Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Februar 2006 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Ajoki

Ajoki

 

 

 

Ajoki hat es den Vermittlern nicht einfach gemacht, groß waren seine Ansprüche an die Führungsqualitäten seiner neuen Menschen. So hat es auch ein gutes Weilchen gedauert, bis er, der einige Interessenten angesprochen hatte, das richtige "Deckelchen" gefunden hatte.

Nun war es schließlich so weit: auch hinter Ajoki schloß sich die Tür der Auffangstation ein letztes Mal.
Gemeinsam mit seinen Menschen hatte er eine lange Fahrt vor sich, die durch Stau und schlechtes Wetter zusätzlich erschwert wurde.
Um so strahlender wurde er an seinem ersten Morgen im neuen Zuhause begrüsst: stahlblauer Himmel, Sonnenschein, ungewohnte Wärme und verschneite Bergspitzen hießen Ajoki ebenso willkommen wie Hündin Tina und die restliche, bis dahin noch unbekannte neue Familie.
Ajoki gab sich entspannt und schien zufrieden mit dem, was er zu sehen und zu erleben bekam - wir wünschen ihm und seinen Menschen, dass diese Zufriedenheit noch viele Jahre anhalten möge.

 


 

Yukon

 

Sehr, sehr lange hat er suchen müssen, unser verschmuster Riese Yukon, aber nun hat er es geschafft und eine schöne Dauerpflegestelle bei lieben Menschen gefunden. Obwohl körperlich alles andere als topfit, ist Yukon doch ganz Husky, der alles auskundschaften muss, noch immer sehr neugierig ist und sich gerne auf Neues einlässt. Yukon, das Schmusemonster
Und auch er legt (ebenso wie Houka) auf einmal eine Beweglichkeit an den Tag, die ihm eigentlich niemand zugetraut hätte, der ihn in der Station erlebte. Verblüfft hat uns auch die Anpassungsfähigkeit von Yukon (und Houka), für die wir eigentlich ein ruhiges Einzelplätzchen angedacht hatten. Gelernt haben wir von diesen beiden Senioren, dass sich die älteren Huskys, trotz guter Versorgung und engem Anschluss ans Büro der Station in gewisser Weise aufgeben und dass wir zukünftig noch intensiver an der Vermittlung gerade dieser Hunde arbeiten müssen.

Wir danken seinen Menschen, dass sie Yukon trotz aller seiner Erkrankungen und den damit verbundenen regelmäßigen (und zeitintensiven) Tierarztbesuchen herzlich bei sich aufgenommen haben und sich auch von anfänglichen Schwierigkeiten nicht entmutigen ließen.

„Nach einigem heftigen Knurren von unserem Lobo und kräftigem Brummeln von Yukon und sogar ein paar Mal Auseinanderreißen der zwei Artgenossen sind sie jetzt bereits beste Freunde geworden. Yukon musste sich dem Malamuten unterordnen.
Am Anfang hat der Yukon unseren Heizkörper im Wohnzimmer als Toilette benutzt und des öfteren in der Wohnung seine Markierungen gesetzt.
Yukon blüht bei uns völlig auf. Er genießt reichlich seine vielen Streicheleinheiten, denn wir und jeder Freund von uns muss das Schmusemonster kraulen und wieder kraulen.
Kürzlich hat der Yukon auf dem Seitenteil unserer Wohnzimmercouch auf dem dort liegenden Strickzeug übernachtet. Wie er dort trotz seiner Arthrose hinauf gekommen ist, wissen wir nicht. Sein Bett im Wohnzimmer haben wir mit 2 Kissen ausgestattet, damit er es sich richtig gemütlich machen kann.
Nur die Tabletten, die er einnehmen muss, packt er fast jeden Tag wieder aus. Trotz Easytabs, die schmecken, riechen und aussehen wie Fleisch, ist es sehr oft eine Herausforderung, diese einzunehmen. Wir verpacken das Medikament im Hähnchen- oder Putenfleisch, denn Yukon ist von Belcando auf dieses Fressen umgestiegen.
Wenn er spazieren gehen darf, freut er sich so, dass er richtig laut bellt. Auch im großen Garten hat er einiges zum Auskundschaften. Er sucht gerne den Anschluss an den Englischen Setter Rico, die Münsterländer-Mischung Gundi, den alten Schaeferhund Bodo sowie zum Malamuten Lobo. Wenn es ihm zuviel wird, sitzt er an der Wohnzimmertuer und schaut den anderen Hunden beim Spielen zu.

Yukon mit Partnerin
Yukon ist ein Hund, der sehr viel Streicheleinheiten und gute Behandlung braucht. Er ist eine Seele von einem Hund. Wir hoffen, dass Yukon noch viele Jahre bei uns verbringen darf und werden alles dafür tun.“

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Mushar

Mushar

Einst kam die Hübsche aus Spanien und lebte in einer Familie mit noch drei anderen Nicht-Nordischen zusammen. über ihr Vorleben in Spanien wussten uns die Vorbesitzer nichts zu sagen, aber bei ihnen hatte Mushar immer irgendeinen Schabernack im Kopf, war eben anders, als die anderen. Ein bisschen war man überfordert mit ihr.

