Sherry

 

Sherry (geboren 24.08.1994) kommt aus dem Schlittenhundesport, ihr erster Musher löste sein Gespann auf, als sie vermutlichSherry etwa drei Jahre alt war und gab sie zu einem Hobbymusher, der großes plante und nicht einmal ausreichend Futter für seine acht Hunde hatte. Raufereien um das wenige Fressbare waren Alltag. Die anderen und Sherry lebten in viel zu kleinen Gehegen, umgekippte Blechtonnen dienten als Schutz gegen Wind und Wetter, es waren weniger Tonnen als Hunde vorhanden. Bei Regen standen die Gehege unter Wasser, die Hunde lagen in den Pfützen, Jahr um Jahr.

Zum Zeitpunkt der Übereignung hatten die Hunde seit einem Jahr keinen Auslauf mehr gehabt, der damalige Besitzer musste die Hunde mit dem Wasserstrahl eines Gartenschlauchs vom Eingang fern halten, wenn er das Gehege betreten wollte.

Der legale, gesetzlich vorgeschriebene Weg ist für Tierschützer (und den Tieren, denen es zu helfen gilt) manchmal unendlich lange…

Bereits bei der ersten tierärztlichen Untersuchung von Sherry wurden Mamma-Tumore festgestellt, der erstbefundende Tierarzt stufte diese als „inoperabel“ ein, die Chancen für eine Vermittlung dieser Hündin standen daher denkbar schlecht.

Dazu kam, wie bei vielen Hunden aus dem Sport, die Tatsache, dass Sherry keine Erfahrungen als Haus- und Familienhund hatte und davon auszugehen war, dass sie zunächst „Umstellungsschwierigkeiten“ haben würde. Um dies für die Hündin möglichst wenig belastend zu gestalten, suchten die Vermittler gezielt nach einer Möglichkeit, Sherry bei erfahrenen Menschen mit der Möglichkeit, sich zunächst überwiegend draußen aufhalten zu können.
Sherry
Nach langer Suche fand sich schließlich ein Pflege-Plätzchen an der Seite zweier älterer Rüden und Sherry konnte sich aufmachen, das Abenteuer „Haushund“ kennen zu lernen. Nach einer Anfangsphase, in der Sherry das Haus lieber von draußen als von drinnen sah, obwohl ihr alle Türen offen standen (sie bestand auf Vor- und Hinterausgang). Langsam aber sicher begann sie jedoch Gefallen an der Nähe der Menschen zu finden und genießt diese heute selbstverständlich, so als hätte sie nie anders gelebt. Sie ist vollwertiges Familienmitglied, das natürlich auch mit zum Campen fährt und das Wohnmobil problemlos als „zweiten“ Wohnsitz akzeptiert hat.

Riesig war allerdings die Überraschung, als der Tierarzt der Pflegestelle die Tumore als operabel einschätzte und anregte, abzuklären, ob die Tumore bereits metastasiert hatten. Sherry nach der OperationDiese Chance wollte Sherry keiner nehmen und so folgten einige Facharztuntersuchungen, die mit dem Ergebnis: „keine Metastasen nachweisbar, Operation der Mama-Tumore wird empfohlen“ endeten. Und so wurde Sherry im März 2006 erfolgreich und überraschend komplikationslos operiert und sieht nun einem recht vergnüglichen Lebensabend entgegen.




 

 

Sherry mit ihrem Rudel
 

 

 

 

Dieses späte Glück im Leben gönnen wir der alten Hündin von Herzen. Sherry freut sich über Menschen, die ebenso denken und eine Patenschaft für sie übernehmen.

 

 

 

 

 

 

 

Diese Seite einem Freund mailen

 

zurück