Nicht nur, weil die Abtlg. Katzenhilfe der
Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt froh ist, wenn sie Hilfe von
außen erhält, auch wir möchten gerne anderen Samtpfoten helfen, die
wirklich sonst vergessen werden. Zögern Sie bitte nicht und helfen Sie –
auch wenn es mit einer Patenschaft ist.
Das Schicksal von Charly hat auch uns nicht unberührt gelassen – auch
unsere eigenen Tiere könnten schnell mal alleine dastehen und wären auf
Hilfe angewiesen.

Charly
ist ein 15 Jahre alter Kater, der nun allein ist auf dieser Welt. Sein
Mensch ist verstorben und er hat dadurch ganz schnell sein Zuhause
verloren. Wäre da nicht eine nette Pflegestelle gewesen, die ihn
abgefangen hat, würde er nun sein Dasein im Tierheim fristen. Solche
Pflegestellen sind toll, aber meist auch schon anderweitig besetzt. Und
das stellt ein Problem für Charly dar. Der schon ältere Katermann will
nämlich seinen neuen Menschen für sich alleine und nicht mit anderen
Samtpfoten teilen. Das erschwert natürlich die Situation und deshalb
benötigen wir dringend für den charaktervollen Charly ein neues und festes
Zuhause – evtl. mit Übernahme der Kosten durch den zuständigen
Tierschutzverein, der gerne als Pate zur Verfügung steht. Das heißt im
Klartext, alle Kosten würden übernommen. Charly wurde vollkommen
durchgecheckt, seine Ohren, die Augen und was sonst noch pflegebedürftig
war, all das ist bereit in Angriff genommen und er lässt es problemlos
über sich ergehen.
Natürlich ist Charly kastriert und gechippt, sein Impfpass war jedoch
lückenhaft und aufgrund des Alters sollte er nicht mehr nachgeimpft
werden.
Ideal wäre ein warmes Plätzchen bei älteren Menschen, die viel Zeit für so
ein Schmusetier haben. Wissen sollte man, dass Charly anhänglich ist, wie
ein kleiner Hund und ständig die Nähe der Menschen sucht, während er seine
Artgenossen nur anpöbelt und tyrannisiert.
Derzeit ist Charly noch in NRW untergebracht, aber durch eine Fahrkette
wäre es sicher möglich, ihn auch irgendwie in sein neues Zuhause zu
bringen.
WO sind die Menschen, die bereit wären, einem alten Kater, wie Charly
einer ist, liebevoll das Pfötchen zu reichen?
Sollten die Voraussetzungen für Charly bei Ihnen gegeben sein und Sie
bewusst einem alten Katzentier ein Zuhause geben wollen, melden Sie sich
schnell bei:
Frau Anja Vogt, Tel.: 05485 – 83 31 79
e-Mail:
anja@katzenhilfe-greven.de
Armer roter Kater in Mönchengladbach, dieses hübsche
Katerchen findet doch sicher ein gutes Zuhause !
Hier
schicke ich mal wieder einen armen Fall rum. Er wurde vor Jahren von einem
jungen Mädchen als WG-Kater angeschafft. Schon lange wohnt die
ursprüngliche Besitzerin nicht mehr in dieser WG und auch alle anderen
Mitbewohner haben schon mehrfach gewechselt, so dass sich keiner mehr so
richtig für das Tier interessiert. Er hat noch nicht einmal einen
Kratzbaum, nur eine winzige Katzentoilette. Da alle Bewohner tagsüber
ausser Haus sind und abends niemand Lust hat, sich mit dem Tier zu
beschäftigen, lebt er praktisch in Einzelhaft.
Ich weiß von dem Kater, weil meine Nichte eine WG-Bewohnerin ist und
meine Tochter sie besucht hat. Sie hat sich mit dem Katerchen beschäftigt
und es dauerte einige Zeit, bis sie sein Vertrauen gewonnen hatte. Dann
kam er zu ihr und ließ sich streicheln - das kannte er sicherlich schon
lange nicht mehr und hat es sehr genossen. Dieser Kater muss also erobert
werden, aber dann wird er vor lauter angestauter Liebe schmelzen. Er soll
Epilepsie haben, doch meine Nichte sagte, dass schon mal vergessen wird
(teilweise über 5 Tage), ihm die tägliche Tablette zu geben, trotzdem
hätte er noch nie einen Anfall bekommen. Fraglich ist also, ob er die
Tabletten überhaupt noch braucht.
