|
Die beim Menschen bekannte Alzheimer-Erkrankung
scheint in ähnlicher Form beim Tier ebenfalls vorzukommen. So untersuchten
Forscher die Gehirne von 19 Katzen im Alter von 16 Wochen bis zu 14
Jahren, von denen 17 bereits zu Lebzeiten unter neurologischen Störungen
gelitten hatten. Mittels chemischer Substanzen konnten sie verschiedene
Proteine einfärben und sichtbar machen. Dabei wiesen sie ein erhöhtes
Aufkommen von bestimmten Eiweißen in Nervenzellen nach, so genannte
Beta-Amyloide, die die Übertragung von Signalen im Gehirn behindern. Bei
sieben Tieren waren diese Ablagerungen in der Hirnrinde weit
fortgeschritten, in zwei anderen Gehirnen fand sich ein Eiweiß in hoher
Konzentration, das den Stoffwechsel der Nervenzellen stört. Beide Eiweiße
kommen auch beim Menschen vor und sind als Faktoren bekannt, die Alzheimer
beeinflussen. Die Forscher werten dies als Beweis dafür, dass bei älteren
Katzen eine dem Alzheimer des Menschen ähnliche Erkrankung existiert. Dazu
würde auch passen, dass rund 28 % der Katzen zwischen 11 und 14 Jahren
verhaltensauffällig sind, bei den Katzen über 15 Jahren sind es sogar 50%.
|