Oft ist es im Tierschutz so, dass die sich dort engagierenden Menschen im Laufe der Zeit an ihrem Wohnort zu Ansprechpartnern für viele Anliegen und Probleme rund um die Tierhaltung werden. Vieles davon bezieht sich auf ganz andere Rassen und Arten und manches, was zunächst eine eher private, personenbezogene Hilfe in Einzelfällen ist, verselbständigt sich, weitet sich ohne eigenes Dazutun aus. Seit vielen Jahren gibt es daher die Katzenhilfe, die sich dank gewonnener treuer Spender und Paten selbst trägt und vor allem im ländlichen Raum rund um den Vereinssitz Freudenstadt tätig ist. Hier werden vor allem Futterstellen versorgt, Kastrationen durchgeführt, erkrankte Tiere eingefangen (hauptsächlich Streuner und scheue Bauernkatzen) und zur Behandlung gebracht.
Nicht jeder genesene Streuner kann und will zurück auf die Straße, ausgesetzte ehemalige Hauskatzen, Handicapler, alte oder chronisch kranke Tiere bleiben lieber in der Nähe der Menschen und genießen das Leben im Warmen ohne Futtersorgen. Diese und andere Notfall-Samtpfoten sollen hier eine Möglichkeit bekommen, von ihren potentiellen neuen Dosenöffnern gefunden zu werden.

 

Zu den glücklichen Samtpfoten

 

 

 

Gesucht wird dringend ein Zuhause für einen lieben, schwarzen Kater Felix.

FelixFelix wurde kurz vor Weihnachten letzten Jahres bei Eiseskälte gefunden. Das zuständige Tierheim verweigerte die Aufnahme und so landetet der arme Kerl bei der Katzennothilfe. Felix wurde kastriert und es wurde ein Leukose- und FIV-Test gemacht. Dabei kam leider heraus, dass Felix FIV positiv ist !!.Nach einigen Wochen kam heraus, wer der Besitzer von Felix ist. Dieser aber wollte den Kater jetzt nicht mehr zurück haben !

Felix

 

 

 

Gesucht wird nun ein neues Zuhause für Felix !!. Zurzeit ist er bei einer Dame allein in einem Zimmer unter gebracht. Aber die Dame hat nicht so viel Zeit für Felix und so ist er sehr allein. Wer bietet dem Schmuse-Kater ein Zuhause ? Die Krankheit macht sich nicht bemerkbar - es war einfach ein Routinetest mit einem unschönen Ergebnis. Felix soll 8 Jahre alt und andere Katzen und auch Hund gewöhnt sein. Er kann problemlos als reiner Wohnungskater gehalten werden.

Kätzin Clara –leider ohne Foto-

Außerdem suchen wir noch dringender ein Zuhause für eine dreifarbige Katze (Glückskatze)!!!

Sie lebt zurzeit bei einer Frau, die Clara schon vor längerer Zeit bei sich aufgenommen hatte. Die eigenen Katzen mobben die arme Clara aber dermaßen, dass diese schon völlig verstört ist.

Clara ist gesund, kastriert und geimpft und eine reine Wohnungskatze. Clara muss unbedingt allein gehalten werden !!! Ein Versuch, sie mit einem netten anderen Kater zusammen zu führen, hatte überhaupt nicht funktioniert.

Von Clara gibt es leider kein Foto.

Wer gibt diesen Tieren eine Chance?

Beide sind in der Nähe von Hamburg unter gebracht.

Kontakt über: Angelika Bergemann von der Katzennothilfe Buchholz
Telefon: 04181 -34448 oder 0170-3231514
eMail: a.bergemann@t-online.de

 


 

Nicht nur, weil die Abtlg. Katzenhilfe der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt froh ist, wenn sie Hilfe von außen erhält, auch wir möchten gerne anderen Samtpfoten helfen, die wirklich sonst vergessen werden. Zögern Sie bitte nicht und helfen Sie – auch wenn es mit einer Patenschaft ist.
Das Schicksal von Charly hat auch uns nicht unberührt gelassen – auch unsere eigenen Tiere könnten schnell mal alleine dastehen und wären auf Hilfe angewiesen.

