Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Dezember 2006 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

 

 

Nascha und Wulf

Nascha und Wulf

 

Der Start ins Leben war für die junge Nascha alles andere als optimal, viel zu wenig durfte sie in den entscheidenden Wochen und Monaten kennen lernen, vergleichsweise winzig war daher ihr Erfahrungshorizont.

Wie gut, dass just zu dem Moment, als die etwas ängstliche Maus „online“ ging, ein frisch berentetes Ehepaar bereit für eine neue Herausforderung und Aufgabe war. Dass die beiden auch noch in der weiteren Umgebung der Station wohnten und es ihnen möglich war, behutsam mit Nascha Kontakt aufzunehmen und sie im Vorfeld häufiger zu besuchen, Spaziergänge mit ihr zu unternehmen, war die nächste glückliche Fügung für die junge Husky-Hündin.

Nascha und Wulf

Doch das Schicksal meinte es sogar noch besser mit ihr: nachdem ihre Interessenten sie gemeinsam mit ihrer Stationsliebe Wulf erlebt hatten und sahen, welche Sicherheit Nascha aus seiner Anwesenheit zog, war es nur ein vergleichsweise kurzes Überlegen für die beiden aus dem pädagogischen Bereich kommenden Menschen. Und den Platz, ein Körbchen zu stellen, in dem beide wie in der Station gemeinsam kuscheln können, den konnten sie sowieso anbieten.
Die gemeinsame Schlafdecke
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Naschas und Wulfs neuen Menschen, sind sicher, dass die beiden es besser nicht hätten treffenWulf und Nascha können. Nascha hat nun alle Chancen, zu einer souveränen und alltagstauglichen Hündin heranzuwachsen. Der sehr menschenbezogene, lernbegierige Wulf hat in seinem Herrchen einen Förderer gefunden, beide werden sicherlich nicht nur optisch ein tolles Team werden.
2 glückliche Huskys


 

Chica träumt einen Huskytraum

Chica hat ihr Glück dann mal beherzt selber in die Pfoten genommen und sich kurzerhand die Interessentin eines bedeutend jüngeren Hundes geschnappt, als diese vor Ort in der Station war – tja, einer Charme-Offensive einer lebenserfahrenen Husky-Dame zu widerstehen ist eben nicht einfach….
Chica
Und so wendete sich Chicas Leben wieder zum Guten, nach jahrelangem Zwingerdasein wurde sie nun im Alter das, was sie einst in ihrer frühen Jugend war: geliebter Familienhund mit Sofa-Berechtigung!

Eingewöhnungsschwierigkeiten hatte Chica so gut wie keine, nur über den Inhalt des Futternapfes gab es eine längere Diskussion, gar zu gerne hätte Chica ihr neues Frauchen davon überzeugt, dass Hunde nicht unbedingt Hundefutter fressen müssen. Auch hinsichtlich des Alleinebleibens ist man sich noch nicht recht einig, Chica, die jahrelang den engen Kontakt zu Menschen missen musste, hätte am liebsten 24-Stunden-Service. Fleißiges Üben ist hier dank netter eingeweihter Nachbarn möglich und erste Erfolge haben sich bereits eingestellt.

Bei den Erkundungen im nahe gelegenen Wald kommt Chica dann voll auf ihre Kosten, ganz besonders hat es ihr eine Strecke mit Bach und Quellen angetan, da kann sie nicht widerstehen – aus dem Bachbett wird ausgebuddelt was nur möglich ist, Blätter, Steine, Stöcke, das Ganze am liebsten stundenlang. Ein „Beutestöckchen“ trägt sie danach gerne mal noch eine Strecke mit, Frauchen vermutet schon einen verkappten Labrador. Hundebegegnungen sind gar kein Problem, souverän und gelassen geht sie selbst mit der einen oder anderen Anmache um, unproblematisch wie im restlichen Alltag auch.

Bei ihrer neunen Familie bedanken wir uns ganz herzlich dafür, dass sie spontan mit dem Herzen entschieden haben und sich auf diese ältere Hündin eingelassen haben.
 


 

Akimo

 

Für Akimo ging nun ein sehr turbulentes Jahr zu Ende, von Besitzers Liebling wurde er zum ungewollten Tierheimhund, der sich aufzugeben drohte. Dem Alltag in der Station konnte er auch nicht viel abgewinnen, blieb verschlossen und zurückhaltend, hier waren eindeutig Chow-Liebhaber mit einem „Händchen“ für verstörte Geschöpfe gefragt. Sie fanden sich in Form eines Ehepaares und einer Hündin, die über den Verlust ihres bisherigen vierbeinigen Freundes genauso unglücklich war wie ihre Menschen. Mit derselben Ausdauer wie damals bei King George besuchten sie Akimo in der Station und fanden Zugang zu der traurigen kleinen Chow-Seele. Sein Umzug in ihr, in sein Zuhause, war der nächste Schritt, er lebt sich prima ein und vor allem: er lebt auf.
Akimo ist endlich Zuhause
 

 

 

 

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei seinen Menschen, dass sie erneut einem so verstörten, nur sehr schwer vermittelbaren Chow eine Chance gaben.

