"Natürlich dürfen Sie! Und wenn dadurch auch nur ein Hund eine Chance mehr
hat! Übrigens ... Banja macht keine Mühe. Es ist einfach nur herrlich sie
um sich zu haben und ich, Zora und alle, die sie kennen, haben sehr viel
Spaß mit ihr! Ich drücke allen Hunden ganz fest die Daumen , damit auch
sie alle bald ein schönes Zuhause finden. Manchmal gibt es ja kleine
Wunder."
Anfang Februar, Banja siedelt in die Pfalz um….
Also die Heimfahrt verlief sehr gut. Banja hat mit ihrer wunderschönen
Altstimme der Station noch ein Ständchen gesungen und kuschelte sich
danach friedlich in die Decken. Übrigens noch einmal vielen Dank für den
Rundgang in der Station!
Zuhause angekommen liefen Zora, Banja und ich noch kurz ans Feld. Den
Abend und die Nacht verbrachte ich zur Sicherheit auf einer Matratze im
Wohnzimmer. Banja kuschelte sich auch gleich an mein Kopfende und schlief
vermutlich todmüde durch. Zora beobachtete alles genau von ihrem Körbchen
einen Meter weg .In der Nacht sahen sie beide aus wie zwei Engelchen!
Draußen sind die beiden ein erstaunliches Team .Glaubt man mit zwei
gemütlichen älteren Damen unterwegs zu sein, so ist man schief gewickelt!
Vorbei sind Zora s Zeiten, als sie noch über jeden Grashalm nachdachte.
Fröhlich wackelt sie mit dem Schwanz und hüpft mit Banja umher. Ich habe
also zwei neue Hunde!!! Wie einem Geheimcode folgend gehen sie gemeinsam
auf Mäuse, Fasanen und Hasenjagd. Ihre Verständigung ist wirklich einmalig
und ist eine Mischung aus Blicken und Körpersprache der ganz besonderen
Art. Zwei charmante Jägerinnen! Im Ort sind die beiden auch schon bekannt
und sorgen für bewundernde Blicke!
Zuhause ist noch nicht so alles ausgeregelt, beim Füttern und Kuscheln
muss man schon noch etwas aufpassen, damit nicht eine grummelt. Aber heute
Mittag lagen sie schon nur noch 20 cm auseinander!!! Banja ist wahnsinnig
schmusig, neugierig und schon sehr, sehr zutraulich. Ein richtiger
Schatz!! Futtern tut sie jetzt nach etwas anfänglichen Schwierigkeiten
auch ganz gut. Die Narbe hindert sie nicht draußen richtig Gas zu geben,
was ich versuche etwas einzubremsen, da sie öfter versucht ins Gebüsch
zugehen. Also Banja hat das 3-Mädel-Haus komplettiert!!! Ich hab sie auch
schon ganz in mein Herz geschlossen. Übrigens erzählt Banja gern
wunderbare Geschichten !!!!
Und einige Tage später:

Am Samstag musste ich leider arbeiten und meine Mutter hat auf die 2 Süßen
aufgepasst. ... absolut kein Problem ! Ich glaube meine Mutter kommt mich
( ?.. wohl eher Zora und Banja) in Zukunft ganz oft besuchen . Sie ist von
Banja ganz begeistert.
Morgens werden alle sehr stürmisch von Banja begrüßt ( mit Küssle!!). Sie
ist eine Frühaufsteherin und erzählt mir auch gleich, was sie so alles
geträumt hat. Wenn ich mit den Mädels spazieren gehe, singt Banja
wunderschön und Zora hüpft mit ihr wie ein Flummy vor dem Tor. Überhaupt
ist Zora jetzt wunderbar fröhlich! Da wird die Nase unter Banjas Trichter
geschoben, um auch der Mäusefamilie guten Tag zu sagen. Besonders schön zu
sehen, wie gut es Zora wieder geht, war als sie nach langer, langer Zeit
mal wieder ihre Schmusedecke bearbeitet hat. Damit hat es folgende
Bewandtnis: Schon als Welpe hat sie sich eine besondere Decke erkoren.
Diese wird bei besonderem Wohlfühlen benuckelt und nassgeschlotzt um die
Schnauze drapiert. ( Sehr lecker!!) Auch als besonderes Kissen zum
Schlafen dient dieses mittlerweile löchrige Teil. Die letzten Monate und
Wochen hat sie diese Decke noch nicht einmal angeschaut. Am Samstagabend
hat sie sie dann mal wieder richtig bearbeitet.

Banja sieht dem allen gelassen zu. Zur Zeit schläft sie auch noch ziemlich
viel (war ja auch alles aufregend). Besonders genossen hat sie gestern
Abend das vorsichtige Bürsten. Genießerisch rollte sie hin und her. Die
Liegplätze sind jetzt weitgehendst aufgeteilt. Nur gefüttert werden die
beiden noch getrennt, damit Banja etwas mehr Ruhe hat und nicht vom
Fressen abgelenkt ist. (Zora ist nämlich ein Schnell- und Vielfresser).
Sie nimmt jetzt wirklich gut Futter auf, auch die Tabletten nimmt sie mir
mit ein bissel Futter aus der Hand. Wenn die Narbe noch etwas besser
zugeheilt ist, werde ich anfangen, beide gemeinsam zu füttern.
Am Sonntag habe ich beide auch schon mal 1 1/2 Stunden allein gelassen ,
was sehr gut geklappt hat. Die beiden haben in der Zeit ein bisschen den
Garten entdeckt. Wobei der leider noch nicht so richtig toll ist, da noch
keine Wiese angelegt und somit noch etwas prabbelig ist. Am allerschönsten
ist es jedoch draußen mit den zwei. Banja hört an der Leine wirklich super
(sogar mit rechts und links). Mit Zora versteht sie sich da so toll und
die Verständigung der beiden ist, wie ich schon erwähnte, so einzigartig,
man muss schon genau schauen, es ist einfach nicht zu beschreiben. Beide
warten an Kreuzungen öfter mal aufeinander. Ach, es ist einfach nur
herrlich !! So nun aber genug geschwärmt! Die ersten Bilder habe ich Ihnen
beigefügt. Leider gibt es von draußen noch keine. Muss mal gucken, wenn
ich die beiden im Hof oder Garten erwische. Heute ist es jedoch so
regnerisch, dass die Ladys lieber im Körbchen rum schlumpfen.
Selbstverständlich dürfen Sie die guten Nachrichten ins Netz stellen,
damit auch andere Menschen nicht vor einem „älteren“ Hund zurückschrecken
und man auch einmal sieht, dass ein bereits vorhandener Hund durch
Gesellschaft so sehr aufleben kann!
Wieder zwei Tage später:
Weitere gute Neuigkeiten: es erfolgten einige zaghafte Spielaufforderungen
von beiden Seiten, seit 2 Tagen putzt Zora nach dem Futtern Banja
ordentlich die Schnute - was sich diese etwas erstaunt auch gefallen
lässt. Alleinsein klappt schon für ca 3 Stunden. In dieser Zeit wird nun
auch der Garten genutzt (der Küchenboden zeigt es deutlich :-))). Gestern
Abend haben beide vor dem Sofa gelegen und die Köpfe haben sich einige
Minuten berührt. Schön nicht!?

