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Abschied eines
Freundes
In Gedenken an
Trouble
Trouble. Geboren am 05 März 1991.Ein Husky in seinem Element.
Im September 2003 bekamen wir einen Anruf von Fr. Schwartze mit der Frage,
ob wir bereit wären einen Pflegehund aufzunehmen, der schon 12 Jahre alt
ist. Sie fragte uns, weil wir schon Erfahrung mit einem älteren Hund,
Wolf, gemacht haben und noch immer machen. Nach einer kurzen Diskussion
entschieden wir uns dann dazu, Trouble vorläufig bei uns aufzunehmen. Nur
zur Pflege. Also vereinbarten wir alles mit Fr. Schwartze, Treffpunkt der
übergabe, Uhrzeit usw.
Dann war es soweit und ich fuhr nach Hamburg um Trouble entgegen zu
nehmen. Als Trouble dann ausstieg dachte ich nur „ Oh man. Der arme Kerl
sieht total fertig aus. Der wird wohl leider nicht mehr lange bleiben.“.
Er war super dünn und roch sehr unangenehm. Doch als er auf mich zukam und
mich mit seinen riesigen Augen ansah und seinen Kopf an mein Bein warf
damit ich ihn kraule, war es schon um mich geschehen. Da wusste ich, dass
er so lange bei uns bleibt, wie er will. Also Hund ins Auto, ab nach
Hause.
Kurz vor zu Hause anrufen und die Frau bitten, mit Wolf nach unten zu
kommen. Gesagt getan. Die Hunde verstanden sich auf Anhieb gut. Auch die
Rangordnung wurde schnell geklärt. Und auch meiner Frau wurde noch am
selben Abend klar, dass Trouble bei uns bleibt. Aufgrund seines Alters und
seiner kleinen Wehwechen, die so im Alter kommen, wollten wir ihm ein
neues zu Hause geben. Also wieder Telefonieren und alles abklären. Tja und
Trouble durfte bleiben.
Wir selbst und viele andere haben gesagt, dass Trouble vielleicht noch ein
halbes Jahr bleibt. Doch siehe da. Je länger er blieb, desto aufgeweckter,
fröhlicher und bewegungsfreudiger wurde er wieder. Er nahm sehr gut zu,
außer es waren läufige Hündinnen unterwegs, da verlor er dann wieder
Gewicht, und er roch keineswegs mehr komisch. Er hat sich super aufgebaut.
So schenkte er uns noch zwei Jahre!
Doch leider, leider, leider hatte Trouble ein Hüftpfannen Problem. Die
Hüftpfannen waren kaum noch vorhanden und somit bekam er immer mehr
Probleme beim laufen und Treppen steigen. Bis zuletzt haben wir vieles
ausprobiert. Am besten half ihm stets Akupunktur. Doch im September 2005
half auch diese nicht mehr. Starke Medikamente konnten wir ihm wegen
seines Herzens nicht zumuten. So mussten wir uns leider für einen sehr
schweren Schritt entscheiden. Wir mussten ihn erlösen. Zuletzt war es so
schlimm, dass er Stufen gar nicht mehr laufen konnte. Weder rauf noch
runter. Ich musste ihn stets tragen. Draußen konnten wir nur kurze Runden
laufen. Also berieten wir uns mit dem Tierarzt und auch er sagte, dass wir
ihm nicht mehr helfen können. So vereinbarten wir einen Termin beim Arzt.
Dann rückte er immer näher, der Termin.
Die letzten Tage genossen wir mit Trouble und Wolf so gut wir konnten.
Doch man kann sagen was man will. Die Tiere wissen genau, was los ist.
Sowohl Trouble als auch Wolf.
Am 13.10.2005 war es dann soweit. Ich kam mittags von der Arbeit nach
Hause um Trouble zu holen. Ich kam rein und er lag am Fußboden und sah
mich an, mit seinen großen, braunen Augen. Meine Frau kam in den Flur, um
sich von Trouble zu verabschieden. Sie versuchte ebenso wie ich, nicht zu
weinen. Doch es ging nicht. Sie weinte leise und wollte ihn nicht
loslassen. Doch wir mussten es tun, um ihn zu erlösen. Ich rief ihn. Doch
er wollte nicht aufstehen. Ich half ihm hoch und legte ihm sein Geschirr
um. Wolf kam und wollte mit, aber es ging ja nicht. So verabschiedete auch
Wolf sich von Trouble, als ich mit ihm losging.
Beim Tierarzt kam ich gleich mit Trouble rein und musste nicht lange
warten. Es wurde schnell eine Narkosespritze gegeben, die ihn gleich schon
zum liegen brachte. Ich nahm ihn in den Arm, um ihn fest zu halten. Es
wurde die zweite Spritze gesetzt. Ein kurzer Augenblick. Noch ein Blick in
die Augen, ein Nasenstupser von Trouble und ein Zungenschleck über die
Wange. Dann sah er mich ein allerletztes Mal an mit einem Blick wie „
Danke, dass ich bei euch bleiben durfte.“, dann war es vorbei. Sein Herz
hörte auf zu schlagen und er atmete nicht mehr. Erst da konnte ich meinen
Gefühlen freien Lauf lassen und weinte wie ein Schlosshund. Ich verließ
den Tierarzt und fuhr nach Hause. Wo es plötzlich so leer und still ohne
ihn war. Doch vergessen werden wir ihn nie! Er schenkte uns wirklich
schöne zwei Jahre. Er war da, wenn man traurig war, machte jeden Spaß mit,
den man machen konnte, fühlte, wenn es einem schlecht ging und kuschelte
mit einem, wenn man sich allein fühlte. Er wusste stets, was man brauchte.
Er war sowohl für uns als auch für Wolf ein treuer Freund und Weggefährte.
Den man nie ersetzen kann!

Danke für die wundervollen Jahre mit dir, geliebter Freund!
S. Matusczyk
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