Ein Jahr mit einem besonderen Nordischen
Berichte über Nordische gibt es viele, auch wir könnten
Lobeshymnen über die liebenswerten, einzigartigen, usw. und so fort
Eigenschaften unseres bzw. unserer nordischen Mitbewohner schreiben und
natürlich ist unser Hund der intelligenteste, einzigartigste, hübscheste,
tollste und beste Hund überhaupt, daran besteht kein Zweifel.
Dennoch wird der Inhalt des nachfolgenden Berichtes keine Lobeshymne,
sondern etwas anderes: Er beinhaltet die Geschichte unseres nicht ganz
einfachen Anfangs mit unserem ersten Nordischen, den einige vermutlich als
Problemhund bezeichnen würden. Ein Hund, der in seinem Leben
offensichtlich nicht nur positive Erfahrungen gemacht hat und irgendwann
gelernt hat, dass Hund sich durch nach vorne gehen für ihn unangenehmen
oder gar bedrohlichen Situationen entziehen kann. Ein Hund, der zwar
irgendwann mit sehr viel Menschenbezug aufgewachsen ist, wo dann aber
irgendetwas massiv schief gelaufen ist. Leider werden wir die
Vorgeschichte nie herausfinden, da er ein Fundhund war und sämtliche
Recherchen ins Leere gelaufen sind.
Ich möchte mit dem nachfolgenden Bericht denjenigen Mut machen, die
vielleicht auch einen nicht ganz unkomplizierten Vierbeiner bei sich
aufgenommen haben und am Verzweifeln sind. Die sich fragen, ob sie den
Anforderungen gewachsen sind, gerade heutzutage, wo man einerseits
unbedarfte Grabscher der Marke „ohhh, ein Husky“ (und dann ungefragt auf
den Hund zustürmend) handeln muss, andererseits der Hund in jeder
Umweltsituation souverän reagieren muss und das Ganze vor dem Hintergrund
einer Öffentlichkeit, die zunehmend hysterisch mit der Hundehaltung an
sich umgeht.
Deshalb möchte ich auch an genau jene Hundebesitzer appellieren, nicht zu
schnell aufzugeben, sondern sich an der eigenen Nase zu packen, die Ärmel
hochzukrempeln und die Dinge anzugehen. Viele schier unüberwindbar
erscheinenden Probleme sind lösbar und meist liegt das Hauptproblem nicht
beim Vierbeiner, sondern am anderen Ende der Leine: Hier sind WIR gefragt
und sollten das auch anpacken; bei uns hat es sich jedenfalls gelohnt!
Und da das jetzt genug Moralisches war, nachfolgend die Story:
Wie wir zu unserem Nordischen gekommen sind

Tja, wie kommen wir zu einem Nordischen: Faszinierend fand ich sie schon
immer, irgendwann wurde der Wunsch dann konkreter, man bzw. frau hat sich
mal informiert: sportlich sollte der Vierbeiner sein, ein Begleiter beim
Joggen, Biken und vor allem bei Bergaktivitäten. Und winterfest sollte er
auch sein. Alles konnte für einen Nordischen bejaht werden. Ein Welpe
sollte es nicht sein, ein pubertärer Rotzlöffel auch nicht, zu alt wegen
dem Sporteln war auch eher schlecht. Wir landeten dann schnell auf der NfP
Seite im Internet. Hundeerfahrung war (im Nachhinein) betrachtet, bei uns
eher begrenzt vorhanden, mein Lebensgefährte ist mit Hund aufgewachsen,
meinereiner hat mal Nachbarn, etc. beim Gassi gehen ausgeholfen.
Auf der NfP Seite war zu dem Zeitpunkt ein Hilferuf für einen Husky in
einem benachbarten französischen Tierheim, dünn sah er aus, das arme
Kerlchen und kam so gar nicht mit der dortigen Situation zurecht.
