
Tana ist eine fünfjährige Husky-Schäfer-Mixhündin, die in
ihren ersten Jahren mit zwei Retrievern fast nur draußen
gelebt
hat. Ganz fremd ist ihr das Leben im Haus dennoch nicht
mehr, denn auch wenn es mit ihrer angedachten Vermittlung
letztendlich nicht geklappt hat, so hat sie doch erste
Haushund-Erfahrungen gewonnen.
Wir übrigens auch, denn Tana in der Station und Tana im
häuslichen Umfeld ist auf manchen Ebenen, als rede man von
zwei völlig verschiedenen Hunden. In manchem bleibt sich
Tana allerdings auch treu, ihr Temperament lässt sich keiner
Lebenslage leugnen, Appetit hat sie auch fast immer (und am
liebsten auf von den Zweibeinern Stibitztes, eigentlich
nicht für Hunde Vorgesehenes) und meist von morgens bis
abends gute Laune.

Die Geister scheiden sich, wenn es um die Verträglichkeit
mit anderen Hunden geht – in der Station gar kein Thema, im
häuslichen Bereich aber schon. Da darf ihr selbst auf
Spaziergängen nichts in die Nähe kommen, was auch nur
annähernd nach einer Geschlechtsgenossin aussieht, denn
sonst wird die freundliche Tana zur keifenden Furie, die
sich weder abrufen lässt noch davor zurückschreckt, auch mal
etwas
handfester gegenüber der vermeintlichen Rivalin zu
werden. Mit Rüden hingegen klappt es hier wie auch im
häuslichen Bereich – allerdings muss man ein Auge drauf
haben, damit Tana aus einem sanften Rüden nicht den idealen
Partner für ihr eigenes „Duo infernale“ „herauskitzelt“.
Eine kleine Aufrührerin mit viel Talent zum Anstacheln
steckt offensichtlich auch in diesem Pelz und fordert daher
von ihren Zweibeinern ein ordentliches Maß an Konsequenz
ein.
Tana’s Verhalten gegenüber Hündinnen und ihr Einfluss auf
das Verhalten des vorhandenen Hundes waren dann auch der
Grund, warum die Hundedame zurück in die Vermittlung kam.
Der Familie fiel es nicht leicht, denn im Umgang mit den
Zweibeinern war Tana ausgesprochen freundlich und sehr
verschmust. Mitunter eine charmante Diebin, die gekonnt
ungebeten von dem „Rennfutter“ in der Hand abbiss oder ein
achtlos liegen gelassenes Kinderspielzeug hingebungsvoll als
ihres nutzte. Bei Gelegenheit eine kleine Ausbrecherkönigin,
von eher kleiner Statur schaut Tana vor allem, ob es nicht
nach unten weg den einen oder anderen Ausgang gibt. Meist
jedoch einfach eine sehr verspielte, agile Hundedame, trotz
allen Freiheitsstrebens mit einem großen Bedürfnis nach Nähe
und Zuneigung ausgestattet und einem feinen Gespür für die
Stimmungen ihres Gegenübers.
Ach ja, ein Hasenherz ist auch in Tana verborgen, das kommt
bei Gewitter zum Vorschein und vermutlich auch zum
Jahreswechsel.
Vielleicht sollte Tana besser einen Platz als Einzelhund
erhalten, als Zweithund nur zu einem sehr souveränen,
gefestigten Rüden und Zweibeinern mit „Zicken-Erfahrung“.
Kinder dürften gerne im Haushalt sein, angesichts der
Lebhaftigkeit der Hündin am besten schon im standfesten
Alter, Katzen und Kleintiere aber bitte nicht. Denn neben
dem Jagdtrieb ist Tana auch ziemlich clever und gewitzt,
eine, die Unachtsamkeiten gleich bemerkt und rasch
entscheidet – eine zierliche Hundedame, deren Pfiffigkeit
man nicht unterschätzen sollte…..
