| Der Pfotenverband
Bitte denken Sie auch hier immer an Ihre Eigensicherung – wenn Sie nicht
sicher sind, dass Ihr Patient wirklich kooperativ ist, legen Sie vorab
eine Maulschlinge an.
Einen Hund mit Pfotenverletzung sollten Sie am besten auf der Seite
liegend „verarzten“, im einfachsten Fall befolgt Ihr Hund das Kommando
„Platz“ und lässt sich von Ihnen auf die unverletzte Seite kippen.
Im anderen Fall knien Sie sich, wenn Sie alleine sind, so neben Ihren
Hund, dass er seitlich zu Ihnen steht, beugen Sie sich über seinen Rücken
und greifen Sie nach den Pfoten, die näher zu Ihnen sind und ziehen Sie
ihm diese weg. Dabei kippen Sie den Hund gegen sich, dass er über Ihre
Knie sanft auf den Boden rutscht. Bei dieser Methode sind Ihnen natürlich
von der Größe des Hundes bzw. Ihrer eigenen Körpergröße gewisse Grenzen
gesetzt.
Sind Sie zu zweit, kniet einer links und einer rechts neben dem Hund,
einer greift unter dem Bauch des Hundes durch und entzieht ihm die Beine,
die nicht auf seiner Seite sind, der andere fängt den Hund mit den Händen
am seitlichen Rückenbereich ab und gemeinsam lassen Sie ihn sanft in
Seitenlage auf dem Boden aufkommen.
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Fixiert wird der Hund wie auf dem Foto zu sehen von demjenigen,
der am Rücken des Hundes kniet, die Unterarme halten den Hund mit
sanftem Druck im Schulterbereich und im hinteren Rückenbereich in
seiner seitlichen Lage, mit der entsprechenden Hand umgriffen kann
das Bein gut in Arbeitsposition gehalten werden. |
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Die Wunde sollte gesäubert werden, bevor Sie einen Verband
anlegen.
Wenn Sie einen Verband anlegen, der länger als bis zum Tierarzt
(etwa ein oder zwei Stunden) drauf bleiben soll, müssen Sie zwischen
den Zehen sorgfältig polstern, bei einem kurzfristigen Verband
können Sie auf diese Zwischenpolsterung verzichten.
Legen Sie unten an der Pfote zunächst ein U und wickeln Sie die
Polsterung dann nach oben, die Polsterung sollte auf jeden Fall über
das Gelenk führen. |
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Danach wickeln Sie eine Mullbinde, wieder mit
einem U an der Pfote beginnend, über die Polsterung, achten Sie
darauf, dass Sie nicht bis ans äußerste Ende der Polsterung wickeln,
sondern etwas vorher aufhören.
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Im Idealfall haben Sie dann eine selbst haftende elastische
Fixierbinde zur Hand, die Sie, wieder mit einem U an der Pfote
beginnend über die Mullbinde wickeln.
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Wenn Sie am Bein bis über die Polsterung
wickeln, achten Sie bitte sorgfältig darauf, dass diese obere
Wicklung locker sitzt und nicht zu unbeabsichtigten Problemen führen
kann.
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Das Endresultat sollte in etwa so aussehen. |
Die Aufnahmen entstanden anlässlich eines
Erste-Hilfe-Kurses für Hunde im Juni 2006, der unfreiwillige tierische
Hauptdarsteller ist ein NfP-Vermittlungshund.
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