Auch das Alter des Tierchens war zuerst unbekannt und wurde mit ca. 3 -
4 Jahren angegeben, dann haben die Mädels wohl doch den Impfausweis
gefunden und es stellte sich heraus, dass er schon 8 Jahre alt ist! Man
stelle sich vor: 8 Jahre Einzelhaft.
Wer hat ein großes Herz und möchte sich dieses arme Katerchen
wenigstens schon mal ansehen, in Pflege nehmen oder sogar behalten? Bitte
nur ernstgemeinte Anrufe, er soll jetzt wirklich nicht mehr oft wechseln
müssen und ein mal in seinem Leben ankommen. So ist das einfach kein
Zustand mehr.
Telefonische Anfragen über mich, ich werde mich dann wg. eines Termins
mit meiner Nichte in Verbindung setzen.
Das Tierchen lebt in Mönchengladbach.
Meine Tel.-Nr. 02166-147417 oder 0172-5446345.
Tierliebe Grüße
Claudia Coslar
13 Hofkatzen müssen schnellstmöglich umsiedeln!!
Aus einer einfachen Kastrationsaktion entpuppte sich leider ein
größeres Problem. Anfangs bat man uns nur darum die Katzen zu kastrieren,
wie sich aber herausstellte müssen diese aber nun alle vom Hof, da die
Besitzer des Hofes insolvent sind nun diesen aufgeben und verkauft haben.
Die Katzen wurden dort mit Futter versorgt, durften teilweiße sogar in die
Wohnung.
Uns sind derzeit 13 Katzen bekannt, erfahrungsgemäß könnte aber noch die
ein oder andere dazu kommen. Von den 13 Tieren sind aktuell neun weibliche
Katzen kastriert, eine wilde Katze steht noch aus, ebenso wie drei Kater:
- Drei Katzen werden nachbehandelt, da sich eine innere Naht gelöst hat
und das Bauchfell nach außen rutschte. Die Ursache ist wohl eine
chronische Verstopfung. Durch das feste Pressen ist hier jeweils eine
innere Naht geplatzt. Alle drei lassen sich anfassen.
- Zwei weitere Katzen sind noch in Behandlung, da es diesen nach der OP
nicht gut ging. Auch diese lassen sich anfassen.
- Ein Kater ist an einem Infekt erkrankt, er wird momentan mit Antibiotika
behandelt und kastriert, sobald dies sein Gesundheitszustand erlaubt. Er
lässt sich streicheln.
- Drei Katzen sind aktuell wieder kastriert auf dem Hof, hiervon ist eine
sehr scheu und möchte keinen direkten menschlichen Kontakt.
- Zu den beiden anderen Katern kann noch nicht viel gesagt werden, wir
vermuten dass diese eher scheu sind.
- Das letzte Katzenmädchen ist extrem scheu.
Die Katzen sind bis auf eine Kätzin überwiegend noch sehr jung, unsere TÄ
schätzt sie zwischen einem und vier Jahren. Wir suchen nun für die Katzen
ein neues Zuhause, sobald die tierärztliche Behandlung abgeschlossen ist,
welches viel Verständnis aufbringt. Die Katzen lassen sich zwar anfassen
und streicheln, sind aber (noch) keine Schmusekatzen. Auf jeden Fall
sollen die Tiere wieder Freigang bekommen, da sie diesen ja gewöhnt sind.
Gerne können die Katzen wieder auf einen Hof oder Ähnliches, wo sie
versorgt werden. Wir prüfen derzeit noch, ob die wilderen Tiere auf dem
Hof später weiter versorgt werden können, sollte dies aber nicht der Fall
sein müssen auch diese in ein anderes Zuhause umziehen. Natürlich müssen
die Katzen nicht alle zusammen bleiben und werden getrennt, schön wäre es
allerdings wenn man wenigstens jeweils zwei zusammen lassen könnte.
Wir sind ein kleiner Tierschutzverein im Main-Tauber-Kreis mit privaten
Pflegestellen und haben somit nicht ausreichend Platz für die Tiere zur
Verfügung. Findet sich ein passendes Zuhause, fahren wir die Tiere aber
auch gerne weitere Strecken dorthin.
