Update Niko –
13.02.2011
Hallo meine Freunde – soll ich euch
mal was verraten? Aber ich sag es gleich vorweg, die Leute von der
Nothilfe finden es nicht so gut, dass ich das ausplaudere…… Naja, man
weiß eben noch nicht genau, ob wirklich alles weiterhin im grünen
Bereich bleibt.
A_L_S_O:
nachdem ich die erste Nachuntersuchung ziemlich locker weggesteckt
habe, hat mich doch tatsächlich der Verband so gejuckt, dass der
Tier-Doc meinte, man könne ihn weglassen, wenn ich mich gaaanz
vorsichtig verhalte. Das haben dann auch alle akzeptiert und ich
spaziere seit ein paar Tagen ohne diesen Juckverband durch die Lande.
Mensch ich sag euch – das ist vielleicht ein tolles Gefühl !! Ich habe
ein 4.Beinchen – ich spüre es ganz deutlich, dass es noch da ist. Und
es ist ein himmlisches Gefühl, dass es dran bleiben konnte. Da bin ich
auch auf meinen Doc gaaaanz stolz, da hat er wirklich eine tolle
Leistung erbracht. Aber das verdanke ich auch euch, die ihr so super
an mich gedacht und mich unterstützt habt.
Was
besonders toll ist,
- dass ich meine Kauknochen mit beiden Pfötchen halten und daran
knabbern kann,
- dass ich an der Leine auch ein bisschen, eben kontrolliert, rennen
kann,
nur um Fotos zu machen hat man mich mal schnell abgeknipst;
- dass ich mit meinen Spielsachen jetzt besser umgehen kann,
- dass ich mein Beinchens ganz vorsichtig belaste; ich laufe auf allen
Vieren und man merkt mir die Behinderung kaum an.
Was
natürlich nicht so toll ist,
- dass man noch nicht weiß, ob es wirklich für alle Zeit so hält,
- dass ich nicht so rennen kann, wie ich es gerne möchte,
- dass meine Pflegemama Beate mich streng unter Kontrolle hält, damit
ich keinen Blödsinn mache,
- dass ich noch viel zu lange warten muss, bis das endgültige „grüne
Licht“ kommt, also der Freibrief, damit ich dann zur Physiotherapie
darf.
So, jetzt hab ich ein bisschen aus dem
Nähkästchen geplaudert, aber ich wollte euch einfach sagen, dass ihr
mir sehr mit eurer Spende geholfen habt. Das reicht vielleicht auch
noch für die Nachuntersuchung und vielleicht bekomme ich auch für die
Physiotherapie noch den einen oder anderen lieben Paten – juhuuuu, das
wäre super.
Und ich versprech’ euch auch, dass
ich ganz artig sein werde. Naja, so meinem Alter entsprechend geht ja
leider nicht, denn Beate sorgt schon dafür, dass ich nicht über die
Stränge schlage. Das ist manchmal ganz schön anstrengend, wenn man
ständig kontrolliert und ausgebremst wird – wie soll man da zu einem
stattlichen Hundemann heranwachsen? Ihr seht also, es ist nicht
einfach, erwachsen zu werden, wenn man (sinnbildlich) an der kurzen
Leine gehalten wird.
Also – dann hoffe ich,
dass ihr meinen Zustand weiterhin auf der Seite verfolgt und wir uns
gaaaanz bald wieder hören. Ende Februar ist ja wieder Kontrolltermin
in der Tierklinik und dann berichte ich euch, was es Neues gibt. Und
versprochen: ich passe gut auf mich auf, das ist doch Ehrensache.
Euer Niko – und jetzt gibt’s ganz sachte die rechte
Pfote
Update Niko
01.03.2011

Da bin ich schon wieder, meine lieben Fans, dieses Mal
mit optimalen Neuigkeiten.
Versprochen hatte ich ja, dass ich mich sofort wieder melde, wenn es
etwas zu erzählen gibt. Und das tut es.
Voller Euphorie sind wir am Montag, das war am 28.02.2011 in die
Tierklinik gefahren, um nach meinem neu gewonnenen Beinchen zu
schauen. Gefreut habe ich mich ganz doll auf die netten Leute, die
Helferinnen, den Doc – ja, die Vorfreude ist immer die schönste
Freude. Je näher wir aber kamen, umso unruhiger wurde ich, keiner hat
mir gesagt, was heute auf mich zukommen wird. Also habe ich mich
gleich mal doof gestellt und so getan, als ginge mich das alles ganz
und gar nichts an. So kamen wir aber nicht weiter und schon mal gar
nicht in die Klinik. Ich habe einfach einen Stopp eingelegt und das
war’s dann auch.
Naja, wäre da nicht Beate, das ist die, die immer zur rechten Zeit am
rechten Fleck „zupackt“. Kurzerhand hat sie mich unter den Arm
geklemmt und in die Klinik getragen.
Es half kein strampeln und kein „auf stur stellen“, ab ging die Post
ins Behandlungszimmer.
Ok sagte ich mir, als heranwachsender toller Shiba-Mann will ich mal
nicht so sein und habe mich langsam geöffnet. Und das hat sich auch
gelohnt. Denn anschließend ist mir doch tatsächlich die kleine
Shiba-Brust geschwollen. Als die Helferinnen und der Doc ankamen, um
mich zu untersuchen und mein Beinchen zu kontrollieren, da fielen sie
fast ins Koma. Der Doc war hellauf begeistert, was für tolle
Fortschritte ich gemacht habe und ich war noch mehr begeistert, dass
sein Werk Früchte getragen hat. Man hat mich unendlich gelobt und
gesagt, dass sich das wohl keiner so vorgestellt hat, wie toll alles
bis jetzt verwachsen ist. Insgeheim hatten sie immer als letzte Lösung
noch im Hintergrund, eine Versteifung. Und um diese bin ich doch
tatsächlich bis jetzt herum gekommen.
Klar, ich musste hier Probelaufen – kam mir vor, wie ein Top-Model,
alles hat sich auf mich konzentriert und hinterher befunden, dass ich
meine Sache super gemacht habe. Seid ihr schon mal auf dem Laufsteg
gewesen? Da kommt man sich ja total beobachtet vor – aber das war wohl
der Sinn der Sache. Sie wollten sich alle überzeugen, dass ich das
Beinchen gut belasten, auftreten und mich fortbewegen kann. Und ich
habe die Prüfung mit Note „eins“ bestanden.
