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Statistiken über Beißvorfälle aus verschiedenen Bundesländern zeigen, dass Huskys bzw. deren Mixe dort leider sehr zahlreich vertreten sind. Die Statistiken sind vom Aufbau her einander sehr ähnlich, sie geben Auskunft über die Hunderasse, ob die Gefährlichkeit der Rasse an sich nach Landesrecht gegeben ist und über die Zahl der verletzten oder getöteten Menschen bzw. Hunde bei Beißvorfällen der einzelnen Rassen. Einige der Statistiken unterscheiden auch noch zusätzlich die Schwere der Mensch und Artgenossen zugefügten Verletzungen.
Richtig
erschreckend ist die Statistik des Landes Rheinland-Pfalz für das Jahr
2005, diese wird auf der Internetseite
http://www.add.rlp.de/add/broker.jsp?uMen=86f0ee3e-41cc-301b-e592-613e9246ca93
für alle Interessierten zum Download angeboten. Dort wird bei den
Vorkommnissen, bei denen ein Artgenosse getötet wurde, den Husky an
dritter Stelle mit 8 verursachten Todesfällen, nach dem
Deutsch-Drahthaar (18) und dem Schäferhund (9), die Gesamtsumme der in
2005 erfassten Tötungsfälle von Hunden durch Artgenossen beträgt 77. Auf
den Husky als Verursacher entfallen also reichlich 10%, zwei weitere
Tötungen wurden übrigens von Husky-Mixen verursacht. Immerhin noch den
sechsten Platz bei den Vorfällen, bei denen ein Artgenosse verletzt
wurde, teilt sich der Husky mit dem Pitbull-Terrier-Mix, für beide
Rassebezeichnungen werden 6 Vorfälle ausgewiesen. Ein Husky-Mix hat
einen weiteren (gemeldeten) Vorfall verursacht. Und generell: seit 2002 ist die Rasse Husky in Rheinland-Pfalz leider jedes Jahr mit Todesfällen bei Artgenossen aufgelistet, der Alaskan Malamute nur in den Jahren 2002 bzw. 2004. Damit nicht der Eindruck entsteht, es sei ein Problem speziell dieses Bundeslandes, ein kurzer Blick nach Hessen. Im Jahr 2003 gab es dort eine von einem Husky verursachte Tötung sowie zwei gemeldete Verletzungen von Artgenossen und immerhin (die hessische Statistik gibt auch diese Zahlen zusätzlich an) waren 11 Huskys in Hessen als „erlaubnispflichtige Hunde“ eingestuft, nur zwei von ihnen konnten eine Wesensprüfung erfolgreich bestehen. Im Folgejahr verzeichnete Hessen wiederum einen durch einen Husky getöteten Hund, jedoch keine gemeldeten verletzten Hunde, bei den „erlaubnispflichtigen Hunden“ sind 10 Huskys vertreten bei erneut zwei bestandenen Wesensprüfungen. Auch in der saarländischen Statistik findet sich der Husky und die Studie der Freien Universität Berlin, Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Tierschutz und Tierverhalten Auffällig gewordene Hunde in Berlin und Brandenburg – ihre Repräsentanz in offiziellen Statistiken und in der Hundepopulation Von Rainer Struwe und Franziska Kuhne
bringt das Problem
schließlich auf den Punkt
„Bei
den Zwischenfällen mit Hunden nicht gelisteter Rassen ist vor allem bei
den Rassen Golden und Labrador Retriever sowie bei Sibirian Husky ein
deutlicher Anstieg sowohl in der Anzahl als auch im relativen Anteil an
den Zwischenfällen insgesamt zu verzeichnen." Dass der Husky als Rasse durch seinen enormen Jagdtrieb sehr häufig im Zusammenhang mit Übergriffen auf Wild- oder Nutztieren genannt wird und durch entsprechende Pressemeldungen geistert, ist bekannt . Über die Ursachen dieser insgesamt negativ verlaufenden Entwicklung kann hier nur spekuliert werden. Abgesehen von den wirklichen „Unglücksfällen“, die nie ausgeschlossen werden können, wird das meiste vermutlich von menschlicher Seite beigetragen werden, denn ein Hund ist nur so „gut“ wie das andere Ende der Leine (wenn der Husky denn an der Leine ist!). Die Verantwortung für das Tun und Handeln eines Hundes trägt letzten Endes ausschließlich der Halter, deswegen kann er auch (im Gegensatz zum Hund) vorausschauend denken und logische Schlussfolgerungen ziehen. Sich der eigenen Verantwortung bewusst sein und danach zu handeln (also seinen Husky entsprechend zu halten und zu beaufsichtigen), bei Vermittlungen sorgfältig aufzuklären sowie auf Halter von Huskys einzuwirken, die sich dieser Verantwortung teilweise oder ganz entziehen, wird wohl das Einzige sein, was dieser Entwicklung von Seiten des Tierschutzes entgegen gesetzt werden kann.
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