Spontan entschlossen wir uns dann an einem Samstag nach Frankreich zu
fahren. Dass ein französisches Tierheim nicht unbedingt deutschen
Standards entspricht, war uns bis dahin nicht klar und wir mussten beim
Anblick erstmal kräftig schlucken. Wir sind dann die Zwinger abgelaufen
auf der Suche nach einem Nordischen, den wir dann auch entdeckt haben,
gerade kräftig rumgiftend mit dem Zwingernachbarn. Während mein
Lebensgefährte bei diesem Anblick am liebsten auf der Stelle kehrt gemacht
hätte, dachte ich mir, dass wir zumindest mal Gassi gehen könnten,
schließlich waren wir ja extra angereist. Die französischen TH-Mitarbeiter
waren zwar sehr überrascht, dass wir ausgerechnet an diesem Hund Interesse
hatten, schließlich schnappte der beim Zurückbringen in den Zwinger auch
mal aus Stress um sich, für uns war (aus menschlicher Sicht) völlig klar,
dass wir dort auch nicht wieder hinwollten. Beim Gassi gehen zeigte der
Vierbeiner erstmal kein Interesse an uns, er wollte nur laufen, laufen,
laufen und zog dabei kräftig an der Leine, nach 20 Minuten wurde dann auch
mal das Leinenende, sprich Wir, registriert.
Für uns stand nach dem Spaziergang fest, den wollen wir und zwar so
schnell wie möglich, da die Verhältnisse ja wirklich nicht so toll waren
und eine längere Verweildauer im Tierheim nicht erstrebenswert erschien.
Die erste Zeit oder wie das „Übel“ begann
Eine knappe Woche später haben wir ihn dann abgeholt, die Heimfahrt
verlief problemlos, bis auf ein Malheur war er gleich stubenrein,
anhänglich, verschmust, draußen etwas aufgeregt und bei anderen Hunden
eher mal proletig aber nichts wahnsinnig spektakuläres.
Als Hundeanfänger wollten wir natürlich so schnell wie möglich eine
Hundeschule besuchen, die wir dann auch flugs nach 10 Tagen aufgesucht
haben.
Sämtliche Kurse verliefen dort parallel, d.h. es waren insgesamt ca. 30
Hunde auf dem Platz. Da unser Vierbeiner schon Grundgehorsam hatte, haben
wir es auf Anraten der Trainerinnen mit dem Familienhundekurs probiert.
Es erübrigt sich zu sagen, dass der Hund völlig aufgedreht war, auf jeden
anderen Hund, der an ihm vorbeigelaufen ist, zuschießen wollte, usw. und
so fort. Gleich beim ersten Mal wurden auch schon Agility-Geräte in die
Stunde mit eingebaut. Bei der Wippe (!) wurde es ihm dann doch zu viel und
er hat (als er nicht runtergelassen wurde) kräftig geknurrt. Die Trainerin
hat dann (sichtbar für ihn) die Fisher-Disks auf ihn geworfen, was sie in
Folge auch gemacht hat, wenn er einen Hund angeknurrt hat. Beim zweiten
Training hat er dann bereits die Trainerinnen beim Vorbeilaufen
angeknurrt, beim dritten Training ebenfalls. Keiner von uns hatte mehr so
richtig Lust hinzugehen, da ein aufgeregtes an der Leine hängendes Etwas
mehr als anstrengend war und man im Kreis der eher phlegmatisch anmutenden
Labbi-Retriever Fraktion auch ziemlich aufgefallen ist. Beim vierten
Training habe ich mich daher erfolgreich gedrückt und meinen
Lebensgefährten hingeschickt. Das Training lief nicht so schlecht an, dann
sollte Herrchen Übungen machen und Hund daneben absitzen. Die Trainerin
hat sich anerboten unseren Hund zu halten, Hund wollte zu Herrchen,
Trainerin hat gehalten und Hund hat sich umgedreht und ist die Trainerin
angegangen. Der Kurs war geschockt, heim gekommen sind zwei völlig mit den
Nerven fertige Mannen. Da in der Schweiz Bissverletzungen meldepflichtig
sind und die Trainerin sicherheitshalber zum Arzt gegangen ist um die
bisher noch nicht vorhandene Tetanusimpfung nachzuholen (?), waren wir
kräftig am Rödeln. Die Unsicherheit war auch allgegenwärtig, da wir diese
Seite bisher nicht kannten. Hatten wir etwa einen gefährlichen Hund???
In etwas desolatem Zustand wurde ein Hilferuf an Birgit abgesendet, die
bis dahin schon mit Rat und Tat jederzeit zur Seite stand und Herr Kern
von der Hundeschule Kern wurde kontaktiert. Ein Einzeltermin wurde
ausgemacht, der Hund vorgestellt. Neben erheblichen Führungsdefiziten bei
den Haltern, sprich uns, fand Herr Kern das Ganze nicht so tragisch, der
Besuch einer GUTEN Hundeschule wäre aber sicher hilfreich.
