Wildpflanzen, die Hunde gefährden können
| Die hier zusammengestellte Liste
erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, am Ende sind die Pflanzen
aufgelistet, bei denen Vergiftungsfälle bei anderen Tierarten (hauptsächlich
Pferd, Rind, Schaf) belegt sind. Derzeit ist das Potential vieler Pflanzen
noch nicht annähernd untersucht und erforscht. |
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| Toxizitätsgrad | Symbol | Bedeutung | |||||
| schwach giftig | (+) | Vergiftungssymptome erst nach Aufnahme massiver Pflanzenmengen. | |||||
| giftig | + | Klinische Störungen nach Aufnahme großer Pflanzenmengen. | |||||
| stark giftig | ++ | Vergiftungsanzeichen nach Aufnahme kleiner Pflanzenmengen. | |||||
| sehr stark giftig | +++ | Gefährdung schon nach Aufnahme geringer Pflanzenmengen. | |||||
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Bezeichnung |
Familie |
Toxi-zitäts-grad |
Giftige Pflanzenteile |
Wirkstoff |
Wirkungsweise |
Symptome |
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giftig |
am giftigsten |
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| Adonisröschen (Frühlings-Adonisröschen, Teufelsauge, Falsche fenchelblättrige Nieswurz, Frühlingsteufelsauge) (Adonis vernalis) | Hahnenfuss- gewächse |
+ + | gesamt |
Herzwirksame Steroidglycoside (Adonitoxin, Cymarin und andere vom Cardenolid-Typ) |
Reizung innerhalb des Magen-Darm-Traktes, nach Resorption digitalisähnliche Wirkung | Erbrechen, Kolik, eventuell Herzarrhythmien | |
| Eiche (Stieleiche; Sommereiche) | Fagaceae, Buchengewächse | ++ | Früchte, Blätter, Rinde, Knospen | Catechin-Gerbstoffe (Tannine), können im Verdauungstrakt in Gallussäure und dieses in Pyrogallol umgewandelt werden | Tannine beeinträchtigen die Verdauung und Aufnahme der Nährstoffe. Pyrogallol wirkt hämolysierend (zerstörend auf die roten Blutkörperchen), außerdem werden Niere und Leber geschädigt. | Apathie,
Appetitlosigkeit, Verstopfung, dann Durchfall, Gelbsucht, Blut im Urin, Oedeme,
Atemnot und Körperschwäche, Nierenversagen |
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| Gewöhnliche Akelei (Gemeine Akelei) (Aquilegia vulgaris) | Hahnenfuss- gewächse |
+ | gesamt | Samen | Glycosid | nicht umkehrbare, sich negativ auf den Herzmuskel auswirkend mit sekundär blutdrucksenkendem Effekt. Starke örtliche Reizwirkung, nach Resorption initial Erregung, dann Lähmung des ZNS | Durchfall, Atembeschwerden, Verengung der Pupille |
| Gefleckter Aronstab (Gefleckter Aron, Aronskraut, Eselsohren, Kalbsfuss, Johannishaupt, Deutscher wilder Ingwer, Chindlichrut, Ronechrut, Trommelschlägel) (Arum maculatum) | Aaronstab- gewächse |
+ + + | gesamt | Glykosid (Arin), ätherisches öl, Alkaloid (Aroin), Saponin (Aronin), Nitril-Glykosid, Oxalatkristalle | nicht umkehrbare, sich negativ auf den Herzmuskel auswirkend mit sekundär blutdrucksenkendem Effekt. Starke örtliche Reizwirkung, nach Resorption initial Erregung, dann Lähmung des ZNS | plötzlicher Kraftverlust des Herzens, Blutdrucksenkung, Abnahme der Herzkontraktilität, kardiovaskuläre Störungen, Atemnot weitere Bezeichnungen der Pflanze: Kleine Natterwurz, Kuhwurz, Zehrwurz, Fresswurz, Magenwurz, Fieberwurz, Veronikenwurz, Pfaffenpint, Pfaffenblut, | |
| Bärlauch (Waldknoblauch, Wilder Knoblauch) (Allium ursinum) | Lilien- gewächse |
+ bis + + | Frucht | Alliin (S-Allyl-Cystein-Sulfoxid),
das bei Beschädigung der Pflanze enzymatisch in Allicin umgewandelt wird, Diallyldisulfid, Diallyltrisulfid, Diallyltetrasulfid |
das Hämoglobin wird negativ beeinflusst, ein Mangel an roten Blutkörperchen entsteht | Erbrechen, starker Erbrechen, Durchfall, Schwäche, beschleunigte Atemfrequenz, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag, Anämie, Gelbsucht, Ausscheiden des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin über den Urin | |
| Berberitze (Sauerdorn, Saurach, Essigdorn, Beisselbeere, Weinzäpfchen, Weinschädling, Erbshofen) (Berberis vulgaris) | Sauerdorn- gewächse |
(+) | gesamt (bis auf Beeren) |
Wurzel | Berberin (Isoquinolin-Alkaloid) Oxyacanthin, Berberrubin, Berbamin, Jatrorrhizin, Columbamin, Palmatin, Isotetrandrin | nicht bekannt, aber keine Alkaloide in Fruchtfleisch und Samen | Erbrechen, Durchfall, Nierenschädigung |