Charly

CharlyCharly ist ein 15 Jahre alter Kater, der nun allein ist auf dieser Welt. Sein Mensch ist verstorben und er hat dadurch ganz schnell sein Zuhause verloren. Wäre da nicht eine nette Pflegestelle gewesen, die ihn abgefangen hat, würde er nun sein Dasein im Tierheim fristen. Solche Pflegestellen sind toll, aber meist auch schon anderweitig besetzt. Und das stellt ein Problem für Charly dar. Der schon ältere Katermann will nämlich seinen neuen Menschen für sich alleine und nicht mit anderen Samtpfoten teilen. Das erschwert natürlich die Situation und deshalb benötigen wir dringend für den charaktervollen Charly ein neues und festes Zuhause – evtl. mit Übernahme der Kosten durch den zuständigen Tierschutzverein, der gerne als Pate zur Verfügung steht. Das heißt im Klartext, alle Kosten würden übernommen. Charly wurde vollkommen durchgecheckt, seine Ohren, die Augen und was sonst noch pflegebedürftig war, all das ist bereit in Angriff genommen und er lässt es problemlos über sich ergehen.
Natürlich ist Charly kastriert und gechippt, sein Impfpass war jedoch lückenhaft und aufgrund des Alters sollte er nicht mehr nachgeimpft werden.
Ideal wäre ein warmes Plätzchen bei älteren Menschen, die viel Zeit für so ein Schmusetier haben. Wissen sollte man, dass Charly anhänglich ist, wie ein kleiner Hund und ständig die Nähe der Menschen sucht, während er seine Artgenossen nur anpöbelt und tyrannisiert.Charly

Derzeit ist Charly noch in NRW untergebracht, aber durch eine Fahrkette wäre es sicher möglich, ihn auch irgendwie in sein neues Zuhause zu bringen.
WO sind die Menschen, die bereit wären, einem alten Kater, wie Charly einer ist, liebevoll das Pfötchen zu reichen?

Sollten die Voraussetzungen für Charly bei Ihnen gegeben sein und Sie bewusst einem alten Katzentier ein Zuhause geben wollen, melden Sie sich schnell bei:

Frau Anja Vogt, Tel.: 05485 – 83 31 79
e-Mail: anja@katzenhilfe-greven.de

 

 

 

 

 


 

Abteilung Katzenhilfe der NfP

Hätten wir es nicht selbst erlebt, wir würden es nicht glauben.
Im März 2004 sollten wir eine Katzen-Kastrationsaktion übernehmen, die uns ziemlich unter die Haut ging. In einem Teilort von Freudenstadt ist eine Frau schwer Krebs krank geworden, dass sie nochmals nach Hause kommt, wurde nahezu ausgeschlossen.
Damals wurden von der NfP 14 Katzen eingesammelt, beim Tierarzt kastriert und entsprechend versorgt, in Pflegestellen gegeben, bzw. fest vermittelt. Eine Katze kam nach einem Jahr aus der Vermittlung zurück, sie ist als Patenkatze „Pia“ bei der NfP geblieben. Als scheu und nicht zu integrieren wurde sie beschrieben, jetzt, nach 4 Jahren ist sie eine liebenswerte und anhängliche Porzellankatze.
Menschen können bekanntlich zäh sein oder haben einfach einen besonderen Schutzengel.

