| Winterzeit ist Streuzeit!
Kaum fallen die ersten Flocken, streut mancher was das Zeug hält: An die
Tiere und Pflanzen denkt der gewissenhaft verteilende Bürger in diesem
Zusammenhang eher nicht. Hundebesitzer müssen sich bewusst sein: Salz und
Streusplitt an den Pfoten können zu ernsthaften Problemen führen!
Durch gefrorenen Schnee oder auch scharfe Splittbrocken kann es zu feinen
Rissen in der Ballenhornhaut kommen. Dr. Tina Kugler, Veterinärin vom
DEUTSCHEN TIERHILFSWERK e.V. in München, weist deshalb darauf hin: „Wenn
in diese Läsionen zudem noch Salz eindringt, brennt und ätzt es. Aufgrund
des Reizes fangen die Hunde an, die Pfoten abzulecken, woraufhin sich
Entzündungen an der Zwischenzehenhaut entwickeln können, die schwer in den
Griff zu bekommen sind.“ Weiter empfiehlt sie: „Hundebesitzer sollten nach
Möglichkeit gestreute Wege meiden.“
Ideal für die Vierbeiner wäre, die Haare im Zwischenballenbereich
vorsichtig auszuschneiden, damit es zu keinen Schneeverklumpungen kommen
kann. Wer ganz sicher gehen will, kann seinem vierbeinigen Freund vor dem
Spaziergang die Ballen mit einer Pfotenschutzsalbe einschmieren. Dadurch
wird die harte Ballenhaut geschmeidiger und reißt nicht so leicht ein. Der
Fettfilm schützt zudem die Haut. Wieder daheim kann man die Pfoten mit
lauwarmem Wasser abspülen und nach dem Trocknen eine Pflegecreme
auftragen. Wem dies zu umständlich ist, der sollte Schuhe für den Hund
kaufen (ca. 25 € pro Paar), erhältlich im Tierbedarfshandel oder über den
Tierarzt.
Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Kugler, Geschäftsstelle München, Tel.: 089-35752-203,
Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@tierhilfswerk.de).
Sollten Sie gerade grübeln, woher Sie den Namen Dr. Kugler kennen –
kleiner Tipp: Sie betreut als Tierärztin auch die Hunde in der
Auffangstation der Nothilfe für Polarhunde e.V.
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