Nach insgesamt vier Wochen:

Nach 4 Wochen als Banjas Frauchen kann ich nur Positives von den beiden
Mädels berichten! (Fast - ab und an haben die beiden Ladys kleine Nickligkeiten, aber nicht wirklich dramatisch)
Draußen ist nach wie vor Power angesagt! Zwei Powergirls machen die Wiesen
und Weinberge unsicher! Aber.. ruft man Banja zu sich, so wuselt sie flink
in die ausgebreiteten Arme. Dass man das so macht, hat sie sich wohl von
Zora abgeguckt. (Natürlich angeleint!!) Überhaupt genießt Banja Schmusen
ungemein, selbst Bürsten ist willkommen.
Beim Tierarzt hatte ich jedoch einen kleinen albernen Welpen dabei! Die
zwei Straßen bis zur Praxis lief sie ganz lieb mit. Das Fädenziehen muss
aber furchtbar gekitzelt haben!
Hinten schwänzelte Banja wie eine Wilde
und krabbelte dabei von meinen Armen auf meine Schulter, wie eine
Schlange! Danach verschwand der Kopf in die Leckerlidose ... die Leckerlis
in der Hand blieben unbeachtet, waren ja nur drei. Zu zweit hatten wir
alle Hände voll zu tun. Das linke Auge konnte die Tierärztin bei dem
Suppenkasper leider nicht mehr untersuchen. Ich hab hier eine kleine trübe
strichförmige Stelle bemerkt. Ich vermute hier eine ältere Verletzung (bei
dem Wildfang!!), die vernarbt ist. Banja reagiert jedenfalls auf
Bewegungen und scheint auch keine Schmerzen zu haben. Veränderungen hab
ich auch keine bemerkt.
Ohne Sorgen kann ich Arbeiten gehen, da beide Mädels superbrav sind und
nix kaputt machen. Lediglich der Küchenboden wird mit erdigen Tapsen
verziert und das Sofa wird ab und an benutzt.
Nach rund sechs Wochen:

Es sind wirklich erst so ca 6 Wochen seit Banja bei uns eingezogen ist?!
Jeden Tag könnte man hunderte von Fotos machen. Leider ist die Kamera
nicht immer so schnell zur Hand, damit man die zauberhaften Momente , die
diese beiden älteren Hündinnen einem bescheren, festhalten könnte. Viele
Lachfalten zaubert Banja mit ihrer komikreifen Mimik, ihrem wunderschönen
morgendlichen Geplauder und ihren kleinen Streichen- wie sonntags morgens
ans Bett schleichen - mir ins Gesicht.
Das Spazierengehen ist auch - wenn es auch immer noch eine sportliche
Angelegenheit ist - viel entspannter. Banja hat begriffen, ich bin KEIN
Schlitten. Wobei sie sich immer mit Begeisterung in ihr Geschirr stürzt
(man kann es nicht anders ausdrücken). Das Füttern klappt jetzt sehr gut.
Banja ist mittlerweile stets zuerst fertig. Ihre Tabletten nimmt sie brav
mit dem Futter zu sich. Die OP-Narbe ist gut verheilt. Nun wechselt sie
das Fell und bald wird auch ihr rasanter Haarschnitt verschwunden sein.

Zora war ja schon immer eine sehr freundliche Hündin, aber ihre zunehmende
Anhänglichkeit Banja gegenüber erstaunt mich doch etwas. Sie ist
diejenige, die sich zu Banja legt, schüchtern zum Spiel auffordert und
Banjas Nähe sucht. Banja ist die etwas Reserviertere. Aber auch bei ihr
konnte ich in den letzten 2 Wochen einige Annäherungsversuche der
vertrauteren Art beobachten, z. B. beim Laufen draußen stubste sie Zora
mehrfach mit der Nase auffordernd an. Heute war sie ziemlich aufgeregt,
als sie ca 30Min ganz alleine zu Hause war, denn Zora musste zum Tierarzt.
Angestellt hat sie nichts, aber sie war sichtlich froh, als wieder alle da
waren.
Zum Tagesabschluss haben wir 3 dann noch etwas gegärtnert. Gärtnern ist
außer Kochen und Kleintiere -jagen ein beliebtes Hobby der zwei. Hierbei
sind auch einige Bilder entstanden, die ich Ihnen mit einigen anderen
schönen Momenten anhänge. Denke die sagen mehr als ganz viele Worte!
Mitte April 2007