KastrationsaktionFünf Jahre später, im Februar 2009 erhielt die NfP einen erneuten Anruf. Es war wieder der Mann der damals krebskranken Frau am Telefon. Er beschwerte sich heftig, dass seine Frau das Füttern der Miezen wieder angefangen hätte und ca. 5-6 Katzen vorm Haus sitzen. Gefackelt haben wir nicht lange, sondern fuhren auf dem direkten Weg zum Wohnort der Leute. Wir haben dann auf diesem Wege gleich erfahren, dass die Frau ihr Krebsleiden gut überstanden hat. Zwischenzeitlich 81 Jahre alt, hätte sie ein kaputtes Herz, sei wieder im Krankenhaus und nun stünde er erneut mit einer Anzahl Katzen alleine da. Fakt war, dass der Mann die Katzen unbedingt los haben wollte. Einfach aufnehmen, das war undenkbar, denn eine Vermittlung scheuer Katzen gestaltet sich nicht so einfach und der Platz, sie über längere Zeit hier zu behalten, wäre viel zu beengt und für alle Beteiligten untragbar gewesen. Schnell nahm man mit einem Vereins-Mitglied aus dem badischen Raum, das schon öfters Hilfe angeboten hatte, Kontakt auf und stellte sicher, dass die Miezen nach der Kastration in einem Katzendorf unterkommen dürfen. Ein Stein fiel uns vom Herzen.
Diese 5-6 Katzen waren schnell eingefangen, ja, so dachten wir. Aber es ging einfach weiter, aus den 5-6 Katzen wurde die stolze Zahl von 13 Tieren. Da alle ähnlich gemustert waren, hatte der Mann keinen Überblick und schleppte eine um die andere, weitere Samtpfote hier an. Uns war ganz schlecht bei dem Gedanken, was nun aus dieser großen Anzahl Katzen auch werden sollte. Es war fragwürdig, ob sie alle im Katzendorf Platz finden würden. Meist sind solche Möglichkeiten total ausgeschöpft, da es immer und überall sowieso genügend Katzenprobleme gibt. Wir hatten aber großes Glück, die Zusage kam für alle eingesammelten Tiere und dadurch innerlich befreiter, versorgten wir gerne über eine geraume Zeit die kleine Katzenschar (einige waren in einem gesundheitlich sehr schlechten Zustand).Glücklich gerettet
Für uns war es wichtig, alles so schnell als möglich über die Bühne zu bringen, da es draußen nicht nur bitterkalt war, sondern es auch noch ständig schneite und Eisregen gab. Unterschlupf hatten die Miezen nur im Holz und mit diesem Wissen ging man mit der ganzen Aktion recht zügig um.
Freigänger-Katzen den Stress, der mit einer Gefangenschaft einhergeht anzutun, das ist nun wirklich nicht im Sinne der Tiere.
Wir waren selbst erstaunt, wie schnell die Einfangaktion vonstatten ging, die Miezen fühlten sich in ihrer neuen Unterkunft recht wohl, fraßen Unmengen an Futter (die Entsorgung an ebenso Unmengen von Katzenstreu darf hier am Rande auch erwähnt werden) und schliefen viel. Sie hatten wohl ein großes Nachholbedürfnis und mussten neue Energie tanken.

Dann kam der Tag der Abholung. Ein hilfsbereites Mitglied unseres Vereins, das sich einzigartig (auch für die Unterbringung im Katzendorf) eingesetzt hatte, erledigte auch den Transport. So konnten die Miezen in das Katzendorf einziehen und je nach dem Grad der Zutraulichkeit im Laufe der Zeit teilweise sogar vermittelt werden.
Ein herzliches Dankeschön ging an alle Beteiligten, vor allem an die Tierschutzorganisation im Badischen. Es war eine ganz tolle Zusammenarbeit, die man sich normalerweise immer wünscht und viel zu selten erlebt.
Als die kranke Frau vom Krankenhaus wieder zurück war, machten wir einen Besuch bei ihr. Wir baten sie, sollte mal wieder eine Katze auftauchen, dass sie sich umgehend meldet und nicht wieder wahllos das Füttern anfängt. Man kann nur hoffen, dass sie ihr gemachtes Versprechen auch einhält.gerettete Katze

Einen bitteren Beigeschmack hatte der Besuch dann aber trotzdem. Während des Gesprächs erzählte sie von einem großen und charaktervollen Kater, der sich über längere Zeit ums Haus herum einquartiert hatte. Auf die Frage, wo er sei, erfuhren wir etwas, das wir lieber nicht gewusst hätten. Da die alte Dame der ganzen Katzen-Situation in ihrem Wohnort nicht Herr geworden ist und auch der hauseigene Hund sich ständig wie wild gebärdete, wenn er den Kater sah, lockte man diesen in die Garage. Kurzerhand wurde der Hund dazugelassen, der dann das arme Tier in eine Ecke trieb, so dass man mit Hilfe dieses Hundes den Kater zur Strecke bringen konnte. Die Zweibeiner hatten ihn dann schlichtweg „erschlagen“. Da man sich schon an verschiedene Stellen gewandt hätte und nie Hilfe bekam, sah man keine andere Möglichkeit, als sich so des Tieres zu entledigen.