Also ich muss schon sagen, so viel Lob, das ist schon fast unheimlich.
Und keiner hat meiner Beate auf die Schulter geklopft, die mich so
streng unter Kontrolle hat. Wäre sie nicht, wer weiß, was für einen
Blödsinn ich angestellt hätte und alles wäre „für die Katz“ gewesen.
Aber ich will sie ja nicht zu sehr loben, sonst lässt sie sich weitere
Schikanen einfallen, damit alles im grünen Bereich bleibt.
Es ist nun gut so, sie baut mich langsam auf, sorgt dafür, dass die
Muskulatur alles stabil hält und wir hoffen sehr, dass bis in ca. 6
Wochen, wenn der nächste Vorstellungstermin ist, es noch viel mehr zu
berichten gibt. Ich denke da an: Freibrief, um endlich in
Physiotherapie und die Welpenschule gehen zu können.
Eins steht nämlich schon jetzt fest: ich bin ein männlicher Shiba und
habe meinen eigenen kleinen Kopf, das kostet Beate manchen
Schweißtropfen. Falsch will man ja nichts machen und ich weiß schon,
wie ich es anfangen muss, um meinen Willen durchzukriegen. Das gibt
noch ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind beide willens, dahin zu
arbeiten, dass wir dann doch gemeinsam den weiteren Lebensweg
miteinander gehen können. Denn hier an der Pflegestelle gefällt’s mir
und auch die Katzen haben langsam kapiert, dass ich nicht nur auf der
Durchreise bin.
Und wenn ich dann weiterhin eure Unterstützung habe, dann kann nichts
mehr schief laufen. Wir verstehen uns doch gut, oder?
Also, passt schön auf, wenn ich in 6 Wochen wieder berichte, dann
beginnt auch der wirkliche Ernst des Lebens für mich. Und wenn jeder
seinen Teil dazu beiträgt, werden wir ein spitzenmäßiges Team, meine
Beate und ich.
Und euch sage ich nochmals DANKE – ich freu mich, dass ihr mich
weiterhin begleitet und mir zur Seite steht – NOCH kann ich das gut
brauchen. Und ich freu mich besonders, dass durch eure Hilfe bis jetzt
die Rechnungen in der Tierklinik bezahlt werden konnten. Ganz
herzlichen Dank – auch von dem Nothilfe-Team, ich weiß es, ihr seid
ganz tolle Menschen.
Liebe Grüße euer Niko
Update Niko –
01.04.2011
Ihr glaubt jetzt aber bitte nicht, dass es ein Aprilscherz ist,
dass ich mich heute melde. Ganz im Gegenteil. Es brennt mir wahnsinnig
unter den Pfoten, euch zu erzählen, wie es mir geht.
Ich bin jetzt fast stolze 5 Monate alt und mutiere zum Junghund. Es
wird langsam Zeit, dass ich mein Revier ausdehne. Dazu muss ich sagen,
dass ich große Fortschritte mit meinem Beinchen mache und (Mädels hört
halt mal alle weg) nun auch schon mein Beinchen zum Pinkeln hebe. Also
ihr seht, der große Durchbruch ist gekommen.
Aber meine Beine und Pfoten sind ja nicht nur zum Laufen da.
Zwischenzeitlich habe ich von den anderen Vierbeinern abgeguckt und
auch gelernt, wie man ganz doll nach den Mäusen buddelt. Natürlich
bleiben die Maulwurfshügel auch nicht verschont. Aber bis jetzt lasse
ich alle die kleinen pelzigen Gesellen in Ruhe und sie brauchen keine
Furcht vor mir zu haben. Ich tu halt nur so, als ob…..!!
Meine Beate sagt stolz, dass ich mein sonniges Gemüt und meine
freundliche Art immer noch zeige, das soll auch so bleiben, denn ich
werde immer noch wunderbar gepflegt und versorgt. Es fällt ihr aber
schon eine Weile auf, dass ich langsam in den Stimmbruch komme. Ich
will ja mal ein ganz Großer werden und übe kräftig mit meiner Stimme.
Das zeigt jedoch auch keine große Wirkung auf die Samtpfötchen, die
mit mir leben, sie haben einfach keine Lust, mit mir zu spielen. Ist
wahrscheinlich unter ihrer Würde, wer weiß das schon.
Also – ihr dürft sicher sein, wenn ich Mitte April meinen nächsten
Besuch in der
Tierklinik
Dr. Hüttig in Reutlingen habe, dann gibt es sicher anschließend
ein Freudenfest. Darauf arbeite ich konzentriert hin. Und die freuen
sich sehr, wenn sie mich wieder in ihren Pfötchen haben (sind auch
alle wahnsinnig nett dort). Also vergesst nicht, vor Ostern noch auf
die Seite zu schauen.
Es liegt mir noch am Herzen, all denen,
die mich wieder finanziell unterstützt haben und es immer noch tun, zu
danken. Auch richtige Pateneltern sind darunter. Es sind aber genauso
einige Einzelspenden bei der NfP eingegangen und ich darf immer
wissen, wer an mich denkt. Wenn ich zwischendrin die Zeit finde, dann
will ich mich auch persönlich bedanken. Jetzt kann ich ja mit beiden
Pfötchen in die Tasten hauen, dank lieber Menschen.

Jetzt wünsch ich euch schon mal schöne und sonnige Tage und
vergesst nicht
Euren Niko
Update Niko
18.04.2011
Juhuuu,
es gibt Neuigkeiten. Noch keine 3 Wochen ist es her, dass ich euch
berichtet habe und noch vor Ostern gibt es ganz Wichtiges zu erzählen.
Ich hatte euch ja wissen lassen, dass ich Mitte April in die
Tierklinik nach Reutlingen gefahren werde, um dort grünes Licht für
meine weitere Entwicklung zu kriegen. Und da durfte ich dann auch
gleich ein paar Freudenhüpfer machen – ich hab’s GESCHAFFT. Dank der
tollen Betreuung von dem ganzen Team in der Tierklinik Dr. Hüttig in
Reutlingen, dank meiner Beate, dank der Nothilfe und vor allem DANK
eurer tollen und großzügigen Unterstützung, bin ich so gut wie „übern
Berg“.