Eben war ich mal wieder auf der Seite der Nothilfe! Am liebsten würde ich
die Türe zu Haus, Garten und Hof ganz weit aufmachen und alle Schätze
hereinbitten. Besonders bei den älteren Kandidaten sind ja einige herzige
(obwohl eigentlich alle) dabei!!
Ich habe Ihnen ja schon mehrfach geschrieben wie toll sich Banja und Zora
verstehen, aber wie die beiden jetzt aneinander hängen erfuhr ich durch
ein leider nicht ganz schönes Erlebnis dieser Tage.
Die Ostertage begannen erst einmal mit einem riesigen Schrecken! In der
Nacht von Mittwoch auf Donnerstag musste sich Zora ganz doll mehrfach
übergeben. Die Nacht verbrachte ich abwechselnd mit Bauchmassieren und
Aufwischen. Morgens packte ich das Mädelchen sofort zur Tierärztin, die
mich mit dem Hintergrund, dass Zora vor ein paar Monaten an Anaplasmose
litt, in die Tierklinik schickte. Zora war durch das ständige Übergeben
ziemlich dehydriert und völlig platt. Nun um es kurz zu machen … nach dem
Röntgen stellte sich heraus, dass sie wohl irgendeinen Fremdkörper im
Magen hatte. Sofort kam sie an den Tropf. Müde wachte ich ca 3 Stunden bei
ihr, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass Banja allein zu Hause war!
Nach der Infusion kamen noch ein paar kleinere Untersuchungen und dann
musste ich mich schweren Herzens und voller Sorge von meinem geliebten
Kämpferhündchen trennen. Sie musste zur Beobachtung da bleiben.
Voller Sorgen flog ich schier über die Autobahn! Froh über mein Kommen
sprang mir Banja entgegen. Unter der Tür legte sie jedoch eine
Vollbremsung hin. Mit großen blauen Kulleraugen schaute sie mich an, als
wolle sie sagen: Wo hast Du denn meine Kumpeline gelassen? Alleine sein
war nicht abgemacht! Traurig drückte ich sie und versuchte ihr zu
erklären, warum Zora nicht da ist. ( Vielleicht hat sie es nicht
wortwörtlich verstanden, aber meine Traurigkeit und Sorge hat sie gewiss
gespürt) . Nach dem anschließenden Gassigehen, sprang sie wieder ins Haus
und begann nach ihrer Kumpeline zu suchen. Den ganzen Abend war Banja
ziemlich bedrückt und wich nicht weit von mir. Am nächsten Tag musste ich
leider Arbeiten und so passte meine Mutter, die Banja nur kurz kannte, auf
sie auf. Schnell fasste sie allerdings Vertrauen, fühlte sich aber
weiterhin ziemlich verloren und ihres Minirudels beraubt.

Doch die gute Nachricht!!!! Abends konnte ich Zora wieder abholen, ihr
Zustand hatte sich zunehmend stabilisiert. Und wie sich die Maus freute
wieder heimzukommen. Sie konnte gar nicht schnell genug ins Auto hüpfen.
Zu Hause grummelten sich die Damen erst zu: „Hey warum warst Du ohne mich
so lange aus?!“ „Hey ich war in so ner doofen Klinik, Du hattest es hier
viel besser!“ Aber dann kuschelten die zwei sich nebeneinander auf ihre
Decke in der Küche und strahlten um die Wette!
Noch drehe ich aus Rücksicht auf Zora nur kleine bis mittlere
Spazierrunden, auch wenn sie schon wieder fröhlich durch die Gegend
hoppelt. Wie als wenn sie es wüsste ,wartet die voraus gespurtete Banja
auf Zora und guckt nach, wo sie bleibt. Auch zuhause liegen die beiden
fast immer zusammen. Für Zora hat die Geschichte leider eine traurige
Konsequenz… sie muss derzeit einen Maulkorb tragen, damit sie auch ja kein
falsches Grasshälmchen oder Hasensch… fressen kann. Noch einmal so was
wäre momentan fatal, da ihr Abwehrsystem wohl doch nicht so stabil ist.
Die Anaplasmose hat leider ihre Spuren hinterlassen. Aber Gottlob ist sie
so brav und macht nur zaghafte Versuche, das lästige Teil loszuwerden
(wird aber gleich unterbunden). Übrigens hat Banja in der Zeit, in der sie
alleine war auch kein bisschen was kaputt gemacht und hat sich alleine als
…für einen Husky… relativ leinenführiger Hund erwiesen. Man sieht in der
Geschichte werden einige Vorurteile widerlegt.

Banja ist ein Goldstückchen und so anhänglich! Übrigens hat sie einen
rasanten Haarschnitt. Man trägt Irokesenschnitt! Aber nicht auf dem Rücken
wie jedermann ...nein am Bauch!!! Durch die Kastration und das warme
Wetter haart sie momentan extrem ab. Sie ist schon ziemlich nackig. Naja
da wo s nachwächst sieht es nicht schlecht aus und es wird hoffentlich
bald wieder. Anbei hab ich auch noch ein paar Bilder gefügt. Die
Gartenarbeit war riesig anstrengend, wie man sieht!

Nervenaufreibende letzte Mai-Tage
Leider habe ich nun auch nicht so gute Neuigkeiten von Banja. Vorgestern
war sie ganz schlapp und hüpfte mir abends überhaupt nicht fröhlich
entgegen. Abtasten und Begucken brachten mich keinen Schritt weiter.
Fiebermessen utopisch. Natürlich ging es am nächsten Tag zum Tierarzt.
Hier zeigte sich Banja nicht sehr kooperativ. Die Blutabnahme war schwer
erarbeitet und viele Leckerchen wanderten zur Bestechung in Banjas Magen.
Sie erhielt noch eine Schmerzspritze. Wie durch Zauberhand war sie zuhause
wieder putzmunter. Naja dachte ich vielleicht hat sie sich ja doch nur ein
bißchen im Rücken gezerrt oder so.
Leider war mein Hoffen vergebens. Die Tierärztin informierte mich heute
Abend, dass Banja eine leichte Anämie aufweist. Schilddrüsenwerte, Leber
und so sind soweit okay, aber es könnte auf einen Milztumor hinweisen.
Muss aber nicht. Nächste Woche werde ich dann für Banja gleich einen
Ultraschalltermin ausmachen, dann weiß ich es genau. Die Tierärztin wollte
mich zwar beruhigen und meinte, es sei momentan nicht lebensbedrohlich,
aber die Sorgen um mein Mädchen sind doch groß. Es ist nun absoluter
Schongang angesagt (schon aufgrund der großen Hitze) , bedauerlicherweise
sieht Banja das ganz anders und powert draußen gleich los.
Ach ich hoffe so, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst. Banja ist so
eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Mit ihrer überschäumenden
Lebensfreude und ihrem Witz und Charme fasziniert sie mich doch jeden Tag
auf s neue. Banja nimmt in Zoras und meinem Leben so einen riesengroßen
Platz ein und wir lieben sie so doll. Hoffentlich kann ich Ihnen nächste
Woche gutes berichten.
Einige Tage später:
Juhu der Ultraschall hat gezeigt , dass in Banjas Bauch alles ok ist. So
... die größte Last ist von mir genommen. Aber hat mein Mädchen gekämpft.
Selbst bei der Narkose (ohne die war leider nichts zu machen) brauchte sie
fast 20 Minuten, bis sie mal lag. Krampfhaft blieb sie wie ein tapferer
Mohikaner stehen. Erst eine kleine Dosis Valium entspannte sie. Nun bleibt
leider noch die Frage, woher kommt die Blutarmut? Und ihre seltsamen
Schmerzen, die sie wohl ab und an hat? Im Zahnbereich (man muss ja die
Gelegenheit gleich nutzen) war auch nichts zu finden. Nun wird noch einmal
Kot untersucht und in 12 Wochen noch einmal das Blut. Solange Banja
draußen immer noch auf Mäusejagd geht und ansonsten relativ munter ist,
kann ich zumindest mal durchatmen und abwarten.