Wir waren mehr als sprachlos und brachten die hochkommende Wut kaum in den Griff. Es ist uns schleierhaft, dass die Leute, mit dem Wissen, dass die NfP jederzeit Hilfe angeboten hatte, so handeln. Es bleibt zu hoffen, dass sich eine solch entsetzliche Tat nicht wiederholt. Auch wenn man es NUR hört, geht man in Gedanken laufend mit dem Schrecklichen um. Und man möchte auch gar nicht MEHR wissen, was sich an anderen Stellen alles ereignet. Zu viel hat man immer noch direkt vor der Haustüre an Aufklärungsarbeit zu leisten, um sich über die Geschehnisse in anderen Ländern zu beschweren.

Sind Sie trotz der Liebe zu den Nordischen auch Fan von den Samtpfötchen?
Vielleicht haben Sie Lust, uns diesbezüglich zu unterstützen. Wir unterhalten einige Stellen, an denn verwilderte Katzen gefüttert und versorgt werden. Gerade in der kälteren Jahreszeit entsteht ein enormer Futterbedarf. Für Spenden, egal in welcher Form, sind wir immer offen und freuen uns.
Die Kontonummer ist die der NfP – diese finden Sie auf der Homepage und mit einem Eintrag auf dem Überweisungsträger:
Verwendungszweck Katzenhilfe – sind Sie schon voll dabei.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
 

 


Glückliche Samtpfoten
 


 

Scheue, herrenlose Katze Mucki – Update Juni 2010

Mucki

Grade mal 7 Monate ist es her, dass die scheue Katze Mucki in der Pflegestelle eingezogen ist. Der lange, strenge und anhaltende Winter ließ es nicht zu, dass man Mucki, nachdem sie ihre beiden Kinder abgenabelt hatte, wieder an die Futterstelle bringt, dort gab es auch keinen Unterschlupf für sie. Also entschied die Pflegestelle, die scheue Katze erst mal zu behalten, bis die Witterungsverhältnisse einen Freigang zulassen. Dann sollte Mucki selbst entscheiden, ob sie an ihren alten Futterplatz, ca. 300 mtr. entfernt von der Pflegstelle, zurückgehen möchte.

In den letzten Märztagen war es dann soweit. Vorsichtig tastete sich Mucki an die Katzenklappe, schlüpfte hindurch und für war für einige Minuten verschwunden. Kurz darauf schon düste sie schnell durch die geöffnete Terrassentüre wieder ins Haus. Am nächsten Tag dasselbe Spiel, nur mit dem Unterschied, dass sie noch den Garten erkundete. Nach diesen zwei Erlebnistagen vergingen gute 2 Wochen, bis sich Mucki wieder den Weg nach draußen suchte. Dieses Wechselspiel bahnte sich durch den ganzen April und noch bis zur Hälfte vom Mai. Ja, irgendwie schien das Eis dann gebrochen zu sein. Nicht nur, dass Mucki anfing, über ihre Hundefreundin Jenny den Kontakt zu der Menschenhand zu suchen, sie ging mit einer Selbstverständlichkeit durch die Katzenklappe rein und wieder raus – täglich mehrere Male mit einer unheimlichen Sicherheit; dass es jemals etwas anderes für sie gegeben hat, das schien undenkbar.Mucki und Jenny