| Bilsenkraut (schwarzes Bilsen-kraut, Schlafkaut, Zigeunerkraut, Hühnertod) (Hyoscyamus niger) | Nachtschatten- gewächse |
+ + + | gesamt | Wurzeln, Samen | L-Hyoscyamin, Scopolamin, Atropin (D,L-Hyoscyamin) | Atropin wirkt in hohen Dosen zentral erregend | Vergiftungen bei Tieren selten, Unruhe, Atemnot, Herzrhythmusstörungen bei zu schnellem Herzschlag, erweiterte Pupillen |
| Gemeiner Buchsbaum (Immergrüner Buchsbaum, Buchs, Beetzaun, Grabkraut, Palm) (Buxus sempervirens) | Buchsbaum- gewächse |
+ + | gesamt | Alkaloidgemisch, vor allem Buxin (Cyclobuxin), auch Buxanin, Buxatin, Buxandrin und andere. | Alkaloide wirken zuerst erregend, dann lähmend und blutdrucksenkend, einige wirken sogar zellgiftig. | Erbrechen, starker Durchfall, zum Teil blutig, Bauchschmerzen, Dehydratation, Kollaps, Störung der Bewegungskoordination, Schwindel, Schüttelkrämpfe, Schluckbeschwerden wegen oropharyngealer Lähmung, Koma, Tod durch Atemlähmung | |
| Buschwindröschen (Anemone, Augenwurz, Luck, Lickt, Waldröschen, Waldanemone, Waldteppich, Weiße Windblume, Weiße Märzblume, ) (Anemone nemorosa) | Hahnenfuss- gewächse |
+ | gesamt | Glycosid Ranunculin, Saponine vom Triterpentyp | Aus dem ungiftigen Ranunculin entsteht - nach Welken oder Verletzen der Pflanze - das toxische Protoanemonin | Reizung der Schleimhaut von Maul und Verdauungstrakt, Schädigung der Niere beim Ausscheiden weitere Bezeichnungen der Pflanze: Weiße Aprilblume, Weißes Buschveilchen, Waldhähnchen, Wasserhähnchen, Wittögschen, Windröschen | |
| Butterblume (Gift-Hahnenfuss, scharfer Hahnenfuss, knolliger Hahnenfuss) (Ranunculus spp.) | Hahnenfuss- gewächse |
(+) bis + | gesamt | Anemonin, Protoanemonin | Reizung der Schleimhaut von Maul und Verdauungstrakt, Schädigung der Niere beim Ausscheiden | keine Symptome bis leichte Magen-Darm-Beschwerden | |
| Christrose (Nieswurz, schwarze Christrose, Schneerose) (Helleborus niger) | Hahnenfuss- gewächse |
+ + | gesamt | Saponingemisch Helleborin, Ranunculoside | Herzglycoside wie in anderen Helleborus-Arten sollen nicht vorkommen. Protoanemonin: Reizung der Schleimhaut von Maul und Verdauungstrakt, Schädigung der Niere beim Ausscheiden | vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Kolik, Erweiterung der Pupille, zentralnervöse Erregung, Lähmung | |
| Drachenbaum (Dracäne, Drachenlilie) (Dracaena ) | Drachenbaum-gewächse | + | gesamt | Saponine | nicht bekannt | lokale Reizung, Magen-Darm-Beschwerden | |
| Drachenwurz (Schlangenkraut, Schweinsohr, Schweinekraut, Schlangenwurzel) (Calla palustris) | Aronstab- gewächse |
+ | gesamt |
Blätter, Beeren | Oxalatkristalle und wahrscheinlich ähnliche Inhaltsstoffe wie der gefleckte Aronstab | Lokale Reizung durch die Oxalatkristalle | vermehrter Speichelfluss, Maulschleimhautläsionen, Magen-Darm-Beschwerden |
| Eibe (gemeine Eibe, Taxus, Ibe, Ife, Bogenbaum, Ifenbaum, Roteibe, Taxusbaum) (Taxus baccata) | Eiben- gewächse |
+ + + | gesamt (bis auf roten Samenmantel) | Nadeln | Alkaloidgemisch Taxin (Taxin A, B, C u.a.), etwas cyanogenes Glycosid (10-40 mg/kg) Taxicatin, Millosin, Ameisensäure | Alkaloide verursachen Herz-Kreislauf und ZNS-Störungen (initial erregend, dann lähmend), Taxin führt zu Lähmung des Atemzentrums und zu Herzlähmung | Erbrechen, Unruhe, Durchfall, beschleunigter, dann verlangsamter Herzschlag, Atemnot, Erweiterung der Pupille, Störung der Bewegungskoordination, Nierenentzündung, Leberversagen, Atemlähmung plötzliche Todesfälle beim Hund sind beschrieben, tödliche Dosis etwa 30 g Nadeln/Hund |
| vierblättrige Einbeere (Einbeere, Wolfsbeere, Sauauge) (Paris quadrifolia) | Einbeeren- gewächse |
+ + + | gesamt | Beeren, Wurzeln | Steroidsaponine (Paridin, Paristyphnin) | Saponine wirken örtlich reizend | Erbrechen, Durchfall, Lähmungen |
| Blauer Eisenhut (Fuchswurz, Giftkraut, Mönchskappe, Sturmhut, Tübeli, Wolfskraut, Venuswagen) (Aconitum napellus) | Hahnenfuss- gewächse |
