wir hätten im August 2009 einfach zwei nette Huskys in die Schweiz vermittelt. Aber weit gefehlt – es waren Terroristen. Um genauer zu sein: Küchenterroristen. Doch kein Grund zur Sorge, denn die zwei sind äußerst liebenswert und haben mit Gewalttätigkeit nichts im Sinn. Hündin Toya und Rüde Nanook haben sich als Viert- und Fünfthund super ins vorhandene Rudel eingefügt. Und zeigen dort ihr ganzes Potential als talentierte Sportler. Das hätte man ihnen zu Stations-Zeiten noch gar nicht so zugetraut. Toya war eine verschüchterte Husky-Dame, bei der es geraume Zeit dauerte, bis sie zu jemandem Vertrauen gefasst hatte und halbwegs zugänglich wurde. Dass sie eines Tages mit Begeisterung einen Schlitten ziehen würde, schien damals geradezu utopisch. Und Nanook, nun, der war ein Sorgenkind mit ständigem Durchfall, der in der Station merklich unter seelischem Stress litt. Seine Vermittlungs-Chancen waren eher gering, denn ein gesundheitlich angeschlagener Vierbeiner ist den meisten Interessenten dann doch zu riskant, weil sie hohe Folgekosten fürchten. Dass beide gemeinsam in ein neues Zuhause umziehen durften, war eigentlich eher ein Zufall. Gekommen waren die Interessenten nämlich nur für Toya, doch Nanook gewann die Herzen schnell für sich und durfte seine Gehege-Freundin in die neue Heimat Schweiz begleiten. Dort sind unsere beiden Pelzgesichter förmlich aufgeblüht, wie folgende Mail beweist. News von den „Küchenterroristen“Endlich, endlich kommen wir dazu, einmal von unseren lieben „Küchenterroristen“, Toya und Nanook, zu berichten. Leider können wir (noch) nicht mit großen und spektakulären Abenteuerurlauben im hohen Norden aufwarten ... Oftmals gibt es einfach Umstände, die lassen solches nicht zu. Da war „Zini“, welcher man eine allzu lange Reise mit ihren über 15 Jahren nicht mehr zumuten wollte. Dann machte eine nicht erkannte, alte Verletzung durch einen früheren Sportunfall des Frauchens, den Ersatz eines künstlichen Hüftgelenks notwendig und so war auch nicht mehr viel mit Abenteuer, denn trotz Spitzenchirurg und körperlicher Fitness braucht es eine große Portion Geduld und seine Zeit, um nach einer solchen OP alles gut und stabil verheilen zu lassen, damit oben beschriebene Abenteuer später ohne Reue in Angriff genommen werden können. Wozu braucht es lange Reisen? Hier ist es ja schon fast wie Urlaub. Wir haben schöne Wiesen, Wälder, Flüsse und hohe Berge und SCHNEEEEEEE!!!
Aber nun zu unseren Pelzgesichtern ...