Aber ich will euch schnell der Reihe
nach erzählen.
Da kam am Tag X das Nothilfe-Auto angefahren und hat meine Beate und
mich eingeladen. Dass es nicht zum Picknick geht, das habe ich mir
schon gedacht, denn sonst wären wir ja in eine ganz andere Richtung
gefahren. Oh, oh, man ist nie vor Überraschungen sicher in dieser
Welt.
So richtig wohl war mir bei der Sache nicht, vor allem, als ich
gemerkt habe, wo wir letztendlich gelandet sind. Nee habe ich meine
Beate wissen lassen, DA geh ICH nicht rein, nicht zu Fuß und nicht mit
Leckerchen. Dann war Tragen angesagt. Gut, da ist ja nichts dagegen
einzuwenden und ich wurde in die Tierklinik getragen.
Aber da war noch mal ein Shiba-Mädel von der Nothilfe mit dabei, das
wollte auch nicht da rein – also hab ich mir gesagt, das kann nichts
Gutes bedeuten. Die hat sich nach allen Regeln der Kunst gewehrt, dann
wehre ich mich auch. Aber die zweibeinigen Mädels sahen das wohl
anders. Couragiert sind sie die Treppen mit uns hoch und dort haben
wir dann gewartet. Natürlich habe ich mich gleich mal unter einen
Stuhl verkrochen, nix sehen, nix hören und schon mal gar nicht
bemerkbar machen. Ein bisschen mussten wir warten, dann kamen die
fleißigen Helferinnen und ab ging’s in den Untersuchungsraum. Dort
wurde ich begutachtet, untersucht und musste meine Ehrenrunde drehen
und anschließend hat mir das strahlende Gesicht vom Tier-Doc doch
gleich signalisiert: ich hab’s geschafft. Als er dann sagte, dass er
mehr als zufrieden ist mit meinem Zustand und einer gezielten
Physiotherapie nichts mehr im Wege steht, da fielen uns allen die
berühmten Felsbrocken vom Herzen. Auweia – das war vielleicht eine
Freude, das hätte man gleich feiern sollen.

Da möchte ich mich gleich bei den tollen Tierärzten und dem Klinikteam
der Tierklinik Dr. Hüttig ganz lieb danken – auch Beate und die
Betreuer der NfP schließen sich an. Eine ganz hervorragende Leistung.
Mein Beinchen blieb erhalten, man musste nix nageln, nichts
versteifen……!! Könnt ihr euch so viel Glück vorstellen? Also mein
Geheimtipp: wenn ihr mal in großer Not mit eurem Vierbeiner seid, dann
ruft mich an und ich geb’ euch die Adresse in Reutlingen.
Auf der Heimfahrt haben wir dann noch Rast gemacht und uns die Füßchen
vertreten. Irgendwie waren wir alle total erleichtert. Jetzt darf ich
bald von der Frontseite der Homepage verschwinden und einem anderen
Sorgenfell Platz machen. Ab Mai könnt ihr mich dann weiterhin bei den
Patenhunden besuchen. Kann ja sein, dass ich zwischendrin Zeit finde,
um von meinen Fortschritten zu berichten.
Apropos: so richtig gefeiert habe ich dann mit meinem Beagle-Freund
Oscar – wir sind wie die Verrückten durch seinen Garten getobt und
haben miteinander gespielt. Leute, ich sag’s euch: das Leben ist schön
und ich werde es jetzt in vollen Zügen genießen. Auf vier Beinen
stehen, das ist wirklich eine ganz tolle Sache.
Sofort könnte ich die ganze Welt umarmen und das mit
beiden Vorderpfötchen,
liebe Grüße euer Niko
Update Niko –
04.05.2011
Hallo, ich
bin’s wieder,
habe euch ja versprochen, dass ich mich bald wieder melde.
Jetzt
hatte ich schon 3mal Physiotherapie bei der Tante Strauch
www.tiertherapie-tailfingen.de, das ist eine ganz nette
Therapeutin. Drückt euch mal irgendwo der Schuh, dann könnt ihr euch
sicher auch vertrauensvoll an sie wenden – was uns Tieren gut tut, das
tut sicher auch den Zweibeinern gut – oder sehe ich das falsch?
Also, wenn ich das so sagen darf: beim 1. Mal da war ich doch
oberskeptisch und hab mir noch gedacht, dass ich das wohl nicht
brauch, was sollen diese Spiele. Doch dann beim 2.Mal war schon mein
Interesse geweckt und plötzlich habe ich gemerkt, dass das ja eine
ganz tolle Sache ist. Da muss man tatsächlich auch sein kleines
Shiba-Köpfchen anstrengen, was mir nicht schwer fällt. Man sagt uns ja
sowieso große Intelligenz nach.
Ich sag’s euch, da könnte ich mich dran gewöhnen, an dieses Teilchen.
Und die Begeisterung hat Wellen geschlagen, meine Beate will uns doch
tatsächlich auch so ein Trainingsgerät besorgen. Ob die das für sich
selbst oder für mich holt? Da bin ich mal gespannt, ob die dann auch
so auf dem Boden herumrobbt.
Nein, Spaß beiseite, das ist ja eine total ernste Sache. Wenn ihr das
mal auf dem Foto anschaut, dann könnt ihr euch das sicher gut
vorstellen.
Das
ist ein Hundespielzeug aus Holz mit integrierten Holztäfelchen. Diese
werden von mir teilweise mit der Nase oder den Pfoten gezogen oder
geschoben, um an versteckte Leckerchen ranzukommen. Ihr könnt euch
sicher schon denken, wer da die Leckerchen gleich aufspürt? Naja, das
bin ich, denn meine Nase hat ein superfeines Gespür und der entgeht
nichts. Natürlich setze ich hauptsächlich mein operiertes Beinchen
ein, zur Freude von der Tante Strauch und Beate, denn so wird dieses
Beinchen spielerisch trainiert. Zwischendrin wird dann mein Beinchen
samt Pfote durchmassiert, damit alles schön locker und entspannt
bleibt.