MusharMushar
 

 

Nun hat sie sich in die Herzen zweier Menschen geschlichen, verführt diese mit ihrem Charme und konnte die Auffangstation schnell wieder verlassen. Wir wünschen der Familie viel Spaß mit Mushar und hoffen, dass der empfindliche Magen, den sie aus Spanien mitgebracht hat, sich langsam erholt.
 

 


Houka

„Ick bin ein Berliner“

sprach vor vielen Jahren ein großer Mann, vielleicht nahm sich Houka an diesem ein Beispiel und trat in seine Fußstapfen? Aber ist es überhaupt Houka, der da nach langer Fahrt in Berlin ankam? Wir wissen, dass seine Menschen mit ihrer Hündin den langen Weg von Berlin zur Auffangstation kamen, dort mehrere Tage Station machten und in aller Ruhe die „Familien-Vergrößerung“ angingen. Schon bald zeigte sich, dass Houka das neue Rudel wohl sympathisch ist, noch in der Station entstand das schöne Foto von Houka und seinem neuen Boss.
Houka, Liebe auf den ersten Blick
Hündin Martini, die bisher die Rampe zum Einstieg ins Auto beharrlich ablehnte (als Dame kennt man schließlich kein Alter) entschloss sich im Schwarzwald überraschend dazu, von nun an wie Houka lieber in den Fond zu schreiten als zu hupfen. Ein wenig Traurigkeit kam auf, als der bruddelige alte Grantler mit den diversen Alterzipperlein und Bewegungseinschränkungen ein letztes Mal die Station verließ und in Richtung der neuen Heimat Berlin fuhr.

Ein Rätsel wird bleiben, was auf dieser Fahrt geschah, denn in Berlin kam ein Herziger Oder Unglaublich Kerniger Alter an, der trotz der langen Fahrt am nächsten Morgen voller Energie und Lebensfreude seinen Privatwald erkundete Houkas Privatwald

und mit unerwarteter Gelenkigkeit den hochgelegten Knochen von Hündin Martini zu sich herabbeförderte. Das mitgegebene Trockenfutter erklärte er umgehend für ungenießbar und besteht darauf, wie Martini ernährt zu werden. Irgendwer muss ihm dann noch geflüstert haben, dass bisher jeder Hund in dieser Familie Körbchen kategorisch ablehnt und so bleibt nun auch Houkas leer, viel lieber macht er sich´s in dicken Kissen bequem.
Kissen sind bequemer als Körbchen
Merkwürdig auch, dass das einzige Geräusch, das Houka noch von sich gibt ein lautes oooouuuhooooouuuu im tiefsten Walross-Bass ist, mit dem er morgens alle zum Gassigehen zusammentrommelt.

Aber vielleicht ist es doch „unser“ Houka, denn zumindest was das Spazierengehen anbelangt, ist eine gewisse Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen „Und er läuft und läuft und läuft... sobald wir rausgehen, fängt er an herumzuhüpfen wie ein Känguru und ist nicht zu bremsen.“


Houka und seine neue Chefin
Wir freuen uns unglaublich für Houka (ist doch unser Houka, oder?) und danken seinen Menschen, dass sie sich auf diesen Dauerpflegling so wohl vorbereitet, offen und uneingeschränkt eingelassen haben. Houkas Kommentar zu seinem neuen Zuhause hören Sie hier.
 


 

Alischa

Da es die Jugend meist recht eilig hat, blieb auch Alischa nicht lange in der Vermittlung, trotz oder gerade wegen ihrer etwas ungewöhnlichen Charaktereigenschaften (Hütetrieb, etwas wachsam) fühlten sich rasch die richtigen Menschen angesprochen und schwups, da war sie wieder weg....

Alischa


Berly

Berly
Berly
Berly, eine 10jährige Hündin, die der NfP vom Tierheim Oelzschau zur Vermittlung anvertraut worden war, konnte nach nur wenigen Wochen ein neues Zuhause beziehen. Einen ersten Bericht haben wir von ihr nun bekommen.


