Gesucht wird dringend ein Zuhause für einen lieben,
schwarzen Kater Felix.
Felix
wurde kurz vor Weihnachten letzten Jahres bei Eiseskälte gefunden. Das
zuständige Tierheim verweigerte die Aufnahme und so landetet der arme Kerl
bei der Katzennothilfe. Felix wurde kastriert und es wurde ein Leukose-
und FIV-Test gemacht. Dabei kam leider heraus, dass Felix FIV positiv ist
!!.Nach einigen Wochen kam heraus, wer der Besitzer von Felix ist. Dieser
aber wollte den Kater jetzt nicht mehr zurück haben !

Gesucht wird nun ein neues Zuhause für Felix !!. Zurzeit ist er bei
einer Dame allein in einem Zimmer unter gebracht. Aber die Dame hat nicht
so viel Zeit für Felix und so ist er sehr allein. Wer bietet dem
Schmuse-Kater ein Zuhause ? Die Krankheit macht sich nicht bemerkbar - es
war einfach ein Routinetest mit einem unschönen Ergebnis. Felix soll 8
Jahre alt und andere Katzen und auch Hund gewöhnt sein. Er kann problemlos
als reiner Wohnungskater gehalten werden.
Kätzin Clara –leider ohne Foto-
Außerdem suchen wir noch dringender ein Zuhause für eine dreifarbige
Katze (Glückskatze)!!!
Sie lebt zurzeit bei einer Frau, die Clara schon vor längerer Zeit bei
sich aufgenommen hatte. Die eigenen Katzen mobben die arme Clara aber
dermaßen, dass diese schon völlig verstört ist.
Clara ist gesund, kastriert und geimpft und eine reine Wohnungskatze.
Clara muss unbedingt allein gehalten werden !!! Ein Versuch, sie mit einem
netten anderen Kater zusammen zu führen, hatte überhaupt nicht
funktioniert.
Von Clara gibt es leider kein Foto.
Wer gibt diesen Tieren eine Chance?
Beide sind in der Nähe von Hamburg unter gebracht.
Kontakt über: Angelika Bergemann von der Katzennothilfe Buchholz
Telefon: 04181 -34448 oder 0170-3231514
eMail: a.bergemann@t-online.de
Nicht nur, weil die Abtlg. Katzenhilfe der
Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt froh ist, wenn sie Hilfe von
außen erhält, auch wir möchten gerne anderen Samtpfoten helfen, die
wirklich sonst vergessen werden. Zögern Sie bitte nicht und helfen Sie –
auch wenn es mit einer Patenschaft ist.
Das Schicksal von Charly hat auch uns nicht unberührt gelassen – auch
unsere eigenen Tiere könnten schnell mal alleine dastehen und wären auf
Hilfe angewiesen.

Charly
ist ein 15 Jahre alter Kater, der nun allein ist auf dieser Welt. Sein
Mensch ist verstorben und er hat dadurch ganz schnell sein Zuhause
verloren. Wäre da nicht eine nette Pflegestelle gewesen, die ihn
abgefangen hat, würde er nun sein Dasein im Tierheim fristen. Solche
Pflegestellen sind toll, aber meist auch schon anderweitig besetzt. Und
das stellt ein Problem für Charly dar. Der schon ältere Katermann will
nämlich seinen neuen Menschen für sich alleine und nicht mit anderen
Samtpfoten teilen. Das erschwert natürlich die Situation und deshalb
benötigen wir dringend für den charaktervollen Charly ein neues und festes
Zuhause – evtl. mit Übernahme der Kosten durch den zuständigen
Tierschutzverein, der gerne als Pate zur Verfügung steht. Das heißt im
Klartext, alle Kosten würden übernommen. Charly wurde vollkommen
durchgecheckt, seine Ohren, die Augen und was sonst noch pflegebedürftig
war, all das ist bereit in Angriff genommen und er lässt es problemlos
über sich ergehen.
