Eika
Lange Jahre lief die im Februar 1995 geborene Eika im
Leistungssport, als das Team langsam älter wurde fuhr man nur noch „just
for fun“, ein eigentlich gutes Schlittenhundeleben, das leider ein
abruptes Ende fand, als der Besitzer der Hunde verstarb. So konnte Eika
also nicht wie geplant im Kreis ihrer einstigen Teamgefährten ihren
Lebensabend verbringen, sondern musste mit allen vierbeinigen
Team-Kollegen über den Tierschutz ein neues Heim finden.
Eika
hatte es nicht leicht in der Vermittlung, von Herbst 2006 bis ins
Frühjahr 2007 hinein konnte sie nicht einen Interessenten auch nur ein
wenig ansprechen. Ob es an ihrer Schilddrüsenunterfunktion lag? Am Alter
alleine liegt es nicht immer, das zeigte auch die Abvermittlung der
anderen Hunde aus diesem Rudel, denn diese hatten längst Familien
gefunden und sich alle hervorragend an das bis dahin nur wenig bekannte
Leben im Haus gewöhnt.
Dass es ihr von der Station aus nicht gelang, spontan Interessenten auf
sich umzulenken, war nachvollziehbar, denn Eika ging die Fähigkeit des
„Anbiederns“ vollkommen ab. Also ein eher zurückhaltender Hund, der
lieber beobachtete als selber aktiv zu werden - was im Alltag sehr
angenehm ist, und von vielen Hundebesitzern geschätzt wird das ist in
der Vermittlung halt manchmal ein Hindernis.
Eikas Aussichten für die Zukunft waren also nicht die besten,
zwischenzeitlich war sie zwölf Jahre alt geworden und es war abzusehen,
dass sich ihr Alter nun irgendwann bemerkbar machen würde. Als eine
Pflegestelle für eine ältere Hündin angeboten wurde, gab es daher nur
ein kurzes Überlegen, ob dies für Eika vielleicht die Chance sein könnte
– sie war es.
Die Voraussetzungen in der Pflegestelle waren optimal, ein Rüde von uns
bereits dorthin vermittelt, Eika würde also weiterhin vierbeinige
Gesellschaft haben, so wie sie es ihr Leben lang gewöhnt war. Die
zugehörigen Menschen hatte man als ruhig und besonnen kennen gelernt,
was Eikas Naturell sehr entgegenkam, Haus und Garten vorhanden, so dass
sie je nach Wunsch sich draußen oder drinnen würde aufhalten können.
Eika siedelte also um und gewöhnte sich prima ein. Obwohl sie noch viele
Monate nach ihrem „Umzug“ in der Vermittlung war, blieb sie weiterhin „interessentenlos“.
Nachdem sie ihren dreizehnten Geburtstag in der Pflegestelle gefeiert
hatte und sich nicht ganz unerwartet zusätzlich zur
Schilddrüsenunterfunktion erste Altersbeschwerden einstellten, Arthrose
und schleichend fortschreitend eine Schwäche der Hinterhand, war das
Thema „Vermittlung“ an seinem Ende angelangt – Eika wird in ihrer
Pflegestelle verbleiben, all die mit einer Vermittlung verbundenen
erneuten Ein- und Umgewöhnung verbundene Aufregung soll ihr erspart
bleiben. Für Eika fallen aufgrund ihrer Grunderkrankung und nun auch der
Altersbeschwerden wegen regelmäßig Tierarztkosten an, Paten, die diese
mittragen wären für diese bescheidene, liebenswerte und umgängliche
Hündin sehr hilfreich.
Eine Patenschaft für
Eika übernehmen.
|