Jago - hat er das Pech gepachtet?
 

Jago, Husky-Mix-Rüde

 

Als etwas zweijähriger Jungrüde kam Jago im Jahr 2000 im Rahmen des Auslandstierschutzes nach Deutschland und wurde von seiner Vermittlerin gemeinsam mit einer Hündin in einer Pflegestelle untergebracht. Dort kam man offensichtlich mit den Hunden, vor allem wohl wegen des rassebedingten Jagdtriebs und der Eigenständigkeit, nicht zu Rande. Jagos Jagdtrieb ist sehr ausgeprägt, er hatte nach den Angaben auch bereits Jagderfolg und in sein Beuteschema fallen wohl leider auch kleine Hunde. Von Mitarbeitern der aktion tier-menschen für tiere e.V. wurde Jago im Juni 2005 in das dem Verein gehörende Tierheim in Hann Münden gebracht. Dem für den Wohnort der Pflegestelle zuständigen Amtsveterinär waren Missstände in der Haltung der Hunde, denen mit (leider geradeso eingehaltenen) Auflagen entgegengewirkt wurde, schon längere Zeit bekannt. Unbeteiligte vor Ort gaben an, die Hunde seien über Jahre nicht mehr bewegt worden, ein kaum 8 qm großer Zwinger war alles, was ihnen zur Verfügung stand. Jago, der unter Zwingerkoller leidet, hatte das "Privileg" öfter an eine Laufleine außerhalb des Zwingers gehängt zu werden. Geimpft oder tierärztlich versorgt wurde er in all den Jahren nicht.

Der Alaskan Husky Mix Jago ist trotz seines angenommenen Geburtsdatums von 1998 noch immer ein sehrJago temperamentvoller und agiler Hund, dessen Sprungvermögen manchen Sportler blass werden lässt. Erziehung hat er bisher eigentlich gar keine genossen und wenig kennen gelernt, durch sein angeborenes Temperament neigt er dazu, in Stresssituationen "über" zu reagieren, dreht sich dann im Kreis. Ähnlich reagiert er auf mangelnde Auslastung, ein Hund für Menschen mit guten Nerven, ausreichend Vorerfahrung und viel Geduld, die ihn langsam an all das heranführen, was momentan Stress auslösend ist. Zu berücksichtigen gilt es dabei, dass dafür erst ein Zugang zu Jago gefunden werden muss, auch dies mit etwas Zeit und Geduld verbunden, der Rüde verhält sich Fremden gegenüber zunächst sehr abwehrend. Ist man für ihn dann aber eine "bekannte Person", ist er ein sehr freundlicher Hund, der sich über Zuwendung freut.
Von seinen Geschlechtsgenossen hält Jago wie manch anderer Rüde recht wenig, könnte aber möglicherweise wieder mit einer Hündin vergesellschaftet werden.

 

 

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letzte Bearbeitung am 06. Jul 08