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Molly’s Leidensweg
Bei unserer Molly (Shiba Inu) bekann der Leidensweg 2002 und die
Fehldiagnosen häuften sich.
Es begann im November 2002: Molly trank Unmengen Wasser (ca.1 bis 4 L
Wasser), der TA (Tierarzt) meinte nach einigen Test, sie ist nierenkrank,
die Medikamente wurden gekauft und verabreicht. Aber keine Besserung trat
ein.
Also, im Januar 2003 wieder hin zum TA, diesmal ein anderer, da das
Vertrauen zu ersten nicht mehr da war. Wieder Blut -und Urintest, jetzt
war es die Leber und das gleiche Spiel wiederholte sich.
Was früher ein Weg zum TA für Molly war, wurde mittlerweile ein
Leidensweg.
Dann kam noch die Diagnose, nicht die Leber, nein die Gebärmutter. Aber
der Hund ist zu schwach für eine Operation! Also, wieder Medikamente!!!
Alles für die Katz; Molly ging es nicht besser, ganz im Gegenteil, die
Wassermengen erhöhten sich auf fast 5 Liter. ( normal bei 13 KG 700 bis
850 ml)
Wieder ein neuer TA und jetzt mittlerweile Sommer 2003, war es nur das
Wetter. Denn 35 Grad sind zu warm für einen Shiba Inu, der laut TA ja in
den Norden gehört *grins*

Molly im Norden (DK), aber warm war es trotzdem. Man sieht aber hier den
typischen Hängebauch, der auf ein Cushing hindeuten kann.
Also, nach dem Urlaub wieder zum TA, mal wieder ein anderer, aber Molly
ist es uns wert.
Hier war es nach den üblichen Tests die Bauchspeicheldrüse und das Spiel
begann von neuem.
Nach einem Jahr und 3 TA, wurde es nicht besser, sondern viel, viel
schlimmer. Wir dachten schon an den Abschied.
Aber jeder Strohhalm war unserer, also noch mal was neues, ein
Tierheilpraktiker!
Dieser wurde von uns im Dezember 2003 aufgesucht und hier wurde endlich
das erste mal von Cushing geredet. Also, auf Empfehlung vom Heilpraktiker
zu einem anderen TA. Dieser kannte die Krankheit und machte mal wieder
alle Test, diese dauern etwas länger, weil es mehrere sind.
Aber diesmal wusste die TA, wonach sie schauen musste und siehe da, Molly
hatte einen Morbus Cushing.
Endlich konnten wir Molly die richtige Therapie zukommen lassen.
Wir haben mit dem Mittel Trilostane am 08.03.2004 angefangen und nach 14
Tagen kann man einen fast wieder normalen Hund sehen.
Wir hoffen alle, dass Molly uns noch viele Jahre erhalten bleibt.
Mittlerweile, wir haben Sommer 2004, ist unsere Maus wieder “ganz” normal.
Endlich kann sie wieder Rehe, Katzen und anderes Getier jagen, Hündinnen
verbellen und selbst das Bett ist nicht mehr zu hoch. Und trotz hoher
Temperaturen trinkt sie jetzt max. 1 Liter.
Ich hoffe für alle, die Hunde haben, die krank sind und bei denen wir, die
Menschen, nicht wissen, was ihnen fehlt, einen TA finden, der alles, aber
auch alles versucht um den Grund herauszufinden. Denn alles Wissen hilft
nichts, wenn man die Krankheit nicht kennt bzw. nicht an sie denkt, weil
sie ja so selten ist! Diesen Satz habe ich von 2 der aufgesuchten TA’s
gehört, als ich sie wieder traf.
Hier Bilder von Molly mit ihrem Freund Indy, der die ganze Zeit auch unter
der Krankheit und der Situation gelitten hat.
Molly jetzt schlanker und fit

Indy der jetzt endlich wieder mit Molly spielen kann

Hier sei noch angemerkt, das auch ein letzter Gruß an Candy zu schicken
ist, die leider verstorbene Leidensgenossin von Molly.
Und ein lieber Gruß an Candy’s Frauchen Tina, die uns immer hilfreich zur
Seite stand und immer noch steht, auch in Ihrer schlimmsten Zeit - Danke
Tina!
Claudia Maria Müller
Nachtrag
Am 16. Dezember 2005 musste Molly über die Regenbogenbrücke gehen, Morbus
Cushing war nicht die Ursache.
Ihr kleiner Körper war von Diabetes insipidus und Krebs gezeichnet, sie
hatte Schmerzen. Ihren Menschen signalisierte sie, dass sie nicht mehr
wollte und nicht mehr konnte. Der letzte Liebesbeweis ihrer Menschen war
sie Zuhause einschlafen zu lassen, in der bekannten und vertrauten
Umgebung.
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