+ + + | gesamt | Wurzel, Samen | Tetra- bzw. pentacyclische Diterpenalkaloide | Rasche Resorption über Schleimhäute bzw. Magen-Darm-Trakt, aber auch durch intakte Haut. Aconitin bindet an Natriumkanäle, wirkt auf das Zentrale Nervensystem und verursacht Herz-Arrhythmien. | 2-5 g der getrockneten Wurzelknolle reichen als tödliche Dosis für einen Hund. Bereits kurz nach Aufnahme vermehrter Speichelfluss, Sensibilitätsstörungen, Kälteempfinden, Erbrechen, Erregung, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe, Durchfall, Kolik, ZNS-Symptome, Zungen-Lähmung, Kreislauf- und Atemlähmung |
| Fingerhut (Großblütiger Fingerhut = Digitalis ambigua, Digitalis grandiflora) (Gelber Fingerhut = Digitalis lutea) | + + + | gesamt | Samen, Blätter | Primärglycoside: herzaktive Glycoside (Purpureaglycosid A, B u.a.); Sekundärglycoside: Gitoxin, Digitoxin; durch weitere Zuckerabspaltung Aglycone (Genuine), Digitoxigenin, Gitoxigenin; Steroidsaponine: Digitonin, Gitonin u.a.; Gerbstoffe, Flavonderivate und andere Stoffe. | Nach toxischen Dosen von Herzglycosiden treten Extrasystolen und Vorhofflimmern auf, Saponine wirken lokal reizend. | Erbrechen, blutig-wässriger Durchfall, Dyspnoe, Benommenheit, verlangsamte Herztätigkeit, später laute Herztöne, Herzrhythmusstörungen, Taumeln, Tremor, Konvulsionen. Schließlich Tod durch Herzstillstand | |
| Fingerhut (roter Fingerhut, Purpur-Fingerhut, Handschuhkraut, Potschen, Waldglocke, Waldschelle) (Digitalis purpurea) | + + + | gesamt | Primärglycoside: herzaktive Glycoside (Purpureaglycosid A, B u.a.); Sekundärglycoside: Gitoxin, Digitoxin; durch weitere Zuckerabspaltung Aglycone (Genuine), Digitoxigenin, Gitoxigenin; Steroidsaponine: Digitonin, Gitonin u.a.; Gerbstoffe, Flavonderivate und andere Stoffe. | Nach toxischen Dosen von Herzglycosiden treten Extrasystolen und Vorhofflimmern auf, Saponine wirken lokal reizend. | Erbrechen, blutig-wässriger Durchfall, Dyspnoe, Benommenheit, verlangsamte Herztätigkeit, später laute Herztöne, Herzrhythmusstörungen, Taumeln, Tremor, Konvulsionen. Schließlich Tod durch Herzstillstand | ||
| Flieder (Gemeiner Flieder, Türkischer Flieder, Spanischer Flieder, Gemeine Syringe, Lilac) (Syringa vulgaris) | ölbaum-gewächse | (+) | gesamt | Syringopicrin, Glycosid Syringin | Erbrechen, Durchfall, Kreislaufprobleme | ||
| Ginster, gemeiner Besenginster (Besenstrauch, Gelbe Scharte, Witschen, Grünling, ) (Sarothamnus scoparius, Cytisus scoparius) | Schmetter-lingsblütler | (+) | gesamt | Spartein (Chinolizidin-Alkaloid), daneben Lupanin, Hydroxilupanin | Spartein wirkt in kleinen Dosen zentral erregend, in größeren lähmend weitere Bezeichnungen der Pflanze: Gilbkraut, Mägdebusch, Hasengeil, Brem, Grinitsch, Kohlheide, Kühnschoten, Grünspan, Frauenschüchel | Erbrechen, Durchfall, paralytischer Darmverschluss, Erregung, Paralyse, Herzrhythmusstörungen mit verlangsamtem Herzschlag, Bewusstlosigkeit - Vergiftungsfälle vor allem bei Schafen registriert | |
| Heckenkirsche (gemeine Heckenkirsche, rote Heckenkirsche, gemeines Geissblatt, Hundskirsche) (Lonicera xylosteum) | Geissblatt-gewächse | + | Beeren | Bitterstoff Xylostein, Saponin, Spuren von Alkaloiden und cyanogenen Glycosiden | lokale Reizung weitere ebenfalls giftige Arten: Lonicera nigra (schwarze Heckenkirsche) Lonicera periclymenum (Wald-Heckenkirsche) | noch keine gesicherten Erkenntnisse, vermutet wird, dass die Giftigkeit der Beeren stark schwankt. Verzeichnet wurden vor allem beim Kaninchen Kolik, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag, nach größeren Mengen Apathie, Herz-Kreislauf-Störungen, Fieber, Krämpfe | |
| Herbstzeitlose (Zeitlose, Giftkrokus, Herbstblume, Herbstlilie, Hundshode, Nackte Jungfer, Spinnblume, Uchtblume, Lichtblume, Michelwurz, Winterhauch, Wiesensafran) (Colchicum autumnale) | Lilien- gewächse |
+ + + | gesamt | Knolle, Samen | über 20 Alkaloide, Hauptwirkstoffe Colchicin, Colchicein, Colchicosid, Demecolcin | Im Magen-Darm-Trakt führt Colchicin nach oxydativer Umsetzung zu schweren Reizungen der Schleimhäute. Ferner kommt es zu Störungen der Zellteilung, betroffen vor allem Knochenmark und Darmepithel. Das Toxin passiert die Blut-Hirn-Schranke und wirkt erst erregend, dann lähmend. | Symptome zeigen sich 2-48 h nach Aufnahme: Kolik, erhöhter Speichelfluss, Teilnahmslosigkeit, schwankender Gang, Zähneknirschen, Erbrechen, gelblich-brauner, grünlich-schleimiger oder blutiger Durchfall, erhöhte Harnausscheidung, Blut im Urin, Kreislaufstörungen bis Kollaps, später Verminderung der Harnmenge , Hypothermie, Paralyse; Tod kann nach 1-3 (bis 7) tägiger Dauer durch Atemlähmung eintreten |
