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Wenn das nur so einfach
wäre für Hunde, die so wie Kiyoshi nicht viel mehr kennen
als den eigenen Garten, denn wirklich was gesehen von der
Welt außerhalb hat er noch nicht. Sein Frauchen, wo er seit
Welpenbeinen lebte, versorgte ihn regelmäßig, ging mit ihm
und seinem Kumpel jedoch nur spazieren, wenn sie dazu Lust
hatte. Da sie auch wenig Wert auf eine Erziehung legte, kann
man sich ohne viel Mühe vorstellen, dass die Lust mit
zunehmendem Alter der Hunde geringer wurde – wer will auch
schon zwei junge, lebhafte und völlig unkontrollierbare
Nordische bewegen? Der Weisheit letzter Schluss war dann der
Freilauf, was zu stundenlangem Ausbleiben der Hunde führte
und letztlich zur Abgabe. So steht der junge Rüde Kiyoshi also nun mit noch nicht einmal einem Jahr hier zur Vermittlung, „grasgrün hinter den Ohren“ was die Erfahrungen mit der Umwelt angeht, auf seinen Gassigängen wird alles angestaunt und ruft reges Interesse hervor, was andere in seinem Alter nicht mal zu einem zweiten Blick bewegt. Dabei ist Kiyoshi kein ängstlicher Hund, aber auch kein Draufgänger, der einfach los fuselt und mal macht – Kiyoshi guckt erst einmal, überlegt das Gesehene und setzt sich dann in Bewegung. Hier braucht man also gerade am Anfang Zeit - die Zeit irgendwo zu stehen und darauf zu warten, dass Kiyoshi über etwas ihm Unbekanntes sinniert hat und es dann mit oder ohne Erkundung des Objektes weitergehen kann.
Vielleicht mag diese Überlegerei auf den
Gassigängen in der Anfangszeit etwas lästig sein (vermutlich
vor allem wenn es regnet), es hat aber auch seine Vorteile.
Nämlich dann, wenn es ans Lernen geht in Sachen Erziehung,
das Konzentrieren und Umsetzen fällt ihm hier
vergleichsweise einfach und die
Der Jagdtrieb von Kiyoshi ist recht ordentlich ausgeprägt, zu Katzen oder Kleintieren kann er nicht vermittelt werden. Als demnächst Halbwüchsiger verfügt er schon über einiges an Kraft und Temperament, das er dort, wo er sich auskennt und sicher fühlt, auch zeigt. Vorhandene Kinder im Haushalt sollten daher schon ein gewisses Alter haben, um nicht mal eben „weggefegt“ zu werden beim irgendwohin rasen. In Sachen Artgenossen ist bei Kiyoshi noch alles offen, noch hat er keine pubertären Anwandlungen und wir hoffen, dass er noch vor dem Einsetzen derselben ein Zuhause findet, damit seine Eingewöhnung für die zukünftigen Besitzer nicht noch aufwändiger wird.
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Nordlicht für Notfelle, Corinna Harders |
letzte Bearbeitung am 06. Jul 08