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Alina –trotz Alters und kleinem Handicap ein Glücksgriff

Alina lebte als aktive Sporthündin, bis ihr Besitzer überraschend
verstarb und das ganze Team aufgelöst werden musste. Während die jüngeren
Hunde dank der Bemühungen der Angehörigen alle recht bald ein neues Heim
fanden, gestaltete sich die Unterbringung der älteren Hunde schwierig.
Zwei Rüden konnten ein Zuhause finden, doch sechs ältliche und alte Mädels
waren selbst nach Monaten übrig und mussten schließlich im Tierschutz
abgegeben werden.
Wenn sich eine im Juli 1996 geborene, mittlerweile gut zehnjährige Hündin
um neue Besitzer bemühen muss, ist es an sich schon schwierig, denn viele
Menschen fürchten einen baldigen Verlust eines solchen älteren Tieres.
Wenn wie in Alinas Fall noch eine Augenerkrankung hinzukommt, die
regelmäßige Pflege erfordert und dem Hund wegen des weißen Fells auch noch
anzusehen ist, dann sinken die Vermittlungschancen noch weiter ab.
Doch verschlossene Tränenkanäle, zu wenig Tränenflüssigkeit und neben dem
Pflegeaufwands ein etwas erhöhtes Risiko für Infektionen am Auge sowie die
Tatsache, dass Alina vom Leben als Haus- und Familienhund nur bescheidene
Grundkenntnisse hatte, konnten ihre neuen Menschen nicht abschrecken –
bereut haben sie es nicht:
„Nun ist es schon über einen Monat her, dass unsere kleine weiße Maus bei
uns eingezogen ist...wir sind ja sooooo froh, dass alles so gut geklappt
hat.
Nach unserem letzten gescheiterten Versuch einen dritten Hund zu
integrieren, bei dem unsere Schäferhündin Aika (9 Jahre) sehr gelitten
hatte, waren wir doch unsicher, ob sich die beiden Damen verstehen würden.
Am Anfang haben wir noch jeden Tag mit einer Beißerei gerechnet, aber es
kam -Gott sei Dank- nie dazu. Die Beiden haben sich zwar anfangs noch
regelmäßig angeknurrt und die Anspannung war groß, wenn einer dem anderen
zu nahe kam und Alina wurde von Aika auch nicht ins Schlafzimmer gelassen,
aber das ist schon vergessen und natürlich schläft die Kleine jetzt auch
bei uns. Mittlerweile wissen sich die beiden Mädels auch gegenseitig
einzuschätzen und gehen ganz entspannt miteinander um.
Mit ihrem ebenfalls 10-jährigen Husky-Kumpel Digger hat sich Alina sofort
super verstanden. Die Beiden lagen schon am zweiten Tag zusammen in einem
Hundebett!
Zu uns Menschen wird das Vertrauen auch stetig größer! Alina findet es
zwar immer noch doof, dass sie alle 4 Stunden ihre Augentropfen kriegen
muss und ist deshalb manchmal noch etwas scheu, wenn man auf sie zugeht,
aber sobald sie merkt, dass man ihr nichts "Böses" will, genießt sie die
Streicheleinheiten und räkelt sich dabei genüsslich auf dem Rücken.

Beim Nachhausekommen werden wir mittlerweile auch überschwänglich,
schwanzwedelnd und "hallosagend" begrüßt. Die Töne, die sie da von sich
gibt, sind einfach zum totlachen...wir freuen uns jedesmal, wenn sie so
süß mit uns spricht.
Zu Beginn hat Alina auch nicht so gut gefressen und wir mussten sie aus
der Hand füttern, aber das ist auch vorbei, sie leckt jetzt auch den
letzten Krümel aus dem Napf. Ansonsten genießt Alina die Spaziergänge und
den freien Zugang zu unserem Garten. Die Kleine nutzt die Hundeklappe
wirklich oft, geht auf einen Streifzug raus, beobachtet die
Nachbarshühner, spielt am Zaun mit den Nachbarshunden oder liegt einfach
nur faul in der Sonne und genießt ihr Leben. Wir sind wirklich
überglücklich über diese tolle Huskyhündin, sie ist eine große
Bereicherung für unsere Familie! Wir hoffen sehr, dass wir noch viele
gemeinsame Jahre miteinander haben werden und sind über jeden einzelnen
Tag, den wir mit unseren Hunden verbringen dürfen, dankbar....