Und wenn ich mir das so überlege, macht das echt viel Spaß und es tut
mir jedes Mal leid, wenn das Training zu Ende geht. Aber ich freu mich
dann auf die nächste Stunde.
Jetzt heißt es
Abschied nehmen von der Startseite, denn ich will gerne einem andern
Sorgenfell Platz machen. Lange habe ich dort verweilen dürfen und
viele Menschen haben an meinem Schicksal Anteil genommen. Das fand ich
auch ganz überwältigend und toll. Es gab viele Menschen, die an mich
gedacht und für meine Gesundheit gespendet haben, das hat mein kleines
Hundeherz ziemlich berührt. Auch wenn ich nun ein Halbstarker bin und
noch erwachsen werden will, so weiß ich doch, was Anstand bedeutet (da
achtet meine Beate auch streng drauf) und möchte hier nochmals
herzlich für die großartige Hilfe allen danken, es hat mir sehr gut
getan. Und das Team der NfP schließt sich dem DANKE an.
Ihr könnt ja an den Fotos und an meinem Beinchen sehen, dass ich auf
dem besten Weg bin, mein Handikap größtenteils in den Griff zu
kriegen. Wenn das einigermaßen Früchte trägt, dann darf ich mit Jens,
das ist quasi mein gaaanz großer Bruder und der Sohn von Beate (der
hat einen ziemlichen Narren an mir gefressen) in die Hundeschule
gehen. Hier soll ich dann lernen, dass man sich auch gegen Angreifer
wehren kann – das ist etwas, was ich noch gar nicht kenne. Aber so ist
es, wenn man immer wohlbehütet werden muss mit seiner Behinderung.
Jetzt werde ich also langsam an ein normales Leben gewöhnt und werde
immer mehr in alles einbezogen – juhuuu, so ist das Hundeleben richtig
schön.
Natürlich ist meine Geschichte hier
nicht zu Ende und wird bei den „Patentieren“ fortgeführt. So lange ich
nicht absolut startklar fürs Großwerden bin, trägt die Nothilfe die
Verantwortung für mich. Es wäre schön, ihr bleibt mir treu und
vergesst nicht.
Euren Niko
Update Niko – 28.05.2011
Whow – hallo meine Freunde,
heute habe ich euch ganz dolle Neuigkeiten. Hier bleibt die Welt nicht
stehen und es gibt ständig was zu erleben. Das Erwachsenwerden ist gar
nicht so übel.
Jetzt habe ich schon einige Male
Physiotherapie hinter mir und das tut soooo gut. Nicht nur, dass ich
eine super tolle Therapeutin habe – auch die Anforderungen an mich
werden langsam höher geschraubt. In der Zwischenzeit muss ich mir
meine Lecker härter erarbeiten als das zu Anfang war.
Bei der letzten Behandlung bei Frau Strauch kam ein Futterball ins
Spiel.
Also wirklich, von diesem neuen Teil war ich überhaupt nicht
begeistert. Das soll ein Trainingsball sein? Neee Leute, da muss man
sich die Lecker ja aber wirklich hart erarbeiten – interessanter ist
es doch, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit man schnell an die
guten Sachen dran kommt. Da muss ich mal schauen, was mich dann später
noch erwartet. Die Tante Strauch meint, ich sei ein besonders schlaues
Kerlchen. Aber bitte, man muss es mir doch nicht soo schwer machen.
Naja, wenn es dann so sein soll, das krieg ich auch noch auf die
Reihe. Schließlich bin ich ein Shiba und weiß mir zu helfen. Gespannt
bin ich nur, was sie sich als nächstes einfallen lassen, bei den
Menschen muss man aufpassen, die sind hinterhältig……oh, oh –
Doch so lange es Lecker gibt, kann es nicht so schlimm sein. Und da
das alles meine Muskulatur fördert und mir gut tut, will ich gerne bei
allem mitmachen. Schließlich trägt ja der Erfolg dazu bei, dass es mit
dem Belasten meines operierten Beinchens immer ein bisschen besser
wird. Dafür tun meine Pflegemenschen auch alles, was in ihrer Macht
steht. Es ist schön, wenn man sich als Vierbeiner auf seine Zweibeiner
bedingungslos verlassen kann.
Und soll ich euch noch was verraten? Vergangene Woche durfte ich
zum ersten Mal in die Hundeschule. Schnupperstunde nennt man das.
Zuerst musste ich mal abchecken, was da auf mich zukommt. Aber es
schien wohl anders herum zu sein – ich musste auf den Menschen
zukommen.
Nach einigen Versuchen hat es dann auch gut geklappt, denn mein Freund
Jens hat die Führung übernommen und den liebe ich ja über alles.
Noch ein paar Male eine Einzelstunde mit einigen Anforderungen, dann
darf ich in der Hundegruppe teilnehmen. Ich finde andere Hunde einfach
toll und freu mich schon sehr drauf. Meine Menschen hoffen, dass auch
die anderen Hunde mich toll finden und ich irgendwie in eine
bestehende Gruppe auch hinein passe. Lange genug war ich ja so gut wie
isoliert, trotzdem bin ich freundlich zu allem und jedermann. Aber die
Verantwortlichen werden schon aufpassen, dass alles gut abläuft.
Irgendwie brauch ich ja eine gewisse Richtung, die man mir vorgibt –
aber schaun mer mal – das wird schon. Ich bin ja Optimist und immer
offen für Neues, Menschen und auch vierbeinige Kumpels, also Schaden
habe ich wegen der Isolation überhaupt keinen genommen. Ständig wuseln
hier ja noch einige Katzen mit mir rum, so dass ich genug Kontakte
hatte.
Das war es mal wieder für heute – ganz lieben Dank für die weitere
Unterstützung, ihr seid klasse.
Bis bald wieder euer NIKO
Update Niko – 24.06.2011
Heute bin ich’s mal wieder, der Niko und begrüße euch zu einem
wunderbaren Sommer.
Naja, der könnte in den letzten Tagen auch besser gewesen sein, denn
Unwetter, Sturm und Regen, das braucht man nun wirklich nicht jeden
Tag. Aber trotzdem, mein Gemüt bleibt sonnig und das ist doch die
Hauptsache.