"Hallo, Ihr Lieben,

ganz kurz möchte ich Euch mein neues Zuhause vorstellen (habe nicht viel Zeit, muss nämlich den alten Herrn "Bruno" auf Trab halten). Nach einer langen Fahrt vom Schwarzwald in das Nordhessische Land bin ich am Samstag hier angekommen und Ihr hättet mal die Augen meiner Zwei- und meines Vierbeiners sehen sollen, als ich aus der Transportbox heraus stieg.
Die waren ja geblendet von meiner Schönheit (na ja, ich bin halt auch ne besonders Schöne, eben ein Wooly-Husky) und mit meinem Vierbeiner bin ich dann gleich in das riesige Grundstück zum Toben und Beschnüffeln, eigentlich bin ich - glaube ich - schon immer hier zu Hause gewesen. Und da ich ein helles Köpfchen bin, lerne ich ganz schnell, mit Herrchen und Bruno am Rad laufen, durch die Hundeklappe aus dem Haus und ins Haus (heute morgen zum ersten mal auch von draußen nach drinnen), mich auf dem Sofa breit machen, so dass mein alter Herr fast meinen Hintern im Gesicht hat. Also, mir geht's gut und das Autofahren, was ich ja nicht kenne, wird mir vielleicht auch noch Spaß machen, doch zunächst schau ich's mir lieber von außen an.
Also dann, bis mal wieder."

Und wieder ein paar nette Zeilen:
"Heute vor 2 Wochen ist Berly in unsere Familie eingezogen und wir möchten nochmals etwas von der vergangenen Zeit berichten.
Nach wie vor sind wir von Berly fasziniert, sie ist so eine liebenswerte, clevere und witzige Hündin. Eigentlich ist es, als wäre sie schon immer bei uns. Vor allem für unseren Bruno ist es wirklich die große Liebe. Die beiden verstehen sich total gut, wir haben bisher, obwohl wir ja doch ein Rudel von z.T. 7 Huskys (alles Verwandschaft) hatten, so etwas nicht gesehen. Auf engstem Raum liegen sie beieinander, kauen ihre Kauknochen Schnauze an Schnauze und sind ständig zusammen. Heute morgen hat Bruno seine Freundin das erste Mal mit in unser Bett gebracht und das hat den beiden so gut gefallen, dass sie noch bis in den Vormittag hinein dort gelegen haben.
Anfänglich wollte Berly nicht ins Auto, aber auch das geht jetzt ganz toll, sie lernt sehr schnell. In der Anfangszeit hat sie immer mal wieder gebellt, da aber Bruno da nicht mitgemacht hat, hat sie es jetzt schon ganz aufgegeben. Wir sind wirklich ganz glücklich über diesen Hundeschatz und besonders Bruno ist nun wirklich ein rundherum glücklicher Hund. Wenn das Wetter endlich mal schöner ist, folgen auch noch Bilder von unseren beiden
Schätzen."

Mit den Fotos kam im März noch diese Anmerkung:

Berly und Bruno
"Mit Berly haben Sie viel Freude in unsere Familie gebracht. Nachts schläft sie jetzt immer neben unserem Bett. Im Gegensatz zu Bruno möchte sie nicht erhöht (also auf dem Bett) liegen, sie bleibt lieber auf dem Boden."
Die große Liebe - Berly und Bruno


 

Janosch

Die Vorstellung bei "Herrchen gesucht" brachte Janosch viele Interessenten ein - er hatte sich mit schief gelegtem Köpfchen charmant, aber sehr gekonnt in Szene gesetzt und so den anderen Hunden mehr oder weniger die "Schau gestohlen".Janosch
 

Das allererste Angebot, das für Janosch nach der Sendung einging, war gleich ein Volltreffer, die Platzkontrolle bestätigte dies und so konnte Janosch ganz schnell ins neue Zuhause umziehen. Auch Janosch ist mit der Wahl mehr als einverstanden, problemlos hat er sich der veränderten Situation angepasst und fühlt sich einfach nur "Zuhause".

 

 

 


 

Taibo

Weiß wie Schnee, super verträglich mit Artgenossen, freundlich zu großen und kleinen Menschen - und dennoch musste Taibo recht lange auf ihre Chance warten. Taibo
Das Schicksal hatte den siebenjährigen Siberian Husky Tommy zum Einzelhund werden lassen, eine Rolle, in der er gar nicht zu recht kam, auch seine Menschen konnten ihn nicht aus seiner Trauer herausholen. Taibo mit ihrer Lebensfreude fand schnell Zugang zu dem einsamen Rüden, er fand seine Lebensfreude wieder und Taibo ein Zuhause bei Menschen, die bereits ebenfalls vollkommen verzaubert sind von ihrer lieben, umgänglichen Art. Taibo mit irem neuen Mitbewohner
 

 

 

 

Ein wenig Schwierigkeiten gibt es noch mit der Stubenreinheit von Taibo, wenn die Menschen das Haus einmal verlassen müssen, Alleinebleiben ist halt schwer, wenn man solange ein Zuhause suchte.

 Taibo

 

 

 

Taibos Menschen sind zuversichtlich, dass sich diese Angst mit wachsender Gewöhnung und Routine geben wird.

 

 

 

 

Taibo, Sitz!
Wir wünschen Tommy und Taibo mit ihren Menschen ein langes gemeinsames Leben.

 

Alle Hunde, Sitz!