Lisa Müller
Tel.: 07934/9958974 oder 0160/4948972
mueller.wkh@googlemail.com
oder
info@tierschutzverein-tbb.de
http://www.tierschutzverein-tbb.de
HILFERUF
Eine kleinere Population von größtenteils sehr scheuen, verwilderten
Katzen verliert Ihre langjährige Futterstelle, wer kann helfen !!!!!
Die Tierschützerin, die die Katzen seit Jahren betreute, ihnen eine
Futterstelle eingerichtet hatte, musste wegziehen und die Katzen werden
jetzt nicht mehr gefüttert - und das bei diesem Wetter !!!!!
Sie hat versucht den dortigen Tierschutzverein zu motivieren was leider
zu keinem Erfolg führte. "Es interessiert absolut niemanden, ob die Katzen
hier nach meinem Auszug verhungern oder nicht".
Ein paar Katzen hat sie auf eigene Kosten kastrieren lassen, andere
ließen sich trotz Versuchen nicht einfangen. Auch nicht mit einer
Lebendfalle. Da saßen immer die gleichen, schon kastrierten, eher
zutraulichen Kater drin.......
Die Katzen sind in 77716 Fischerbach. Das Dorf liegt in der Nähe von
77716 Haslach im Kinzigtal/Schwarzwald.
Gesicht wird eine oder mehrere gute Seele/n, die in diesem Umfeld wohnt/en
und bereit wäre/n die Katzenfütterung zu übernehmen.
Sollte es an den Kosten scheitern, könnte man eine Spendenaufruf machen im
Verteiler.
Nähere Infos bei:
annette.gerdes@t-online.de
Tel: (49) 07832 / 994 562
Tassilo alias Rebecca sucht dringend ein Zuhause ! Was
wird wohl sonst aus ihm werden ??????
Unter den größtenteils sehr
scheuen, verwilderten Katzen, die ich 10 Jahre lang betreute und nun
verlassen musste, ist ein 3 1/2jähriger schwarzer Kater, der sich damit
einfach nicht abfinden will. Er boykottierte schier meinen Auszug. Jedes
Mal, wenn ich kam, verbarrikadierte er sich in der Wohnung, hat’s sogar
geschafft, versehentlich ein paar Tage eingesperrt dort zu bleiben.
Beim Tierarzt heißt das Katerchen Tassilo, aber da er bis zur Kastration
ein Mädchen war, hört er nur auf Rebecca. Die wilde Mutter brachte ihn mir
mit 5 Wochen, schwer schnupfenkrank. Nach Pflege durfte er wieder raus –
und blieb sehr anhänglich, kam täglich zum Spielen rein. Er tanzte auf
beiden Hinterpfoten, ein goldenes Mäuschen zwischen den vorderen
jonglierend. Mit einer Hingabe und Ausdauer!
Als er gerade zwei
Jahre alt war, schleppte er sich mit abgemähter Pfote zu mir. Man musste
den ganzen Hinterlauf amputieren. Diesmal dauerte es länger, bis er wieder
nach draußen konnte. Mein größter Kummer war damals, dass er nie wieder
tanzen wird. Aber er hat längst gelernt, es selbst auf einem Bein zu
schaffen.
Spielen und „Nerven“ ist seine Leidenschaft. Wenn man
seine Gunst gewinnt, ist man nicht mehr vor ihm sicher. Er will überall
dabei sein und ohne Ende schmusen. Wie auch immer: Rebecca hat das Etikett
„verwildert“ längst verloren. Ist übrigens zuverlässig sauber, eher der
Typ, der zum Pipimachen schnell reinkommt, weil er ein ordentliches
Klöchen der Wildnis vorzieht.
Ich habe nicht mal ein Bild von
Rebecca/Tassilo. Er ist ausnehmend schön, halt ohne viertes Bein, ein gut
genährtes schwarzes Monster mit dichtem, glänzendem Fell. Und eine Seele
von Kater. Nur weiß ich eben gar nicht, wie er sich benimmt, wenn er mit
jemand anderem als mir klarkommen soll und wie so eine Vermittlung
aussehen kann, wenn ich ihn nachts holen (habe mittlerweile keinen Zutritt
mehr zur Wohnung) und gleich weiterreichen muss.