Natürlich ist Charly kastriert und gechippt, sein Impfpass war jedoch
lückenhaft und aufgrund des Alters sollte er nicht mehr nachgeimpft
werden.
Ideal wäre ein warmes Plätzchen bei älteren Menschen, die viel Zeit für so
ein Schmusetier haben. Wissen sollte man, dass Charly anhänglich ist, wie
ein kleiner Hund und ständig die Nähe der Menschen sucht, während er seine
Artgenossen nur anpöbelt und tyrannisiert.
Derzeit ist Charly noch in NRW untergebracht, aber durch eine Fahrkette
wäre es sicher möglich, ihn auch irgendwie in sein neues Zuhause zu
bringen.
WO sind die Menschen, die bereit wären, einem alten Kater, wie Charly
einer ist, liebevoll das Pfötchen zu reichen?
Sollten die Voraussetzungen für Charly bei Ihnen gegeben sein und Sie
bewusst einem alten Katzentier ein Zuhause geben wollen, melden Sie sich
schnell bei:
Frau Anja Vogt, Tel.: 05485 – 83 31 79
e-Mail:
anja@katzenhilfe-greven.de
Abteilung Katzenhilfe der NfP
Hätten wir es nicht selbst erlebt, wir würden es nicht glauben.
Im März 2004 sollten wir eine Katzen-Kastrationsaktion übernehmen, die uns
ziemlich unter die Haut ging. In einem Teilort von Freudenstadt ist eine Frau
schwer Krebs krank geworden, dass sie nochmals nach Hause kommt, wurde nahezu
ausgeschlossen.
Damals wurden von der NfP 14 Katzen eingesammelt, beim Tierarzt kastriert und
entsprechend versorgt, in Pflegestellen gegeben, bzw. fest vermittelt. Eine Katze
kam nach einem Jahr aus der Vermittlung zurück, sie ist als Patenkatze „Pia“ bei
der NfP geblieben. Als scheu und nicht zu integrieren wurde sie beschrieben,
jetzt, nach 4 Jahren ist sie eine liebenswerte und anhängliche Porzellankatze.
Menschen können bekanntlich zäh sein oder haben einfach einen besonderen
Schutzengel.
Fünf
Jahre später, im Februar 2009 erhielt die NfP einen erneuten Anruf. Es war wieder
der Mann der damals krebskranken Frau am Telefon. Er beschwerte sich heftig, dass
seine Frau das Füttern der Miezen wieder angefangen hätte und ca. 5-6 Katzen vorm
Haus sitzen. Gefackelt haben wir nicht lange, sondern fuhren auf dem direkten Weg
zum Wohnort der Leute. Wir haben dann auf diesem Wege gleich erfahren, dass die
Frau ihr Krebsleiden gut überstanden hat. Zwischenzeitlich 81 Jahre alt, hätte sie
ein kaputtes Herz, sei wieder im Krankenhaus und nun stünde er erneut mit einer
Anzahl Katzen alleine da. Fakt war, dass der Mann die Katzen unbedingt los haben
wollte. Einfach aufnehmen, das war undenkbar, denn eine Vermittlung scheuer Katzen
gestaltet sich nicht so einfach und der Platz, sie über längere Zeit hier zu
behalten, wäre viel zu beengt und für alle Beteiligten untragbar gewesen. Schnell
nahm man mit einem Vereins-Mitglied aus dem badischen Raum, das schon öfters Hilfe
angeboten hatte, Kontakt auf und stellte sicher, dass die Miezen nach der
Kastration in einem Katzendorf unterkommen dürfen. Ein Stein fiel uns vom Herzen.