Tja, was soll ich euch sagen? Mir geht es gut und jeden Tag besser,
dank eurer Hilfe und Unterstützung. Dass ich so viele Freunde gewonnen
hab, das ist wie ein Geschenk zu Weihnachten. Und ich reiß mich
furchtbar am Riemen, damit ich euch nicht enttäusche.
Nachdem ich ja große Fortschritte in der Physiotherapie mache, will
ich auch in der Hundeschule „meinen Mann“ stehen. So einfach ist es
mit dem Hören ja nicht, vor allem, wenn es noch so viele andere Dinge
gibt, die einen jungen Hund mehr interessieren und oft genug ablenken.
Ich geh fein artig mit meinem großen zweibeinigen Freund Jens
weiterhin zu Waldemar in die Hundeschule, der mir schon einiges
beigebracht hat und auch sagt, dass ich ein ganz intelligenter kleiner
Kerl sei. Jens ist aber auch sehr konsequent und setzt alles um, was
man uns so mit auf den Weg gibt.
Letzthin waren wir auch gemeinsam in Stuttgart zum Shoppen. Auweia –
das war vielleicht ein Erlebnis. Da haben uns gaaaanz viele Menschen
angesprochen, mich bewundert und zu jedem war ich freundlich und
offen. Ich glaube, der Jens war schon ein bisschen stolz auf mich. Und
ich habe alles dafür getan, dass ich ihn nicht blamiere. Also ist das
„in-die-Stadt-gehen“ auch kein Problem mit mir. Da ich nie was
Schlimmes erlebt habe, kann ich auch ganz relaxt neben Jens herlaufen.
Daheim haben wir dann Beate alles erzählt, es waren so viele
Eindrücke, dass ich mich dann todmüde in mein Bettchen gelegt habe und
sofort eingeschlafen bin. Und dann – ja, dann bin ich besonders lieb,
wenn ich schlafe.
Und ihr wisst ja auch: schlafende Hunde weckt man nicht. So habe ich
alles auf mich wirken lassen, von dem tollen Tag geträumt und freu
mich schon auf neue Erlebnisse.
Auch die wöchentlichen Besuche bei der Tante Strauch in der
Physiotherapie, die machen mir jetzt unheimlich viel Spaß und ich freu
mich wie ein Schnitzel auf diese Zeit. Immer gibt es was Neues und
immer wieder lässt sie sich Interessantes einfallen, an dem ich meine
helle Freude habe, weil es mir hilft. Aber lest es mal selbst, was sie
für eine Meinung von mir hat:
„Heute möchte ich die
Gelegenheit nutzen, ein paar Zeilen zu Nikos Physiotherapiebehandlung
zu schreiben.
Bei seinem ersten Besuch in meiner Praxis war Niko nicht so begeistert
davon, sich schon wieder von einem fremden Menschen anfassen zu
lassen. Aber er ließ sich so weit untersuchen, dass ich feststellen
konnte wie weit er seinen Ellenbogen nach außen dreht und dass die
Beugung im Sprunggelenk sehr stark eingeschränkt war. Zudem lahmte er
noch stark, besonders im Schritt. Beim zweiten Termin ließ er sich
schon bereitwillig die Gelenke beugen und strecken und dabei die
Muskeln vorsichtig dehnen. Durch den Einsatz der Holzspiele, die Niko
gleich begeistert ausprobiert, konnte ich ihn dazu bringen seine Pfote
aktiv einzusetzen und vor allem die Beugung im Sprunggelenk zu üben.
So verbessert sich die Beweglichkeit der ganzen Gliedmaßen und die
Lahmheit wird schwächer. Dadurch, dass die Fehlstellung im Ellenbogen
von Niko so lange bestanden hat und niemand weiß, was wirklich
vorgefallen ist, muss man davon ausgehen, dass Niko nie ein gerades
Vorderbein bekommen wird.
Da
mittels OP ein Sehnenersatz geschaffen werden musste, um zu
verhindern, dass der Ellenbogen sich wieder „ausrenkt“, ist die
Mechanik der ganzen Gliedmaße verändert. Es gelingt zwar die
Beweglichkeit v.a. der Pfote zu steigern, aber besonders die Beugung
des Sprunggelenks wird nie so gut sein, wie die eines gesunden Hundes.
Das behindert Niko aber nicht sehr. Ziel der Behandlung ist es daher,
die Lahmheit zu verbessern und dafür zu sorgen, dass er beim Laufen
die Pfote so belastet, dass es nicht zu einem Abschleifen der
mittleren Krallen kommt, wie das am Anfang noch der Fall war. Dann hat
Niko eine gute Chance für ein lebenswertes Hundeleben!“
So,
jetzt habt ihr direkt von der Therapeutin den Beweis, dass ich auf dem
besten Weg dazu bin, dass ich für meine Verhältnisse ein einigermaßen
normales Leben führen kann. Und mit ganzem Stolz sage ich euch: DANKE
– denn ihr seid ja meine Begleiter und gebt mir die finanzielle
Unterstützung. Und wenn man solche Menschen um sich hat, auf die man
sich verlassen kann, dann braucht man sich auch keine Sorgen zu
machen. Ich blicke also weiterhin in eine lebensbejahende Zukunft.
Bald melde ich mich wieder bei euch – wenn es wieder Neuigkeiten gibt.
Bis dahin sage ich
Tschüüüs,
euer Niko
Update
Niko 31.07.2011
Hallo Ihr Menschen da draußen in
der großen Welt – habt ihr gesehen, wie schnell die Zeit vergeht? Vor
gut 4 Wochen hatte ich mich gemeldet und von meinen Fortschritten
berichtet. Und im Sauseschritt geht es weiter. Da bei den Leuten von
der NfP immer wieder nach mir gefragt und auch gespendet wird, muss
ich euch einfach „Hallo“ sagen. Es tut mir so gut, dass ihr immer
wieder an mich denkt.
