| Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie mit etwas wenig Erfreulichem konfrontieren: Lungenwürmern. Offenbar ist eine Infizierung damit (inzwischen?) häufiger als bislang angenommen. Auch Tierärzte übersehen noch oft diese mögliche Diagnose, wenn ein Hund hustet. Bitten Sie Ihren Tierarzt gegebenenfalls ausdrücklich um eine entsprechende Untersuchung („Larvenauswanderungsverfahren“ anhand von mindestens 2 Kotproben). Lungenwürmer – schleichende, tödliche GefahrFür die verunsicherten unter den Lesern das für Sie Wichtige zuerst: der Mensch
gehört nicht zum Wirtsspektrum dieser Parasiten. Noch vor 3-4 Jahren hieß es, der sogenannte Lungenhaarwurm sei sowohl bei Hunden
als auch Katzen extrem selten, wie auch meist auf Hunde aus dem Ausland beschränkt
oder auf heimisches Wild. Also ab Fuchs aufwärts. Neben den Wildtieren scheiden infizierte Haustiere die Eier bei uns aus, durch
abkoten oder auch abhusten. Dann kommen Wirtstiere wie Schnecken, Würmer, Frösche
oder Igel zum Zuge, diesen folgen dann Nager, Vögel und Kleinechsen, da diese die
infizierten Schnecken und Würmer fressen. In Studien aus den Jahren 2007 -2009 wurden in ca 7% aller darauf untersuchten
Kotproben Lungenwürmer nachgewiesen. Bei 7 von 10 vorgestellten Tieren führte z.B.
der Befall mit einer bestimmten Art Lungewurm zum Tod, jeder 10. Hund mit
Atemwegserkrankungen ist befallen. Inzwischen jedoch ist die Anzahl gestiegen, da
der Lungenwurm fest in Deutschland heimisch geworden ist. Darum möchten wir unsere Leser eindringlich bitten: wenn ihr Tier manchmal hustet,
oder röchelnd atmet, oder sich auffällig räuspert, auch nur leicht (leichter
Befall- leichte Symptome, schwerer Befall- schwere Symptome) oder in der Aktivität
nachlässt, wenn es an Gewicht verliert, depressiv wird, erbricht, unklaren
Durchfall, neurologische Probleme hat oder Kreislaufprobleme - dann sprechen sie
bitte immer das Thema Lungenwurm an. Verhindern sie durch eine einfache Frage oder
auch Bitte an den Tierarzt, Kotproben zu untersuchen, dass eine angebliche
Bronchitis in Wahrheit eine entzündete Lunge ist, oder dass eine angebliche
Herzschwäche in Wahrheit sich nicht mehr schließende Herzklappen sind, weil ein
Wurm dazwischenhängt. Sind Lungewürmer nachgewiesen, helfen speziell dagegen wirkende Wurmkuren. Diese
schlagen oft nicht gleich an und müssen oft mehrtätig und mehrfach wiederholt
werden. Bestehen Sie darauf. Bleiben sie am Ball und lassen sie auch trotz
Wurmkuren den Kot nochmals wiederholt überprüfen. Merken sie sich, sowohl vor der
Diagnose als auch danach können immer wieder negative Proben vorkommen, da die
Eier intermittierend, heißt mit Unterbrechungen ausgeschieden werden.
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