Diese 5-6 Katzen waren schnell eingefangen, ja, so dachten wir. Aber es ging
einfach weiter, aus den 5-6 Katzen wurde die stolze Zahl von 13 Tieren. Da alle
ähnlich gemustert waren, hatte der Mann keinen Überblick und schleppte eine um die
andere, weitere Samtpfote hier an. Uns war ganz schlecht bei dem Gedanken, was nun
aus dieser großen Anzahl Katzen auch werden sollte. Es war fragwürdig, ob sie alle
im Katzendorf Platz finden würden. Meist sind solche Möglichkeiten total
ausgeschöpft, da es immer und überall sowieso genügend Katzenprobleme gibt. Wir
hatten aber großes Glück, die Zusage kam für alle eingesammelten Tiere und dadurch
innerlich befreiter, versorgten wir gerne über eine geraume Zeit die kleine
Katzenschar (einige waren in einem gesundheitlich sehr schlechten Zustand).
Für uns war es wichtig, alles so schnell als möglich über die Bühne zu bringen, da
es draußen nicht nur bitterkalt war, sondern es auch noch ständig schneite und
Eisregen gab. Unterschlupf hatten die Miezen nur im Holz und mit diesem Wissen
ging man mit der ganzen Aktion recht zügig um.
Freigänger-Katzen den Stress, der mit einer Gefangenschaft einhergeht anzutun, das
ist nun wirklich nicht im Sinne der Tiere.
Wir waren selbst erstaunt, wie schnell die Einfangaktion vonstatten ging, die
Miezen fühlten sich in ihrer neuen Unterkunft recht wohl, fraßen Unmengen an
Futter (die Entsorgung an ebenso Unmengen von Katzenstreu darf hier am Rande auch
erwähnt werden) und schliefen viel. Sie hatten wohl ein großes Nachholbedürfnis
und mussten neue Energie tanken.
Dann kam der Tag der Abholung. Ein hilfsbereites Mitglied unseres Vereins,
das sich einzigartig (auch für die Unterbringung im Katzendorf) eingesetzt hatte,
erledigte auch den Transport. So konnten die Miezen in das Katzendorf einziehen
und je nach dem Grad der Zutraulichkeit im Laufe der Zeit teilweise sogar
vermittelt werden.
Ein herzliches Dankeschön ging an alle Beteiligten, vor allem an die
Tierschutzorganisation im Badischen. Es war eine ganz tolle Zusammenarbeit, die
man sich normalerweise immer wünscht und viel zu selten erlebt.
Als die kranke Frau vom Krankenhaus wieder zurück war, machten wir einen Besuch
bei ihr. Wir baten sie, sollte mal wieder eine Katze auftauchen, dass sie sich
umgehend meldet und nicht wieder wahllos das Füttern anfängt. Man kann nur hoffen,
dass sie ihr gemachtes Versprechen auch einhält.
Einen bitteren Beigeschmack hatte der Besuch dann aber trotzdem. Während des
Gesprächs erzählte sie von einem großen und charaktervollen Kater, der sich über
längere Zeit ums Haus herum einquartiert hatte. Auf die Frage, wo er sei, erfuhren
wir etwas, das wir lieber nicht gewusst hätten. Da die alte Dame der ganzen
Katzen-Situation in ihrem Wohnort nicht Herr geworden ist und auch der hauseigene
Hund sich ständig wie wild gebärdete, wenn er den Kater sah, lockte man diesen in
die Garage. Kurzerhand wurde der Hund dazugelassen, der dann das arme Tier in eine
Ecke trieb, so dass man mit Hilfe dieses Hundes den Kater zur Strecke bringen
konnte. Die Zweibeiner hatten ihn dann schlichtweg „erschlagen“. Da man sich schon
an verschiedene Stellen gewandt hätte und nie Hilfe bekam, sah man keine andere
Möglichkeit, als sich so des Tieres zu entledigen.