Und in der Zwischenzeit muss nicht mehr nur die Hundefreundin Jenny für die Schmuseeinheiten herhalten, Mucki sucht direkt den Kontakt zu den Zweibeinern, drückt sich an die Beine, legt ihr Köpfchen in die Hand, wälzt und aalt sich vor dem Mensch so am Boden, dass man nicht umhin kommt, sie zu knuddeln. Und was zeigt einem mehr als Vertrauen, wenn ein Tier das Bäuchlein hinstreckt? Noch nie hat Mucki gebissen oder ihre Krallen ausgefahren, sie verhält sich, als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt, dass man bei Aufforderung auch beschmust wird.
Es hat ganze 6 Monate gedauert, bis Mucki sich das Vertrauen erarbeitet hat. Gerne hat man sie an der Pflegestelle einfach so belassen – man wusste, irgendwann sucht sie den Kontakt ganz von alleine.

Und wenn ihre Hundefreundin Jenny nicht greifbar ist, dann müssen die anderen Hunde herhalten. Eine anfängliche Unsicherheit, dem Pflegehund Joshi gegenüber, verblasste sehr rasch als sie merkte, dass der doch einfach nur spielen will. Man drückt sich an seine Beine, läuft unter ihm durch, was bei seiner Größe auch ganz einfach geht und findet es nur noch toll, dass man eine Oase des Friedens gefunden hat.

MuckiAuch ihren Rückzugsort und Schlafplatz sucht Mucki nicht mehr oft auf, sondern legt sich in direkter Nähe da hin, wo Mensch sich aufhält. Sie nimmt ihr neues Zuhause dankbar an und fühlt sich wohl.
Egal ob sie sich im Garten, auf der Terrasse oder in der Wohnung aufhält, sie zeigt sich meist sehr gelassen. Ist sie in der Nähe und man ruft ihren Namen, dann erscheint sie kurze Zeit darauf und lässt einen wissen, dass sie noch da ist.

Weiterhin ist Mucki trotzdem darauf bedacht, ständig den Kontakt zu ihrer Hundefreundin zu halten, die ihr wohl am meisten Sicherheit gibt. Und Jenny ist ein dankbares Opfer, durch ihre soziale Art hat es noch nie mit einem Tier, egal welcher Art, mit ihr Probleme gegeben. Nur manchmal schaut sie Mensch Hilfe suchend an, wenn die Aufdringlichkeit von Mucki zu lange und ausdauernd ist. Und trotzdem nimmt sie es gelassen hin.
Schwer fällt es einem Katzenkenner nicht, den Unterschied von einer scheuen zu einer verwilderten Hauskatze festzustellen – Katzen wie Mucki gehören zu denen, die sich geöffnet haben, weil sie irgendwann einmal auch die Sonnenseite des Katzenlebens kennen gelernt haben. Warum sie vielleicht abgeschoben wurde und sich dann alleine weiterhin durchs Leben kämpfen musste, das hat sie niemandem erzählt. Aber ihr Vertrauen und ihre liebe Art sprechen Bände. Natürlich darf Mucki fest in der Pflegestelle bleiben, denn es gibt wenig Menschen, die die entsprechende Zeit und Geduld aufbringen, die eine scheue Samtpfote zum Einleben braucht.

Mucki

Es ist schön, dass es Mucki gibt, sie ist eine zauberhafte Katze.

 


 

Felix, Nomen est OmenFelix – wer hätte es gedacht, dass sich für Felix doch eine Tür auftut? Er durfte vom Fabrikgelände direkt in ein neues Zuhause umziehen. Gemeinsam mit Samtpfötchen in Not „Franken“ sind wir glücklich darüber, dass es der 10jährige Kater geschafft hat. Er wurde nicht nur von seinen Bürodamen gefüttert, nein, sie haben auch dafür gesorgt, dass er nicht übrig bleibt, als die letzte der Damen in die wohlverdiente Rente gegangen ist. Nun ist auch er in Rente und kann sich nach allen Regeln der Kunst verwöhnen lassen.

