| Spondylarthrose Nach der Definition im Pschyrembel „Medizinisches Wörterbuch“
(257. Auflage 1994) ist Spondylarthrose die reaktive Arthrose der kleinen
Wirbelgelenke bei fortgeschrittenem, degenerativem Bandscheibenschaden.
Unter Spondylose wird Spondylosis deformans definiert, die degenerative
Erkrankung der Wirbelkörper (Arthrose) und Bandscheibenschaden, die sich
röntgenologisch mit Zacken (Osteophyten) und Osteosklerose (lokalisierte
oder generalisierte Verdichtung des Knochengewebes) darstellt. Die Wirbelsäule dient sowohl Stütz- als auch Bewegungsfunktionen. Die
Stützfunktion wird im Wesentlichen von den Wirbelkörpern erfüllt. Diese
sind jeweils an Ober- und Unterseite (auch Deck- und Grundplatte genannt)
mit Knorpel überzogen, diese Knorpelschichten dienen als Lager für die
Bandscheiben. An den Wirbelkörper schließt sich der Wirbelbogen an, der
das Wirbelloch umgibt (alle Wirbellöcher aneinandergereiht bilden den
Spinalkanal, in dem das Rückenmark verläuft). Die Wirbelbögen tragen so
genannte Gelenkfortsätze, die mit dem darüber und darunter liegenden
Gelenkfortsatz ein vollständiges Gelenk bilden. Diese Gelenke werden als
Wirbelgelenke, kleine Wirbelgelenke, Zwischenwirbelgelenke oder
Facettengelenke bezeichnet und sind verantwortlich für die
Bewegungsrichtung der einzelnen Wirbelsäulenabschnitte. Je nach Stellung
der Gelenkflächen sind bestimmte Bewegungsrichtungen freigegeben oder
eingeschränkt. Die Beweglichkeit der einzelnen Wirbel gegeneinander ist
relativ gering und in den einzelnen Wirbelsäulenabschnitten
unterschiedlich. Im Halswirbelsäulen-Bereich ist die Beweglichkeit größer
als in der Lendenwirbelsäule.
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