Daraufhin wurde die nächste Hundeschule ausgetestet, ein Einzeltermin
vereinbart. Hund wurde frei laufen gelassen, während wir uns unterhielten
bzw. die Trainerin auf uns eingeredet hat. Hund hat sich nach einer halben
Stunde fast zu Tode gelangweilt, als mal ein Ball geworfen wurde (Hundi
ist leidenschaftlicher Ballspieler) wurde das lustig kommentiert mit „Ein
Husky, der spielt, wie geil ist das denn“. Zum Ende neigend kam dann ein
Freund hinzu, unser Vierbeiner hat gleich mal die Gelegenheit ergriffen
einen Anpöbelversuch zu starten, schließlich war endlich mal was los. Es
erübrigt sich zu erwähnen, dass wir für diese „Stunde“ den
Problemhundetarif bezahlt haben, effektiv wurde nichts gemacht. Überzeugt
hat uns das Ganze wenig.
Zwischenzeitlich hatte die Skitourensaison angefangen, wir gingen
regelmäßig biken, was alles bestens lief.
Dann stand Weihnachten vor der Tür, meine Mutter hatte sich angekündigt.
Diese war schon einmal am Anfang da gewesen und es gab keinerlei Probleme.
Auch Besuch war bislang nie ein Problem gewesen.
Muttern kam, hatte allerlei dabei, Hund stand an der Türe, Tür ging auf,
zu, Gepäck wurde rein getragen, der enge Gang wurde immer enger.
Irgendwann standen sich dann Hund und Mutter gegenüber und der Vierbeiner
hat mal einen Schnapper Richtung Jacke losgelassen. Wir waren alle total
geschockt, keiner konnte mit der Situation umgehen und meine Mutter reiste
dann nach einem Tag wieder ab, wir komplett verunsichert, Hund ebenfalls
durch den Wind.
Klar war, wir brauchen eine Hundeschule, also einen neuen Versuch
gestartet. Gelandet sind wir bei einer Hundeschule mit 20 jähriger
Hundeerfahrung, die eine Dame zuständig für Verhaltensabklärungen des
Kantons, die andere tätig im Bereich Therapiehundeausbildung.
Hingegangen, geredet, Hund saß recht relaxt daneben und hat einen guten
Eindruck gemacht. Dann sollte ich mal das Leinenführspiel demonstrieren,
das natürlich verbesserungswürdig war. Die eine Dame fragte mich, ob sie
es mir vormachen solle, ich habe noch gezögert und dann gedacht, sie wird
schon wissen, was sie tut. Der Vierbeiner hinterher getänzelt und mal in
die Leine geschnappt. Sie hat losgelassen und sich abgewendet, Hund eine
Runde gedreht und dann auf sie zu, sie immer noch abgedreht aber den Arm
hingehalten und schwups hing das Untier am Ärmel. Reaktion kam keine von
ihr, wir mussten ihn wegziehen. Danach war der Hund vollkommen von der
Rolle. Die betroffene Dame (hatte ebenso wie die letzte Hautabschürfungen
und einen Bluterguß) erklärte uns umgehend, dass sie den Hund an unserer
Stelle einschläfern würde, dem sei nicht zu trauen usw. Wir könnten aber
gerne weiter Einzelstunden nehmen, dann aber nur mit Halti oder Maulkorb.
Weiters ging dann ein Bericht ans Veterinäramt, wo noch mal auf die Gefahr
des Hundes für Mensch und Tier hingewiesen wurde. Den Bericht konnten wir
aufgrund einiger offensichtlich nicht zutreffenden Aussagen und Angaben
nicht akzeptieren und haben dies auch an beiden Stellen mehr als deutlich
kundgetan.
Verunsichert waren wir jetzt noch mehr, mittlerweile war unser Hund
immerhin als gefährlich betitelt worden, von einer drohenden Überprüfung
ganz zu schweigen. Wir fühlten uns schlichtweg überfordert, abgeben
konnten und wollten wir ihn jedoch auch nicht.