Toya – ein „Powerriegel“ der Extraklasse!Nachdem „Zeno“ und „Moira“ kurz nacheinander verstarben und die größte Trauer verarbeitet war, wurde die Seite der NfP nach einem neuen Rudelmitglied durchforstet. Schon vorher sind uns die 4 Mädels, zu denen Toya gehörte, angenehm aufgefallen, nur war es leider nicht die Zeit und alle Mädels waren dann vermittelt. Und dann ... plötzlich war Toya wieder in der Vermittlung!!! Eine auf den Bildern etwas verschüchtert schauende, kupferfarbenen Schönheit, mit großen ins Ungewisse schauenden Augen ... Wohl hatte es nicht wie angedacht geklappt auf dem Platz, wo sie war und als da stand, der Grund sei, Toya hätte geschnappt, dieses Verhalten aber auf der Station nie beobachtet wurde, da schlug mein Herz schneller. Grade auch darum wollten wir Toya anschauen. Hunde, denen man so etwas attestiert, tun sich danach immer schwer in der Vermittlung ... Und irgendwie sagte mir mein Bauchgefühl (auf das ich mich in der Regel ziemlich gut verlassen kann) genauso wie die ganze Beschreibung ihres Verhaltens in der Station: dieser Hund hat NICHT geschnappt ... was mir auch egal gewesen wäre, wäre es denn wirklich so. Also machten wir uns auf, Toya zu besuchen und gingen durch alle Zwinger ... vorbei an all diesen lieben und schönen Hunden, von denen jeder sein eigenes Schicksal hatte. Und da war sie! Toya ... etwas unsicher und sich selber unscheinbar machend in der Ecke liegend, mit genau diesem Blick wie auf den Fotos ... beobachtend, immer bereit und auf dem Sprung. Toya ist nun wie gesagt schon 1,5 Jahre bei uns und sie hat nie auch nur irgendein Anzeichen gezeigt zu schnappen. Weder beim Tierarzt noch sonst in einer Situation. Sie war auch nie aus Ängstlichkeit „undicht“, was man erst befürchtet hatte. Das einzige Verhalten, was auf die etwas isolierte Haltung hindeutete, war, dass sie, wenn Besuch kam, den sie nicht oft gesehen hat, wie warnend „losbrüllte“ und etwas auf Distanz ging ... aber nichts extrem Beunruhigendes. Dies gibt sich immer mehr und Toya sucht mittlerweile schon sehr den Kontakt. Was für eine schöne und liebe Hündin ... es ist auch ganz erstaunlich, welches Potential in ihr steckt! Sie besitzt ein Klangrepertoire, das vom sonoren Gurren eine Taube über das Flöten wie das von Gremlin Gizmo (Film „Gremlins“) bis hin zur Intensität und Lautstärke eines Brüllaffen reicht. Welch Resonanz doch so ein kleiner Körper zustande bringt! Und so stimmen alle im Rudel mit ein und singen täglich ihre gar „schaurig“ schönen Lieder. Toyas Zug- und Laufpotential ließ sich schon beim ersten Spaziergang beim Besuch auf der Station erahnen. Und in der Tat, sie ist ein Powerriegel. Diese zähe, kleine Nordländerin ist ein Kraftpaket und eine ausdauernde Arbeiterin. Wenn sie sich in die Wanten legt, erinnert ihre Silhouette an die Kühlerhaubenfigur einer renommierten Autoedelmarke. Ich würde diese kleine, liebe und wunderschöne Hochleistungssportlerin nie wieder hergeben. Sie kommt mit allen im Rudel super klar. Manchmal schlafen sie zusammen dicht an dicht.