Einen schönen Moment bescherten mir meine Mädels auch noch heute. Als ich
mit Banja heimkam trollte sie sich nach ausgiebigen Schmusen ( sie war
wohl ganz doll froh wieder daheim zu sein ) auf ihren Schlafplatz. Und
Zora trippelte ihr auch gleich nach und legte sich wie ein kleiner Wächter
dazu, Banja gut im Blickfeld. So gut behütet schlummerte diese ein
bisschen die Narkose aus. Wieder einmal ein Idyll, wie man es sich nicht
schöner wünschen kann!
Anfang Juni
Es gibt inzwischen auch wieder Neues und Gutes!!
Nach dem Ultraschall und mit dem Hinweis, in 12 Wochen das Blut erneut zu
untersuchen, so lange sie so `munter` ist, entließ mich die hiesige
Tierärztin. Richtig beruhigt hat mich das nicht. Banja schien nach wie vor
Schwierigkeiten nach dem Fressen zu haben und war schlapp. Da Zora nun
auch zum Tierarzt musste (abgerissene Wolfskralle... was macht man nicht
alles so mit!) packte ich die 2 und fuhr in die Tierklinik . Dort war Zora
mit der Anaplasmose und die Tierärztin hat sie so toll behandelt. Sie ging
auch so vorsichtig und doch gleichzeitig bestimmt mit Banja um, dass diese
gar nicht so kämpferisch war und sich doch recht willig angucken und Blut
nehmen ließ. Und man staune: die ganze Untersuchung ergab eine Reizung der
Bauspeicheldrüse. War im Blut durch erhöhte Werte zu sehen. Instinktiv
hatte ich Banja bereits leicht verdauliches Futter (das von Zora) gegeben
und es war ihr auch schon wohler. Jetzt bekommt sie noch zusätzlich Enzyme
und das war es.

Sie ist auch schon wieder um einiges munterer und springt wie eine Junge!
Das Fell glänzt auch wunderschön wie eine Speckschwarte! Da sieht man mal
wieder Tierarzt ist nicht gleich Tierarzt. Geärgert hab ich mich schon
einmal wegen der doch etwas unnötigen Kosten aber auch über den Stress der
Banja bei der ersten Tierärztin verursacht wurde (Narkose usw.) .So weit
es möglich ist, werde ich nur noch in die Tierklinik gehen, da weiß ich
jedenfalls wie gearbeitet wird. Banja ließ sich hier sogar - zwar
widerwillig aber eben doch - in den Fang schauen. Zora s Pfötchen ist auch
wieder soweit okay. Die beiden konnten am Tagesende mit ihren Verbänden
konkurrieren.
Banja wird jetzt noch einmal in 3 Wochen untersucht, ich denke aber es
wird dann gut sein. Im Verdacht als Ursache hab ich die Unkrautspritzerei
in den Feldern. bei uns ist das leider schon etwas extrem. Leider neigen
Zora wie Banja dazu sich Dinge einzuverleiben, die nicht unbedingt in
einen Hundebauch gehören! Zora hatte ja im April diese enormen
Schwierigkeiten und nun Banja. Obwohl ich wirklich schon aufpasse wie ein
Luchs, aber manchmal kann man es leider nicht verhindern. Zora akzeptiert
ja mittlerweile den Maulkorb, aber bei Banja sehe ich da ehrlich gesagt
schwarz. Die wilde Maus, nee da ist nix zu machen.
Ja in den letzten
Wochen durfte ich wirklich einige ganz besondere
Momente mit den beiden Mädchen erleben!! Man kann die unbändige Lebenslust
, die Banja verkörpert kaum beschreiben. Komme ich morgens runter , so ist
sie schon fit und munter ( manchmal zum Leidwesen von Morgenmuffel Zora
und Frauchen). Sie freut sich auf jeden neuen Tag , den sie erleben kann
und die pure Lust am Leben sprüht aus ihren Augen. Zora ist mittlerweile
wieder das sorglose Sonnenscheinchen geworden und überlässt Banja gerne
die Aufgabe das Minirudel zu führen. Diese nimmt die Rolle souverän und
selbstbewusst ohne unnötiges zickiges Gehabe an. Auch fremden Hunden
gegenüber , die meine beiden anmeckern. Da stimmt sie ein kraftvolles
Bellen an und setzt in kraftvollen stolzen Sprüngen an den ( da ohnehin
keine Nordischen und somit eh weit unter ihr ) Meckerfritzen vorbei. Meine
Nachbarn , deren Garten an meinen grenzt, sind ganz begeistert ( ein
älteres Ehepaar mit studierender Tochter und waren selbst einmal
Hundebesitzer) . Die beiden wären ja so ruhig und ausgeglichen . Naja
inzwischen haben sich die beiden auch mit den 2 Nachbarskatzen in sofern
arrangiert, als dass diese sich oben auf der Mauer sonnen dürfen . Auch
die Schussapparate, die momentan eine gewisse Wildwestromantik in den
angrenzenden Weinbergen verbreiten, lässt meines Husky absolut kalt. (
viele Nachbarshunde bellen wegen dem Geknalle.)
Nur mit dem miteinander Spielen klappt es irgendwie nicht so richtig. Bei
Zoras Spielaufforderungen steht Banja immer irgendwie ein wenig ratlos da, als
wüsste sie nicht was tun. Nun gut so spielen Zora und ich eben Fangen durch
Garten und Haus. Allerdings ging Banja in den letzten Tagen im Garten zweimal
eindeutig in Spielposition. Po steil in die Luft und die Schnauze zwischen den
Pfoten platt auf den Boden. Zora hüpfte sogleich zu ihr und dann… dann standen
sich die 2 gegenüber und wussten nicht was tun. Na ja vielleicht klappt es doch
irgendwann einmal. Draußen sind die beiden sensationell !! Banja meist vorne weg
, versichert sich immer , ob der Rest auch nach kommt. An den Weggabelungen
bleibt sie oft stehen und guckt zu mir. Ein Kopfnicken oder Handzeichen und
schon geht s weiter in die vorgegebene Richtung. Zwischendurch wird mit Zora
eine Schnüffelpause eingelegt. Nur über das Thema Fastfood –sprich Mäuse – haben
meine Mädels und ich sehr unterschiedliche Auffassungen und Diskussionen.
Aber was ältere Fellnasen noch für Leben in sich haben bewiesen mir die 2
Frechdachse letzte Woche sehr eindrucksvoll! Den Garten hatte ich ihnen über den
Sommer mit einem Berg Spielsand, etwas Wiese ( sehr mühsam angelegt) und auch
einer kleinen Wasserstelle hergerichtet. Da trieb sich doch abends eine kleine
Maus herum. Alarmiert gingen die Mädels auf die Jagd. Da das Gejage überhaupt
nicht mehr enden wollte, sperrte ich die 2 kurz in die Wohnung und scheuchte den
Nager kurzer Hand in den Nachbarsgarten. Nun ist der Fall erledigt… dachte ich.
Am nächsten Morgen, bevor ich zur Arbeit ging ,öffnete ich die Gartentür. Zora
verschwand gleich im Outdoorbereich. Ich zog gerade meine Schuhe an, als sie
Schwanz wedelnd wieder erschien. Die Schnauze voller Erde und die Forderpfoten
wiesen auch eindeutig Grabaktivitäten vor. Also noch schnell Hund gesäubert ,
Loch wird später zugemacht, auf zur Arbeit. Nach einem nervigen Tag im
Großraumbüro kehrte ich nach Hause zurück.
Noch meine Post lesend betrat ich die
Küche und tastete nach dem ersten Hundekopf zu kraulen. Seltsam borstig und
hart?! Mein Blick fiel auf eine strahlende Banja. Oh je der Hund hatte ja
schlammige Sommersprossen am ganzen Körper und Schlammsocken trug sie auch. Und…
in der Wohnung schien eine Schlammbombe geplatzt zu sein!! In dunkler Ahnung
betrat ich den Garten. Tja meine beiden mich gerade anstrahlenden Mädchen hatten
mit vereinten Kräften das Wasserbecken ausgehebelt und die Mulde in ein schönes
gut einen halben Meter tiefes Schlammloch umgestaltet. Da Schlamm ja einen
zarten Teint macht, hat man dies großzügig ausgenutzt. Mit dicken Schlammbollen
an den Pfoten und im Fell suchten die beiden alle ihre Schlafplätze zum
Schönheitsschlaf auf. Ein bissel geschüttelt hat man sich auch und die Pfoten
lässig an der Wand abgestützt. „Ihr spinnt doch !“ war mein erster und einziger
Kommentar. Ich schnaufte tief durch und machte mich ans Aufräumen und Säubern.
Nicht das ich jemals von einem englischen Rasen geträumt hätte , aber so hatte
ich es mir auch nicht gedacht. Mittlerweile hatten meine Pelznasen bemerkt,
dass ihr Wellnesstag mich nicht so wirklich begeisterte und betröppelt lagen sie
nebeneinander auf einem Stück Wiese. Während dem Aufräumen stupste es mich
dann auf einmal ganz sanft am Bein . Ich guckte. Da standen sie, wie als wollten
sie sagen : „ Hey tut uns leid.“ Klar , da konnte ich nicht anders und schloss
beide in die Arme und drückte sie ganz doll . Richtig böse war ich ihnen
eh nicht gewesen und innerlich hatte ich mir schon ein kleines Schmunzeln
verkniffen. Der Hausputz war eben etwas früher in der Woche erledigt worden.
Einen ganz besonders magischen Moment gab es allerdings auch noch. Abends
sitze ich ( so weit die Temperaturen es zulassen) gerne auf der Stufe zu meinem
Garten und beobachte meine Hunde oder / und lese ein bissel. Eines abends
schmökerte ich in einem Buch und Zora lag vom schönsten goldenen Abendlicht
beleuchtet wie eine kleine Prinzessin zu meinen Füßen. Auf einmal hörte ich die
samtenen Pfoten von Banja hinter mir.
 
