Eurasier im Nordlicht für Notfelle |
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Neun der ursprünglich 18 Eurasier (Bericht
zum Rudel siehe hier) wurden im Nordlicht aufgenommen. Die
Hunde wirkten wie eine kleine Schafsherde, die aufgescheucht
von einer Ecke in die andere rannte um Schutz bei ihren
Artgenossen zu finden. Die kleinen Geschöpfe vergruben ihre
Köpfe in den Körpern der Anderen, sodass in den ersten Tagen
fast nur ein Knäuel von Hunden zu erkennen war. Jegliche
Umweltgeräusche waren ihnen fremd und lösten immer wieder
eine dem Blick nach als Lebensbedrohung empfundene Angst
aus.
Die Hunde waren zunächst zusammen in einem großen Gehege
untergebracht. Langsam wurden einige von ihnen neugierig,
und versuchten zu ergründen, was wir für eine Bedeutung
haben könnten.
Langsam wuchs das Vertrauen der Tiere zu ihrer Umgebung. Ihre eigentlich vorgesehene (Schlaf-) Unterkunft, den Container, zu betreten war den Eurasiern bisher nicht möglich gewesen. Der Innenbereich wurde völlig ignoriert. Um ihrer Panik entgegenzuwirken erarbeiteten wir täglich neue Strategien. Die Hauptfütterungen fanden nun ausschließlich im Container statt. So wurde recht schnell der Container auch für Ruhephasen genutzt.
Beim geduldigen Aufenthalt im Gehege studierte unsere Helferin die Verhaltensweisen der Hunde und brachte alles zu Papier. Hündinnen und Rüden waren letztlich ausgemacht und die passenden Namen konnten ausgesucht werden.
Drei Hündinen: Sumi, Chika und Yoko
Trotz dieser Fortschritte sahen wir uns dann mit einem
neuen, gänzlich unerwarteten Problem konfrontiert. Juri, der
von Anfang an einen sehr großen Einfluss auf seine
Artgenossen hatte, wirkte in dem Geschehen immer noch ruhig
und entspannt. Was aber den Kontakt zu Menschen betraf wurde
er nun eher zum Hemmschuh, da er der Gruppe mit seinen
Verhaltensweisen immer wieder klar machte, "Kontakt zur
Futteraufnahme ist ok, ansonsten Jungs und Mädels kommen wir
auch ohne Menschen aus".
Auch in den kleinen Gruppen war und ist es recht schwer die
Hunde zu sozialisieren, da sie sich immer wieder
untereinander orientieren.
Für alle diese Hunde aus Süd wie Nord suchen wir dringend Plätze im familiären Umfeld bei erfahrenen Menschen, gerne natürlich mit Übernahmeoption. Aber auch reine Pflegestellen sind mehr als nur willkommen, da durch das Absplitten vom restlichen Rudel die Offenheit der Hunde für Neues forciert wird und der Aufbau neuer Verhaltensweisen viel schneller erfolgt als unter den jetzigen Bedingungen.
Naro, momentan etwa ein Jahr alt, macht uns zurzeit immer wieder klar, dass es für ihn keine Veranlassung gibt, einem Menschen zu vertrauen. Futterkontakt in Verbindung mit einem Menschen verweigert er. Seine täglichen Fütterungen nimmt er nur zu sich, wenn der Mensch absolut fern von ihm ist.
Die kleinen Schritte erfreuen uns täglich. Bei den Fütterungen kommt es immer häufiger vor, dass trotz unserer Anwesenheit im Hundehaus Kaugeräusche aus seiner Unterkunft zu hören sind.
Da Naro unter den Stationsbedingungen immer wieder in alte
Verhaltensmuster zurückfallen kann, suchen wir, zum Aufbau
einer konsequenten Mensch Hund Beziehung, dringend eine
Pflegestelle. |
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Yoko ist die Erste die in ein neues
Heim umsiedeln
konnte und von ihren Menschen behutsam neue Erfahrungen machen
darf. |
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Auffangstationen der NfP:
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Freudenstadt, Monica Schwartze, Geschäftsführerin Telefon: 0 74 41 - 95 19 95 Fax: 0 74 41 - 95 19 96 |
Nordlicht für Notfelle, Corinna Harders |
letzte Bearbeitung am 06. Jul 08