
Inouk ist ein im Februar 2001 geborener, sehr
sozialer Huskyrüde, bei dem wir Ihnen die Antwort auf die
eingangs gestellte Frage schuldig bleiben werden. Machen Sie
sich einfach selbst ein Bild:
Übernommen haben wir Inouk aus einem Tierheim, wo er
zusammen mit einem älteren Kumpel chancenlos festsaß.
Ursprünglich stammt er aus dem Sport und möglicherweise
wurde er „ausgemustert“, weil er ist, wie er ist – obwohl,
eigentlich ist er klasse, nur halt nicht, wenn man
ehrgeizige sportliche Ziele verfolgt…
Schon seit Februar diesen Jahres lebt Inouk in einer
Pflegestelle, dort gibt es auch ein kleineres, hauseigenes
Rudel, das vor allem aus älteren und / oder gehandicapten
Nordischen besteht. Die Hunde werden an einem umgebauten
Wägelchen gemeinsam bewegt, das Tempo ist –
verständlicherweise – dem schwächsten Truppenmitglied
angepasst.
Kurz nach seinem Einzug in die Pflegestelle brach Inouk nach
so einer Runde zusammen, ganz unvermutet, dem Laien
vermittelte das Ganze den Anschein eines
Kreislaufzusammenbruchs. Umgehend wurde der Tierarzt
aufgesucht, es wurde untersucht und getestet und am Ende
hatte man zwei Dinge: zum einen eine Gastritis, also eine
Magenschleimhautentzündung, und ein positives Testergebnis
auf die Erkrankung
Myasthenia gravis, eine Form der schweren
Muskelschwäche.
Die Gastritis auszuheilen mit Diätfutter war ein leichtes,
das andere gab mehr Anlass zur Besorgnis. In den folgenden
Wochen bis
heute wiederholte sich der Vorfall, also der
Zusammenbruch, als solcher nicht, aber wirklich wie die
anderen lief Inouk nicht mit am Wagen (und tut es heute noch
nicht). Was den anderen eine Freude, kommt bei Inouk weniger
gut an, irgendetwas (das langsame Tempo?) passt ihm nicht
und er macht seinem Unmut ziemlich lautstark Luft, steigert
sich regelrecht hinein, teilweise hyperventiliert er sogar
fast.
Ganz anders der Inouk, der vor dem Fahrrad laufen darf, der
powern kann in seinem Tempo, der endlich zeigen kann, welche
Kraft und Ausdauer trotz längerem Tierschutzaufenthalt in
seinem für einen Husky etwas zu hoch gewachsenem Körper
stecken – ein zufriedener, vielleicht sogar glücklicher
Inouk arbeitet da hochkonzentriert und lautlos am Zweirad.
Inouk wurde nach einigen Wochen noch einmal auf Myastenia
gravis getestet, diesmal mit negativem Ergebnis. Der Rüde
wurde tierärztlich förmlich „von links auf rechts gewendet“
ohne jeden Befund und zu guter letzt vor einiger Zeit
nochmals eine Blutprobe auf Myasthenia gravis untersucht,
wiederum negativ.
Trotz aller Rätsel, die er den Vermittlern aufgibt, im
Tierschutz soll Inouk nicht alt werden, er braucht eigene
Bezugspersonen, sportliche Menschen, die ihn nehmen wie er
ist – und er ist wie gesagt klasse. Voller Lebensfreude und
–energie, neugierig, interessiert an allem und jedem, immer
noch verspielt, wenn sich die Gelegenheit ergibt, bei Bedarf
verschmust, dazu verträglich mit Artgenossen – ein
Husky-Rüde in den besten Jahren, so wie man ihn sich
wünscht. Jagdtrieb hat er natürlich auch, aber bei einem
Husky ist das ja kein Negativum, sondern gehört dazu – nicht
zum neuen Haushalt gehören sollten aber Katzen
und
Kleintiere, denen würde er … na, Sie wissen schon. Kindern
gegenüber war er bislang immer freundlich, angesichts seiner
Größe sollten die halt schon ordentlich fest auf ihren
Beinen stehen – nicht zuletzt auch deshalb, weil er es ja
sportlich und zügiger haben will (muss) auf seinen Gängen.
Könnte er mitreden, der Inouk, er würde vermutlich sicher
selber Rad fahrende Kids aussuchen, vielleicht sogar noch
größere, um mehr Sportpartner zu haben. Und gegen eine
vierbeinige Powerfrau an seiner Seite hätte er sicher auch
keine Einwände, im Gegenteil, vieles macht bekanntlich ja
gemeinsam mehr Spaß.
Neugierig geworden oder noch Fragen? Mehr
Informationsbedarf? Aber jederzeit – Frau Schwartze und auch
die Pflegestelle werden Ihnen gerne alle Fragen nach bestem
Wissen beantworten.