| Holunder (Zwergholunder; Sambucus ebulus) (Schwarzer Holunder) (S. nigra) (Roter Holunder, Traubenholunder, Bergholunder) (S. racemosa) | Geissblatt-gewächse | (+) | Blätter, unreife Früchte, frische Rinde | Cyanogene Glycoside: vor allem Sambunigrin, zusätzlich Chlorogensäure in den Früchten, Saponine | Durch enzymatische Spaltung in der Pflanze (in abgefallenen oder mechanisch beschädigten Blättern) oder im Magen wird Blausäure freigesetzt. Blausäure blockiert die Atmungskette, die Folgen sind Gewebsanoxie und Krämpfe. Der Tod tritt durch Atemlähmung ein. | Erbrechen, Durchfall, bei Aufnahme großer Mengen Atemnot, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag, Zittern, Störung der Bewegungskoordination, Krämpfe bezüglich Giftigkeit der reifen Beeren sind in der Literatur widersprüchliche Angaben zu finden | |
| Gemeine Hundspetersilie (Tollpetersilie, Gartenschierling, Hunds-Gleisse, Garten-Gleisse, Hunds-Peterlein, Glanz-Peterlein, Tolle Petersilie, Kleiner Schierling, Faule Grethe) (Aethusa cynapium) | Dolden- blütler |
+ + + |
gesamt | Polyingemisch mit Aethusin, weiterhin Aethusanol A, Aethusanol B vom Polyacetylentyp, etwas Coniin | zentral wirkendes Krampfgift - Pflanze wird wegen des unangenehmen Geruchs von Tieren selten aufgenommen | Brennen in Maul und Rachen, vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Kolik, Durchfall, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag, Erweiterung der Pupille, Krämpfe, progressive Paralyse, Bewusstseinsstörung, zuletzt Atemlähmung | |
| Kornrade (Agrostemma githago) | Nelken-gewächse | + + | gesamt | Saponin Githagin, Aglucon Githagenin, Agrostemmasäure | Lokale Reizung, nach übergang in Blutkreislauf Wirkung auf ZNS und Herzmuskel, außerdem Zerstörung der roten Blutkörperchen | Inappetenz mit verstärktem Durst, Schluckbeschwerden, vermehrter Speichelfluss, Entzündung der Maulschleimhaut, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Zittern, Inkoordination, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag, Herzschwäche, zuletzt Kreislaufversagen und Atemlähmung | |
| Krokus (Frühlings-Krokus, Frühlings-Safran) (Crocus vernus) | Schwertlilien-gewächse | + | gesamt | Stigmata croci: Crocin (Farbstoff) und Picrocrocin (Saffranbitter). In der Knolle: Saponin | Picrocrocin zerfällt in Safranal (Duftstoff). Die Giftwirkung wird hauptsächlich dem Safranal zugeordnet. Führt zu einer Verminderung der Thrombozyten im Blut und Harnvergiftung | ZNS-Symptome, zunächst Erregung, dann Dämpfung bis zur Atemlähmung, motorische Lähmungen | |
| Liguster (Rainweide, Tintenbeere) (Ligustrum vulgare) | ölbaum-gewächse | + | Blätter, Beeren, Rinde |
Seco-Iridoid-Bitterstoffe (Ligustrosid, Oleuropein), Gerbstoffe | Vergiftungen bisher nur bei Rind, Schaf und Pferd wissenschaftlich belegt | ||
| Maiglöckchen (Maiblume, Maischelle, Marienglöckchen, Marienblume, Tal-Lilie, Gras-Lilie, Chaldron, Niesekraut, Schillerlilie, Springauf, Zaucken, Zautschen) (Convallaria majalis) | Lilien- gewächse |
+ + | gesamt | Blüten, Frucht | Convallatoxin, Convallosid, Convallamarin (Herzglycoside); Convallarin, Convallarinsäure (Saponine); Azetidin-Carbonsäure (toxische Aminosäure) | Herzglycoside wirken Digitalis-ähnlich, die Saponine lokal stark reizend und abführend | Benommenheit mit abnormer Schläfrigkeit, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, verlangsamter Herzschlag, Atembeschwerden, Krämpfe, Tod durch Herzstillstand |
| Mistel (Drudenfuss, Hexenbesen, Donnerbesen) (Viscum album) | Mistel- gewächse |
(+) bis + | gesamt | Viscotoxine (Polypeptide), Viscumin (Lectine) | Giftigkeit ist von der Wirtspflanze abhängig Lokale Reizung, nach Resorption cardiale und zentralnervöse Störungen | vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, krankhafte Vermehrung der
Harnmenge, Unterkühlung, Störung der Bewegungskoordination, erweiterte Pupille, überempfindlichkeit für Berührungsreize, Muskelzuckungen, Todesfälle |