Ich hatte euch ja über den Besuch bei
der Physiotherapie berichtet, wie toll ich das finde und mit welcher
Begeisterung ich dort bei der Sache bin. Es ist unheimlich aufregend,
denn immer wieder werde ich mit etwas Neuem konfrontiert, die Tante
Strauch ist umwerfend mit ihren Methoden. Ich glaub, sie mag mich,
aber ich sie auch. Was sich die Menschen, die es gut mit mir meinen,
so alles einfallen lassen, das ist toll. Fleißig geht Beate mit mir
zur Physiotherapie, da gibt es kein Pardon. Und stellt euch vor, beim
letzten Besuch hatte die Tante Strauch so ein Gerät in der Hand mit
einem roten Lichtstrahl. Da war ich doch von den Socken und hab ganz
artig zugehört, als sie es Beate erklärt hat. Das ist eine
´“Laserdusche“. Erst einmal habe ich ziemlich komisch aus dem Fell
geschaut – was soll so ein Hundemann mit einer Laserdusche anfangen.
Kommt
da rotes Wasser raus oder wie seh’ ich das? Aber wie auch sonst alles,
was mit mir gemacht wird, hat die Tante Strauch es Beate erklärt und
ich habe natürlich aufmerksam meine Ohren gespitzt. Da gibt es extra
ein Gerät, das nicht nur bei den Menschen, sondern auch bei den Tieren
– oft mit viel Erfolg – eingesetzt werden kann, stellt euch das mal
vor. Diese Therapie ist auch für die Tiere vollkommen schmerzfrei und
sehr effektiv. Das Gerät kann so umfangreich bei den Zweibeinern und
uns Vierbeinern eingesetzt werden, dass die Lichtleiter trotz der
Haare oder des Fells genau die Stelle trifft, die behandelt werden
soll. Ich kann euch sagen, das ist eine tolle Sache und tut überhaupt
nicht weh. So wird das ganze Gewebe unterstützt und der körpereigene
Heilungsprozess stimuliert. Also bei mir sollen die Sehnen
geschmeidiger werden, damit ich mein Beinchen noch besser bewegen und
einsetzen kann. Das klappt auch schon toll, denn ich schlurfe nicht
mehr so und dadurch sind die Krallen weniger abgewetzt. Ich glaub ganz
fest daran, dass mir die Laserdusche hilft und ich dann irgendwann –
so wie alle anderen, gesunden Tiere – problemlos über die Wiesen fegen
kann.
Das habe ich dann auch wieder bei meinem Freund Oskar
versucht, das über die Wiese fegen. Es war eine mords Gaudi – der hat
doch tatsächlich in seinem Garten Kauknochen vergraben und ich hab sie
gleich aufgestöbert, denn meine Nase funktioniert einwandfrei. Aber
wenn der Oskar denkt, ich gebe meine Beute ab, dann hat der sich
mächtig getäuscht. Nach einer wilden Jagd durch seinen tollen Garten
habe ich mich dann zurückgezogen und das Teil bearbeitet.
Bald
war auch nichts mehr davon übrig und wir haben uns weiter durch die
Büsche und über die Wiese gejagt. Hinterher war jeder total erschossen
und hat sich ein Plätzchen zum Schlafen gesucht. Ich finde es klasse,
dass mich der Oskar so akzeptiert und mir sogar all seine vergrabenen
Teile ohne zu knurren überlässt. Wir sind gute Freunde und hoffentlich
bleibt es auch so.
Auch in der Hundeschule bin ich ein ganz
sozialer kleiner Bursche. Dort ist der Jens wieder an der Reihe. Wenn
es an die Übungen geht, wo man „funktionieren“ soll, so mit Sitz und
Platz und all dem Gedöns, da tu ich mich schon ein bisschen schwer.
Das ist ja alles eine Weile schön und gut, ich hab’s auch kapiert,
aber für einen gestandenen Shiba-Rüden kommt dann auch mal die Grenze
und wenn’s an die kleinen Ausrutscher geht, dann wird es Zeit, dass
man mich in andere Bahnen lenkt. Aber der Waldemar versteht schon was
von seinem Beruf, ist ja einfaltsreich und hat auch immer wieder Neues
im Ärmel. Das finde ich total aufregend, weil er echt weiß, wie man
mit viel Spaß und Freude auch an ein Ziel kommen kann. Er war dann
über meine Mitarbeit hellauf begeistert und hat mich gelobt – naja, er
hat gesagt, dass ich mir jetzt eine „Eins“ verdient hätte. Das geht
natürlich runter wie Öl. Er findet es auch absolut spitze, dass ich
mit allen Hunden gut Freund bin und mich ordentlich denen gegenüber
verhalte. Deshalb hat die ganze Gruppe anschließend eine Runde durch
den Ort gedreht, was auch super geklappt hat. Es gab keinerlei
Beanstandungen und alle waren hoch zufrieden.
Ist
ja auch für mich wichtig, dass mein Pflegepapa Jens viele
Erfolgserlebnisse mit mir hat, damit der weitere Besuch in der
Hundeschule bei Waldemar Klingler auch für ihn Spaß macht. Und so soll
es ja auch sein, es soll Spaß und keinen Stress machen.
Mein kleines Hundeleben ist in der Pflegestelle so ausgefüllt, dass es
mir wirklich nie langweilig wird. Bei Beate daheim warten dann immer
die Katzen auf mich, die es langsam kapiert haben, dass ich nur
spielen und nicht jagen will. Meine Pflege-Menschen tun sehr viel für
mich, dass es mir an nichts fehlt und das ist doch wichtig. Und wenn
ihr mich weiterhin begleitet und nach mir schaut, dann kann ich
vielleicht in 4 Wochen wieder Neues berichten.
Also macht’s
gut, ich weiß, was ich an euch habe,
euer Niko
Niko Update
07.09.2011
Hey alle da draußen -
es ist ja schon wieder ein paar Wochen her. Zeit also, euch auf den
neuesten Stand zu bringen.
Ihr wisst ja, ich gehe regelmäßig zur Physiotherapie bei der Tante
Strauch, und zur Hundeschule mit meinem Jens. Daran hat sich nur
insofern was geändert, dass die alle immer strenger zu mir werden. Na
ja, ok, ich flunkere. Ihr habt ja recht. Strenger werden sie
eigentlich nicht. Aber sie verlangen immer mehr von mir. Mehr
verschiedene Bewegungen, damit mein Beinchen immer besser bemuskelt
wird und ich es noch besser und sicherer belasten kann. Und mehr von
den anderen Dingen, wie Erziehung, Vertrauen und Gehorsam. Sagen
zumindest der Jens und der Waldemar, wenn wieder Hundeschule ist und
ich frag, ob wir nicht lieber blödeln können.