Wir waren mehr als sprachlos und brachten die hochkommende Wut kaum in den
Griff. Es ist uns schleierhaft, dass die Leute, mit dem Wissen, dass die NfP
jederzeit Hilfe angeboten hatte, so handeln. Es bleibt zu hoffen, dass sich eine
solch entsetzliche Tat nicht wiederholt. Auch wenn man es NUR hört, geht man in
Gedanken laufend mit dem Schrecklichen um. Und man möchte auch gar nicht MEHR
wissen, was sich an anderen Stellen alles ereignet. Zu viel hat man immer noch
direkt vor der Haustüre an Aufklärungsarbeit zu leisten, um sich über die
Geschehnisse in anderen Ländern zu beschweren.
Sind Sie trotz der Liebe zu den Nordischen auch Fan von den Samtpfötchen?
Vielleicht haben Sie Lust, uns diesbezüglich zu unterstützen. Wir unterhalten
einige Stellen, an denn verwilderte Katzen gefüttert und versorgt werden. Gerade
in der kälteren Jahreszeit entsteht ein enormer Futterbedarf. Für Spenden, egal in
welcher Form, sind wir immer offen und freuen uns.
Die Kontonummer ist die der NfP – diese finden Sie auf der
Homepage und mit
einem Eintrag auf dem Überweisungsträger:
Verwendungszweck Katzenhilfe – sind Sie schon voll dabei.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
Scheue, herrenlose Katze Mucki – Update Juni 2010

Grade mal 7 Monate ist es her, dass die scheue Katze Mucki in der
Pflegestelle eingezogen ist. Der lange, strenge und anhaltende Winter ließ
es nicht zu, dass man Mucki, nachdem sie ihre beiden Kinder abgenabelt
hatte, wieder an die Futterstelle bringt, dort gab es auch keinen
Unterschlupf für sie. Also entschied die Pflegestelle, die scheue Katze
erst mal zu behalten, bis die Witterungsverhältnisse einen Freigang
zulassen. Dann sollte Mucki selbst entscheiden, ob sie an ihren alten
Futterplatz, ca. 300 mtr. entfernt von der Pflegstelle, zurückgehen
möchte.
In den letzten Märztagen war es dann soweit. Vorsichtig tastete sich
Mucki an die Katzenklappe, schlüpfte hindurch und für war für einige
Minuten verschwunden. Kurz darauf schon düste sie schnell durch die
geöffnete Terrassentüre wieder ins Haus. Am nächsten Tag dasselbe Spiel,
nur mit dem Unterschied, dass sie noch den Garten erkundete. Nach diesen
zwei Erlebnistagen vergingen gute 2 Wochen, bis sich Mucki wieder den Weg
nach draußen suchte. Dieses Wechselspiel bahnte sich durch den ganzen
April und noch bis zur Hälfte vom Mai. Ja, irgendwie schien das Eis dann
gebrochen zu sein. Nicht nur, dass Mucki anfing, über ihre Hundefreundin
Jenny den Kontakt zu der Menschenhand zu suchen, sie ging mit einer
Selbstverständlichkeit durch die Katzenklappe rein und wieder raus –
täglich mehrere Male mit einer unheimlichen Sicherheit; dass es jemals
etwas anderes für sie gegeben hat, das schien undenkbar.
Und in der Zwischenzeit muss nicht mehr nur die Hundefreundin Jenny für
die Schmuseeinheiten herhalten, Mucki sucht direkt den Kontakt zu den
Zweibeinern, drückt sich an die Beine, legt ihr Köpfchen in die Hand,
wälzt und aalt sich vor dem Mensch so am Boden, dass man nicht umhin
kommt, sie zu knuddeln. Und was zeigt einem mehr als Vertrauen, wenn ein
Tier das Bäuchlein hinstreckt? Noch nie hat Mucki gebissen oder ihre
Krallen ausgefahren, sie verhält sich, als wäre es das
Selbstverständlichste von der Welt, dass man bei Aufforderung auch
beschmust wird.
Es hat ganze 6 Monate gedauert, bis Mucki sich das Vertrauen erarbeitet
hat. Gerne hat man sie an der Pflegestelle einfach so belassen – man
wusste, irgendwann sucht sie den Kontakt ganz von alleine.