Gibt es vielleicht jemanden, der relativ nah wohnt und diesen behinderten
schwarzen Schmusebär adoptieren könnte?
Dieser liebe Kerl braucht
unbedingt ein richtiges Zuhause, und zwar ganz schnell. Standort:
Kinzigtal im Schwarzwald.
annette.gerdes@t-online.de
Tel: (49) 07832 / 994 562
NOTFALL Felix!!!

Felix ist ein ruhiger, menschenbezogener, kastrierter, ca. 10jähriger
Kater der in einer Fabrik lebt und bislang dort von 5 Damen versorgt und
verhätschelt wurde. Felix ist dadurch kein Streuner, sondern hält sich die
meiste Zeit im Büro auf.
Nun ist von seinen Büro-Dosinen eine nach der anderen in Rente
gegangen, die letzte geht im März 2010 und der arme Felix bleibt übrig,
weil ihn keine der Damen mit nach Hause nehmen kann.
Felix sucht nun ganz dringend einen neuen Altersruhesitz wo er seine
Rundumversorgung mit vielen vielen Schmusern belohnen kann! Es wäre schön
wenn Felix bis März direkt aus seiner Fabrik umziehen könnte um ihm den
Streß eines Zwischen-Umzugs zu uns ersparen zu können.
KONTAKT :
al.franke@onlinehome.de
http://samtpfoetchen-in-not-franken.de
Abteilung Katzenhilfe der NfP
Hätten wir es nicht selbst erlebt, wir würden es nicht glauben.
Im März 2004 sollten wir eine Katzen-Kastrationsaktion übernehmen, die uns
ziemlich unter die Haut ging. In einem Teilort von Freudenstadt ist eine Frau
schwer Krebs krank geworden, dass sie nochmals nach Hause kommt, wurde nahezu
ausgeschlossen.
Damals wurden von der NfP 14 Katzen eingesammelt, beim Tierarzt kastriert und
entsprechend versorgt, in Pflegestellen gegeben, bzw. fest vermittelt. Eine Katze
kam nach einem Jahr aus der Vermittlung zurück, sie ist als Patenkatze „Pia“ bei
der NfP geblieben. Als scheu und nicht zu integrieren wurde sie beschrieben,
jetzt, nach 4 Jahren ist sie eine liebenswerte und anhängliche Porzellankatze.
Menschen können bekanntlich zäh sein oder haben einfach einen besonderen
Schutzengel.
Fünf
Jahre später, im Februar 2009 erhielt die NfP einen erneuten Anruf. Es war wieder
der Mann der damals krebskranken Frau am Telefon. Er beschwerte sich heftig, dass
seine Frau das Füttern der Miezen wieder angefangen hätte und ca. 5-6 Katzen vorm
Haus sitzen. Gefackelt haben wir nicht lange, sondern fuhren auf dem direkten Weg
zum Wohnort der Leute. Wir haben dann auf diesem Wege gleich erfahren, dass die
Frau ihr Krebsleiden gut überstanden hat. Zwischenzeitlich 81 Jahre alt, hätte sie
ein kaputtes Herz, sei wieder im Krankenhaus und nun stünde er erneut mit einer
Anzahl Katzen alleine da. Fakt war, dass der Mann die Katzen unbedingt los haben
wollte. Einfach aufnehmen, das war undenkbar, denn eine Vermittlung scheuer Katzen
gestaltet sich nicht so einfach und der Platz, sie über längere Zeit hier zu
behalten, wäre viel zu beengt und für alle Beteiligten untragbar gewesen. Schnell
nahm man mit einem Vereins-Mitglied aus dem badischen Raum, das schon öfters Hilfe
angeboten hatte, Kontakt auf und stellte sicher, dass die Miezen nach der
Kastration in einem Katzendorf unterkommen dürfen. Ein Stein fiel uns vom Herzen.
Diese 5-6 Katzen waren schnell eingefangen, ja, so dachten wir. Aber es ging
einfach weiter, aus den 5-6 Katzen wurde die stolze Zahl von 13 Tieren. Da alle
ähnlich gemustert waren, hatte der Mann keinen Überblick und schleppte eine um die
andere, weitere Samtpfote hier an. Uns war ganz schlecht bei dem Gedanken, was nun
aus dieser großen Anzahl Katzen auch werden sollte. Es war fragwürdig, ob sie alle
im Katzendorf Platz finden würden. Meist sind solche Möglichkeiten total
ausgeschöpft, da es immer und überall sowieso genügend Katzenprobleme gibt. Wir
hatten aber großes Glück, die Zusage kam für alle eingesammelten Tiere und dadurch
innerlich befreiter, versorgten wir gerne über eine geraume Zeit die kleine
Katzenschar (einige waren in einem gesundheitlich sehr schlechten Zustand).