Ich ruckte etwas zur Seite um sie
vorbeizulassen, aber sie stoppte und setzte sich neben mich auf die Stufe. Mit
ihren schönen sanften blauen Augen sah sie mich ganz ernst an und lehnte sich
dann sanft an mich. Vorsichtig legte ich meinen Arm um sie . So saßen wir zu
dritt eine kleine Weile zusammen . Ich muß wohl nicht erwähnen, dass mir in
diesem Moment die Tränen vor Rührung und Glück in die Augen sprangen.
So und jetzt ist es doch ganz schön viel geworden…Ich werde nun die beiden
Müden zu Bett bringen , denn diese Abendritual ist wieder ein kostbarer
Augenblick. Banja legt sich nun ganz lang gestreckt hin und ich streichele sie
am Kopf und Hals ( da mag sie es am liebsten) , bis sie sich zufrieden auf ihrem
Löwendeckchen zusammenrollt. Zora knuddelt sich mit ihrer Schmusedecke neben
mich und rollt sich noch ein bissel auf den Rücken, damit ich das Bäuchlein
kraulen kann. Nach einer halben Stunde liegen dann 2 Fellkringel rechts und
links neben mir. Beide träumen wohl von Bäumen mit Wiener Würstchen dran und
schönen Wiesen. Nun kann auch ich mich zur Ruhe begeben. Ja sooooo schön ist zur
Zeit mein Leben. Ach übrigens am 13.09.07 wird Zora 9 und Banja wird am 15.10.07
10 Jahre… gut , wenn wir die Zeit zu dritt ganz doll nutzen.
Februar 2008
Es gibt nur Gutes zu berichten. Beide sind derzeit fit und gesund. Banja bekommt
nun ein homöopathisches Mittel für ihren Rücken. Eigentlich war ich bisher immer
etwas skeptisch und hielt das doch eher für Brennessellutscherei. Aber
mittlerweile bin ich ganz begeistert. Nie sah der Hund so gut aus und war so
fit.