Und wenn ihre Hundefreundin Jenny nicht greifbar ist, dann müssen die
anderen Hunde herhalten. Eine anfängliche Unsicherheit, dem Pflegehund
Joshi gegenüber, verblasste sehr rasch als sie merkte, dass der doch
einfach nur spielen will. Man drückt sich an seine Beine, läuft unter ihm
durch, was bei seiner Größe auch ganz einfach geht und findet es nur noch
toll, dass man eine Oase des Friedens gefunden hat.
Auch
ihren Rückzugsort und Schlafplatz sucht Mucki nicht mehr oft auf, sondern
legt sich in direkter Nähe da hin, wo Mensch sich aufhält. Sie nimmt ihr
neues Zuhause dankbar an und fühlt sich wohl.
Egal ob sie sich im Garten, auf der Terrasse oder in der Wohnung aufhält,
sie zeigt sich meist sehr gelassen. Ist sie in der Nähe und man ruft ihren
Namen, dann erscheint sie kurze Zeit darauf und lässt einen wissen, dass
sie noch da ist.
Weiterhin ist Mucki trotzdem darauf bedacht, ständig den Kontakt zu
ihrer Hundefreundin zu halten, die ihr wohl am meisten Sicherheit gibt.
Und Jenny ist ein dankbares Opfer, durch ihre soziale Art hat es noch nie
mit einem Tier, egal welcher Art, mit ihr Probleme gegeben. Nur manchmal
schaut sie Mensch Hilfe suchend an, wenn die Aufdringlichkeit von Mucki zu
lange und ausdauernd ist. Und trotzdem nimmt sie es gelassen hin.
Schwer fällt es einem Katzenkenner nicht, den Unterschied von einer
scheuen zu einer verwilderten Hauskatze festzustellen – Katzen wie Mucki
gehören zu denen, die sich geöffnet haben, weil sie irgendwann einmal auch
die Sonnenseite des Katzenlebens kennen gelernt haben. Warum sie
vielleicht abgeschoben wurde und sich dann alleine weiterhin durchs Leben
kämpfen musste, das hat sie niemandem erzählt. Aber ihr Vertrauen und ihre
liebe Art sprechen Bände. Natürlich darf Mucki fest in der Pflegestelle
bleiben, denn es gibt wenig Menschen, die die entsprechende Zeit und
Geduld aufbringen, die eine scheue Samtpfote zum Einleben braucht.

Es ist schön, dass es Mucki gibt, sie ist eine zauberhafte Katze.
Felix
– wer hätte es gedacht, dass sich für Felix doch eine Tür auftut? Er
durfte vom Fabrikgelände direkt in ein neues Zuhause umziehen. Gemeinsam
mit Samtpfötchen in Not „Franken“ sind wir glücklich darüber, dass es der
10jährige Kater geschafft hat. Er wurde nicht nur von seinen Bürodamen
gefüttert, nein, sie haben auch dafür gesorgt, dass er nicht übrig bleibt,
als die letzte der Damen in die wohlverdiente Rente gegangen ist. Nun ist
auch er in Rente und kann sich nach allen Regeln der Kunst verwöhnen
lassen.
Lilly auf dem Weg ins Glück……
Nicht
nur um das leibliche Wohl, auch um die sonstigen Belange hat sich eine
engagierte Tierschützerin gekümmert und alles Erdenkliche über einen
langen Zeitraum versucht, für die herrenlose und verschmuste Katze Lilly
einen Platz zu finden. Der Weg ins Tierheim sollte ihr auf jeden Fall
erspart bleiben. Der hartnäckige Winter hat jedoch mächtig zugeschlagen,
Lilly hatte keine Möglichkeit irgendwo Unterschlupf zu finden. Schnell
organisierte man weitere Aufrufe übers Internet und schon stand Lilly im
Verteiler.
