Auffangstation SchwarzwaldBlacky – ein überaus cleveres, quirliges Powerpaket

 Blacky

BlackyZiemliches Kopfzerbrechen macht den Vermittlern der eher klein gewachsene Husky Rüde Blacky, sieben Jahre alt. Denn obwohl der Rüde sowohl optisch wie auch von der Art her klasse ist, ist er doch von seinem Verhalten her so komplex, dass er für die Mehrzahl der Interessenten kaum der geeignete Hund ist.

Bevor er in die Vermittlung kam, lebte er als Einzelhund bei einem Ehepaar, im Zuge der Scheidung konnte keiner den Hund behalten. Für den einstigen „Haushund-Pascha“, der nur wenig Grenzen erfuhr, war der Einzug in die Station eine gewaltige Umstellung. Seit dem Frühsommer 2007 ist Blacky nun auf der Suche nach neuen Bezugspersonen und neuen Aufgaben.

Die neuen Aufgaben sind einer der Knackpunkte bei der Vermittlung, denn das Wort, das am besten zur Arbeitseinstellung des Rüden passt, ist „Workaholic“. Er fordert Beschäftigung regelrecht ein, sein Bellen, wenn er eines Zweibeiners angesichts wird, ist in der Station schon ein zum normalen Alltag gehörender Ton. Denn natürlich ist dieser clevere Kerl, dessen Arbeitswut und Quirligkeit schon fast anLecker einen Border Collie erinnert, geradezu chronisch unausgelastet unter den derzeitigen Bedingungen, obwohl mit ihm neue Dinge erarbeitet werden, sobald sich die Zeit dafür bietet. Pfote links oder rechts geben, Leckerchen erst auf Kommando vom Boden nehmen – alles „Kinderkram“ für Blacky, das lernt man mal eben nebenher.
Das einzige, was ihm beim Lernen manchmal hinderlich ist, ist er selber, denn nichts geht ihm und seinem Temperament schnell genug – action, action, action ist seine Devise, ihn zu „sauberer“ Ausführung zu bekommen ein häufiges „zurück auf Anfang und dann noch mal starten“, etwas Geduld und innere Ruhe braucht man da. Denn Hochpuschen braucht man diesen Rüden nicht, das kann er gut alleine.

Blacky braucht also Menschen, die ein ähnliches Aktivitätsniveau haben, gleichzeitig aber Ruhe und Sicherheit ausstrahlen und dies als Einheit aktiv in die Mensch-Hund-Beziehung einbringen können. Ein gewisses Mehr an Zeit als für manch anderen Husky in dem Alter sollte ebenfalls Blackyvorhanden sein, denn laufen will der Blacky auch noch, wobei er bislang nur ausgedehnte Spaziergänge kennt, aber nie am oder vor dem Fahrrad unterwegs war.

Zukünftig sehen wir Blacky eher als Einzelhund, nicht nur, weil er auf seine Art einfach anstrengend ist, sondern auch weil er nur solange verträglich ist, wie ihm sein vierbeiniges Gegenüber nicht irgendwie „dumm“ kommt. Und das ist leider relativ schnell der Fall, denn Blacky hat eine gewisse Individualdistanz, die er nicht unterschritten sehen möchte und auch seine Toleranzschwelle ist nicht eben hoch. So wirklich „zusammengezupft“ hat ihn bislang anscheinend noch kein Artgenosse, vermutlich weil er nicht nur clever sondern eben auch schnell und wendig ist.

Wer nun glaubt, dass Blacky vor Selbstsicherheit nur so strotzt, der irrt – ganz häufig sieht man bei ihm deutliche Unsicherheiten, er nähert sich, weicht zurück und kommt sofort wieder an, auch dies zeigt er in dem ihm meist eigenen Tempo, nämlich schnell.
Blacky
Sie fragen sich gerade, wieso man diesen Hund eingangs des Textes mit der Bezeichnung eigentlich „klasse“ vorstellte? Könnten Sie ihn sehen, sich eine Weile mit ihm beschäftigen, Sie würden verstehen, wo der besondere Zauber dieses Rüden liegt – vorausgesetzt Sie haben ein Faible für derartige „Powerpakete“.

Und der Vollständigkeit halber:
Jagdtrieb: aber klar doch, ganz Husky (Katzen sind logischerweise potentielle Beutetiere)
Kinder: am liebsten keine in der Familie vorhanden, denn wer Blacky hat, der ist beschäftigt….

Blacky

Falls Sie die Möglichkeit haben, bei Ihrem Tierarzt, Ihrer Hundeschule oder anderswo einen Flyer für diesen Hund auszuhängen, bitte hier downloaden.

 

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letzte Bearbeitung am 10. Jul 08