Auffangstation SüdHilfe für Tschaika und Yarko

Tschaika und Yarko

Es ist viele Jahre her, dass Tschaika (10/1993) und Yarko (10/1995) schon einmal im Tierschutz waren, sie kamen aus schlechter Haltung, waren nur den Zwinger gewöhnt. Mama und Sohn, denn das sind die beiden, konnten dann recht bald gemeinsam vermittelt werden, viele Jahre lang lebten sie dann als Haus- und Familienhunde.

In dieser Zeit haben sie miterlebt, wie durch die ernsthafte Erkrankung des Herrchens Lebensmodelle zerbrachen und wie ihre Menschen mit zunehmender Dauer auf eine gewisse Art resignierten. In den Tierschutz kamen die beiden nun wieder, als (die Hartz 4-Gesetzgebung sieht ja so einiges vor) der Umzug in eine kleinere, kostengünstigere Wohnung anstand- es war nicht mehr abzuwenden. Der Verein, kurz vorher nun endlich informiert, hatte jede Form von Hilfe angeboten und auch konkrete Wege aufgezeigt.
Tschaika
Vielleicht war und ist es auch gut so, denn es ist lange her, dass die beiden Senioren dem Tierarzt vorgestellt wurden und ein einziger Blick auf Tschaika offenbart selbst dem ungeübten Auge deutliche gesundheitliche Auffälligkeiten. Da traf es sich gut, dass der Tierarzt schon wenige Tage nach der Ankunft der Senioren zur regelmäßigen Visite eintraf, so konnte man Tschaika die anstrengende und aufregende Fahrt in die Tierklinik fürs erste ersparen.

Alleroberste Priorität haben Tschaikas total vereiterte Zähne, die jedoch nicht ohne vorherige Antibiotika-Behandlung gezogen werden können. Möglicherweise ist dieser schlechte Zahnzustand die Ursache dafür, dass sie so schlecht frisst und rappeldürr ist. Eine Narkose, die für eine Behandlung (und auch umfassendere Untersuchung) notwendig wäre, würde die alte Hündin wohl in diesem Zustand nicht überstehen.

Yarko

 

 

Wir können nur hoffen, dass Tschaikas enormer Lebenswille, der sie den Einzug in die Station vergleichsweise gut verkraften ließ, ihr auch jetzt wieder hilft und versuchen alles dafür zu tun, dass Tschaika noch ein paar schöne Monate (Jahre wäre zu hoch gegriffen) hat.

Liebe Paten unterstützen den Weg von Tschaika, wofür wir uns auch auf diesem Wege herzlich bedanken.

Körperlich deutlich besser geht es Yarko, dem man sein Alter auf den ersten Blick auch nicht ansieht, schaut man länger, sieht man vielleicht die eine oder andere winzige Unsicherheit der Hinterhand. Die tierärztliche Untersuchung war ebenso unauffällig – dennoch wäre es vermessen zu sagen, gesundheitlich ginge es Yarko deutlich bessern.
YarkoNoch immer hat er sich nicht mit der Situation abgefunden, also sich in der Station „eingelebt“ und so weint sich der alte Hundemann die Seele aus dem Leib. Er ist nicht davon abzubringen und heult seinen ganzen Weltenschmerz gen Himmel.

Momente des Glücks sind für ihn, wenn ein Mensch Zeit hat, ins Gehege zu kommen, er stürzt sich förmlich auf einen, drängt sich ganz dicht an die Beine und geht man zu Yarko in die Hocke, so kriecht er schier in einen rein.

Es gibt viele alte Hunde im Tierschutz – das wissen wir und auch, dass sie alle eigentlich ein ganz anderes Umfeld, nämlich ein häusliches mit viel Zuwendung, bräuchten. Und wir wissen auch, dass die Chancen, zu lieben Menschen umzuziehen, für die sozialverträglichen, die zu einem schon vorhandenen Hund genommen werden können, am größten sind. Leider sind Tschaika und Yarko sich selbst genug, trotz all ihrer Beschwerden lässt Tschaika es sich auch jetzt nicht nehmen, die Hundedamen jenseits des Gitters anzuzicken, wenn diese zu nahe kommen.
Tschaika
Dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf und suchen dringend für die beiden Oldies einen katzenfreien und eher ruhigeren Pflegeplatz (Tschaika sollte keine Treppen mehr gehen müssen). Sie sind gut zu händeln und laufen auch locker an der Leine.



Es wäre schön, wenn sich doch noch jemand für die beiden alten Hunde melden würde.

Tschaika und Yarko


 

 

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letzte Bearbeitung am 14. Aug 08