Die zwölfjährige Hündin Chica kam nach einem Unglücksfall in die Vermittlung zurück. Eines der im Haushalt lebenden Kinder
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Chica in ihrem "Gartenexil" |
war im dunklen Flur über die schlafende Chica hinweg gestiegen, hat diese dabei vermutlich berührt oder zumindest irgendwie geweckt und – wir wissen es natürlich nicht genau – die noch schlaftrunkene Hündin biss zu.
So machte sich Chica also ein weiteres Mal auf die Suche
nach einem neuen Lebensglück, irgendwie schien sie zu den Hunden zu
gehören, die vermeintlich das „große Los“ gezogen haben und dann doch
immer wieder mit leeren Pfoten dastehen. Denn schon ihr erster Platz, wo
sie als Welpe einzog, war eigentlich das Traumzuhause – bis die Menschen
sich trennten und ein neuer Lebenspartner Chica in den Garten verbannte,
aber selbst da musste sie eines Tages weg……
Viele Wochen war Chica wieder in der Station, stets freundlich und lieb
zu jedermann, in ihrem Verhalten gibt es keinerlei Auffälligkeiten,
weder gegenüber Kindern, noch Erwachsenen. Die tierärztlichen
Untersuchungen förderten zwar einige mittlerweile vorhandene
Alters-Wehwehchen zu Tage, aber nichts, was als Ursache für diesen einen
Vorfall im Flur in Frage käme.
Ja, die Gesundheit – bei Chica gibt es da nichts schön zu reden, beide
Nieren funktionieren nur noch zur Hälfte, sie leidet auch unter
Bluthochdruck. Wie alt Chica damit werden kann, da wagt der Tierarzt
keine Prognose, zu unterschiedlich sind die Verläufe von
Nierenerkrankungen und hohem Blutdruck.
Chica selber fühlt sich durch
diese Krankheiten weder älter noch kränker als andere und wenn man die
Mäuse auf den Wiesen fragen würde, dann würden die Chica als äußert
nasensensibel und sehr, sehr flink einstufen. Unerbittlich stellt
Mäusejägerin Chica dem kleinsten Raschler nach, Husky von der Nasen- bis
zur Schwanzspitze, gerne nimmt sie zwischen den einzelnen
Jagdabschnitten auch einmal ein Bad zur Abkühlung.

Da Chica dauerhaft Medikamente und regelmäßige Untersuchungen benötigt,
fallen natürlich auch höhere laufende Kosten an als bei manch anderem
Hund. Ein schöner Lebensabend für Chica sollte jedoch nicht an der
finanziellen Seite scheitern und so waren wir dankbar, als für die
ältere Hundedame eine Dauerpflegestelle bei einem ebenfalls älteren
Rüden angeboten wurde. Dort fühlte sie sich rasch heimisch – vom Wesen
her passt sie gut zum alten Nanuk und genießt die Streicheleinheiten,
die Eltern und fast erwachsene Kinder in Hülle und Fülle bieten können.
Im Laufe der Monate hat sich mit Nanuk so etwas wie eine heimliche
Liebelei entwickelt, man spielt miteinander und kuschelt beim Liegen –
solange keiner von den Zweibeinern guckt! Von den beiden ist Chica die
Lebhaftere, „Flitzer“ wird sie liebevoll auch genannt. Ihr erstes
Silvester führte Chica übrigens bei Beginn der Knallerei mit einem
Riesensatz ins Bett ihres Pflegefrauchens – wo, wenn nicht dort, ist man
sicher, wenn die Welt im Chaos versinkt?


Uns bleibt es, die finanzielle Seite für Chica zu regeln und Menschen zu finden, die diese ältere Hundedame gerne mit einer kleinen Patenschaft unterstützen wollen – vielleicht Sie?