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| bittersüßer Nachtschatten, Bittersüss (Solanum dulcamara) | Nachtschatten-gewächse | + + | gesamt | unreife, grüne Beeren | Alkaloidgemisch mit Solanidin, Soladulcin, Solamarin, Soladulcamaridin, Soladulcidin, Solamargin, Solasodin, Tomatidin | Alkaloidgehalt der Beeren nimmt mit der Reife ab, reife Beeren sind praktisch ungiftig, Schleimhautreizung, nach Resorption Zerstörung der roten Blutkörperchen, zentrale Erregung gefolgt von Lähmung, Nierenschädigung bei der Ausscheidung, Atemlähmung | vermehrter Speichelfluss, Entzündung der Mundschleimhaut , Kolik, Erbrechen, Durchfall, Depression, Inkoordination, Herzstillstand |
| schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum) | Nachtschatten-gewächse | + + | gesamt | unreife, grüne Beeren | Alkaloidgemisch mit den Hauptkomponenten Solanin, Solasodin, Solamargin, Solanigrin | über die Giftigkeit der reifen Beeren sind die Literaturangaben widersprüchlich - Schleimhautreizung, nach Resorption Zerstörung der roten Blutkörperchen, zentrale Erregung gefolgt von Lähmung, Nierenschädigung bei der Ausscheidung, Atemlähmung | Erbrechen und Durchfall wegen Reizung des Magen-Darm-Traktes, Hautausschläge, Lähmungen und Tod durch Herzstillstand |
| Nesselschön (Paradiesnessel, Katzenschwanz) (Acalypha hispida) | Wolfsmilch-gewächse | + | Milchsaft | Diterpenester | Entzündungen innerhalb des Magen-Darm-Traktes | ||
| grüner Nieswurz (Helleborus viridis) | Hahnenfuss-gewächse | +++ | gesamt | Helleborin (Saponingemisch), Ranunculoside, Hellebrin | Ranunculoside (Protoanemonin): Reizung der Schleimhaut von Maul und
Gastrointestinaltrakt, Schädigung der Niere beim Ausscheiden. Hellebrin: herztoxisch |
übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Engstellung der Pupille; in Einzelfällen Fieber und ev. vermehrter Speichelfluss. Bei sehr großen Mengen Lähmungserscheinungen und Kollaps möglich | |
| Schwarznussbaum (Juglans nigra) | Walnuss-gewächse | (+) bis ++ | Frucht-schalen, Kernholz | Pilztoxine: Tremorgene (Penitrem A, Roquefortin C) | Fruchtschalen (beherbergen toxinbildenden Pilz), Kernholz (Sägemehl) | vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Kolik, erweiterte Pupillen, zentralnervöse Erregung, Lähmung, digitalisähnliche Herzwirkung (verlangsamter Herzschlag, Herzrhythmusstörungen), Herzstillstand | |
| Nieswurz (stinkender Nieswurz) (Helleborus foetidus) | Hahnenfuss-gewächse | + + | gesamt | Helleborin (Saponingemisch), Ranunculoside, Hellebrin | Ranunculoside (Protoanemonin): Reizung der Schleimhaut von Maul und
Gastrointestinaltrakt, Schädigung der Niere beim Ausscheiden. Hellebrin: herztoxisch |
vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Kolik, erweiterte Pupillen, zentralnervöse Erregung, Lähmung, Herzrhythmusstörungen bei beschleunigtem Herzschlag | |
| weißer Nieswurz, weißer Germer (Veratrum album) | Lilien- gewächse |
+ + + | gesamt | Steroid- oder steroidähnliche Alkaloide: Protoveratrin A und B, Germerin | Blutdrucksenkung durch Herabsetzung des peripheren Gefäßwiderstands, digitalisähnliche Wirkung am Herzen | vermehrter Speichelfluss, Kolik, Durchfall, Unterkühlung, niedriger Blutdruck, verlangsamter Herzschlag, langsame Atmung, Krämpfe, Lähmung | |
| Pfaffenhut (Pfaffenhütchen, Pfaffenkäpplein, Pfaffenröschen, Spindelbaum, gemeiner; Spindelstrauch, Spillbaum) (Eunymus europaeus) | Spindelbaum- gewächse |
+ + | gesamt | Früchte | Steroidglycoside vom Cardenolid-Typ (Evonosid, Evobiosid, Evomonosid), Alkaloid (Evonin), Lectine, Triterpene | Lokal stark reizend, nach Resorption Kreislaufstörungen und Krämpfe | Erbrechen, Durchfall, Kolik, Krämpfe, Kreislaufstörungen gleiche Wirkweise: Japanisches Pfaffenhütchen, Euonymus japonica) |
| Riesenbärenklau (Herkuleskraut, Herkulesstaude) (Heracleum mantegazzianum, Heracleum sphondylium) | Dolden-gewächse | + bei Aufnahme | gesamt | Saft | Furocoumarine | Furocoumarine lagern sich in die DNA-Doppelhelix ein und die UVA-Strahlung im Sonnenlicht führt dann zur Auslösung von chemischen Prozessen, die die Zelle schädigen. | Kontaktdermatitis (Sonnenlicht verstärkt die Symptome), optisch wie ein heftiger Sonnenbrand mit Blasenbildung, Abheilung jedoch langwierig; nach Aufnahme: Entzündung der Maulschleimhaut mit Schleimhautnekrose |