Nein, können wir nicht, sagen sie dann. Und prompt muss ich über
Bretter laufen, die warum auch immer nicht auf dem Boden liegen. Weil
ich so Gleichgewicht lerne, sagt Jens. Und lerne, mich auf meine
Bewegungen zu konzentrieren. Und natürlich auf ihn. Denn er gibt mir
Tempo und Richtung vor, passt auf, dass mir nichts passiert, und
eigentlich macht mir das alles genauso viel Spaß, wie blödeln. Das
bleibt aber unter uns.
In meinen Physiostunden passiert
dauernd was Neues. Erinnert Ihr euch noch an den kleinen Ball, mit dem
die mein Pfötchen trainierten? Damals dachte ich, Mensch, so viel
Arbeit, damit da ein paar mickrige Leckerli rausfallen. Jetzt haltet
Euch fest: inzwischen ist aus dem kleinen ein großer Ball geworden. Da
fällt aber gar nix raus. An dem muss ich mich hochstellen, oben tasten
und suchen mit den Pfötchen, hinten auf dem Boden rumtrampeln wie der
Storch im Salat, und dafür gibt’s dann ein einziges Minileckerli. Also
auf Ideen kommen die......da fallen dann meist Worte wie Motorik,
Muskeldehnung oder Sprunggelenkstraining. Den Menschen will ich mal
sehen, der für einen Hauch Praline sich so abrackern müsste. Da wär
aber was los.
Aber was soll’s. Wenn ich dran denk, wie das
ganz am Anfang war. Als noch gar keiner sagen konnte, wie oder ob das
je etwas wird mit meinem Problem. Die haben ja Gott-sei-Dank erkannt,
was los ist mit mir, und alles drangesetzt mir zu helfen. Einfach war
das nicht.
Ein Gelenk an meinem Beinchen war um mehr als 90 Grad verdreht.
Denn mein Beinchen war sehr krank. Warum kann man bis heute nicht
sagen. Ob ich so geboren wurde, oder ob man unachtsam mit mir umging
oder ob mir jemand was getan hat – ich selber kann mich auch nicht
mehr erinnern.
Ich weiß nur, dass Elle und Speiche nicht so waren wie bei anderen
Hunden. Die lagen ganz falsch und alles war mit Knochengewebe
überwuchert. Das bildet sich normalerweise nach einem Bruch. Auf jeden
Fall konnte ich dadurch mein Bein nicht normal halten und es
verkürzten sich die Muskeln und Sehnen, mein Ellbogengelenk war ganz
böse verdreht und mein Pfötchen zeigte furchtbar seltsam in die
falsche Richtung. Ich hab Euch mal so ein Bild mitgebracht, von denen,
die mein Doc immer an den beleuchteten Kasten hängt. Da könnt ihr
sehen, wie das alles jetzt aussieht.
Niemand konnte sicher
sagen, wie sich alles entwickeln wird. Nur eins war klar: ohne ganz
viel Arbeit mit mir, ohne ganz ganz viel Zeitaufwand und Fürsorge
würde auch die beste OP nichts bringen. Dafür werde ich meiner Beate
mein Leben lang dankbar sein. Und dem Onkel Doc, der alles dransetzte,
es gut zu machen. Und natürlich allen anderen. Vor allem euch. Weil
alles, was die für mich getan haben, und alles, was ich noch erleben
werde, erst durch euch möglich gemacht wurde.
Ich
fühl mich einfach nur toll. Meine Beate hat mir neulich erklärt, dass
mein Bein wahrscheinlich immer ein bisschen krumm bleiben wird, obwohl
das Pfötchen jetzt schön nach vorn zeigt. Weswegen ich auch mein Leben
lang trainieren muss, damit ich viele Muskeln habe, mit denen ich die
leichte Schieflage ausgleichen kann. Das ist ganz arg wichtig.
Trotzdem bekomme ich vielleicht früher als andere Shib-Opas diese
Arthrose. Vieles kann, sagt Beate, aber nichts muss. Doch bis dahin
ist es noch sooooo lange hin. Ich mach mir da überhaupt keine Sorgen.
Ihr wisst ja: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Inzwischen gehe ich täglich meine Reviere ablaufen, aber eine
richtige Gassirunde ohne Leine. Das sind bestimmt 400 Meter oder so.
Wenn ich mein Geschäft machen muss, dann will ich das immer ganz
diskret haben. Wir Shibas bestehen auf Intimsphäre. Also immer schön
weg vom Weg. Weil ich brav bin, darf ich dort eben freilaufen und kann
mir so ein lauschiges Plätzchen suchen. Das einzig Dumme ist dann die
Katze Minka. Die linst dann nämlich schon mal durchs Gebüsch. Frauen
halt............
Die Minka kommt nämlich oft mit beim Spaziergang, was ich ansonsten
ganz toll finde. Weil, so eine Katze, die sieht und hört manche
Sachen, da würd’ ich doch glatt dran vorbeilaufen. Schade, dass Pascha
immer zuhause beiben muss. Aber die ist leider schon eine Oma. Damit
sie nicht traurig ist, kuschel ich dann später mit ihr und berichte
ganz genau, was wir erlebt haben.
Außer brav sein kann ich inzwischen noch was anderes sehr gut:
Shiba-typisch diskutieren. Also rumnölen, dass ich grad jetzt genau
das Gegenteil von dem will, was ich tun soll. Und auch
Shiba-Rüden-typisch Dominanz zeigen. Wenn ich das tue, dann will ich
eigentlich kontrollieren. Selber entscheiden, was ich tue, aber auch
was Beate oder Jens tun sollen. Dafür kann ich nichts, das wurde mir
in die Wiege gelegt. Die lassen sich aber nicht überrumpeln. Auch
nicht durch Bockigkeit. Groß rumdiskutieren tun sie auch nicht mit
mir. Die wurden so geeicht, dass ich einfach nicht zum Zug komme und
mir nichts anderes übrigbleibt, als wieder aufs Bravsein umzuschalten.