Nanook – ein vermeintlich „Handycapierter“ entpuppt sich als Leistungssportler mit Leaderpotential!Eigentlich kamen wir ja wegen Toya in die Station ... aber da war noch „ER“ im Gehege: Nanook, ein lieber, großer, etwas dürrer Rüde mit der typischen, hochbeinigen Sprinter-Anatomie und unendlich melancholischem Blick. Nanook wurde als handycapiert gehandelt, weil ihm während der Zeit bei seinen Vorbesitzern infolge einer Vergiftung ein Teil des Magens entfernt wurde. Nanook litt wohl sehr unter Durchfall. Wir brachten es nicht übers Herz, Toya zum Spaziergang mitzunehmen und ihn einfach zurückzulassen .. so kam „ER“ mit ... und gewann! Denn auch er zeigte sich so gut und kam mit dem ganzen Rudel zurecht, dass wir nicht umhin konnten, dieses schöne, aber wie man uns sagte, „handicapierte“ Tier, zu adoptieren. Unser ganzes Augenmerk galt nach der Übernahme speziell diesem „Handicap“, welches aber seltsamerweise bei uns nie in Erscheinung trat. Natürlich war er ziemlich mager und er wäre mir auf der Vermittlungsseite kaum aufgefallen ... ein kleines Foto, welches durch seine Darstellung unter all den vielen anderen Fotos fast unscheinbar unterging, ein Hund mit traurig melancholischem Blick ... tja ... erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Nanook hat hier keinen Durchfall, es fällt aber auf, dass er schwerverdauliche Sachen besser nicht essen sollte. Die bekommen ihm definitiv nicht. Mit der Zeit entwickelten sich seine Muskeln, denn die Hunde „spazieren ziehen“ jeden Tag so um die 20 km in zügigem Tempo. Aus dem einst dürren, schlaksigen Hund entwickelte sich ein durchtrainierter schöner Rüde und wenn man ihn streichelt, so fühlt man die Anatomie wie durch einen Schokoladeguss, aber es „stechen“ keine Rückenwirbel und Hüftknochen durch das jetzt dichte und glänzende Fell ... Und dann war es soweit: der Herbst kam und damit angenehme Temperaturen, bei welchen man ein vorsichtiges Antrainieren wagen konnte. Und siehe da! Auch Nanook zeigte, dass er gerne und freudig laufen kann. Indes, obwohl ich wirklich vorsichtig trainierte und Nanook auch Freude zeigte beim Laufen, hatte ich das Gefühl, er lief etwas verhalten, mit einer solchen urtypischen Lauffreude und dieser Anatomie sollte ein Hund eigentlich anders laufen als Nanook eben lief. Eines Tages, als er aus dem Liegen aufstand, winselte er plötzlich und streckte ein Bein in die Höhe und belastete dieses für einige Sekunde nicht. Ich touchte das Bein und dann war es auch wieder gut und vorbei. So dachte ich, dass er sich wohl „verlegen“ haben musste und ihm das Bein eingeschlafen war. Dies passierte noch ein paar Mal, bis er plötzlich nach einem leichten Training im Ziel diese Symptome ganz heftig zeigte und auch winselnd torkelte und sich auf den Boden legte. Als ich mich von meinem ersten Schrecken erholt hatte, suchte ich den Fehler bei mir. Aber ich hatte die Hunde immer gebremst laufen lassen, ich habe sie gewässert und die nötigen ergänzenden Präparate verabreicht, ich konnte es mir nicht erklären. So etwas lässt man nicht auf sich beruhen und ich brachte Nanook zwecks General-Check zum Tierarzt meines Vertrauens. Es wurden einige Bluttests gemacht, unter anderem schickten wir das Blut in ein Speziallabor nach England, da es im ganzen EU-Raum offenbar kein anderes gab, welches diesen Test mittels Dialyse machen konnte. Zwei Wochen bangen und dann war das Resultat da: die Schilddrüse war zwar voll intakt, aber bekam die nötigen Impulse zur Produktion eines ganz gewissen Hormons nicht. Man konnte sagen, Nanook hatte eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion). Das war des Pudels Kern! Nanook bekommt nun das fehlende Hormon mittels Tablette täglich verabreicht und wooooow! Es ging noch einmal einen Riesenschub vorwärts! Jetzt konnte sein Körper alles, was ihm zugeführt wurde, voll verwerten und dies auch u. a. den Muskeln zuführen – was für ein Unterschied zu vorher! Und ich bin sicher, alle früheren Symptome, die er zeigte, sind zum größten Teil darauf zurückzuführen und nicht, weil ihm ein bisschen vom Magen fehlt. Ich bin aber überzeugt, dass der Durchfall psychischer Natur war ... gerade zu Anfang schaute uns Nanook immer wieder fragend und etwas unsicher an, grad so, als wollte er fragen: „Was, ich darf jetzt wirklich immer hierbleiben? Und ihr schmeißt mich nicht wieder raus?