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Inouk – ein ehemaliger „Sorgenhund“ im ganz großen GlückGeboren wurde der Siberian Husky-Rüde Inouk im Februar
2001, seine Eltern erfolgreiche Sportler und so begann auch seine Laufbahn
im Schlittenhundesport. Dort waren seinen Möglichkeiten allerdings Grenzen
gesetzt, denn Inouk war ein wenig zu groß gewachsen um dem Standard zu
entsprechen. Ob das nun allerdings ausschlaggebend war für seine Abgabe in einem fränkischen Tierheim im Jahr 2007 oder ob etwas anderes ursächlich war, ist nicht bekannt. Da das Tierheim keine Möglichkeit zur Vermittlung vor Ort sah, kam Inouk Anfang des Jahres 2008 zusammen mit dem gleichfalls abgegebenen, deutlich älteren Perulv in eine Pflegestelle der Nothilfe für Polarhunde e.V.. Zwei soziale und souveräne Rüden, die mit nichts und niemandem ein Problem hatten und denen man ein eigenes Zuhause von Herzen wünschte. Doch schon nach relativ kurzer Zeit erlitt Inouk in der Pflegestelle eine
Art Zusammenbruch nach einer vergleichsweise kleineren Spazier-Runde, vom
Aussehen her ähnelte es einem Kreislaufzusammenbruch und so wurde er
umgehend zum Tierarzt gebracht. Mit diesem Testergebnis machte die Abgabe von Inouk im Tierschutz auf
einmal Sinn, denn welches Team kann schon einen Sportler gebrauchen, der
einfach so jederzeit und ohne Vorwarnung „umfallen“ kann? Dennoch: Tierschutz sollte auch ehrlich sein, Interessenten Zeit geben, mit einem Gedanken umzugehen und so aktualisierte man die Beschreibung von Inouk im Internet entsprechend und machte ihn dadurch vom ehemaligen Sporthund wie viele andere zum Handicap-Hund…. In den kommenden Monaten tendierten die Nachfragen nach Inouk also nicht ganz unerwartet gegen Null, seine Gastritis war zwischenzeitlich längst auskuriert und umgefallen war er auch nie mehr. Es war zwar unstrittig, dass er sich ziemlich aufregen konnte über das gemächliche Tempo der Touren in der Pflegestelle, doch da wollten eben alle mitkommen, auch die alten und die nicht ganz gesunden. Aber für sich alleine am Fahrrad, da war er glücklich, fand rasch seine Idealgeschwindigkeit und arbeitete ausgeglichen ohne zu murren (oder zu schreien wie auf den langsamen Touren). Da medizinische Tests auch mal irren können, ließ man Inouk nochmals nachtesten in Sachen der festgestellten Auto-Immunerkrankung und erhielt diesmal ein negatives Testergebnis. Auch ein späterer Test blieb negativ – konnte man damit nun pauschal sagen, der Hund ist gesund und das erste Ergebnis einfach als Messfehler oder ähnliches abtun? Was, wenn da doch noch mehr war? Der erneut geänderte Vermittlungstext von Inouk hielt sich daher an die Fakten und zeigte das Ende des konkreten Wissens (gesund oder doch krank?) auf – mittlerweile ging es auf den Hochsommer zu und der alte Perulv hatte längst ein Zuhause gefunden, während Inouk noch immer suchte. Die Wende kam mit Interessenten, die „Team-Verstärkung“ suchten, gezielt wurde nach einem schon etwas älteren, sozialen und arbeitserfahrenen Hund gesucht, der den vorhandenen Grünschnäbeln auch ein wenig Vorbild sein könnte. Alles Eigenschaften, die auf Inouk mehr als zutrafen und da man die Interessenten beruflich im medizinischen Bereich verankert wusste, war man auch sicher, dass die