 


 

Taylor

 

Auch bei Taylor hat das Pflegestellen-Fieber zugeschlagen, allerdings nicht im ersten Anlauf, sondern erst nach einer fehlgeschlagenen Vermittlung, bei der der junge Rüde wieder in seine alten Verhaltensmuster (schnappen u.ä.) zurückgefallen war. Als Taylor dann mit zur Fernsehvorstellung sollte, da winkte die Pflegestelle ab, nein, nicht noch einmal sollte der zutiefst unsichere Rüde der „Gefahr“ einer Vermittlung ausgesetzt werden. Und längst hatte die Pflegestelle die Qualitäten Taylors erkannt, denn er ist ein äußerst lernbegieriger, arbeitseifriger Hund, dem viele Möglichkeiten im Bereich des Hundesports und ähnlichem offen stehen – ganz abgesehen davon, dass sich der Bengel längst durch die Hintertür ins Herz geschlichen hatte.

Wir könnten uns keinen besseren Platz für Taylor denken und sagen herzlich „Danke“, denn es war viel Arbeit nötig, um Taylor aus seinen „bewährten“ Verhaltensmustern heraus zu lösen und ihm Alternativen aufzuzeigen.

 



Joi

 

Unser großes Malamute-Baby Joi hat seinen festen Platz bei erfahrenen Malamute-Besitzern gefunden und darf nun – viel unterwegs mit dem Wohnmobil – langsam die Welt erkunden. Nach anfänglichen Dominanzproblemen in der Station hat er sich unter konsequenter Führung sehr schnell gut eingelebt, mit einigen vierbeinigen Kumpeln auch vertragen und wir konnten ihn dann einigermaßen gut vorbereitet beruhigten Gewissens in sein neues Heim entlassen. In seinem neuen Zuhause kann er sich nun unter guter Aufsicht voll entfalten.

 

 

 

 


 


 
Lucky
 


Wenn ein vierbeiniger Freund über die Regenbogenbrücke geht, so ist er nicht zu ersetzen – das soll Lucky auch nicht tun, sondern die Lücke füllen, die Dusty hinterlassen hat. Auch für Lucky wurde es Zeit, dass er von der Auffangstation in ein neues Zuhause umziehen durfte. Es ist schön, dass die Wahl gerade auf Lucky fiel.

Sicher wird er mit seinem Charme seine neuen Menschen über die Trauerzeit hinwegtrösten und Abwechslung ins Haus zu bringen. Wir bedanken uns für das Vertrauen, das uns entgegen gebracht wurde.
 

 

 

 


 

Gaya & Rayka

Nordische Geschwister - Gaya und Rayka

Im Doppelpack konnten diese beiden Hübschen bei neuen und nordische-Hunde-erfahrenen Menschen Einzug halten. Es freut uns ganz besonders, dass wir das Geschwisterpaar zusammen lassen konnten und sie nicht trennen mussten. So sind sie vom Raum Oldenburg bis an die Schweizer Grenze umgezogen – ein ganz schön weiter Weg. Von Plattdeutsch ist es ja auch keine große Umgewöhnung ins Alemannische – als Husky ist man ja flexibel. Wir wünschen Mensch und Hunden viel Spaß miteinander und einen schneereichen Winter.

 


 


Anouky
Lange genug hat es gedauert, dass diese kleine liebenswerte Hündin auf „ihre Menschen“ gewartet hat. Dann sind sie jedoch gekommen und haben noch einen Kumpel mitgebracht – zum Verlieben – so war es dann auch. Nach einem ausgiebigen Spaziergang sind die VIER dann wieder abgefahren, mit Anouky im Gepäck. Gut Ding will Weile haben – auch wenn wir uns an diese Kleine gewöhnt haben, so sind wir doch froh, dass sie jetzt ein warmes Plätzchen gefunden hat. Zusammen mit ihrem Rudel durfte sie sich auf den Weg ins Münsterland machen – wir wünschen unserer Kleinen alles Glück dieser Erde.

 

 

 


 

Katy bei ihrem Nebenjob "Büromaus"

 

Eigentlich hätte Katys Pflegefrauchen vorgewarnt sein müssen, dass ihre guten Vorsätze, standhaft zu bleiben und nicht "ja" zu sagen, möglicherweise nicht ausreichend sind. Immerhin hatte sie früher schon die Erfahrung gemacht, dass man als "Patin" auf einmal den Freund fürs Leben gefunden hat, weil dessen Qualitäten sonst keiner erkennen will.
Und so kam es wie es kommen musste, wir zitieren mal "Die Passung stimmt recht gut, meine Lebensumstände und Lebensgestaltung (Bewegungsdrang, Draußensein, geregelter Tagesablauf, Schlaf/Wachrhythmus etc.) lassen sich gut mit Katys Vorgaben vereinbaren, ihre außerordentliche Menschenfreundlichkeit kommt mir in der Öffentlichkeit -sprich: vor allem am Arbeitsplatz- sehr zugute, an den ArtgenosseInnen-Zickereien arbeiten wir. Ist schon ein feiner Hund!"

Das Frauchen ist also nun ein richtiges und Prinzessin Katy wieder rundrum glücklich und zufrieden - wir wünschen den beiden weiterhin so viel Passgenauigkeit wie im Moment und freuen uns, die beiden im nächsten Jahr vielleicht wieder in der Station zu Besuch zu haben.