Datenbank für Hunde, die als Blutspender in
Frage kommen
Manchmal sind einschneidende Ereignisse auch der Anstoß für eine gute
Sache.
Eine Woche Urlaub in der Bretagne mit Rückfahrt über das Loiretal hatten
für den Collie Joey gravierende Folgen. Durch einen Zeckenbiss infizierte
er sich mit Babesiose. Bei dieser Krankheit lösen sich die roten
Blutkörperchen auf und es kann eine Blutarmut entstehen. Genau das
passierte Joey und da die mit ihm lebende Hündin Aischa selbst
Krankheitssymptome aufwies und als Blutspender ausschied (im Rahmen der
Untersuchungen wurde bei ihr Leishmaniose festgestellt - ein
"überbleibsel" des einzigen größeren Urlaubs 2001 in Italien), kam Joey in
lebensbedrohliche Schwierigkeiten.
Joey und Aischa haben das Schlimmste überstanden, aber ihre Besitzer und
andere engagierte Tierschützer haben beschlossen, dass sie etwas dagegen
tun müssen, dass ein Hund fast stirbt, weil keine Blutspende zur Verfügung
steht. Die Idee, eine Datenbank für blutspendende Hunde zu schaffen, war
geboren (dort finden Sie auch die detaillierte Geschichte von Joey).
Auf der Internetseite
www.weissepfoten.de finden Sie den Link "Blutdaten für Hunde" - Sie
finden dort die Ansprechpartner und Notfalltelefonnummern.
Die potentiellen Spender-Hunde sollten gesund, 2 - 10 Jahre alt sein und
mindestens 20 kg schwer sein. Sie können mit PLZ und Telefon-Nummer
gemeldet werden - weitere Angaben wie Name oder Adresse sind nicht
erforderlich. Der Besitzer des potentiellen Spender-Hundes wird von den
Ansprechpartnern der Blutdaten-Bank im Notfall informiert.
Viele der Fragen, die sich den Besitzern potentieller Spender-Hunde nun
stellen, sind auf der webseite beantwortet, sei es nun die Frage nach der
Menge des entnommenen Blutes, der Häufigkeit oder Dauer der Spende ....
Bisher haben sich mehr als zweihundert Besitzer mit ihren Hunden in die
Datenbank der blutspendenden Hunde aufnehmen lassen - vielleicht werden es
nun noch einige mehr.
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