 

 

 

 

 

 


 

Lilly auf dem Weg ins Glück……

LillyNicht nur um das leibliche Wohl, auch um die sonstigen Belange hat sich eine engagierte Tierschützerin gekümmert und alles Erdenkliche über einen langen Zeitraum versucht, für die herrenlose und verschmuste Katze Lilly einen Platz zu finden. Der Weg ins Tierheim sollte ihr auf jeden Fall erspart bleiben. Der hartnäckige Winter hat jedoch mächtig zugeschlagen, Lilly hatte keine Möglichkeit irgendwo Unterschlupf zu finden. Schnell organisierte man weitere Aufrufe übers Internet und schon stand Lilly im Verteiler.

Nur mal eine E-Mail schreiben wollte man und sich erkundigen. Doch daraus wurde dann doch mehr. Lilly, eine Katze in Deutschland ist in großer Not – da sollten sich doch schnell viele Menschen melden. Falsch gedacht, es war ein Schuss ins Leere.

So setzten wir von der Nothilfe für Polarhunde e.V. in Freudenstadt uns mit der Betreuerin von Lilly in Verbindung und boten Hilfe an. Zwei kleine Katerchen sollten vermittelt werden, warum nicht auch Lilly in die Zeitungsanzeige mit aufnehmen? Und so kam der berühmte Zufall zur Hilfe. Da die kleinen Kater-Blitze sehr schnell und auch noch in der näheren Umgebung gemeinsam ein tolles Zuhause gefunden hatten, entschieden die nächsten Interessenten sich für die Kätzin Lilly. Einem Kontrollbesuch stand nichts im Wege und da dieser super ausgefallen ist, machte sich Lilly auf den Weg in den Schwarzwald. Ihre Betreuerin brachte Lilly selbst vorbei und es bleibt nur zu hoffen, dass die kleine Miezen-Madame schnell Pfote fasst und sich im neuen Zuhause gut einlebt. Hilfestellung hat sie jede Menge von ihren neuen Menschen, man freut sich ungemein auf die kleine Kätzin, der wir alles Gute wünschen. Sie hat es verdient, endlich im Warmen zu sein, Liebe und viel Streicheleinheiten zu bekommen. Und wenn man Lilly kennen lernen durfte, dann weiß man, dass die neuen Menschen einen besonderen Schatz bekommen.

Lilly

 


 

Micky und MiraMicky und Mira – zwei entzückende Katzenkinder haben vor Weihnachten ein schönes Zuhause gesucht. Und der Wunsch ging tatsächlich in Erfüllung. Gemeinsam konnten die beiden Kätzchen umziehen. Über eine Tierarztpraxis im Stuttgarter Raum wurden liebe Menschen auf die beiden aufmerksam. Eine Platzbesichtigung hat ergeben, dass es wohl kein schöneres Zuhause geben könnte, so dass die diese beiden Schätze umziehen konnten und nun nach allen Regeln der Kunst verwöhnt werden. Aber die Liebe, die die beiden Kleinen erhalten, kommt mannigfach zurück. Micky und Mira haben sich unheimlich schnell eingewöhnt, toben durch die Wohnung, spielen, raufen und verlangen jede Menge Streicheleinheiten, die sie auch erhalten. Und dabei schnurren sie gemeinsam um die Wette.

Nachdem die beiden abgeholt wurden, hatte die Katzenmama Mucki für ein paar Tage Trauer getragen. Immer wieder hat sie laut und anhaltend geweint und nach ihren Kindern gerufen und gesucht. Uns hat es ziemlich das Herz berührt und obwohl die 2 doch drei Monate mit ihrer Mama zusammen waren, entstand da eine ganz feste Bindung. Die zwei Kleinen hatten es lockerer gesehen und sich schnell eingewöhnt.

MuckiDie scheue Mucki hat aber nun das Glück, dass sie an der Pflegestelle bleiben darf (wir würden uns über Pateneltern sehr freuen). Sie ist schon nicht mehr so scheu und kann sich in der Wohnung frei bewegen. Von den anderen Katzen wird sie akzeptiert, kleine Ausrutscher sind gestattet.