Leider macht Banja der Tierärztin (auch im Tierheim Worms tätig, also schwierige
Patienten gewöhnt) ihre Arbeit doch ziemlich schwer. Die jährliche Impfaktion im
Januar war wieder schwer erarbeitet. Dafür mussten ich und die Tierärztin vor
ein paar Tagen schwer schmunzeln. Eigentlich war sie wegen Zora da (ist eine
mobile Ärztin, die nach Hause kommt), die eine leichte Prellung (keine Ahnung
woher) hatte. Nach getaner Arbeit saß Banja im schönsten Sitz auf der Decke,
wedelte mit dem Schwanz und hatte einen Gesichtsausdruck als wollte sie sagen :"
War ich dieses Mal nicht super brav ?"
Überhaupt bringt mich dieser wilde Watz ziemlich oft zum Lachen. Komme ich
abends heim, höre ich schon am Hoftor ein wildes Geheul..... Banja!! Abends
mutiert sie, die draußen sich immer ganz stolz gibt, zum Welpenkind. Sie aalt
sich im Körbchen auf den Rücken, zieht die Vorderpfoten bis hinter die Ohren und
genießt es mit einigen Verrenkungen gekrault zu werden. In letzter Zeit kuscheln
die beiden Mädchen auch ganz oft zusammen. Letztens durfte Zora sogar auf den
Vorderpfoten von Banja liegen.
An Weihnachten erstaunte Banja mich auf s Neue. Als ich meine neue CD von Eros
Ramazotti auflegte, streckte sie sich auf einmal ganz entspannt im Körbchen aus,
den Kopf Richtung Musik auf den Rand gestützt. Ganz verzaubert lauschte sie den
Klängen des smarten Italieners und schlief irgendwann allerdings darüber ein.
Mehrere Nachbarn fragten mich nach Silvester, wie ich bzw. die Hunde denn den
Abend verbracht hätten. Nun die Mädels schliefen in lässiger Haltung (wie sie
Huskys im Schlaf oft einnehmen) friedlich ins Jahr 2008.
Ansonsten üben sich die beiden pfiffigen Pelznasen im Beamen. Vor ein paar Tagen
backte ich 2 Käsekuchen. Man glaubt es nicht mit welcher Intensität Hunde einen
Kuchen fixieren können. Eines schönen Tages wird in meiner Küche ein Käsekuchen
durch Willenskraft bewegt, davon bin ich felsenfest überzeugt!!

