
Den Start ins Leben hat sich nicht nur
Pepper anders vorgestellt, schon zum zweiten Mal sitzt der
Husky-mit-irgendwas-mit-Bart-Mix noch nicht einmal jährig im
Tierschutz und wartet auf eine neue Familie, die ihm eine
Chance gibt.

Seinen ersten Tierschutz-Aufenthalt verdankte Pepper schon
der Tatsache, dass er geboren worden war, gewollt war er
nämlich nicht und das auch noch auf Teneriffa. Das dortige
Tierheim der aktion tier – menschen für tiere e.V. bot dem
damaligen Welpen erste Starthilfe, im Rahmen der Kooperation
kam er hierher in die Vermittlung. Nach einigen Wochen fand
sich auch eine Familie für ihn, dass es dort nicht klappte
wie angedacht, ist auch ein wenig Pepper’s Verschulden.
Obwohl er eine ältere Hündin zur Seite hatte und „hundegeeignte
Beschäftigungsmöglichkeiten“ betätigte sich der Jungspund,
kaum dass die Zweibeiner außer Haus waren, als
„Innenarchitekt“. Da es auf Grund der familiären Situation
nicht zu organisieren war, dass Pepper von Grund auf in
kleinen Schritten ans Alleinebleiben gewöhnt werden konnte,
blieb letzten Endes nur die erneute Abgabe im Tierschutz.
Damit ihm das nicht noch mal passiert, sucht der ungestüme
und lebhafte Jungspund nun ein Heim, wo er das
Alleinebleiben in aller Ruhe erlernen kann. Wobei das
natürlich nicht das Einzige ist, was er noch lernen sollte,
er hat zwar eine Grunderziehung, aber der „Feinschliff“
fehlt noch und die nahende Pubertät tut das übrige dazu,
dass Peppers etwas großzügig geratene Lauscher mitunter ein
paar Funktionsstörungen zu haben scheinen.

Als Mensch ist man hier also in der nächsten Zeit gefordert,
kann aber auch noch formen, denn noch ist bei Pepper vieles
offen. Lebensfroh, mitunter übers Ziel hinausschießend, an
allem und jedem interessiert betrachtet der Jungspund die
Welt noch als seins, geschaffen zu seiner Unterhaltung, eine
große Spiel- und Tobewiese, die es zu erkunden gilt. Dass
nicht alles lustig und für ihn bestimmt ist, das hat sich
noch nicht rum gesprochen bis zu ihm, seine neuen Menschen
sollten also den Nerv für so ein munteres, neugieriges
Energiebündel mitbringen. Denn mit einmal „nein“ ist es auch
bei ihm nicht getan, könnt’ ja sein, das Mensch es doch
nicht so ganz ernst meint oder es sich noch mal anders
überlegt ….

Obwohl Pepper bestimmt kein Riese werden wird und auch eher
schlanker Statur ist, sollten Kinder mit Blick auf seinen
stürmisch-jugendlichen Tatendrang schon ein wenig größer und
standfest sein, Katzen und Kleintiere kennt er bislang nicht
und eine Vergesellschaftung scheint angesichts seines
unleugbar vorhandenen Jagdtriebes auch nicht wirklich
empfehlenswert. Klasse wäre natürlich ein bereits
vorhandener, noch spiel- und tobefreudiger Ersthund im
Haushalt (der sich nicht zu Unsinn anstiften lässt), der mit
dazu beitragen kann, Peppers Temperament in sinnvolle Kanäle
zu lenken.