Es geht aufwärts
Verzweifelt wurde Herr Kern konsultiert und ein weiterer Termin
ausgemacht. Der wollte dann mal zügig testen, ob, wann und wie das Untier
nach vorne kommt. Herr Kern hat eine ganze Weile gebraucht bis der Versuch
nach vorne gewagt wurde und das Untier ist aufgrund der doch sehr
eindrücklichen und eindeutigen körpersprachlichen Kommunikation von Herrn
Kern zurückgewichen. Damit war klar, wir probieren es, glücklicherweise
hat Herr Kern kurze Zeit später 14-tägig Training in der Schweiz gegeben,
so dass wir im Wechsel einmal die Woche dorthin zur Einzelstunde gingen,
einmal die Woche nach Emmendingen fuhren, wo wir Samstag in einer
Trainingsgruppe mit mehreren Hunden, die bereits einige Kurse durchlaufen
hatten, trainieren konnten.
Anfangs war das ziemlich deprimierend, die Hunde dort schienen perfekt und
vom Niveau unerreichbar und wir bzw. ich schwitzten Blut und Wasser. Doch
wir machten Fortschritte, sukzessive wurden im Einzeltraining
Hundebegegnung, enge Wege und Gegenverkehr u.ä. geübt. Langsam fing das
Training auch an richtig Spaß zu machen.

Das gemeinsame Sporteln lief nach wie vor gut, „Nebenher“ bestieg unser
Vierbeiner mit uns zahlreiche 3000er und auch einen 4000er.
Bislang war er ja auch nie gegen uns gegangen, eine erste Kostprobe
stellte sich ein als er beim Joggen irgendwann auf die Idee kam ein
bisschen Leben in die Sache zu bringen, in die Leine zu schnappen und
Zerrspielchen anzufangen. Meinereiner wollte das ausdiskutieren, etwas zu
langsam und Untier beschloss dann irgendwann die Leine los zu lassen und
stattdessen nach vorne zu kommen. Wer eine Partie Zähne mal auf Höhe des
Gesichts erlebt hat, weiß, dass es durchaus angenehmere Dinge gibt. Ich
hatte nur das Kernsche „nicht nach hinten ausweichen, sondern nach vorne
gehen“ im Hinterkopf. Mit allem Mut der Entschlossenheit also
durchgezogen, Hund ist sofort nach hinten gegangen. Mit wackligen Knien
danach den Trainer angerufen, der das Verhalten bestätigt hat; das Untier
selbst hat übrigens am selben sowie am darauf folgenden Tag das ganze
Repertoire an Beschwichtigungssignalen in meine Richtung ausgesandt,
offensichtlich scheine ich nachhaltig Eindruck hinterlassen zu haben.
Ich hatte das nach vorne gehen bei mir noch 2-3 mal in unterschiedlichen
Situationen; da wir uns jedes Mal in der Mitte getroffen haben, (was Hund
kann, kann Frauchen schon lange), hat Untier daran eher die Lust verloren.
Unsere Bergaktivitäten haben wir trotz der „Schwächen“ des Untiers
fortgesetzt. Im Einzeltraining haben wir die Sicherheit und das „Know-how“
erworben, um häufige Situationen wie enge Stellen mit Gegenverkehr am Berg
oder auch die ab und an erforderliche Nutzung mitunter voller Bergbahnen
souverän (und gefahrlos) handeln zu können.
Eine „Aktion“ sei in diesem Zusammenhang noch erzählt, nämlich das
gemeinsame erste Biwackieren auf dem Gletscher, bislang waren immer nur
Tagestouren oder Touren ab Pension o.ä. durchgeführt worden. Da wir
irgendwann höher hinauf wollten und auf Schweizer Alpenvereinshütten Hunde
nicht erlaubt sind, mussten wir eben aufs Biwackieren zurückgreifen. Dazu
sei erwähnt,
dass es sich um ein Zwei-Mann-Biwackzelt handelt (deutlich
enger als herkömmliche Zwei-Mann-Zelte) und der Vierbeiner ja bekanntlich
nicht auf Enge steht. Das Ganze endete damit, dass Hund natürlich nicht
draußen schlafen wollte, sondern drinnen und jegliche Versuche über seinen
Kopf zu greifen (z.B. zum Zelt zu machen) mit einem Knurrer oder Schnapper
quittiert hat. Solange wir alle schliefen eine akzeptable Situation,
leider muss frau ja auch mal aufs Klo und das Rauskommen über den Hund im
engen Zelt war alles andere als einfach. Auch sind die Temperaturen auf
3000m nachts doch etwas frisch und mit geöffnetem Zelt nicht ganz
angenehm.