Ja es ist zur Zeit doch ziemlich entspannt. Wir warten (am meisten Zora) jedoch
auf etwas Sonne und milde Temperaturen, um endlich wieder mehr Zeit im Garten
verbringen zu können. Ist ja zur Zeit eine eher kühler Angelegenheit und Sturm
Emma hat uns gründlich durchgepustet.
Ende März 2008
Vor einigen Tagen stellten wir 3 bei dem Blick auf den Kalender fest, dass
es jetzt etwas mehr als ein Jahr ist, seitdem Banja unser Leben
bereichert.
Wo ist die Zeit geblieben? War es nicht gerade gestern, als ich sie in
Horb abgeholt habe? Oder war es jemals anders? Gab es frühe Morgenstunden
ohne Banjas Gesang, Spaziergänge ohne Leinenakrobatik und Abende ohne die
sanften blauen Augen, die genießerisch aus dem Körbli blicken???
Das Gefüge in dem Minirudel ist so, als wäre es schon immer so gewesen
und es gibt so viele rührende Momente, die man leider nicht in Bild und
Worten festhalten kann. Besonders Zora zeigt Banja mit rührenden Gesten
ihre Zuneigung, da werden die Pfoten geleckt und die Schnauze nach dem
Futtern kurz gesäubert. Richtig herzig! Dabei sind die beiden doch
ziemlich unterschiedlich. Dies stelle ich öfter unter der Woche morgens
fest.
Da ich meine Arbeitszeit relativ gut gestalten kann, beginne ich sehr
früh (zwischen 6 und 7). Zwar können die 2 Nasen den ganzen Tag rein und
raus, wie sie möchten aber morgens gibt es trotz allem einen kurzen
Pinkelgang ans Feld. Leider gibt es auf diesem doch recht schmalen Weg
einige nachtaktive Gesellen wie Katzen und Igelchen .Um das ganze ruhiger
und zum eigentlichen Zweck dienlich zu machen, gehe ich mit jeder der
Damen einzeln (ansonsten wird da nur Blödsinn gemacht!).
Zuerst gehe ich mit Zora, die zum einen die älteren Hausrechte hat und
zum anderen etwas leichter wieder vom Beutemachen abzuhalten ist. Grazil
trippelt sie durchs Gras, entsorgt was sich so über Nacht im Bäuchlein
angesammelt hat und dreht automatisch Richtung Frühstück. Denn
Bäääärenhunger hat sie immer.
Danach ist Banja an der Reihe. Diese hat mittlerweile eifrig nach ihrem
Rudel gerufen. Es passt ihr eigentlich gar nicht, dass sie nicht zuerst
dran kommt. Ihren Unmut bekam leider auch schon die Küchentür zu spüren.
Doch vor einigen Wochen entdeckte ich, dass Banja eine ganz pfiffige Maus
ist. Auf dem Weg Richtung Hoftor schaute ich noch einmal ins
Küchenfenster. Banja stand auf der Treppe, die zum offenen Schlafbereich
nach oben führt und meckerte halbherzig. Und was sah ich dann??? Madame
meckerte pro Forma und machte sich dann auf nach oben (bisher zeigte sie
sich in Punkto Treppe eher ein bissel ängstlich). Gott sei dank kam ihr
nicht der Gedanke, es sich im Bett gemütlich zu machen und es blieb beim
neugierigen Herumschnüffeln.
Ich weiß, dass es hier geteilte Auffassungen gibt. Eine meiner
Nachbarinnen war auch schon ganz entsetzt, dass meine Hunde NICHT im Bett
schlafen dürfen. Ich konnte sie jedoch beruhigen, indem ich ihr
versicherte, dass die Zwei über sehr gemütliche Körbchen und kuschelige
Decken verfügen. Übrigens befand sich das Schlitzohr Banja bei meinem
Eintreffen wieder ganz lieber Hund auf der Decke in der Küche.
Man sieht alte Hunde stehen manchmal jungen Welpen nicht im Geringsten
nach.
Und ein ganz besonders Osterei gab s von Banja obendrein. Am
Ostermontag waren wir schon auf dem Heimweg von unserer Nachmittagsrunde,
als uns Spaziergänger entgegenkamen (übrigens die Einzigen an diesem Tag).
Wie immer nahm ich die Mädels etwas kürzer an die Leine. Als wir die Leute
passiert hatten, ließ ich mit einem fröhlichen „ und ab „ die Leinen
wieder los. Mit einem entschiedenen "PLÖNG" trennte sich jedoch Banja s
Gurt –der wohl offensichtlich nach einem Jahr Zerren die Nase voll hatte-
von der Halterung. „Toll, habe ich heute eine laaaange Leine“ und Banja
hoppelte fröhlich los. In meiner Panik sie aus den Augen zu verlieren,
wetzte ich wie der kleine Muck mit seinen Zauberpantinen hinterher.
Natürlich total FALSCH!! Meine Seniorin war vom Fangenspielen schwer
begeistert. „Halt“ schoss es mir durch den Kopf und ich erinnerte mich an
den guten Rat der Hundeflüsterer. Ich blieb stehen, ging in die Hocke und
lockte die Maus mit honigsüßer Stimme und tatsächlich… sie kam angetollt,
spielte Zora kurz an und ..weg war sie wieder, bevor ich nach der Leine
grapschen konnte. Also wieder hinterher … bloß sie nicht aus den Augen
verlieren. Banja machte sich auch eindeutig auf in Richtung Heimweg. Nun
würde es jedoch brenzlig, es war eine Straße zu passieren und zu dieser
Uhrzeit machten sich auch die meisten Hundebesitzer zum Gassigehen auf.
Wieder blieb ich stehen, Banja guckte. Entschlossen drehte ich mich von
ihr weg und lief wieder Richtung Feld. Um es kurz zu machen … es
funktionierte!!! Banja kam angehoppelt, um IHR Rudel nicht verlieren.
Olympiareif hechtete ich nach der Leine und lobt die Maus ganz feste.
Innerlich dankte ich der großen Hasenfamilie, die heute einen Ruhetag in
ihrem Zuhause eingelegt hatte.
Rasch und noch immer mit einem erhöhtem Puls und puddingweichen Knien
machte ich mich auf den Heimweg. Banja hat das alles nicht sehr
beeindruckt. Ich denke auch nicht, dass sie richtig weglaufen wollte, aber
einigen Verlockungen hätte sie wohl nicht widerstehen können. Ich bin
jedenfalls sehr froh, dass alles so gut ausging und werde das
Komm-Training, das wir beim Spazierengehen (angeleint!!!!) immer wieder
üben, weiter intensivieren.
Übrigens schlief Banja an diesem Abend besonders gut in ihrem Körbli. Seit
neustem hält Banja bei der allabendlichen Knuddelrunde meine sie am Kopf
kraulende Hand mit den Vorderpfoten ganz fest bis sie eingeschlafen ist.
Ende Mai 2008
Kennen Sie den Hund auf den Bildern noch? Den Schwarzen? Ja, das ist
Banja. Optisch ist sie (nicht das sie vorher hässlich gewesen wäre) eine
wahre Augenweide geworden. Das Fell glänzt, ein bisschen hat sie im
gesunden Maß zugenommen, der Rücken ist beim Laufen gerade durchgestreckt
und die Augen strahlen wie nix.
Auch ihre Beweglichkeit hat sich dank Muschelextrakten und Globulis
gesteigert. Sie putzt sich seit etwa 2 oder 3 Monaten mit den Hinterpfoten
am Kopf, was vorher nie zu beobachten war.
Auch
sonst gab s Veränderungen. Diese beruhen wohl aber nicht nur auf neu
gewonnener Beweglichkeit, nein Banja scheint nun endlich ganz und gar hier
zuhause angekommen zu sein. Seit einiger Zeit kann die Maus in der so
kuriosen Haltung der Huskys schlafen und auch die Hütte draußen aufsuchen.
Dies gefällt Zora allerdings nicht ganz so gut. Hat ihr ehemaliger
Gefährte, mein Schäferhund Fax, sofort bei ihrem Maunzen den Platz geräumt
(was für eine Seele hatte dieser Hund!!!), so traut sie sich bei Banja
nicht wirklich den Zwergenaufstand zu geben. Aber sie kommt auf keinen
Fall zu kurz und ihre Zuneigung zu Banja ist ungebrochen.
Zuneigungsbeweise gibt es hierfür öfter zu sehen.
Ansonsten verbringen die Damen viel Zeit im Garten. Da ist zurzeit aber
auch was los!!!
In den Nachbarsgärten wird eifrig gerichtet, gepflanzt, geschnippelt, im
Kindergartenauslauf (zum Glück nicht direkte Berührungspunkte, aber etwas
einsehbar) ist Action und auch die 2 Nachbarskatzen finden sich zum
Sonnenbaden ein und Mücken kann man auch noch fangen. Bei soviel
Beschäftigung sind die Zwei abends auch ziemlich müde und schlummern
friedlich in den Körbchen ein.
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Auf Posten!! |
Ach übrigens musste ich bei Banja mal wieder ungewöhnliche Maßnahmen
ergreifen. Sie hatte eine leichte Augenreizung durch die umherschwirrenden
Pollen. NA ja - einmal habe ich es geschafft, ihr Augentropfen zu
verpassen, danach ... Was nun?? Bei einer Bullenhitze saß ich schließlich
mit Banja unter einem großen Badelaken zum Kamilledampfbad. Sie fand es
wohl ganz toll im `Zelt` und geholfen hat es sogar auch, naja und ich habe
hoffentlich auch ein bisschen Kalorien verschwitzt.
So anbei habe ich ihnen noch ein paar Bildchen zum Gucken bei getan.
Leider gibt es eben nie Fotos von Spaziergängen, aber Foto und die 2
Racker??? Da muss mir wohl noch eine Hand wachsen oder sich irgendwann
doch noch einmal ein Mitläufer finden, aber die Begeisterung, sich von 2
wilden Seniorinnen rumscheuchen zu lassen, hält sich in Grenzen.
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Neuste Liegeposition |
Lagebesprechung |
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Gibt s hier endlich Futter ??? Wir warten !!! |
August2008
Wieder ist ein Vierteljahr vergangen und langweilig
war auch dieses nicht:
Banja geht es zur Zeit sehr gut und ich konnte die Tabletten ein
bissel runterfahren. Ich hoffe, dass ich im vergleichbaren Alter auch
mal noch soviel Energie habe wie dieser außergewöhnliche Hund. Es ist
einfach nur toll zu beobachten, wie Banja sich hier in ihren doch
nicht mehr jungen Jahren entwickelt. So was von ausgelassen fröhlich,
neugierig , lieb und anhänglich wie Bolle !
Eine kurze Phase hatten sie und Zora allerdings etwas Zickenalarm.
Nicht dass sie sich angegrummelt hätten, nein dazu sind sie sich zu
fein . Aber so ganz geschwind der anderen den Lieblingsplatz
wegschnappen und sich darauf RICHTIG BREIT machen oder sich
vordrängeln , dass waren so die Nickligkeiten. Leider wurde unsere
Zora krank und es wurde eine Fettleber diagnostiziert. Nicht schön und
die Maus muss nun wirklich Diät halten. Aber wie durch Zauberhand
waren die beiden wieder ein Herz und eine Seele. Ich denke, die
beigefügten Bilder zeigen es deutlich.
In der heißen Zeit ist den beiden ihr Garten der liebste Platz und
dort verträumen sie die Zeit. Einmal waren wir an einem kleinen
Bächlein baden. Wie erwartet hüpfte Zora sofort in das kühle Nass und
schwamm dort elegante Runden. Gespannt wartete ich auf Banjas
Reaktion. Mit einem riesigen Platsch sprang die Wilde ohne zu zögern
ins Wasser. Schwimmen war zwar nicht so ihr Ding ,aber sie jagte mit
großen Sprüngen den Bach entlang.
Nun wer schon einmal mit 2 Huskys an der Flexileine baden ging, ahnt
dass so was nicht ohne Blessuren abgeht. Richtig - ich landete recht
unsanft in den Brennesseln. ( Soll ja der Durchblutung dienen) .
Am Ende dieses Tages waren Zora und ich noch bei ihren Züchtern zum
Geburtstag eingeladen. Nein Banja wird hier nicht benachteiligt. Aber
wie man ja weiß, ist das mit einem großen hauseigenen Rudel nicht so
einfach. Auch Zora muß den Einheimischen erst einmal Referenz
erweisen. Aus Rücksicht auf die Senioren ( dazu zählt Banja ja auch)
und des allgemeinen Friedens wegen, brachte ich sie für diese Zeit zu
meiner Mutter. Zora hätte wohl gerne getauscht, denn 17 Fellnasen sind
ihr doch auf Dauer zu anstrengend und sie verkrümmelte sich irgendwann
in die Küche. Einer muss ja aufpassen, dass der Küchenboden auch
sauber bleibt.
Banja fühlte sich bei meiner Mutter im übrigen recht wohl. Genüsslich
aalte sie sich dort auf dem cremefarbenen Teppichboden und genoss den
Balkon. Von dort kann man in die Felder und Wiesen schauen. Und was
man da alles beobachten kann !!!. Abends waren beide Mädels jedoch
recht glücklich wieder vereint zu sein.
Zur Bespaßung haben die Zwei ein neues Spiel. Dabei werfe ich kleine
Stückchen Trockenfutter ins Gras ( im Garten selbstverständlich).
Gierig gehen die beiden auf die Suche. Während Zora ganz genau
aufpasst , wo das Bröckchen landet , versucht Banja gegen meine Hand
zu springen und somit die Flugbahn zu verkürzen. Für die beiden echt
ein Riesenspaß. Abends drehe ich zusätzlich ab und an auch noch mal
eine kleine Runde durch die Gässchen in dem Viertel wo ich wohne. Gehe
ich mit beiden ist es eher ein Vorwärtsstürmen. Da es doch einige
Samtpfoten hier gibt, gehen die beiden mehr auf die Jagd, als dass man
sie als Begleithunde bezeichnen könnte. Aber wir üben dran. Alleine
trippelt Zora elegant durch die Straßen und lässt sich am liebsten
bewundern. Banja hingegen rennt solo erst mal los und schnüffelt
neugierig in allen Ecken.
Seit neustem ist übrigens auch die Tierärztin in Banjas Gunst
gestiegen. Früher eher misstrauisch beschnüffelt , so wurde sie die
letzten beiden Male begeistert von den Hunden begrüßt. Man muss dazu
sagen, dass bei den letzten Besuchen niemand was von Banja wollte.
Beim letzten Besuch waren die Mädels so stürmisch, dass sie sogar
miteinander einige Minuten gespielt haben . Ja auch Banja !!! Danach
lag sie ganz friedlich neben Zora und guckte zu wie dieser Blut
abgenommen wurde. Denke jedoch, dass sich das bestimmt spätestens beim
Impfen im Januar wieder ändern wird. Ja so weit so gut . In einer
Woche starten wir drei in den wohlverdienten Sommerurlaub ( Juhu 3
Wochen) . Wegfahren ist leider nicht, aber der eine oder andere
Ausflug wird hoffentlich klappen und bestimmt gibt s wieder neue
Fotos.
Dezember 2008

