| Auwaldzecke (Berlin,
Brandenburg) überträgt Babesiose
Mai 2006
Anfang Mai wurde an vielen Stellen im Internet auf die Babesiose hingewiesen und auf ihre Gefährlichkeit für den Hund. Babesiose wird von Auwaldzecken übertragen, die mit dem entsprechenden Blutparasiten infiziert sind. An einer unbehandelten Babesiose (nach den der menschlichen Malaria ähnlichen Anzeichen auch Hundemalaria genannt) kann der Hund sterben. In fast allen Meldungen wurde auf eine neue Übersichtskarte hingewiesen, die Auskunft über die weite Verbreitung der Auwaldzecke in Deutschland gibt, ein entsprechender Link war allerdings nicht angegeben (Karten, die Angaben über FSME-Verbreitung geben, sind an vielen Stellen zu finden, dies ist jedoch ein ganz anderer Krankheitserreger. Dazu haben wir folgendes gefunden: Die Firma LABOKLIN Labor für Klinische Diagnostik GmbH & Co.KG (www.laboklin.de) verweist auf ihrer Internetseite auf eine vom Pharmahersteller ESSEX tierarznei (www.essex-tierarznei.de) als Plakat für Tierarztpraxen/Tierkliniken zu beziehende Deutschlandkarte für das Vorkommen babesia canis infizierter Zecken. Frei verfügbar scheint diese Karte nicht zu finden zu sein. Bei Interesse an der Risikoeinstufung Ihres Wohnortes sprechen Sie bitte Ihren Tierarzt an, möglicherweise hängt die Karte sogar in seiner Praxis aus. Dass der Hund von Frühjahr bis Herbst mit einem der im Handel verfügbaren Mittel (Halsbänder, Spot-on-Präparate und vieles mehr) gegen Zecken geschützt werden sollten, braucht hier sicherlich nicht erwähnt zu werden.
März 2007 TASSO e.V. gab Ende Februar 2007die Zahlen einer Befragung von 1.300 Tierärzten zu den durch Zecken verursachten Erkrankungen im Jahr 2006 heraus. Beängstigende 834 Fälle von Babesiose bei Hunden kamen so zusammen, Tiere, die nachweislich nicht im Ausland gewesen waren, sondern sich hier in Deutschland infiziert hatten. Trotz Behandlung verstarb etwa jeder 10. Hund an dieser auch "Hundemalaria" genannten Erkrankung. Deshalb und auch wegen des milden Winters, der nach Aussage von Experten eine wahre Zeckenplage begünstigt haben könnte, ist in diesem Jahr der Schutz vor den kleinen Krabbeltieren noch viel wichtiger als in den Vorjahren.
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