Ich find’s ja eigentlich auch gut so, denn wer weiß, was dabei raus
käme, wenn ich alle meine Schnapsideen umsetzen könnte.
Wenn
wir unsere Runde laufen, ist das immer zwischen unserem und noch einem
Dorf. Da haben wir oft Leute aus diesem anderen Dorf getroffen, die
mich ganz toll fanden. Die erzählten dann viel, auch dass sie sich
einen Hund wünschen, schon lange. Aber seit sie mich kennengelernt
hätten, wäre klar: Nur einer wie ich käme in Frage.
Das hat mich sehr stolz gemacht, dass man mich trotz des leichten
Hinkens so eindrucksvoll findet.
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Yuki im neuen Zuhause |
Meine Beate hat nach einigen dieser Gespräche bei der NfP gefragt, ob
man denen nicht helfen kann. Ihr glaubt es nicht: Bald danach sind die
Menschen und die 3 Hundemädchen von der NfP hier aufgetaucht und wir
sind alle Mann hoch die Leute besuchen gegangen. Während die Menschen
sich unterhielten, habe ich mit den Mädels gespielt. Die waren richtig
gut drauf, wir hatten echt ne Menge Spaß miteinander. Beate hatte zwar
immer ein Auge auf mich, damit ich nicht übertreibe. Trotzdem konnte
ich da richtig gut zeigen, dass ich ein ganz normaler Hundejunge bin,
der die Hundesprache super beherrscht. Das war ein richtig toller Tag.
Irgendwann war dann klar, dass das ein richtig gutes Zuhause ist,
und ich fand auch nichts auszusetzen. Lange Rede, kurzer Sinn:
inzwischen ist dort Shiba-Rüde „Yuki“ eingezogen. Also hat jetzt ein
Hund aus Schleswig-Holstein gleich um die Ecke sein Heim gefunden. Das
find ich super. Yuki fühlt sich dort unheimlich wohl, sagt er, seine
neuen Menschen würden ihn genauso lieben, wie meine Beate mich
liebt.......kann das Leben nicht wunderschön sein?

Bis bald mal wieder, euer Niko
Sonder-Update NIKO – 07.12.2011
Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens (John
Steinbeck)
Der
quirlige Niko wird sich nicht daran halten – darum wünschen wir das
Beate und Jens, denen wir nach einem Jahr voller Einsatz nun doch ein
wenig Ruhe gönnen würden.
Denn Shiba-Bube Niko feierte am
30.10.2011 seinen allerersten Geburtstag.
Dieses Jahr war
angefüllt mit aufreibenden Operationen, mit hoffnungsvoller
Physiotherapie. Mit aufregender Hundeschule, um dem kleinen Mann alles
zu geben, was nötig ist. Ein funktionierendes Beinchen , einen
kräftigen Körper und natürlich eine gute Portion Sozialkompetenz für
alle Lebenslagen. Dabei immer treu an seiner Seite: die Pflegeeltern
Beate und Jens. Die das alles so erst möglich gemacht haben. Danke für
diesen Einsatz und die Hingabe an diese Aufgabe.
Heute, nach
diesem Jahr, ist Niko ein Ausbund an Lebensfreude.
Sein Ehrentag sollte etwas Besonderes sein. Darum begann er mit einem
symbolischen Herz aus Leckerli. Bissen für Bissen gute Wünsche. Danach
reihten sich Liebesbekundungen seiner Menschen und natürlich
Freundschaftsbekundungen nahtlos aneinander.
Yuki durfte da
nicht fehlen. Der im August direkt in die Nachbarschaft eingezogene
Shiba-Kumpel, dessen Eltern Niko so toll fanden, dass Yuki dadurch bei
ihnen ein liebevolles Zuhause fand, worüber wir uns wirklich
unglaublich gefreut haben.
Die beiden sind richtig dicke Kumpel geworden. Jeder Tag beginnt mit
dem Morgenspaziergang, wo natürlich Rumtoben (für Niko noch immer mit
Einschränkung) ganz oben auf der Liste steht. Manchmal wird Niko dabei
von Katze Minka begleitet. Deren Freundin Lady Pascha ist dafür zwar
nicht mehr rüstig genug – doch Niko versucht das auszugleichen, indem
er mit ihr auf dem Sofa kuschelt und sie an seinen Erlebnissen
teilhaben lässt. Denn die Hund-Katzenbeziehung ist wunderbar
harmonisch geworden.
Nicht fehlen durfte auch ein Treffen mit dem netten Jogger samt
Bernersennenhund. Die beiden begeistern unseren Niko derart, dass er
am liebsten immer gleich mitlaufen würde. Doch 1. fehlt seiner Beate
das radikale Jogging-Gen, und 2. ist intensives Dauerlaufen noch nicht
erwünscht, um Nikos Beinchen nicht zu überlasten. So bleibt’s beim
Freuen und Hinterherschauen. Aber nicht lange – dann ruft sowieso das
nächste Abenteuer. Denn das lauert für Niko hinter jeder Kurve, jedem
Busch.
Niko hat auch die Kastration gut überstanden, und so langsam wird
der Rabauke etwas erwachsener.
Dementsprechend werden bisher akzeptierte Grenzen neu ausgelotet. Doch
die bislang investierte Arbeit lohnt sich, und so haben Beate und Jens
den Fragen und kritischen Anmerkungen des jungen Mannes immer das
Richtige entgegenzusetzen.
Anfang 2012 steht die nächste,
vielleicht die entscheidenste Kontrolluntersuchung an. Denn wenn diese
zeigt, dass Nikos Befund allen Erwartungen entspricht, so werden seine
Menschen keine Pflegeeltern mehr sein – sondern Niko wird endlich
seine ganz eigene Familie haben.

Wir wünschen uns alle sehr, dass diese Hoffnung erfüllt werden
wird.
Alle unsere guten Wünsche werden Euch bis dahin, und natürlich weit
darüber hinaus begleiten.
Denn nichts ist für uns schöner, als einen Sorgenhund derart glücklich
aufgehoben zu wissen.
Das Team der NfP - Freudenstadt