Reichlich gerädert wurde nach dieser Erfahrung wieder unser Trainer
konsultiert, auf den lapidaren Kommentar „macht doch einen Maulkorb drauf,
wen er blöd wird, damit er merkt, dass er nichts tun braucht“ hätten wir
uns gerne in das eigene Hinterteil getreten, denn schließlich war der
Mauli wegen der Bahnfahrt ohnehin dabei, nur wir haben an diese Option gar
nicht gedacht. Seit dieser Erfahrung wissen wir übrigens auch, dass unser
Zelt zwei Ein- und Ausgänge hat.

Zwischenzeitlich haben wir das Niveau der Trainingsgruppe erreicht (na
gut, es gibt immer bessere), gehen nach wie vor sehr gerne trainieren und
können den Alltag im Großen und Ganzen souverän meistern. Klar ist, dass
der Vierbeiner geführt werden muss und man bzw. frau in für ihn unsicheren
Situationen klare Ansagen machen muss, diese Situationen zu erkennen und
zu reagieren, funktioniert mittlerweile sehr gut.
Und da wir zwischenzeitlich voll auf den Hund gekommen sind, haben wir uns
langsam nach Haus mit Garten umgeschaut, als wir fündig geworden sind,
dann begann auch die Zweithund Diskussion.

Klar war, kein Welpe, ähnliches Alter und Hund ohne schlechte Erfahrungen,
Geschlecht egal.

Und so kamen wir zu einem Rüden von der NfP, die erste Begegnung der Zwei
unter den Augen unseres Trainers verlief unspektakulär. Der Einzug mehr
oder minder auch, Keilerei gab es nur beim Fressen und bei Spielzeugen,
Dinge die man vermeiden kann.
Zur Hundeschule gehen wir jetzt mit Zweien und deutlich wird dabei wie
weit wir mit unserem Ersthund schon gekommen sind, die Erziehung des
Zweithundes gestaltet sich durchaus anstrengend.
Fazit
Tja, was können wir für ein Fazit nach einen Jahr ziehen:

Wir möchten unseren Vierbeiner nicht missen, er ist und bleibt etwas ganz
Besonderes. Die Anfangszeit war durch die „Events“ sehr stressig und hat
mich mehr Nerven als Abitur, Führerschein und das komplette Studium
gekostet.
Hundeschule ist nicht gleich Hundeschule und sollte sorgfältig gewählt
werden, für gute Trainer lohnt sich auch ein längerer Anfahrtsweg.
Wir haben uns durchgebissen und es hat sich gelohnt: Wir haben einen
anhänglichen verschmusten, sehr lernfähigen Hund, den man zwar führen
muss, der dann aber auch gut handelbar ist.
Ob unser Hund als Problemhund bezeichnet werden konnte oder kann, ich weiß
es nicht, ehrlicher wäre es vermutlich, nicht von Problemhunden sondern
von Problemhaltern zu sprechen, denn hätten wir unseren Hund von Anfang an
konsequent führen können, dann wäre es vermutlich nie zu den benannten
Vorfällen gekommen.
Und wir haben in diesem einen Jahr sehr viel über Hunde und Hundeerziehung
gelernt, was mit einen unproblematischem Hund wohl nie der Fall gewesen
wäre.
Zu guter Letzt möchte ich an dieser Stelle noch mal ein Dankeschön an
unseren Trainer Thomas Kern aussprechen, der uns zu einigermaßen
kompetenten Hundehaltern gemacht hat und uns jederzeit mit Rat und vor
allem Tat zur Seite stand und nach wie vor steht, sowie an Birgit (als
Ansprechpartner der NfP), die quasi eine 24h Notfall-Hotline für uns hatte
und uns so wirklich einmalig unterstützt hat und alle Höhen aber
insbesondere auch die Tiefen mitgemacht hat. Ohne die Beiden hätten wir
mit Sicherheit aufgegeben.
Daher noch mal: Vielen vielen Dank,
Ihr seid klasse!!!
Eva Passarge
Diese interessante Seite einem Freund senden
zurück |