| Die Herbstgrasmilbe
Die Herbstgrasmilbe (lat. Neotrombicula autumnalis) befällt sämtliche
Warmblüter und Menschen gleichermaßen. Das Larvenstadium ist hier ein Blut
saugender Parasit, der gesamte Entwicklungszyklus dauert 50 – 70 Tage.
Dem Namen entsprechend tritt die Herbstgrasmilbe saisonal, meist Ende Juli
bis Ende September, auf, das Vorkommen ist regional extrem
unterschiedlich.
Auf der Haut findet man sie an Stellen, die mit dem Bodenbewuchs in
Kontakt kommen, also Pfoten, Beine, bei kleinen Tieren auch Bauch, Ohren
und Gesicht. Bei Tieren, die sehr klein sind oder sich gerne im Gras
wälzen, zusätzlich im Rückenbereich
Typisch und mit bloßem Auge sichtbar sind orangerote Krusten an der
Bissstelle. Da Tiere diese Krusten häufig beim Kratzen, ausgelöst durch
den starken Juckreiz, selbst entfernen, sind oft nur Rötungen, Krusten,
Schuppen und Haarverlust oder aufgebissene Stellen zu sehen.
Der tierärztliche Nachweis ist relativ einfach, oft bereits mit einer
starken Lupe oder auch mittels Hautgeschabsel unter dem Mikroskop.
Behandelt wird durch Auftragen von milbenwirksamen Substanzen auf die
befallenen Stellen, bei extremen Juckreiz oder bakteriellen
Sekundärinfektionen kommen darüber hinaus kortison- bzw.
antibiotikahaltige Medikamente zur Anwendung.
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