Für uns war es wichtig, alles so schnell als möglich über die Bühne zu bringen, da
es draußen nicht nur bitterkalt war, sondern es auch noch ständig schneite und
Eisregen gab. Unterschlupf hatten die Miezen nur im Holz und mit diesem Wissen
ging man mit der ganzen Aktion recht zügig um.
Freigänger-Katzen den Stress, der mit einer Gefangenschaft einhergeht anzutun, das
ist nun wirklich nicht im Sinne der Tiere.
Wir waren selbst erstaunt, wie schnell die Einfangaktion vonstatten ging, die
Miezen fühlten sich in ihrer neuen Unterkunft recht wohl, fraßen Unmengen an
Futter (die Entsorgung an ebenso Unmengen von Katzenstreu darf hier am Rande auch
erwähnt werden) und schliefen viel. Sie hatten wohl ein großes Nachholbedürfnis
und mussten neue Energie tanken.
Dann kam der Tag der Abholung. Ein hilfsbereites Mitglied unseres Vereins,
das sich einzigartig (auch für die Unterbringung im Katzendorf) eingesetzt hatte,
erledigte auch den Transport. So konnten die Miezen in das Katzendorf einziehen
und je nach dem Grad der Zutraulichkeit im Laufe der Zeit teilweise sogar
vermittelt werden.
Ein herzliches Dankeschön ging an alle Beteiligten, vor allem an die
Tierschutzorganisation im Badischen. Es war eine ganz tolle Zusammenarbeit, die
man sich normalerweise immer wünscht und viel zu selten erlebt.
Als die kranke Frau vom Krankenhaus wieder zurück war, machten wir einen Besuch
bei ihr. Wir baten sie, sollte mal wieder eine Katze auftauchen, dass sie sich
umgehend meldet und nicht wieder wahllos das Füttern anfängt. Man kann nur hoffen,
dass sie ihr gemachtes Versprechen auch einhält.
Einen bitteren Beigeschmack hatte der Besuch dann aber trotzdem. Während des
Gesprächs erzählte sie von einem großen und charaktervollen Kater, der sich über
längere Zeit ums Haus herum einquartiert hatte. Auf die Frage, wo er sei, erfuhren
wir etwas, das wir lieber nicht gewusst hätten. Da die alte Dame der ganzen
Katzen-Situation in ihrem Wohnort nicht Herr geworden ist und auch der hauseigene
Hund sich ständig wie wild gebärdete, wenn er den Kater sah, lockte man diesen in
die Garage. Kurzerhand wurde der Hund dazugelassen, der dann das arme Tier in eine
Ecke trieb, so dass man mit Hilfe dieses Hundes den Kater zur Strecke bringen
konnte. Die Zweibeiner hatten ihn dann schlichtweg „erschlagen“. Da man sich schon
an verschiedene Stellen gewandt hätte und nie Hilfe bekam, sah man keine andere
Möglichkeit, als sich so des Tieres zu entledigen.
Wir waren mehr als sprachlos und brachten die hochkommende Wut kaum in den
Griff. Es ist uns schleierhaft, dass die Leute, mit dem Wissen, dass die NfP
jederzeit Hilfe angeboten hatte, so handeln. Es bleibt zu hoffen, dass sich eine
solch entsetzliche Tat nicht wiederholt. Auch wenn man es NUR hört, geht man in
Gedanken laufend mit dem Schrecklichen um. Und man möchte auch gar nicht MEHR
wissen, was sich an anderen Stellen alles ereignet. Zu viel hat man immer noch
direkt vor der Haustüre an Aufklärungsarbeit zu leisten, um sich über die
Geschehnisse in anderen Ländern zu beschweren.
Sind Sie trotz der Liebe zu den Nordischen auch Fan von den Samtpfötchen?