“ Nanook hat sehr gelitten, aus seinem familiären Verband entfernt worden zu sein, er ist zwar sehr souverän, braucht aber seine Streicheleinheiten und das Dasein in einem Rudel, welches ihn nie wieder enttäuschen soll. Nanook läuft jetzt noch freudiger, schneller und es ist erstaunlich, wie ruhig und sicher er alle Kommandos ausführt und kennt... wie gesagt: ein Leader! Er ist stabil im Training und so habe ich die Bestätigung, dass alles stimmt! Wer hätte das gedacht? Übrigens: auch Nanooks Abgabegründe haben sich hier nicht bewahrheitet ... da bin ich ganz anderes gewohnt, was Houdinis und andere Ausbrecherkönige betrifft. |
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Kishos Karriere als Superstar oder warum Sport doch kein Mord istWir haben im Oktober des vergangenen Jahres froh über Kishos Vermittlung
berichtet. Wir wünschen dem gesamten Team der Familie Z. eine „Mordsgaudi“ und drücken
kräftig die Daumen! Zudem möchten wir uns herzlich bedanken: Es gibt kein
schöneres Gefühl, als unsere ehemaligen Schützlinge in so liebevollen Händen zu
wissen, die den Hunden einfach einen Himmel auf Erden bescheren. Bun di bun an Liebe Freunde in der Nothilfe Ich weiß, ich bin etwas spät mit meinen guten Wünschen. Aber mir geht es wie den Menschen, es ist einfach immer etwas los. Bevor ich aber die Katze aus dem Sack lasse, gebe ich
euch einige Eindrücke von unseren Weihnachten.
Ist es nicht schön mein Weihnachtsgeschenk? Habe ich mir selbst im Geschäft ausgesucht und bin probegelegen.
Unterwegs mit dem Schlitten, na ja der Weihnachtsspeck muss weg.
Ausspannen mit meiner Freundin Zafira
Und nun zum Wichtigsten:
Wie ihr alle wisst, ich Kisho-Bubi bin gut, aber nun bin ich SUPER! Am 15. Januar starte ich mit Aisha und Zafira in der Kategorie Skijöring beim schönsten Schlittenhunderennen dem ALPENTRAIL 15. – 22.01.2011
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| Hallo Menschen hier spricht mal wieder Kelly, ich hoffe ihr habt mich noch nicht vergessen, da ich mich so lang nicht gemeldet hatte. Ich hab ja gesagt, ich melde mich, wenn es wieder etwas zu erzählen gibt. Also an einem Sonntag zerrte meine Eva mal wieder den großen Hundekasten hinten
vor und schaffte ihn ins Auto und murmelte etwas von komme gleich wieder muss zum
Flugplatz. Dort war sie ja noch nie, denk ich so und zieh mich auf meine Decke
zurück. Als sie später wieder kam, half ihr die nette Nachbarin die Kiste ins Haus
zu tragen. Die Kiste roch schon komisch, als sie noch nicht auf dem Boden stand. Wir zu den netten Mädels von Ulli´s Hundeservice, die uns so mir nichts dir nichts sofort und ohne lange fragen nahmen. Nach vier Tagen wieder heim und drei Wochen alles im grünen Bereich, doch dann wieder das gleiche Spiel wir Fellnasen in die Hundepension und Eva ins Krankenhaus. Nach einer Woche wieder heim, aber nur um von Moni und Reiner und deren Rudel abgeholt zu werden. Ich geh wo anders hin, wegen der Katzen bei Moni. Joshi geht mit und muss lernen dass Katzen nicht schmecken. Das hat er auch ganz locker und schnell geschafft. Ich war erst mal bei einer Dame, aber nach kurzer Zeit zog ich auf die
schwäbische Alb zu Ramsi und seinen Leuten. Das war der Volltreffer schlechthin.
