Lucky, dessen Leben seinem Namen erst noch gerecht werden muss

Lucky

Lucky“Andere Länder, andere Sitten“ sagt der Volksmund und dies gilt auch für den Tierschutz. Mitunter ist es daher schwierig, wenn man als Bewohner eines Landes mit zwar nicht optimalen aber guten Tierschutzbedingungen seinen Fuß in eine tierheimähnliche Einrichtung eines Nachbarlandes setzt – denn dort ist der Standard oft ein anderer.

Eine Schweizerin hatte Lucky in einem staatlichen italienischen Sammellager entdeckt, einer von rund 1000 Hunden in kleinen Zwingern ohne Auslaufmöglichkeit– warum ausgerechnet er ihr auffiel und sie so beeindruckte, dass sie alles tat, um diesem einen Hund helfen zu wollen?

Lucky wurde also geimpft, gechippt, kastriert und im Vorfeld bereits ein Platz gesucht, den er jedoch dann nicht beziehen konnte, weil die Interessenten aus Deutschland sich zwischenzeitlich für einen anderen Hund entschieden hatten.

LuckySo wird nun aufs Neue gesucht für den Husky-Rüden, der auf etwa 5 Jahre geschätzt wird, momentan lebt er auf einer Pflegestelle in Draußenhaltung und ist noch dabei körperlich aufzubauen, es fehlt vor allem an Muskeln und auch das Gewicht dürfte noch ein bisserl nach oben gehen.

Über seine Vergangenheit ist nichts bekannt, so umgänglich und vor allem anhänglich verschmust (schon fast das Modell „vereinnehmende Klette“) wie er sich bei Menschen zeigt, hatte er wohl früher ein richtiges Zuhause. Dafür spricht auch, dass er einigermaßen an der Leine geht – so wie halt einer geht, der nach längerer Zeit endlich wieder Gelegenheit hat, alle seine Sinne zu benutzen und kaum weiß, wo zuerst hinschnuffeln oder längs gehen soll.

Ein Rudelhund scheint Lucky nach den bisherigen Beobachtungen nicht zu sein, eher der „klassische“ Einzelhund, der gerne alleiniger vierbeiniger Mitbewohner seiner Menschen wäre, um möglichst viel Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit zu erhaschen. Eine Vergesellschaftung mit einer Hündin, die deutlich weniger Bezug zu ihren Menschen Luckyhat und eher „die kalte Schöne“ ist, wäre eventuell möglich, müsste man gegebenenfalls ausprobieren. Da Lucky also relativ viel Zuwendung erhalten will, sollten Kinder im Haushalt schon größer (und etwas selbständiger) sein, dafür spricht auch, dass er etwas futterneidisch ist. Katzen oder Kleintiere sollten besser gar keine vorhanden sein, bei deren Anblick hat Lucky nämlich erkennbar nichts Gutes im Sinn, er hat also eindeutig Jagdtrieb.

Was wir nicht sagen können, ist ob er „ohne zu zicken“ alleine bleibt nach Eingewöhnung und auch offen ist derzeit die Frage, ob er schon einmal in einem Haus gelebt hat oder nicht. Menschen mit Haus und Garten sowie etwas Hundeerfahrung, vielen übrigen Streicheleinheiten und ausreichend Zeit für gemeinsame Unternehmungen aller Art wären vermutlich Luckys Traumvorstellung vom huskygerechten Leben, „glücklich“ werden könnte er aber sicher auch mit etwas weniger.

 

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letzte Bearbeitung am 11. Aug 08