Vielleicht haben Sie Lust, uns diesbezüglich zu unterstützen. Wir unterhalten
einige Stellen, an denn verwilderte Katzen gefüttert und versorgt werden. Gerade
in der kälteren Jahreszeit entsteht ein enormer Futterbedarf. Für Spenden, egal in
welcher Form, sind wir immer offen und freuen uns.
Die Kontonummer ist die der NfP – diese finden Sie auf der
Homepage und mit
einem Eintrag auf dem Überweisungsträger:
Verwendungszweck Katzenhilfe – sind Sie schon voll dabei.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
Lilly auf dem Weg ins Glück……
Nicht
nur um das leibliche Wohl, auch um die sonstigen Belange hat sich eine
engagierte Tierschützerin gekümmert und alles Erdenkliche über einen
langen Zeitraum versucht, für die herrenlose und verschmuste Katze Lilly
einen Platz zu finden. Der Weg ins Tierheim sollte ihr auf jeden Fall
erspart bleiben. Der hartnäckige Winter hat jedoch mächtig zugeschlagen,
Lilly hatte keine Möglichkeit irgendwo Unterschlupf zu finden. Schnell
organisierte man weitere Aufrufe übers Internet und schon stand Lilly im
Verteiler.
Nur mal eine E-Mail schreiben wollte man und sich erkundigen. Doch
daraus wurde dann doch mehr. Lilly, eine Katze in Deutschland ist in
großer Not – da sollten sich doch schnell viele Menschen melden. Falsch
gedacht, es war ein Schuss ins Leere.
So setzten wir von der Nothilfe für Polarhunde e.V. in Freudenstadt uns
mit der Betreuerin von Lilly in Verbindung und boten Hilfe an. Zwei kleine
Katerchen sollten vermittelt werden, warum nicht auch Lilly in die
Zeitungsanzeige mit aufnehmen? Und so kam der berühmte Zufall zur Hilfe.
Da die kleinen Kater-Blitze sehr schnell und auch noch in der näheren
Umgebung gemeinsam ein tolles Zuhause gefunden hatten, entschieden die
nächsten Interessenten sich für die Kätzin Lilly. Einem Kontrollbesuch
stand nichts im Wege und da dieser super ausgefallen ist, machte sich
Lilly auf den Weg in den Schwarzwald. Ihre Betreuerin brachte Lilly selbst
vorbei und es bleibt nur zu hoffen, dass die kleine Miezen-Madame schnell
Pfote fasst und sich im neuen Zuhause gut einlebt. Hilfestellung hat sie
jede Menge von ihren neuen Menschen, man freut sich ungemein auf die
kleine Kätzin, der wir alles Gute wünschen. Sie hat es verdient, endlich
im Warmen zu sein, Liebe und viel Streicheleinheiten zu bekommen. Und wenn
man Lilly kennen lernen durfte, dann weiß man, dass die neuen Menschen
einen besonderen Schatz bekommen.

Micky und Mira – zwei entzückende Katzenkinder haben vor Weihnachten ein
schönes Zuhause gesucht. Und der Wunsch ging tatsächlich in Erfüllung. Gemeinsam
konnten die beiden Kätzchen umziehen. Über eine Tierarztpraxis im Stuttgarter Raum
wurden liebe Menschen auf die beiden aufmerksam. Eine Platzbesichtigung hat
ergeben, dass es wohl kein schöneres Zuhause geben könnte, so dass die diese
beiden Schätze umziehen konnten und nun nach allen Regeln der Kunst verwöhnt
werden. Aber die Liebe, die die beiden Kleinen erhalten, kommt mannigfach zurück.
Micky und Mira haben sich unheimlich schnell eingewöhnt, toben durch die Wohnung,
spielen, raufen und verlangen jede Menge Streicheleinheiten, die sie auch
erhalten. Und dabei schnurren sie gemeinsam um die Wette.
Nachdem die beiden abgeholt wurden, hatte die Katzenmama Mucki für ein paar Tage
Trauer getragen. Immer wieder hat sie laut und anhaltend geweint und nach ihren
Kindern gerufen und gesucht. Uns hat es ziemlich das Herz berührt und obwohl die 2
doch drei Monate mit ihrer Mama zusammen waren, entstand da eine ganz feste
Bindung. Die zwei Kleinen hatten es lockerer gesehen und sich schnell eingewöhnt.