Nur mal eine E-Mail schreiben wollte man und sich erkundigen. Doch
daraus wurde dann doch mehr. Lilly, eine Katze in Deutschland ist in
großer Not – da sollten sich doch schnell viele Menschen melden. Falsch
gedacht, es war ein Schuss ins Leere.
So setzten wir von der Nothilfe für Polarhunde e.V. in Freudenstadt uns
mit der Betreuerin von Lilly in Verbindung und boten Hilfe an. Zwei kleine
Katerchen sollten vermittelt werden, warum nicht auch Lilly in die
Zeitungsanzeige mit aufnehmen? Und so kam der berühmte Zufall zur Hilfe.
Da die kleinen Kater-Blitze sehr schnell und auch noch in der näheren
Umgebung gemeinsam ein tolles Zuhause gefunden hatten, entschieden die
nächsten Interessenten sich für die Kätzin Lilly. Einem Kontrollbesuch
stand nichts im Wege und da dieser super ausgefallen ist, machte sich
Lilly auf den Weg in den Schwarzwald. Ihre Betreuerin brachte Lilly selbst
vorbei und es bleibt nur zu hoffen, dass die kleine Miezen-Madame schnell
Pfote fasst und sich im neuen Zuhause gut einlebt. Hilfestellung hat sie
jede Menge von ihren neuen Menschen, man freut sich ungemein auf die
kleine Kätzin, der wir alles Gute wünschen. Sie hat es verdient, endlich
im Warmen zu sein, Liebe und viel Streicheleinheiten zu bekommen. Und wenn
man Lilly kennen lernen durfte, dann weiß man, dass die neuen Menschen
einen besonderen Schatz bekommen.

Micky und Mira – zwei entzückende Katzenkinder haben vor Weihnachten ein
schönes Zuhause gesucht. Und der Wunsch ging tatsächlich in Erfüllung. Gemeinsam
konnten die beiden Kätzchen umziehen. Über eine Tierarztpraxis im Stuttgarter Raum
wurden liebe Menschen auf die beiden aufmerksam. Eine Platzbesichtigung hat
ergeben, dass es wohl kein schöneres Zuhause geben könnte, so dass die diese
beiden Schätze umziehen konnten und nun nach allen Regeln der Kunst verwöhnt
werden. Aber die Liebe, die die beiden Kleinen erhalten, kommt mannigfach zurück.
Micky und Mira haben sich unheimlich schnell eingewöhnt, toben durch die Wohnung,
spielen, raufen und verlangen jede Menge Streicheleinheiten, die sie auch
erhalten. Und dabei schnurren sie gemeinsam um die Wette.
Nachdem die beiden abgeholt wurden, hatte die Katzenmama Mucki für ein paar Tage
Trauer getragen. Immer wieder hat sie laut und anhaltend geweint und nach ihren
Kindern gerufen und gesucht. Uns hat es ziemlich das Herz berührt und obwohl die 2
doch drei Monate mit ihrer Mama zusammen waren, entstand da eine ganz feste
Bindung. Die zwei Kleinen hatten es lockerer gesehen und sich schnell eingewöhnt.
Die scheue Mucki hat aber nun das Glück, dass sie an der Pflegestelle bleiben darf
(wir würden uns über Pateneltern sehr freuen). Sie ist schon nicht mehr so scheu
und kann sich in der Wohnung frei bewegen. Von den anderen Katzen wird sie
akzeptiert, kleine Ausrutscher sind gestattet.
Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich auch scheue Katzen, wenn man sie
einfach gewähren lässt, eingewöhnen und Vertrauen fassen. Wir reden mit Mucki,
aber wir bedrängen sie in keiner Weise. Und wir gehen bei ihr davon aus, dass sie
früher einmal, in ihrer Jugendzeit, ein Zuhause hatte, denn sie verhält sich total
souverän in der Wohnung und überhaupt nicht panisch. Im Frühjahr darf Mucki dann
frei gehen. Sollte sie den kurzen Weg zu ihrem früheren Aufenthaltsort ansteuern
und dort bleiben wollen, werden wir sie mit Sicherheit nicht zum Hierbleiben
zwingen.