Der Ramsi ist einfach Klasse, so einen Kerl kann man sich nur wünschen, aber sie
sind leider ziemlich rar gesät, sagt Eva. Der Eva haben sie im Bauch rum operiert,
fast wie sterilisieren, nur viel schlimmer, denn es dauerte ziemlich lange, bis
Eva wieder fit wurde. Den ganzen heißen Sommer war ich auf der Alb, wo es
wesentlich kühler war als daheim. Irgendwann holte uns Eva dann wieder ab und wir fanden den eigenen Garten auch wieder schön, obwohl ich ziemlich Heimweh nach Ramsi hatte. Aber es dauerte nicht lang und ich durfte wieder auf die Alb, da Eva wieder ins Krankenhaus musste, ich glaub die passt da so gut zu den Möbeln. Joschi ging zu Freunden nach Mönchengladbach, was er ganz toll fand, wegen dem Tim und der Einzelbehandlung und Nachbars Katze.
Jetzt hatte ich gehört, der Joschi war am letzten Samstag wieder daheim, aber Eva darf noch nicht so weite Wege fahren, wie zu mir. Ich hab ganz schnell wieder weg gehört, denn Ramsi und Matthias riefen zum Spaziergang. War auch gut so denn Joschi durfte schon nach einer Woche wieder zu Tim und Eva wieder ins Krankenhaus. Ich glaub ich bleib hier auf der Alb, denn hier gibt es außer dem Matthias, noch die Bine, die macht Futter, Sarah, die macht Quatsch und den Opa, der immer die Fleischwurst bringt. Aber meine Eva muss jetzt ganz schnell gesund werden, denn so geht es ja auch nicht.
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Gus oder was nicht passt, wird passend gemachtEs gibt einige allgemeine Dinge, die auf alle Beziehungen zutreffen: Zum einen
muss die Chemie stimmen. Wenn diese banal klingende Grundvoraussetzung nicht
erfüllt ist, dann wird das auch nichts. Es gab aber jemanden, der sofort eine Bindung zu diesem faszinierend wölfisch
aussehenden Hund gefühlt hat. Davon haben wir aber zunächst nichts mitbekommen,
weil diese Verbindung still über das Internet erfolgt ist. Frau S. hat Gus‘ Fall
über unsere Webseite verfolgt und es nach einem Jahr schließlich nicht mehr
ausgehalten und Kontakt mit uns aufgenommen. Der fehlende Vermittlungserfolg war
ihr schleierhaft und wenn doch niemand erkennen wollte, was für ein grandioser
Hund da zum Greifen nah auf eine Bezugsperson hoffte, musste sie es halt selber
probieren. Schauen, ob ihr Bauchgefühl stimmt und auch Gus diese Verbindung fühlt. Genau diese Hindernisse hatte auch Frau S. zu überwinden, bevor das erste
Kennenlernen zwischen den Beiden stattfinden konnte. Doch dann war es soweit! Bis zur letzten Minute war unklar, ob Gus nun eine neue Familie gefunden hatte
oder nicht. Am letzten Abend zog sich Frau S. mit Gus in ein ruhiges Zimmer zurück
und die Beiden haben wohl so eine Art Abkommen getroffen, es miteinander zu
probieren. Denn als sie wieder aus dem Raum getreten sind, war unserer Besucherin
deutlich anzusehen: Ja, wir machen es! Hallo Frau Harders, wollte mich mal wieder melden...! Nun habe ich ja bereits 2 Wochen Arbeit hinter mir, mein
ursprünglicher Plan ging nicht auf. Petsy machte mir einen Strich durch die
Rechnung. Ich wollte ja morgens mit Dulci und Gus gemeinsam Strecke machen, in der
Zeit Petsy daheim lassen und sie dafür mit zur Arbeit nehmen. Aber Petsy
quittierte mir das frühmorgendliche Alleinsein (für nur 1 Stunde wohlgemerkt!)
jedes Mal mit einem Protest-Haufen in der Wohnung. Also sieht das ganze jetzt
folgendermaßen aus: Bis zum nächsten Mal, Frau S. ist ihrem Gefühl gefolgt und hat sich nicht von ihrem Weg abbringen
lassen. Mit einem gelüfteten Hut bedanken wir uns herzlich und freuen uns, dass
Gus nun einen Platz gefunden hat, der genau richtig für ihn zu sein scheint.
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