Zora erholt sich derzeit ganz gut von ihrer Anaplasmose. Banja war in
der Zeit, als es Zora mit einem Mal wieder sehr viel schlechter ging,
sehr fürsorglich zu ihr und wartete oft geduldig im Auto während wir
beim Tierarzt vorstellig waren.
Da Zora recht schwach war und es zeitweise wirklich nur kurz zum
Pinkeln ans Feld schaffte, drehten Banja und ich alleine größere
Runden. Ganz ehrlich? Wir kamen uns ziemlich verloren vor. Spaß macht
es eben nur gemeinsam.
Wobei für mich etwas angenehm... Banja allein ist ganz gut
leinenführig. Verblüfft hat mich mein Mädel auch mal wieder. An einem
Tag, als wir so unsere Runde drehten, begegneten wir einem Beagle. Und
Banja ...? Die forderte den jungen Burschen doch glatt zum Spielen
auf! Der Besitzer meinte dann, gell das ist noch ne Junge??
Schmunzelnd offenbarte ich Banjas Alter . Man muss es nur richtig
verstehen, sie ist eben 1 und 1 .
Übrigens spielen meine Mädels jetzt auch öfter mal miteinander.
Natürlich nicht mehr die ganz großen Jagden durch den Garten und quer
durch's Haus . Aber so ein paar Minuten sind es schon. Und letztens gab
es dann dieses Bild, als Zora sich zum ersten Mal in Banjas Körbli
setzte. Banja war es aber doch irgendwie komisch und sie verkrümmelte
sich dann.

Häufiger sehe ich, dass Zora sich vor Banjas Körbli legt
und ihre bekannte Schmusedecke benuckelt (absolutes Wohlfühlzeichen).
Das schönste Weihnachtsgeschenk gab es auch schon! Zoras Blutwert ist
wieder im gesunden Bereich!!! Im Januar lasse ich es aber trotzdem
noch mal kontrollieren. Auch Banja wird dann den ungeliebten Tierarzt
aufsuchen müssen. Das jährliche Impfen ist fällig und auch der
Schilddrüsenwert muss kontrolliert werden. Verraten hab ich es ihr
aber noch nicht. Soll sie erst noch ein schönes Weihnachten haben.

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