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich auch scheue Katzen, wenn man sie einfach gewähren lässt, eingewöhnen und Vertrauen fassen. Wir reden mit Mucki, aber wir bedrängen sie in keiner Weise. Und wir gehen bei ihr davon aus, dass sie früher einmal, in ihrer Jugendzeit, ein Zuhause hatte, denn sie verhält sich total souverän in der Wohnung und überhaupt nicht panisch. Im Frühjahr darf Mucki dann frei gehen. Sollte sie den kurzen Weg zu ihrem früheren Aufenthaltsort ansteuern und dort bleiben wollen, werden wir sie mit Sicherheit nicht zum Hierbleiben zwingen.

Mucki und Mira

 

 

 

Dann war es schön, sie für diese Zeit begleiten zu dürfen. Jede Katze ist eine Persönlichkeit, mit der zu leben es sich lohnt.

 

 

 

 

 

 

 


Kater: T H Y S O N

Es ist immer dasselbe: die Tierheime sind voll, aber eine Freundin aus dem Tierschutz hatte einen Kater aufgenommen, aus Mitleid und konnte ihn selbst nicht behalten. Nun tauchte die Frage auf: wohin damit? Naja, es hat sich immer mal eine Möglichkeit ergeben, ein gehandicaptes Tier unterzukriegen und so auch in Falle „Thyson“. So gaben wir von der NfP grünes Licht – „er durfte auf die Reise“.
Und hier sind es wieder die Menschen, die spontan Hilfe anbieten, die sowieso immer und überall helfen. Also hatte Thyson eine tolle Chance, die er auch nützte, nicht erst auf dem Umweg über die NfP, sondern direkt in sein neues Zuhause.

Abteilung Katzenhilfe

Wenn Tiere einen Demut lehren....
Die Vorgeschichte ist immer die gleiche. Katze sucht Katzenparadies.
Ich hatte die Anfrage - und ich hatte just zu dem Zeitpunkt so ein Paradies zur Hand.
Waldrandlage, großes Grundstück, kein Verkehr, und erfahrene Katzenhalter in einem seit kurzem wieder katzenlosen Haushalt.
Die Entscheidung fiel, und wir erwarteten im Spätherbst 2008 einen Kartäuserkater, erwachsen, der aus wie immer recht fadenscheinigen Gründen unbedingt weg muss.
Per Fahrkette kam das Tierchen bei mir an - ein kurzer Blick in die Transportbox zeigte mir nur etwas Grosses, Dunkles mit riesigen Augen. Zur Stressreduzierung nahm ich ihn gar nicht erst heraus, sondern fuhr die restlichen 3 km zu den neuen Haltern, langjährige Freunde von mir.
Dort war alles für ihn hergerichtet, Kind und der vorhandene 17jährige Rüde nochmals ermahnt worden - und ich wurde schon freudig erwartet.
Das Haus war gegen einen zu schnellen Freigang gesichert - und das neue Frauchen öffnete die Box. Was dann da recht würdevoll und gar nicht verunsichert entstieg, zog tiefstes Schweigen nach sich.
Ein Riesenvieh von Kater. Knapp 7 kg. Ursprünglich wohl pechschwarz, was aber anhand der völligen Ungepflegtheit im Moment eher nach rostbraunem Flokati aussah. Mit einem Riesenschädel, ziemlich verklebten kugelrunden Augen und einem Gesichtchen, welches einen sofort an Axel Schulz nach seiner letzten bösen Niederlage denken ließ. Ein reiner Perserkater sieht gut geformt dagegen aus.
Wir sahen uns perplex an und dachten unisono: Was in Gottes Namen ist das?

Das neue Herrchen sprach es etwas geschockt aus: ein richtiger Mike Thyson. Und fortan war das der Rufname: Thyson.