Dann war es schön, sie für diese Zeit begleiten zu dürfen. Jede Katze ist eine
Persönlichkeit, mit der zu leben es sich lohnt.
Kater: T H Y S O N
Es ist immer dasselbe: die Tierheime sind voll, aber
eine Freundin aus dem Tierschutz hatte einen Kater aufgenommen, aus Mitleid und
konnte ihn selbst nicht behalten. Nun tauchte die Frage auf: wohin damit? Naja, es
hat sich immer mal eine Möglichkeit ergeben, ein gehandicaptes Tier unterzukriegen
und so auch in Falle „Thyson“. So gaben wir von der NfP grünes Licht – „er durfte
auf die Reise“.
Und hier sind es wieder die Menschen, die spontan Hilfe anbieten, die sowieso
immer und überall helfen. Also hatte Thyson eine tolle Chance, die er auch nützte,
nicht erst auf dem Umweg über die NfP, sondern direkt in sein neues Zuhause.
Abteilung Katzenhilfe
Wenn Tiere einen Demut lehren....
Die Vorgeschichte ist immer die gleiche. Katze sucht Katzenparadies.
Ich hatte die Anfrage - und ich hatte just zu dem Zeitpunkt so ein Paradies zur
Hand.
Waldrandlage, großes Grundstück, kein Verkehr, und erfahrene Katzenhalter in einem
seit kurzem wieder katzenlosen Haushalt.
Die Entscheidung fiel, und wir erwarteten im Spätherbst 2008 einen Kartäuserkater,
erwachsen, der aus wie immer recht fadenscheinigen Gründen unbedingt weg muss.
Per Fahrkette kam das Tierchen bei mir an - ein kurzer Blick in die Transportbox
zeigte mir nur etwas Grosses, Dunkles mit riesigen Augen. Zur Stressreduzierung
nahm ich ihn gar nicht erst heraus, sondern fuhr die restlichen 3 km zu den neuen
Haltern, langjährige Freunde von mir.
Dort war alles für ihn hergerichtet, Kind und der vorhandene 17jährige Rüde
nochmals ermahnt worden - und ich wurde schon freudig erwartet.
Das Haus war gegen einen zu schnellen Freigang gesichert - und das neue Frauchen
öffnete die Box. Was dann da recht würdevoll und gar nicht verunsichert entstieg,
zog tiefstes Schweigen nach sich.
Ein Riesenvieh von Kater. Knapp 7 kg. Ursprünglich wohl pechschwarz, was aber
anhand der völligen Ungepflegtheit im Moment eher nach rostbraunem Flokati aussah.
Mit einem Riesenschädel, ziemlich verklebten kugelrunden Augen und einem
Gesichtchen, welches einen sofort an Axel Schulz nach seiner letzten bösen
Niederlage denken ließ. Ein reiner Perserkater sieht gut geformt dagegen aus.
Wir sahen uns perplex an und dachten unisono: Was in Gottes Namen ist das?
Das neue Herrchen sprach es etwas geschockt aus: ein richtiger Mike Thyson.
Und fortan war das der Rufname: Thyson.

Einen Kaffee später, Thyson erkundete derweil mit dem Kind im Gefolge alle
Nischen und nahm auch gleich das stille Örtchen an, bot ich an, den Kater wieder
mit zu nehmen. Denn Tierschutz heißt nicht zwangsläufig, den Leuten etwas völlig
anderes als das avisierte aufs Auge zu drücken.
Doch ich hatte mich in meinen Freunden nicht getäuscht. “Thyson darf natürlich
bleiben, und echte Schönheit kommt eh von innen, “hieß es, “und den will sowieso
keiner, so wie der aussieht“.