tierärztlichen Befunde und Testergebnisse von Inouk realistisch eingeschätzt würden. Seinen „Vorstellungstermin“ meisterte Inouk gelassen und routiniert, auch der bereits vorhandene Rüde fand daran nichts auszusetzen und so konnte Inouk endlich in ein eigenes Zuhause umziehen. Dort gewöhnte er sich schnell ein, schon nach kurzer Zeit war die Situation diese: „Das Zusammenleben der Hunde ist nun ein friedliches Miteinander. Selbst beim Futter gibt es keinerlei Probleme. Inouk hat die Rolle des souveränen Rudelführers übernommen, die kleine Shari liegt gerne ganz nah bei ihm, wenn sie Ruhe sucht, Sunny spielt die perfekte Ersatzmama und Chesmu ist der tolle Spielkumpel. Also, alles in allem, können wir sehr zufrieden sein.“ Es blieb bei dieser Zufriedenheit – auch wenn vieles andere sich mit dem Einzug von Inouk und der kleinen Shari geändert hatte: „Es geht uns allen gut, obwohl es bei uns ganz schön drunter und drüber geht. Die beiden neuen Fellgesichter haben eine ganz neue Dynamik in unseren Alltag gebracht. Der Wecker klingelt um 5 Uhr, die Wohnung ist weniger aufgeräumt, einkaufen ist eine Herausforderung und die Küche bleibt öfters mal kalt. Die Heizung läuft auch noch nicht, weil die Temperaturen doch noch angenehm sind. Besucher empfinden das etwas anders... Wir haben eine neue Art von Humor entwickelt- über den nur wir lachen können- frei nach dem Motto "Zett-Zett", bedeutet zackig und zügig - wir haben Huskies!!! Aber das nur am Rande… Inouk hat alle Herzen erobert!!!!! Ich kann mir gar nicht vorstellen ohne ihn zu sein. Er hat so eine feine Art, hält sich gerne in meiner Nähe auf, ohne aufdringlich zu sein. Er hat Freude am gemeinsamen Arbeiten und macht ständig Fortschritte. Er hat jetzt ein paar Speckröllchen weniger und ein paar Muskeln mehr, läuft am Fahrrad fast jeden Morgen. Hinterher strahlt er und ist völlig relaxt. Er ist ruhig und ausgeglichen und von sehr sanftem Gemüt. Wenn er alleine mit mir spazieren geht, kommt am Anfang immer noch der Sporthund durch. Das legt sich aber immer schneller, er beginnt, sich immer mehr an mir zu orientieren. Anders sieht das aus, wenn alle Hunde zusammen laufen. Da muss er vorne weg laufen, das lässt er sich vom Jungvolk nicht nehmen. Das wird noch dauern, ist ja klar. Dennoch ist unsere einhellige Meinung: Inouk ist ein Superhund und wir sind sehr froh, ihn bei uns zu haben.“ Gesundheitlich gab es bei Inouk nach der Vermittlung keinerlei
Auffälligkeiten mehr, er, der Arbeitshund, hat wieder Beschäftigung und
Auslastung, sowohl in seinem erlernten Beruf, als auch auf ganz neuen
Gebieten. Dass er dabei Spaß hat, sieht man ihm auf den Fotos an – er
strahlt ja förmlich übers ganze Husky-Gesicht und zeigt sein breitestes
Husky-Lächeln:
Ich finde auf den Bildern kommt
wunderbar rüber, wie viel Spaß Inouk an der Ausbildung hat. Obwohl alles
für ihn neu ist. Auch mit 7 Jahren kann ein Hund noch lernen... Wir
berücksichtigen jedoch auch, dass er aus dem Sport kommt. Er läuft vor dem
Fahrrad oder dem Trike seine Kilometer, das braucht er um körperlich
ausgelastet zu sein. Dann noch Kopfarbeit dazu und man hat einen ganz
wundervollen Hund, den man nicht mehr hergeben will. Für uns ist er genau
der Hund, den wir gesucht haben, wie die Nadel im Heuhaufen.“ |