Für uns ist es irgendwie selbstverständlich gerade einen älteren Hund bei
uns aufzunehmen. Es wäre schrecklich zu wissen, dass so eine liebenswerte
Huskydame wie Alina wegen ihres Alters oder ihrer Augenerkrankung kein
Zuhause bekommt und wir uns stattdessen einen jungen Hund oder gar einen
Welpen geholt hätten. Da hätte mir, das Herz geblutet, wenn ich daran
gedacht hätte, wie sie in der Station sitzt und wartet... ich werde
hoffentlich in meinem Leben noch "vielen" älteren Hunden ein Zuhause geben
können...

Familie Niewelt mit Alina, Aika & Digger
Seit Alina’s Vermittlung sind viele, viele Monate vergangen, mittlerweile
ist es Oktober 2008. Und Alina’s Menschen sind noch immer begeistert von
der lieben und absolut unkomplizierten älteren Hündin, die (wie Sie gleich
selber lesen werden) richtig aufblühte und eine Portion Selbstbewusstsein
entwickelt hat, die man damals in der Station gar nicht in der
zurückhaltenden, mitunter scheuen Hundedame vermutet hätte:
“ Alina geht es blendend (zumindest haben wir den Eindruck)! Sie hat sich
wirklich unglaublich toll entwickelt und wir möchten sie natürlich keinen
Tag missen.
Gesundheitlich geht es ihr gut. Wir waren im Frühjahr wieder bei Dr.
Gränitz (einem Augenspezialisten) in Chemnitz. Er sagte, dass der
Schirmer- Tränen- Test keine Verschlechterung zeigt, was uns sehr gefreut
hat, denn letztes Jahr hatte er uns mitgeteilt, dass die Krankheit weiter
fortschreiten kann und es passieren kann, dass gar keine Tränenflüssigkeit
mehr produziert wird und wir stündlich Tropfen geben müssten. Das ist Gott
sei Dank nicht eingetreten! Er sagt auch, dass die Pigmentierung auf ihren
Augen sogar weniger geworden ist! Wir sollen wie bisher weitermachen, d.h.
alle 4 Stunden Siccaprotect und früh und abends Optimmune- Augensalbe. Die
bekommt sie schon seit dem Frühjahr 07. Sie ist zwar teurer als die
Sandimun(?)- Augentropfen, aber sie verträgt sie besser.
Ansonsten haben wir mal die Gelenke durchchecken lassen und mal Blut
nehmen lassen, alles war in Ordnung!
Wir hoffen natürlich sehr, dass das auch noch lange so bleibt und sie noch
viele Rentnerjahre genießen kann.
Durch ihre Augenerkrankung hat sie das Privileg, dass sie oft mitkommen
darf, während die anderen zuhause bleiben müssen. Das findet sie natürlich
klasse und sie ist auch wirklich so anständig und entspannt, dass ich es
mich immer wieder verwundert...sie geht mit mir in die Uni und schläft
meist die ganze Vorlesung durch und findet die fremde Umgebung und die
vielen Leute auch gar nicht stressig.
Wie
Sie auf den Fotos sehen werden ist unsere Familie um noch ein Mitglied
reicher geworden: ein kleiner Spanier ist im Dezember bei uns eingezogen.
Ein fünfjähriger potenter kleiner Mann, den Alina vor allem zu Beginn
richtig toll fand! Sie hat ihn sogar verteidigt, was echt süß
war...mittlerweile nervt er sie manchmal, wenn er sich immer zu ihr legen
möchte, um sich an das weiche warme Huskyfell zu kuscheln. Sie knurrt dann
mal und teilt ihm mit, dass sie ihre Ruhe will.

Als er neu da war, hat sie auch wieder bei uns im Schlafzimmer
übernachtet, mittlerweile schläft sie leider lieber wieder im Flur oder
draußen auf ihrer Couch auf der Terrasse. Meist ist dafür das morgendliche
Wiedersehen eine wahre Freude, was sie uns dann natürlich lauthals
mitteilt.
Inzwischen sind wir umgezogen. Natürlich haben die Hunde auch hier wieder
freien Zugang zum gut eingezäunten Grundstück und können Tag und Nacht
raus und rein, wie sie es möchten...
Auch hier verbringt Alina viel Zeit draußen, aber sie kommt schon auch mal
zum kuscheln einen Sprung mit ins Bett...sie ist ja soooooo süß.
Beate, Holger, Alina, Aika, Digger und Diego Niewelt
(Wir haben gesehen, dass Alinas Schwester auch ein Zuhause gefunden hat,
was uns sehr gefreut hat!)“
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