Die scheue Mucki hat aber nun das Glück, dass sie an der Pflegestelle bleiben darf
(wir würden uns über Pateneltern sehr freuen). Sie ist schon nicht mehr so scheu
und kann sich in der Wohnung frei bewegen. Von den anderen Katzen wird sie
akzeptiert, kleine Ausrutscher sind gestattet.
Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich auch scheue Katzen, wenn man sie
einfach gewähren lässt, eingewöhnen und Vertrauen fassen. Wir reden mit Mucki,
aber wir bedrängen sie in keiner Weise. Und wir gehen bei ihr davon aus, dass sie
früher einmal, in ihrer Jugendzeit, ein Zuhause hatte, denn sie verhält sich total
souverän in der Wohnung und überhaupt nicht panisch. Im Frühjahr darf Mucki dann
frei gehen. Sollte sie den kurzen Weg zu ihrem früheren Aufenthaltsort ansteuern
und dort bleiben wollen, werden wir sie mit Sicherheit nicht zum Hierbleiben
zwingen.

Dann war es schön, sie für diese Zeit begleiten zu dürfen. Jede Katze ist eine
Persönlichkeit, mit der zu leben es sich lohnt.
Kater: T H Y S O N
Es ist immer dasselbe: die Tierheime sind voll, aber
eine Freundin aus dem Tierschutz hatte einen Kater aufgenommen, aus Mitleid und
konnte ihn selbst nicht behalten. Nun tauchte die Frage auf: wohin damit? Naja, es
hat sich immer mal eine Möglichkeit ergeben, ein gehandicaptes Tier unterzukriegen
und so auch in Falle „Thyson“. So gaben wir von der NfP grünes Licht – „er durfte
auf die Reise“.
Und hier sind es wieder die Menschen, die spontan Hilfe anbieten, die sowieso
immer und überall helfen. Also hatte Thyson eine tolle Chance, die er auch nützte,
nicht erst auf dem Umweg über die NfP, sondern direkt in sein neues Zuhause.
Abteilung Katzenhilfe
Wenn Tiere einen Demut lehren....
Die Vorgeschichte ist immer die gleiche. Katze sucht Katzenparadies.
Ich hatte die Anfrage - und ich hatte just zu dem Zeitpunkt so ein Paradies zur
Hand.
Waldrandlage, großes Grundstück, kein Verkehr, und erfahrene Katzenhalter in einem
seit kurzem wieder katzenlosen Haushalt.
Die Entscheidung fiel, und wir erwarteten im Spätherbst 2008 einen Kartäuserkater,
erwachsen, der aus wie immer recht fadenscheinigen Gründen unbedingt weg muss.
Per Fahrkette kam das Tierchen bei mir an - ein kurzer Blick in die Transportbox
zeigte mir nur etwas Grosses, Dunkles mit riesigen Augen. Zur Stressreduzierung
nahm ich ihn gar nicht erst heraus, sondern fuhr die restlichen 3 km zu den neuen
Haltern, langjährige Freunde von mir.
Dort war alles für ihn hergerichtet, Kind und der vorhandene 17jährige Rüde
nochmals ermahnt worden - und ich wurde schon freudig erwartet.
Das Haus war gegen einen zu schnellen Freigang gesichert - und das neue Frauchen
öffnete die Box. Was dann da recht würdevoll und gar nicht verunsichert entstieg,
zog tiefstes Schweigen nach sich.
Ein Riesenvieh von Kater. Knapp 7 kg. Ursprünglich wohl pechschwarz, was aber
anhand der völligen Ungepflegtheit im Moment eher nach rostbraunem Flokati aussah.
Mit einem Riesenschädel, ziemlich verklebten kugelrunden Augen und einem
Gesichtchen, welches einen sofort an Axel Schulz nach seiner letzten bösen
Niederlage denken ließ. Ein reiner Perserkater sieht gut geformt dagegen aus.
Wir sahen uns perplex an und dachten unisono: Was in Gottes Namen ist das?
Das neue Herrchen sprach es etwas geschockt aus: ein richtiger Mike Thyson.
Und fortan war das der Rufname: Thyson.