| Rittersporn (Delphinium consolida, Delphinium elatum) | Hahnenfuss-gewächse | + bis +++ | gesamt | Samen | Diterpenoidalka-loide: Delphinin, Methyllycaconitin, Delphisin, Delphi-noidin, Delcosin, Delsonin, Lycoctonin, Elatine u.a. | Lokal: starke Entzündung. Delphinin ist ein Neurotoxin, Methyllycaconitin ist ein neuromuskuläres Gift und führt zu Muskellähmungen. | Unruhe, Muskelzuckungen, Gefahr der Atemlähmung |
| Röhrige Rebendolde (Röhrige Pferdesaat) (Oenanthe fistulosa) | Dolden-gewächse | + + | gesamt | unreife Früchte, grüne Samen-schalen | Oenanthotoxin | Krampfgift | vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Kolik, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag |
| Rosskastanie (Drusenkesten, Gichtbaum) (Aesculus hippocastanum) | Rosskastanien-gewächse | + + | gesamt | unreife Früchte, grüne Samen-schalen | Saponine (Aescin, Aescigenin), Coumarin-Glycoside (Aesculin, Aesculetin), Flavonole (Quercetin), Proanthocyanidine | Schleimhautreizung; große Aescin-Mengen führen zur Zerstörung der roten Blutkörperchen | Angst, Unruhe, Erbrechen, Kolik, Durchfall, Durst, Mydriasis, Muskelzuckungen, Bewusstseinsstörungen, eventuell Koma, Tod |
| Sadebaum (Stink-Wacholder, Giftwacholder, Sadel, Sevibaum, Segelbaum, Siebenbaum, Rossschwanz, Kindermord) (Juniperus sabina) | Zypressen-gewächse | +++ | gesamt | Zweig-spitzen | ätherische öle: Sabinen, Sabinyl-acetat, Sabinol, zyklische Monoterpene, harzartige Verbindungen, Gerbstoffe, Bitterstoffglycosid Pinipicrin | Reizung von Haut (Blasenbildung, Nekrosen), Schleimhäuten und Niere, Resorption über intakte Haut möglich | vermehrter Speichelfluss, Magen-Darm-Beschwerden, schmerzhafter Harndrang, Zittern, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag, Atemnot, Unterkühlung, Paralyse, Tod |
| Scharbockskraut (Feigwurz) (Ficaria verna, Ranunculus ficaria) | Hahnenfuss-gewächse | + | gesamt | Wurzel-stock, Brut-knöllchen | Protoanemonin | Reizung der Schleimhaut von Maul und Verdauungstrakt, Schädigung der Niere beim Ausscheiden | In der Regel keine Symptome bis leichte Magen-Darm-Beschwerden |
| Scheinzypressen-Arten (Chamaecyparis spp.) | Zypressen-gewächse | + | gesamt | Sabinen, Thujen, Pinen und weitere Terpene | Magen-Darm-Beschwerden, Krämpfe, Leber- und Nierenschädigung | ||
| Schierling (gefleckter; Fleckschierling, Wiener-Schierling, Erd-Schierling, Apotheker-Schierling, Becherkraut, Wütherich, Berstekraut, Ziegenkraut, Dollkraut, Bangenkraut, Vogeltod, Kälberkern, Teufels-Peterlein, Katzen-Peterlein, Karussellpflanze, Mäusedolde) (Conium maculatum) | Dolden- blütler |
+ + + | gesamt | Hauptalkaloide: Coniin, gamma-Conicein, Nebenalkaloide: Conhydrin, Pseudoconhydrin, Methylconiin | Schnelle und leichte Aufnahme durch die Schleimhäute und auch durch die unverletzte Haut. Blockierung der spinalen Reflexe im Rückenmark, dann Nikotin-ähnliche Wirkung. In größerer Dosis Tod durch Ersticken infolge absinkenden Sauerstoffgehalts nach Paralyse des N. phrenicus oder des Atemzentrums. | Auftreten der ersten Symptome nach 20-30 Minuten: Unruhe, Muskelschwäche, Inkoordination, vermehrter Speichelfluss, Tränensekretion, vergrößerte Pupillen, Atemnot, bläulich-verfärbte Schleimhäute, Erregung gefolgt von Depression, vermehrter Harnausscheidung, Brech-Durchfall, Kolik, Puls erst verlangsamt, dann beschleunigt, progressive Paralyse, je nach Dosis Erholung oder Tod durch Ersticken. Ca. 8 Stunden nach Aufnahme des Coniins ekelhafter, mäuseharnartiger Geruch von Ausatmungsluft und Harn. | |
| Schneeball (gemeiner Schneeball) (Viburnum opulus) (wolliger Schneeball) (Viburnum lantana) | Geissblatt-gewächse | + | Rinde, Blätter |
Viburnin, α- und β-Amyrin (Oxalate), Glycoside | über die Giftigkeit der Beeren finden sich in der Literatur widersprüchliche Angaben, lokale Reizung | Erbrechen, Durchfall | |
| Schneebeere (Knackbeere, Knallerbse) (Symphoricarpos albus) | Geissblatt-gewächse | + | Beeren | Saponine | lokale Reizung | Erbrechen, Durchfall | |
