Vorgeschichte:
Wolf war, zum Zeitpunkt seiner Adoption, ein so genannter Problemhund, der
schon lange im Tierheim war und es sah so aus, als würde dies die letzte
Station seines Lebens sein. Wie Wolf zu Familie Matusczyk kam und dort
später Trouble als Freund gewann, lesen Sie bitte unter
Wolf & Trouble – zwei nacheinander adoptierte Senioren
Ein
Baby und ein alter Hund?!
Man sagt, dass man erst ein Baby und dann einen Hund zu sich holen
sollte. Ist dem wirklich so? Stimmt diese Aussage? Die Meinungen trennen
sich in dieser Sache. Die einen sagen, man sollte es so tun, die anderen
sagen, es wäre egal. Nun ja. Auch uns sagte man, dass wir mit dem Baby
warten sollten, solange unser Husky Wolf noch bei uns ist. Nun ja. Wir
wollten aber nicht mehr auf ein Baby warten. Ich würde mich sonst
irgendwann zu alt für ein Baby fühlen. So passierte es und meine Frau
wurde schwanger. Viele sagten, dass es nicht gut gehen würde, da Wolf nun
4 Jahre bei uns ist und mittlerweile 14 ist. Wir waren uns dessen bewusst.
Aber nun war sie ja schwanger. Wir dachten uns auch, dass es vielleicht
gar nicht so falsch wäre, ein Baby zu bekommen. Auch wegen Wolf. Da wir
uns ja im Oktober 2005 von unserem Trouble verabschieden mussten, hatte
Wolf keine Aufgabe mehr. Da er sich ja viel um Trouble gekümmert hat. Mehr
als schief gehen kann es also nicht.
Und so kam dann die Geburt unseres Sohnes Ayden Constantin am 11.11.2005.
Es war natürlich ein super Ereignis. Die Freude war groß. Während meiner
Besuche im Krankenhaus nahm ich Windeln mit nach Hause, damit Wolf den
Geruch des Babys aufnehmen kann. Als ich Wolf die Windel unter die Nase
hielt, war es ein Bild für die Götter. Er rümpfte die Nase und setzte
einen angewiderten Blick auf *lach*. Nun gut. Nicht besonders viel
Interesse daran. Dann kam der Tag, der von vielen Leuten niedergemacht
wurde. Der Tag, an dem Ayden und Wolf sich kennen lernen. Wir kamen nach
Hause. Ayden im Babysafe. Wir gingen gleich damit zu Wolfs Körbchen und
stellten sie einander vor. Wolf schnüffelte sehr interessiert an ihm.
Guckte und akzeptierte ihn. Es klappte. Wolf zeigte keine Eifersucht oder
sonstige Sachen. Und auch heute, 4 Monate später, gibt es keinerlei
Probleme. Im Gegenteil. Alles ist noch schöner geworden. Da Wolf sein
Körbchen eh nur zum trinken und Gassi gehen verlässt, kann man Ayden auch
alleine im Wohnzimmer stehen lassen, wenn man mal auf Klo muss oder so.
Selbst im Schlafzimmer, wo auch Wolf liegt, kann man Ayden aufs Bett
legen. Wolf geht dann nur mal gucken, wenn Ayden etwas jammert. Dann legt
er seinen Kopf neben Ayden und versucht ihn zu trösten. Stubst ihn ab und
zu an (was selten ist) und läuft dann zu uns, um Bescheid zu geben, dass
der Kleine jammert. Es klappt super zwischen den beiden. Wir sind eh der
Meinung, dass Kinder mit Tieren aufwachsen sollten. Damit sie Abwehrstoffe
bekommen. Keine Allergiker werden und einen sozialen Umgang mit anderen
Lebewesen bekommen. Natürlich können wir nur aus eigener Erfahrung so was
jetzt sagen. Aber ich bin mir sicher, dass dieses so gut wie mit jedem
anderen Hund klappen würde. Solange man alles bei behält wie zuvor. Also
auch weiterhin mit dem Hund Kuscheln usw. Dann wird nichts passieren. Man
muss das Tier nicht weggeben. Das ist Blödsinn. Man muss es riskieren. Es
ist nun mal so. Wir hätten Wolf nie weggegeben, weil er zu sehr zu
unserem, nun vergrößertem, Rudel gehört! Er ist nun mal unser Wolf. Ein
guter Freund, treuer Wegbegleiter und nun Miterzieher unseres Sohnes Ayden
Constantin!

Wolf ging im Februar 2007 über die Regenbogenbrücke
S. Matusczyk
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