Penny hatte Glück im Unglück

Penny

PennyWie die Jungfrau zum Kinde kamen wir zu Mischlingshündin Penny. Eigentlich passt sie von den Rassen her ja gar nicht ins „Schema“ unseres Vereins, aber als wir von ihrem Schicksal erfuhren, konnten wir unsere Hilfe einfach nicht verwehren.

Unser Tierarzt, der uns seit Jahren stets treu und zuverlässig unter die Arme greift und auch zu „unchristlichen“ Zeiten für die Vereins-Sorgenkinder da ist, bat dieses Mal seinerseits um die Unterstützung der NfP. Er alarmierte uns Ende Juni 2011, dass eine Frau bei ihm sei, die ihre 12-jährige Hündin einschläfern lassen wolle. Sie habe massiven Ärger mit ihrem Vermieter und müsse sich von ihrem Vierbeiner trennen, jedoch hatte der örtliche Tierschutzverein sie abgewiesen und ihr geraten, die Gefährtin einschläfern zu lassen, da in diesem Alter eine Vermittlung ohnehin nicht mehr möglich sei. Schweren Herzens machte sich die Besitzerin daraufhin auf den Weg, um diesen herzlosen Tipp in die Tat umzusetzen.

Der Tierarzt erwies sich aber als Pennys Schutzengel und weigerte sich, die tödliche Spritze zu setzen. Er nahm stattdessen Kontakt mit uns auf und eine Helferin fuhr kurzerhand zur Praxis, um sich selbst ein Bild von der Todeskandidatin zu machen. Sie fand eine liebenswerte, zwar leicht hinkende, aber ansonsten gesunde Hündin vor. – Nein, dieses unschuldige Tier sollte nicht sterben! Wir erwirkten eine Gnadenfrist übers Wochenende und drei Tage später durfte Penny zunächst mal in besagter Tierarztpraxis einziehen, weil wir so schnell keine andere Bleibe für sie gefunden hatten.

Abermals drei Tage später hatten wir einen Pflegeplatz gefunden und setzten uns mit der Praxis in Verbindung, wo wir erstaunt erfuhren, dass Penny eine Kundin so beeindruckt hatte, dass sie just an diesem Tag zu der Dame hatte umziehen dürfen. Die Tage zuvor hatten sich beide in der Praxis angefreundet, wo Frau D. sich regelmäßig mit ihrem schwerkranken Rüden einfand, der Infusionen brauchte. Während Clavijo (so der Name des Patienten) am Tropf hing, leistete Penny ihm und seinem Frauchen Gesellschaft und als die Hundefreundin schließlich hörte, auf welche Weise es die betagte Hündin dorthin verschlagen hatte, beschloss sie, ihr ein Zuhause und die Fürsorge und Nähe zu geben, nach der sich Penny so sehnte.

Wir haben uns inzwischen persönlich davon überzeugt, dass Penny nun ein tolles Leben führen darf und voll einbezogen ist. An Tierliebe mangelt es Frau D. wahrlich nicht, wohl aber am Geld, so dass Penny nicht fest übernommen werden konnte, sondern „nur“ ein Pflegehund ist. Aber das kümmert die Vierbeinerin keineswegs, denn sie wird nicht anders behandelt als ihre Gefährten. Nachdem Clavijo leider trotz aller Bemühungen nicht mehr zu retten war, lebt Penny nun als Zweithund mit Geschlechtsgenossin Anka zusammen. Außer den Hunden gehören noch drei eigene und einige Besuchskatzen zum Haushalt, ebenso wie ein Graupapagei, etliche Wellensittiche und Kanarienvögel, drei Kaninchen, zwei Bartagamen, einige weitere Reptilien und ein Gartenteich voller Fische.Penny Kurzum: Penny ist auf einer „Arche Noah“ gelandet, wo all die Geschöpfe Aufnahme finden, die sonst keiner mehr haben will.

Als unsere Helferin Penny in ihrem kleinen Paradies besuchte, wurde sie von einer fröhlichen Hündin empfangen, die ihrem Frauchen nicht von der Seite wich und voller Elan ihrem Hobby „Bällchen-fangen“ frönte. Als das Spielzeug ungewollt im Wasser landete, wäre Penny beinahe hinterher gesprungen, aber ihre Menschenmama konnte sie noch bremsen und legte lieber selber mit einem Kescher Hand an.

Frau D. hat mit viel Eigeninitiative und schweißtreibender Arbeit eine richtige Oase für ihre Schutzbefohlenen geschaffen. Doch wer so ein großes Herz hat, dass er keinen tierischen Bittsteller abweisen kann, der hat eben auch viele hungrige Mäuler zu stopfen. Dazu kommen noch die ganzen Tierarztkosten, die für die oftmals verwahrlost ankommenden Neuzugänge anfallen. Irgendwann ist dann leider der Punkt erreicht, wo man mit einer kleinen Rente nicht mehr alles alleine stemmen kann. Auch Penny braucht neben dem Futter noch regelmäßig Medikamente wegen einer alten Verletzung. Sie wird lebenslang Schmerzmittel benötigen, die ihre Beschwerden mit dem hinkenden Bein lindern.penny Außerdem ist sie in einem Alter, wo naturgemäß noch das eine oder andere Wehwehchen auftritt und auch hier wollen wir sie natürlich nicht im Stich lassen.

Deshalb suchen wir nun dringend Paten für Penny, die ihren Unterhalt und somit ihre Zukunft sichern, damit sie in diesem harmonischen Zuhause friedlich ihre letzten Lebensjahre verbringen darf. Wer erbarmt sich der alten Hündin und möchte dazu beitragen, dass ihr Glück weiter währt?
Wir sind für jeden „Schutzengel“ dankbar.

 

 

 

 

 

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