| Schwarznussbaum (Juglans nigra) | Walnuss-gewächse | (+) bis ++ | Fruchtschalen, Kernholz | Pilztoxine: Tremorgene (Penitrem A, Roquefortin C) | Fruchtschalen (beherbergen toxinbildenden Pilz), Kernholz (Sägemehl) | Erbrechen, epileptiforme Anfälle, Zittern, tonisch-klonische Krämpfe (Versteifung der Gliedmassen und anschließend symmetrische Zuckungen) | |
| Weiße Seerose (Nymphaea alba) | Seerosen-gewächse | + | gesamt | Nupharin (Alkaloid), Nymphalin (Glykosid), möglicherweise weitere | Erregung des zentralen Nervensystems, herzaktiv durch das Gykosid | Erregungszustände, Atemlähmung | |
| Seidelbast (Gemeiner Seidelbast, Gemeiner Kellerhals, Beissbeere, Deutscher Pfeffer, Deutscher Bergpfeffer, Alpenflieder) (Daphne mezereum) | Seidelbast-gewächse | + + + | gesamt | Samen, Rinde | Mezerein (Samen) Daphnetoxin (Rinde), Harz und ätherische öle, Daphnin (Coumarin-Glycosid). | Resorption erfolgt vor allem durch orale Aufnahme, kann aber auch durch intakte Haut erfolgen. Mezerein wirkt lokal stark reizend und führt auf Haut und Schleimhäuten zu Entzündung und Blasenbildung. Nach Resorption kommt es zu Schädigung von Nieren, ZNS und Kreislauf. Daphnetoxin wirkt auch krebserregend. | Fieber, Erbrechen, vermehrter Speichelfluss, Schluckbeschwerden, Krämpfe, blutiger Durchfall, Blutungen, Paralyse, Fieber, blutiger Harn, Schock, Kreislaufkollaps (weitere Bezeichnungen der Pflanze: Pfefferstrauch, Kellersalz, Zindelbast, Wolfsbast, Läusekraut, Scheisslorbeere, Brennwurz, Rochbeere, Ziegling, Thymelär, Damar, Zeiland) |
| Gemeiner Stechapfel (Asthmakraut, Donnerkugel, Dornkraut, Teufelsapfel, Tollkraut) (Datura stramonium) | Nachtschatten-gewächse | + + + | gesamt | Wurzel, Samen | L-Hyoscyamin, Atropin (D,L-Hyoscyamin), Scopolamin | Hyoscyamin wirkt in hohen Dosen zentral erregend | Unruhe, Inkoordination, Krämpfe, Paralyse, Sehstörungen, Benommenheit |
| Stechpalme (Hülse, Hülsdorn, Stachelpalme, Stechhülse, Stecheiche, Christdorn) (Ilex aquifolium) | Stechpalmen-gewächse | + + | rote Beeren, Blätter | Purin-Alkaloide (Ilicin, Ilixanthin), Rutin, Ursolsäure, Theobromin, α-Amyrin, β-Amyrin, Bauerenol, Uvaol, Triterpene, Saponine, Tannin, Farbstoffe, unbekannte Giftstoffe | Früchte haben Erbrechen auslösende und abführende Wirkung | Brechreiz, Erbrechen, Durchfall, Benommenheit mit abnormer Schläfrigkeit | |
| Stephanskraut (Läusesamen) (Delphinium staphisagria) | Hahnenfuss-gewächse | + + + | Samen (Ste-phans-körner) | Unruhe, Muskelzuckungen, Gefahr der Atemlähmung | |||
| Thuja (abendländischer Lebensbaum, Friedhofsbaum, Lebenszaun, Hecken-Thuja) (Thuja occidentalis) | Zypressen-gewächse | + + + | gesamt | Blätter | ätherisches öl, die Monoterpene Thujon, Fenchon, Sabinen u.a. sowie das Monoterpen Terpineol-4, Bitterstoffe, Gerbstoffe | Reizung von Haut, Schleimhäuten und Niere | Gastroenteritis, Krämpfe, Leber- und Nierenschädigung (bisher nur bei Pferden und Rindern beschrieben) |
| Tollkirsche (Tollkraut, Schwarze Tollkirsche, Wolfskirsche, Teufelskirsche, Taumelstrauch) (Atropa bella-donna) | Nachtschatten-gewächse | + + + | gesamt | L-Hyoscyamin, Atropin (D,L-Hyoscyamin), Scopolamin und andere Tropanalkaloide | Atropin wirkt in hohen Dosen zentral erregend weitere Bezeichnungen der Pflanze: Schwindelkirsche, Tollbeere, Irrbeere, Saukraut, Schönmädchen, Rasewurz, Wutbeere, | beschleunigte Atemfrequenz, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag, Erregung, Tobsucht, Durst, trockene Schleimhäute, Verstopfung, Erweiterung der Pupille, Paralyse, Tod durch Atemlähmung möglich | |
| Wacholder (Juniperus communis) | Zypressen-gewächse | (+) | Beeren | ätherisches öl mit Pinen, Myrcen, Sabinen, andere Monoterpene | bei sehr großen Dosen Reizung der Niere | leichte Magen-Darm-Beschwerden | |
| Waldrebe (Alpen-Waldrebe) (Clematis spp.) | Hahnenfuss-gewächse | + | gesamt | Protoanemonin | Reizung der Schleimhaut von Maul und Magen-Dam-Trakt, Schädigung der Niere beim Ausscheiden | Brech-Durchfall, Blut im Urin, evt. Krämpfe, Lähmungen | |
| Wallnuss (Echte Walnuss, Wälsche Nuss) (Juglans regia) | Walnuss-gewächse | (+) bis ++ | Fruchtschalen, Kernholz |
Pilztoxine: Tremorgene (Penitrem A, Roquefortin C) | Fruchtschalen (beherbergen toxinbildenden Pilz), Kernholz (Sägemehl) | Erbrechen, epileptiforme Anfälle, Zittern, tonisch-klonische Krämpfe (Versteifung der Gliedmassen und anschließend symmetrische Zuckungen) | |