Thyson

Einen Kaffee später, Thyson erkundete derweil mit dem Kind im Gefolge alle Nischen und nahm auch gleich das stille Örtchen an, bot ich an, den Kater wieder mit zu nehmen. Denn Tierschutz heißt nicht zwangsläufig, den Leuten etwas völlig anderes als das avisierte aufs Auge zu drücken.Thyson
Doch ich hatte mich in meinen Freunden nicht getäuscht. “Thyson darf natürlich bleiben, und echte Schönheit kommt eh von innen, “hieß es, “und den will sowieso keiner, so wie der aussieht“.
Womit sie sicher recht hatten.
Die nächsten Tage waren gefüllt mit Tierarztterminen, deren Begleichung ich aus einem nicht abzustellenden Schuldgefühl heraus übernahm, und Pflege. Neben den verklebten Augen und entzündeten Ohren, einem Infekt und Fieber musste auch sein Äußeres auf Vordermann gebracht werden.

Eine große Hürde war auch sein persergleiches, jedoch noch verformteres Mäulchen. Er konnte nicht normal fressen, das Futter fiel ihm immer aus dem Maul. Hier musste erst mal eine Futtermischung gefunden werden, die es ihm leichter machte.
All diese Hürden sind inzwischen überwunden, bis auf die Augen, die werden ihm ein Leben lang etwas Probleme bereiten. Thyson ist eine Seele von Tier. Und irgendwie hat er mehr von einem Hund als von einer Katze. Nach der Eingewöhnung ist er heute Freigänger, bleibt aber nach wie vor im Garten und lässt sich rufen wie ein Hund.
Er liebt alles und jeden. Mit Hund und Kind kommt er bestens aus, Muttern bringt er zur Verzweiflung, weil er sie mit Herrchen im Chor nachts vor Feinden bewacht, so dass sie nun 2 aus dem Bett werfen muss statt bisher einen. Und einen Kollegen hat er auch angeschleppt - nämlich den ebenfalls schwarzen Kater der Hausvorbesitzerin, der nach deren Tod von dem nächsten Hof adoptiert wurde.
Aber Herr im Haus über Zwei - und Vierbeiner ist Thyson. Und er ist Herr über die Besucher.
Über die Tiere im Garten, die er streng beobachtet - jagen tut sie sein Kumpel, denn diese Tätigkeit ist unter Thysons Würde, und auch über Besucher. Vor allem über Besucher mit Hund. Nicht, dass er was gegen Hunde hätte - aber Unerzogene werden schnell eines Besseren belehrt. Wie die junge Jagdhündin, die mit ihrem Menschen zum Kaffeetrinken kam.
Junghunde-like linste sie auf den Hinterbeinen stehend über die Küchentheke, von der aus Thyson bei Besuchen, malerisch neben, oder auch mal in der Obstschale, sich in Szene zu setzen weiß, alles kontrolliert.
ThysonSie also Kopf und Vorderpfoten auf dieser Theke, und er setzte sich, absolut in Zeitlupe, auf die Hinterbacken auf, hob, ebenfalls in Zeitlupe, die Vordertatze, immer bemüht, ihr genug Zeit zu lassen, sich anständig auf den Boden zu setzen, wohin ein junger Hund seiner Meinung nach gehört. Als sie weiterhin jedwede Erziehung vermissen ließ, schwenkte er seine Tatze langsam in Richtung Hundegesicht und erklärte ihr mittels sanfter Backpfeife, ohne Krallen, wie junge Hunde sich zu benehmen haben.

Das ist Thyson.

Der Thyson, dessen Impfpass bis heute nicht eingetroffen ist, den man nicht haben wollte, den man verwahrlosen und Schmerzen leiden ließ. Weil er, als schlägergesichtiger Mischling, wohl ein Überbleibsel aus einer privaten Vermehrung und unverkäuflich war.
Der Thyson, der bei Fuß geht, sanft zu allen ist, voller Charakterstärke und Würde. Eine Bereicherung im Leben seiner neuen Familie. Und der uns alle wieder etwas Demut lehrte, weil er trotz seines Äußeren von innen heraus strahlt. Und uns daran erinnert hat, hinter den Schein zu sehen. Denn dort sind, gerade im Tierschutz, oft Diamanten zu finden. Auch wenn sie von außen gesehen ziemlich blind daherkommen.

Copyright beim Verfasser (dem Vorstand bekannt)


31.08.10