Der
im September 2004 geborene Damon kam zusammen mit seinem
Kumpel Nanuk in unsere Schwarzwälder Auffangstation, nachdem
das Frauchen sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um
die beiden Rüden kümmern konnte.
Der hübsche schwarz-weiße Damon brauchte einige Tage, um
sich in der Station einzugewöhnen. Anfangs wich er uns
Zweibeinern eher aus, aber nachdem er jetzt einige Male zum
Spaziergang mit durfte, kann er sich beim Anblick von
Geschirr und Leine auch schon ein bisschen freuen.

Unterwegs ist er sehr angenehm, läuft „zivilisiert“ und
zerrt nicht großartig an der Leine. Die ersten Meter ist er
teilweise am Fiepsen, aber er lässt uns im Ungewissen, ob er
das aus freudiger Erwartung tut oder weil es ihm nicht
schnell genug geht. Er achtet durchaus auf Wildspuren und
schnuppert auch gerne an interessanten Stellen, aber auf
Zuruf kommt er meistens hinterher gerannt, ohne dass man mit
einem Ruck an der Leine nachhelfen muss.
Was seinen Umgang mit anderen Hunden angeht, kann man nur
Positives berichten. Bisher hat er sich in der Station sehr
sozial gezeigt. Sowohl mit Hündinnen als auch mit Rüden
kommt er gut aus und provoziert keinen Streit. Die bisherige
Rollenverteilung zwischen ihm und Nanuk besteht fort – Nanuk
der Anführer, Damon der Mitläufer.
Da Damon im früheren Zuhause auch samtpfötige Mitbewohner
hatte, stünde der Vermittlung in einen Katzen-Haushalt
nichts im Wege. Ein bisschen Einfühlungsvermögen braucht es
zwar immer, um fremde Vierbeiner aneinander zu gewöhnen,
aber die Aussichten sind gerade bei dem eher zurückhaltenden
Damon gut. So muss man nicht gleich einen rabaukenhaften
Auftritt befürchten, wenn sich Hund und Katz das erste Mal
begegnen.
Kinder gab es im bisherigen Haushalt zwar keine, aber ab und
zu waren welche zu Besuch da und es gab keine Probleme. Um
aber Damons anfänglicher Schüchternheit gerecht zu werden,
sollten die kleinsten Familienmitglieder zumindest alt und
verständig genug sein, um ihn nicht pausenlos anzugrapschen.
Wie Damon reagiert, wenn er alleine bleiben muss, wissen wir
leider nicht, da er bisher immer Gesellschaft hatte.
