Yukon – das „Schmusemonster“

 

Yukon das SchmusemonsterYukon ist am 07.11.1992 geboren, er hielt gleich zu Beginn des Jahres 2003 Einzug in der Auffangstation Süd, übereignet von einer anderen Tierschutzorganisation. Bei dieser hatte ihn sein Besitzer, ein alleinstehender Herr, wegen Auslandsaufenthaltes abgegeben.Wooly Husky Yukon
Obwohl ein an sich freundlicher und umgänglicher Hund, gestaltete sich die Vermittlung von Yukon schwierig, zum einen zeigte er sich mit Artgenossen stets nach Sympathie verträglich, was Freude oder Ablehnung eines anderen Hundes auslöste, blieb jedoch bis heute sein gut gehütetes Geheimnis. Zum anderen ist Yukon leishmaniose-positiv und braucht deswegen auch Medikamente. (Leishmaniose ist eine meist von Sandmücken übertragene Krankheit, mit der sich auch Menschen anstecken könnten und zwar über den Kontakt einer offenen Wunde des Hundes mit der offenen Wunde eines Menschen – bei Beachtung der einfachsten hygienischen Regeln eigentlich ausgeschlossen. Eine Infektion über Speichel ist NICHT möglich.) Selbstverständlich plagen ihn auch die ein oder anderen Altersbeschwerden (Arthrosen), die für einen Hund in diesem Alter nicht unüblich sind.

Fast drei lange Jahre versuchte er mit seiner offenen, verschmusten Art in der Station Besucher für sich zu gewinnen, mittlerweile liebevoll von allen Mitarbeitern „das Schmusemonster“ genannt – aber die Vielzahl seiner kleinen Besonderheiten schreckte die Interessenten stets ab.
Yukon, Wooly Husky
Umso dankbarer waren alle, dass er im Dezember 2005 die Chance erhielt, auf eine Dauerpflegestelle umziehen zu können. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einem der vorhandenen Hunde, konnte er sich dort vollständig integrieren und wird nun optimal versorgt. Die Diagnose „Milztumor“ im Frühjahr 2006 traf alle Beteiligten hart. Dennoch gaben der behandelnde Tierarzt und die Pflegestelle Yukon, der ganz erheblich aufgebaut hatte, eine gute Chance, eine derartige OP gut zu überstehen und so wurde der Tumor im Juni 2006 erfolgreich entfernt.
 

 

 

 

Yukon
Auch Yukon freut sich über Paten, die helfen, seine Tierarztkosten mit zu tragen und sein sorgenfreies Leben in der Pflegestelle mit zu finanzieren.

 

 


 

 

 

 

 

 

Erinnern Sie sich noch an dieses Foto?
Yukon in der Station
Es wurde in der Station aufgenommen und keiner wusste damals, dass dieses Foto des alten Rüden Yukon einmal so etwas wie Symbolcharakter bekommen sollte. Denn heute steht es für die Resignation, das Sich-Aufgeben der alten Hunde im Tierschutz, in Auffangstationen und Tierheimen, wenn die Zeit des Wartens auf einen häuslichen Platz einfach zu lange dauert. Daran ändern auch alle Bemühungen der Tierschützer nichts, da hilft kein Anschluss ans Büro und keine Extra-Zuwendungen und Streicheleinheiten.

Yukon hatte lange gewartet, von Anfang des Jahres 2003 an und erst im Dezember 2005 bot sich dem alten, leishmaniose-positiven und an einer Gelenkserkrankung leidenden Rüden, den wir von einem anderen Tierschutzverein übernommen hatten, die Chance auf einen Dauerpflegeplatz. Wobei dies eigentlich mehr den Charakter eines Sterbeplatzes hatte, denn Yukon war damals am Ende seiner Kräfte angelangt, sowohl psychisch als auch physisch, mühsam ging er noch kurze Strecken – wozu auch, wohin sollte er gehen? Die Wege rund um die Station hatte er längst hunderte von Malen abgelaufen, hatte andere kommen und gehen sehen – nur er, er war immer noch da …..

Mit dem Ausfertigen des Pflegevertrages kam die nächste Überraschung, es fand sich versteckt unter all den Unterlagen ein uralter Impfpass von Yukon, längst entwertet, der ganz klar besagte, Yukon ist Jahrgang 1992 und nicht wie in dem späteren Pass vermerkt irgendwann 1994 geboren.

Yukon zog also im Dezember 2005 auf eine Pflegestelle und verblüffte alle, selbst die Tierärzte. Denn er blühte auf, langsam und stetig, er nahm wieder am Leben teil und die Spaziergänge wurden lang und länger. Gesundheitlich warf ihm das Schicksal manchen Knüppel zwischen die Beine, doch mit gerade zu stoischer Ruhe rappelte sich Yukon ein ums andere Mal umgehend auf, wild entschlossen, baldmöglichst wieder so fit wie vorher oder möglichst noch fitter zu sein.

Welche Kräfte die Zuwendung, die Fürsorge und die Liebe innerhalb einer familiären Umgebung in einem Hund frei setzen können, hat Yukon uns auf eindringliche Weise und für immer unvergesslich vorgelebt.

Und so freuen wir uns ganz besonders, dass es am 07. November 2007 nicht nur von uns hieß:

Herzlichen Glückwunsch zum 15. Geburtstag, Yukon!

Wir wünschen Dir noch recht viele schöne Tage und hoffentlich auch Urlaube wie den letzten Anfang Oktober, wo die schönen Fotos aufgenommen wurden.
Yukon, Liberty und HuokaYukon
Ein herzliches Dankeschön an Familie Bauer, den behandelnden Tierarzt und den Physiotherapeuten und natürlich alle Paten Yukons, denn nur mit IHRER aller Unterstützung war es möglich, dass Yukon nicht nur wollte, sondern auch konnte und kann.
Yukon und LibertyYukon mit Rudel

 

 

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