Womit sie sicher recht hatten.
Die nächsten Tage waren gefüllt mit Tierarztterminen, deren Begleichung ich aus
einem nicht abzustellenden Schuldgefühl heraus übernahm, und Pflege. Neben den
verklebten Augen und entzündeten Ohren, einem Infekt und Fieber musste auch sein
Äußeres auf Vordermann gebracht werden.
Eine große Hürde war auch sein persergleiches, jedoch noch verformteres
Mäulchen. Er konnte nicht normal fressen, das Futter fiel ihm immer aus dem Maul.
Hier musste erst mal eine Futtermischung gefunden werden, die es ihm leichter
machte.
All diese Hürden sind inzwischen überwunden, bis auf die Augen, die werden ihm ein
Leben lang etwas Probleme bereiten. Thyson ist eine Seele von Tier. Und irgendwie
hat er mehr von einem Hund als von einer Katze. Nach der Eingewöhnung ist er heute
Freigänger, bleibt aber nach wie vor im Garten und lässt sich rufen wie ein Hund.
Er liebt alles und jeden. Mit Hund und Kind kommt er bestens aus, Muttern bringt
er zur Verzweiflung, weil er sie mit Herrchen im Chor nachts vor Feinden bewacht,
so dass sie nun 2 aus dem Bett werfen muss statt bisher einen. Und einen Kollegen
hat er auch angeschleppt - nämlich den ebenfalls schwarzen Kater der
Hausvorbesitzerin, der nach deren Tod von dem nächsten Hof adoptiert wurde.
Aber Herr im Haus über Zwei - und Vierbeiner ist Thyson. Und er ist Herr über die
Besucher.
Über die Tiere im Garten, die er streng beobachtet - jagen tut sie sein Kumpel,
denn diese Tätigkeit ist unter Thysons Würde, und auch über Besucher. Vor allem
über Besucher mit Hund. Nicht, dass er was gegen Hunde hätte - aber Unerzogene
werden schnell eines Besseren belehrt. Wie die junge Jagdhündin, die mit ihrem
Menschen zum Kaffeetrinken kam.
Junghunde-like linste sie auf den Hinterbeinen stehend über die Küchentheke, von
der aus Thyson bei Besuchen, malerisch neben, oder auch mal in der Obstschale,
sich in Szene zu setzen weiß, alles kontrolliert.
Sie
also Kopf und Vorderpfoten auf dieser Theke, und er setzte sich, absolut in
Zeitlupe, auf die Hinterbacken auf, hob, ebenfalls in Zeitlupe, die Vordertatze,
immer bemüht, ihr genug Zeit zu lassen, sich anständig auf den Boden zu setzen,
wohin ein junger Hund seiner Meinung nach gehört. Als sie weiterhin jedwede
Erziehung vermissen ließ, schwenkte er seine Tatze langsam in Richtung
Hundegesicht und erklärte ihr mittels sanfter Backpfeife, ohne Krallen, wie junge
Hunde sich zu benehmen haben.
Das ist Thyson.
Der Thyson, dessen Impfpass bis heute nicht eingetroffen ist, den man nicht
haben wollte, den man verwahrlosen und Schmerzen leiden ließ. Weil er, als
schlägergesichtiger Mischling, wohl ein Überbleibsel aus einer privaten Vermehrung
und unverkäuflich war.
Der Thyson, der bei Fuß geht, sanft zu allen ist, voller Charakterstärke und
Würde. Eine Bereicherung im Leben seiner neuen Familie. Und der uns alle wieder
etwas Demut lehrte, weil er trotz seines Äußeren von innen heraus strahlt. Und uns
daran erinnert hat, hinter den Schein zu sehen. Denn dort sind, gerade im
Tierschutz, oft Diamanten zu finden. Auch wenn sie von außen gesehen ziemlich
blind daherkommen.
Copyright beim Verfasser (dem Vorstand bekannt)