|
„Vier Badener in Bayern“
Der Bericht über die ersten
vier Wochen im neuen Rudel Christiane – Uwe – Ruby - Ray

Der
Ruheplatz im Treppenhaus wurde von den zwei pelzigen Rudelmitgliedern
gleich akzeptiert und mit Vorliebe benutzt. Morgen wird die zweite Hütte
fertig. Ray hat die von Mirco „besetzt“ und die zurückhaltende Ruby traut
sich nicht gleichzeitig mit ihm rein! Jetzt bekommt sie ihre eigene.
Die zwei „bubbed Guzl“ sind überall dabei. Zum Beispiel stellen sie mir
hier gerade die Frage: und was kochen wir heute?
Wir waren zusammen schon beim „Viech-Doktor“. Er ist ganz begeistert von
den zweien, weil sie so freundlich sind und er alles machen darf, ohne
dass sie brummen oder schnappen. Ruby wurde nachgeimpft und
seit
vier Wochen schmiere ich ihre Zehenzwischenräume, die sie sich wundgeleckt
hatte. Ist schon fast komplett verheilt! Ray „leckte“ nach einer Woche.
Die Blutuntersuchung ergab, dass er super gesund ist. Dann verfolgte ich
ihn mit einem Behältnis beim Spaziergang um den Urin aufzufangen. Sie
hätten sich wahrscheinlich schlapp gelacht. Aber es ist gelungen den
Katheter zu vermeiden und ich hatte zwar verpinkelte Finger, aber die
gewünschte Probe! Organisch ist alles super (das hat mich gefreut), also
liegt der Verdacht der Inkontinenz nahe, wenn gleich das bei Rüden höchst
selten vorkommt. Ray ist ja auch ein besonderes Exemplar! Offensichtlich
helfen die Tabletten, mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.

Das Haus finden Ray und Ruby toll und es gibt schon erste Lieblingsplätze
der beiden. Die Brücke ist übrigens gerade beim Waschen, da Ray in der
ersten Nacht eine Riesenpfütze darauf hinterlassen hatte. Ruby meldet,
wenn sie mal raus muss. Anfänglich hat sie mich bis zu viermal pro Nacht
wach geschleckt: Ich muss mal!!! Heute durfte ich erstmals 5 Stunden am
Stück schlafen. (Anmerkung: eine Woche später waren es schon 8 Stunden)
Ray hat nach drei Tagen bereits die Klappe beherrscht, Ruby schafft es
problemlos nach drinnen. Die Richtung nach draußen braucht noch etwas
Geduld (Anmerkung: eine Woche später war es geschafft). Da sie sehr
vorsichtig an alles herangeht, war sie einfach zu langsam und der Schwanz
noch drin, als die Klappe wieder zuging. Ray ist bei allem etwas „grober“!
Ich hatte schon ein „Veilchen“, weil er mit mir geschmust hat. Am nächsten
Bild sieht man recht lustig, wie er zum Beispiel dazu auffordert! Das ist
z.B. ein Überfall, als Uwe nach Hause kam. „Schmus mit mir!!!“
Abends
vor dem Schlafen summen wir noch das „Gute-Nacht-Lied“, das gefällt den
beiden.
Sie haben noch überhaupt nichts kaputt gemacht. Und mittlerweile kann man
sie auch als „stubenrein“ bezeichnen. Wir haben halt etwas mehr gewaschen
und geputzt am Anfang, aber zum Glück gibt es Sagrotan und alles spielt
sich ein. Seit drei Wochen gehe ich wieder arbeiten und es klappt schon
ganz gut mit unseren zwei Touren täglich. Ray braucht demnächst ein paar
5m-Leine-Trainingseinheiten, bevor er mir irgendwelche Gliedmassen
ausreißt, aber Ruby ist toll leinenführig. Und ich bin ganz stolz auf die
beiden, da sie bereits am Gehweg absitzen, bevor wir eine Straße
überqueren.
Ray
hat auch schon gelernt, dass er Ruby’s Fressnapf als tabu betrachtet und
lässt sie mittlerweile in Ruhe fressen. Ruby freut sich diebisch, wenn sie
ihm mal einen Ochsenziemer klauen kann, den er gerade nicht mehr beachtet
und rettet ihn ganz schnell nach oben auf die Galerie!


Ruby findet walken klasse, Ray steht mehr auf joggen! Aber beide sind sehr
verträglich unterwegs mit anderen Hunden und lassen sich auch gut
herrufen, wenn Jogger oder Autos kommen. Sie reagieren auf „haw“ und „gee“
und bestens auf ihre Namen und „komm“ und „hier“! Es gab auch noch nie die
Frage: „wer ist hier das alpha-Tier?“ und beide sind sehr vertrauensselig.
So können wir uns voll auf die Erziehung konzentrieren. Das ist toll!

Wenn wir heim kommen, spielen wir „zwei bis vier Irre rennen durch den
Garten“. Auch auf dem Hundeplatz gibt es viel zu beobachten. Ruby schließt
gerne Kontakt und fordert zum Spiel auf. Ray ist etwas zurückhaltend, nur
wenn einer Ruby toll findet, wird er eifersüchtig.

Ruby wird immer selbstbewusster. Es tut ihr gut, dass sie manchmal vor Ray
durch eine Türe darf oder alleine ein Romeo-Döschen „gelber-Sack-reif“
schlecken kann. Wenn ihr etwas zu lange dauert z.B. endlich fortgehen oder
Futter bekommen, stellt sie sich hin, streckt den Kopf in die Luft und
röhrt wie ein Schwarzwald-Elch von SWF 3. Wir haben schon viel gelacht.
Das einzige, was die beiden doof fanden, war das Gras und Moos im
Freilauf. Es wurde nur zum Piseln benutzt und beim anschließenden „burn-out“
wurde die Hauswand mit Moos und Erde dekoriert. Ich habe dann die Erde
abgetragen und 3,5 t Kies angekarrt, jetzt gefällt das Areal.

Zum Glück habe ich z.Z. einen A6 mit Anhängerkupplung!

Aber am allerschönsten ist es dann doch im Haus!
März 2007 Christiane Breinig, Uwe Bleck mit Ruby und Ray
Diese interessante Seite einem Freund senden
zurück |