| Der Einsatz von ACE-Hemmern bei der Therapie der
chronischen Niereninsuffizienz
Um Blutdruck, Blutvolumen und Natriumkonzentration im Körper zu
regulieren, spielt das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) eine wichtige
Rolle.
In der Niere wird Renin gebildet. Renin ist ein eiweißspaltendes Enzym
(Protease), welche das aus der Leber stammende Angiotensinogen in
Angiotensin I (AI) umwandelt. AI ist ein Peptid, also eine Verbindung, die
aus mehreren kettenförmig verknüpften Aminosäuren (hier 10, daher
Decapeptid) besteht. Diese inaktive Vorstufe AI wird unter dem Einfluss
des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE) zu Angiotensin II ( Octapeptid, 8
Aminosäuren) umgeformt.
AII hat komplexe und weit reichende Auswirkungen u.a. auf den
Flüssigkeitshaushalt des Körpers, sowie auf den Herzmuskel oder die
Glomerula der Niere. Als Glomerulus bezeichnet man ein kleines Gefäß- oder
Nervenknäuel. In der Regel sind mit dem Begriff die Glomeruli des
Nierengewebes gemeint, die Glomeruli corpusculi renalis. Sie sind ein
wichtiger morphologischer Bestandteil der Nierenkörperchen und für die
Ultrafiltration des Primärharns verantwortlich.
Durch Angiotensin II verengen sich die Blutgefäße und von den Nieren wird
mehr Natrium und Wasser in den Körperkreislauf zurückgeführt. Dadurch
steigt der Blutdruck, das Blutvolumen und die Natriumkonzentration werden
höher.
ACE-Hemmer wirken der Bildung von zu viel aktivem Angiotensin II entgegen.
Die Blutgefässe werden nicht mehr so stark verengt, der Blutdruck sinkt,
Wasser und Kochsalz werden vermehrt über die Nieren mit dem Urin
ausgeschieden. Die Proteinurie, die Eiweißausscheidung über den Urin,
lässt sich durch ACE-Hemmer vermindern. In den Nieren selbst vermindern
die ACE-Hemmer den Druck in den Glomeruli der Nieren, die Überbelastung
der gesunden Nierenanteile nimmt ab, die weitere Nierenschädigung wird
verlangsamt.
Diese interessante Seite einem Freund senden
zurück |