Einen Kaffee später, Thyson erkundete derweil mit dem Kind im Gefolge alle
Nischen und nahm auch gleich das stille Örtchen an, bot ich an, den Kater wieder
mit zu nehmen. Denn Tierschutz heißt nicht zwangsläufig, den Leuten etwas völlig
anderes als das avisierte aufs Auge zu drücken.
Doch ich hatte mich in meinen Freunden nicht getäuscht. “Thyson darf natürlich
bleiben, und echte Schönheit kommt eh von innen, “hieß es, “und den will sowieso
keiner, so wie der aussieht“.
Womit sie sicher recht hatten.
Die nächsten Tage waren gefüllt mit Tierarztterminen, deren Begleichung ich aus
einem nicht abzustellenden Schuldgefühl heraus übernahm, und Pflege. Neben den
verklebten Augen und entzündeten Ohren, einem Infekt und Fieber musste auch sein
Äußeres auf Vordermann gebracht werden.
Eine große Hürde war auch sein persergleiches, jedoch noch verformteres
Mäulchen. Er konnte nicht normal fressen, das Futter fiel ihm immer aus dem Maul.
Hier musste erst mal eine Futtermischung gefunden werden, die es ihm leichter
machte.
All diese Hürden sind inzwischen überwunden, bis auf die Augen, die werden ihm ein
Leben lang etwas Probleme bereiten. Thyson ist eine Seele von Tier. Und irgendwie
hat er mehr von einem Hund als von einer Katze. Nach der Eingewöhnung ist er heute
Freigänger, bleibt aber nach wie vor im Garten und lässt sich rufen wie ein Hund.
Er liebt alles und jeden. Mit Hund und Kind kommt er bestens aus, Muttern bringt
er zur Verzweiflung, weil er sie mit Herrchen im Chor nachts vor Feinden bewacht,
so dass sie nun 2 aus dem Bett werfen muss statt bisher einen. Und einen Kollegen
hat er auch angeschleppt - nämlich den ebenfalls schwarzen Kater der
Hausvorbesitzerin, der nach deren Tod von dem nächsten Hof adoptiert wurde.
Aber Herr im Haus über Zwei - und Vierbeiner ist Thyson. Und er ist Herr über die
Besucher.
Über die Tiere im Garten, die er streng beobachtet - jagen tut sie sein Kumpel,
denn diese Tätigkeit ist unter Thysons Würde, und auch über Besucher. Vor allem
über Besucher mit Hund. Nicht, dass er was gegen Hunde hätte - aber Unerzogene
werden schnell eines Besseren belehrt. Wie die junge Jagdhündin, die mit ihrem
Menschen zum Kaffeetrinken kam.
Junghunde-like linste sie auf den Hinterbeinen stehend über die Küchentheke, von
der aus Thyson bei Besuchen, malerisch neben, oder auch mal in der Obstschale,
sich in Szene zu setzen weiß, alles kontrolliert.
Sie
also Kopf und Vorderpfoten auf dieser Theke, und er setzte sich, absolut in
Zeitlupe, auf die Hinterbacken auf, hob, ebenfalls in Zeitlupe, die Vordertatze,
immer bemüht, ihr genug Zeit zu lassen, sich anständig auf den Boden zu setzen,
wohin ein junger Hund seiner Meinung nach gehört. Als sie weiterhin jedwede
Erziehung vermissen ließ, schwenkte er seine Tatze langsam in Richtung
Hundegesicht und erklärte ihr mittels sanfter Backpfeife, ohne Krallen, wie junge
Hunde sich zu benehmen haben.
Das ist Thyson.
Der Thyson, dessen Impfpass bis heute nicht eingetroffen ist, den man nicht
haben wollte, den man verwahrlosen und Schmerzen leiden ließ. Weil er, als
schlägergesichtiger Mischling, wohl ein Überbleibsel aus einer privaten Vermehrung
und unverkäuflich war.
Der Thyson, der bei Fuß geht, sanft zu allen ist, voller Charakterstärke und
Würde. Eine Bereicherung im Leben seiner neuen Familie. Und der uns alle wieder
etwas Demut lehrte, weil er trotz seines Äußeren von innen heraus strahlt. Und uns
daran erinnert hat, hinter den Schein zu sehen. Denn dort sind, gerade im
Tierschutz, oft Diamanten zu finden. Auch wenn sie von außen gesehen ziemlich
blind daherkommen.
Copyright beim Verfasser (dem Vorstand bekannt)