| Wasserrebendolde (Wasserfenchel, Wasserpferdesaat) (Oenanthe aquatica) | Dolden-gewächse | + bis ++ | gesamt | Oenanthotoxin | Krampfgift | vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Kolik, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag | |
| Weisstanne (Edeltanne) (Abies spp.) | Kiefernge-wächse | + | Rinde, Nadeln, Sprossen | ? | ? | Magen-Darm-Beschwerden, zentrale Lähmung, Nieren- und Leberschädigung | |
| Wiesenrebendolde (Wiesenpferdesaat) (Oenanthe lachanalii) | Dolden-gewächse | + bis ++ | gesamt | Oenanthotoxin | Krampfgift | vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Kolik, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag | |
| Gemeiner Wurmfarn (Bandwurmwurzel, Geissleitere, Wanzenkraut) (Dryopteris filix-mas, Aspidium filix-mas, Polystichum filix-mas) | Schildfarne | + | Wurzelstock, Blattstile | junge Pflanzen | Enzym Thiaminase, Aspidinol, Filicin (Phloroglucinderivate), geringe Mengen blausäurehaltiger Verbindungen | Reizung des Magen-Darm-Trakts, ZNS-Lähmung, Nierenschädigung | Durchfall (evt. blutig), Blutbeimengung zum Urin, Krämpfe |
| Weiße Zaunrübe (Schwarzbeerige Zaunrübe, Bryonia alba) Rote Zaunrübe (Heckenrübe, Bryonia cretica, Bryonia dioica, Tutin) | Kürbis- gewächse |
+ + + | gesamt | Wurzel, Beeren, Samen | Verschiedene Cucurbitacine (B,D,E und andere), die als Triterpene meist als Glycoside (Bryonin, Bryonidin, Bryonosid, Bryosid, Bryodulcosid) vorliegen. Bryonicin (Alkaloid), in den Beeren Lycopin (Farbstoff), Samen enthalten Saponin | Bryonin wirkt örtlich stark reizend und führt (in höheren Dosen) zu zentraler Lähmung. Bryonidin wirkt stark abführend durch Reizung der Darmschleimhaut. Cucurbitacine wirken zum Teil stark zytotoxisch. | Erbrechen, Fieber, beschleunigte Atemfrequenz, Herzrhythmusstörungen mit zu schnellem Herzschlag, Durchfall |
| Zypressenwolfsmilch (Zypresseneuphorbie, Wolfsmilch, Hundsmilch, Teufelsmilch, Giftmilch, Milchkraut, Warzenkraut) (Euphorbia cyparissias) | Wolfsmilch-gewächse | ++ | alle Pflanzenteile, die Milchsaft enthalten | Triterpensaponine und Diterpenester (Ingenole und Phorbolester), Euphorbon, weitere unbekannte Wirkstoffe | Milchsaft wirkt lokal stark reizend, nach Resorption werden ZNS-Störungen ausgelöst und die Leber geschädigt, weitere ebenfalls giftige Arten: Euphorbia helioscopia (Sonnenwolfsmilch), Euphorbia lathyris (Kreuzblättrige Wolfsmilch), Euphorbia peplus (Gartenwolfsmilch),Euphorbia palustris (Sumpfwolfsmilch) | Blutiger Durchfall, Erbrechen, Kolik, Taumeln, Krämpfe, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, blutiger Harn. Weniger toxisch ist Euphorbia marginata [Schnee-auf-dem-Berg] | |
Pflanzen, die
bei anderen Tierarten Vergiftungsfälle auslösen können
| Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) |
| Adlerfarn, Waldfarn (Pteridium aquilinum) |
| Alpenkreuzkraut, Alpen-Greiskraut (Senecio alpinus, Senecio cordatus) |
| krauser Ampfer (Rumex crispus) |
| Bingelkraut, Kuhkraut (Mercurialis perennis) |
| Efeu (Eppig, Grabefeu, Winter-grün) (Hedera helix) |
| Eiche, Stieleiche (Quercus robur) |
| Gewöhnliche Fichte, Rottanne (Picea spp.) |
| Glockenbilsenkraut, Krainer Tollkraut (Scopolia carniolica) |
| Kiefer, Föhre (Pinus spp.) |
| Klatschmohn, Feldmohn, wilder Mohn (Papaver rhoeas) |
| Grauhaariges Kreuzkraut, Raukenblättriges Kreuzkraut (Senecio erucifolius) |
| Jakobs-Kreuzkraut, Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea) |
| Lärche (Larix spp.) |
| Liguster (Ligustrum vulgare) |
| Rainfarn, Chrysantheme (Chrysanthemum vulgare, Tanacetum vulgare) |
| Rotbuche (Buche) (Fagus sylvatica) |
| Grosser Sauerampfer (Rumex acetosa) |
| Gelber Steinklee, Bärenklee (Melilotus officinalis) |
| Weisser Steinklee (Melilotus alba) |
| Sauerklee, Hainklee, Waldklee (Oxalis acetosella) |
| Sumpf-Kreuzkraut, Sumpf-Greiskraut (Senecio paludosus) |
| Sumpf-Schwertlilie (Wasser-Schwertlilie) (Iris pseudacorus) |
| Taumel-Lolch, Taumel-Weidelgras (Lolium temulentum) |
| Wasser-Greiskraut (Senecio aquaticus) |
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