Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Mai 2007 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

 
Harrison

Harrison
HarrisonDurch seine feine und ruhige Art hat er bezaubert, der alte Harrison - wer ihn kennenlernte und sah, wie unwohl er sich in der Station fühlte, er, der sein Leben in der Familie verbracht hatte und durch einen tragischen Schicksalsschlag abgegeben werden musste, dem ging er nicht mehr aus den Gedanken.

Wie durch ein Wunder haben wir für unseren ältesten Husky in der Auffangstation ganz schnell einen Gnadenbrotplatz gefunden bei Menschen, die sich ganz bewusst für einen älteren Hund entschieden haben. Harrison hat es verdient – mehr als alle anderen - , dass er so schnell als möglich wieder nahe bei den Menschen sein, sich anlehnen kann und er genießt es jetzt, jeden Tag Streicheleinheiten in Hülle und Fülle zu bekommen. Er muss noch langsam aufgebaut werden, seine Bemuskelung hat in der langen Zeit des Aufenthalts in einer Pflegestelle sehr gelitten. Wir sind guter Dinge, dass seine neuen Menschen mit viel feeling und ohne Erwartungshaltung den alten Hundemann in seinem neuen Umfeld eingewöhnen.

Vielen Dank für die schnelle VK an Frau Sch. – vielen Dank dafür, dass Harrison so schnell den Weg aus der Auffangstation finden durfte an Fam. W.-B.
 


 

AlishaAlisha Es sind nicht immer die jüngeren Hunde, die auch von der jüngeren Generation „gekrallt“ werden, manch einer erliegt dem Charme der älteren Hunde, der Ausstrahlung, die sie haben - und wer das einmal erlebte, der sucht oft gezielt wieder nach einem älteren Hund, wenn an seiner Seite Platz für einen vierbeinigen Begleiter ist. Diese besonderen Menschen, die das zu schätzen wissen, sind die Hoffnung und Zukunft unserer älteren Vermittlungshunde. Und das verschaffte auch unserer Alisha –der letzten aus dem 5-er Rudel in der Station - nun endlich auch ein super tolles Zuhause. Zwei ältere Hündinnen hat ihr Mensch schon begleitet in ihren letzten Jahren, beide sind altershalber gestorben – nun ist Alisha eingezogen, um die letzten Jahre ihres Hundelebens als Schweizerin das ersehnte Leben als Einzelhund führen zu können, menschliche Wärme und Nähe ganz für sich zu beanspruchen. Die charaktervolle Zaubermaus hat sich gut verkauft – eingeschmeichelt und ist gerne mit auf die Reise gegangen.

AlishaNun darf sie sich als Züricherin wohl fühlen und Herrchen überall hin begleiten. Wir wünschen den Beiden alles erdenklich Gute und eine wundervolle und noch recht lange Zeit miteinander.
 

 

 

 

 

 

 


 


 
Ash und Agor - aber was haben Border-Collies bei den Nordischen zu tun ??
 
Agor Ash


Ash und sein Bruder Agor wohnten gemeinsam bei ihren Menschen und einem 7-er Rudel Huskys, durch den plötzlichen Tod ihres Herrchens verloren alle samt ihr Zuhause. Das Frauchen versuchte, die beiden Border und einen älteren Husky-Rüden zu behalten, musste die drei aber schließlich doch abgeben. Borders sind ja eigentlich keine Nordischen, aber man kümmert sich ja gerne, wenn es sich wirklich um eine absolute Notsituation handelt. So auch in diesem Falle.Agor
Kaum waren die beiden Border-Collie-Brüder auf unserer Seite und durch den Verteiler – da hagelte es auch schon Anrufe. Da wir jedoch nicht auf Boder-Collie spezialisiert sind, baten wir die Border-Nothilfe um Unterstützung. Wir wurden ganz toll und sehr kompetent unterstützt bei der Suche nach dem bordergerechten Zuhause und so fanden sich auch sehr schnell die richtigen Leute für die beiden Brüder.
Ash durfte bei einer mit dem Border-Virus-infizierten Familie Einzug halten – nachdem er den Katzentest an der Geschäftsstelle mit Bravour bestanden hatte. Voll Glück nahmen ihn sein neues Herrchen mit Sohn in Empfang und sind strahlend mit dem traumhaften Rüden wieder nach Hause gefahren.

Agor hatte dasselbe Glück und hat fast zeitgleich wie Ash die Reise nach NRW angetreten. Seine neue Familie ist total begeistert von dem freundlichen und offenen Wesen von Agor, der sich problemlos in seinem neuen Zuhause zurecht gefunden hat. Auch diese Heimfahrt verlief ohne Zwischenfall.
Für uns von der Nothilfe waren diese beiden Border-Collie eine kleine Bereicherung – man hätte schwach werden können….. !!

Besonders herzlich möchten wir uns auf diese Weise bei der Border-Collie-Nothilfe bedanken, die uns mit so viel Einsatz geholfen hat, die besten Plätze für die beiden Brüder zu finden.

 


 

Kira hat ein nicht untypisches Schicksal erlitten für einen Nordischen Hund, unüberlegt angeschafft von letztendlich überforderten Menschen, weitergereicht, trächtig geworden, wieder weitergegeben - und das alles in 18 Monaten. Glücklicherweise gehört die junge Hündin zu denen, die sich ihr sonniges Gemüt trotz manch unguter Erfahrung bewahren. Liebevoll "gluckte" sie in der Auffangstation mit zwei dort aus unterschiedlichen Gründen gestrandeten Welpen, um nach deren Vermittlung erst einmal "nur Spaß" zu haben mit ihren jüngeren, ebenfalls wartenden Artgenossen.Kira ist endlich Daheim
Für Kira sollten es besonders zuverlässige Menschen sein und so wurde der Aufenthalt ein wenig länger als bei manch anderer "jungen Dame". In den Besitzern von Husky-Mix Taylor fanden sich schließlich die Richtigen, die das Maximum an Zuverlässigkeit bringen konnten, was in der heutigen Zeit möglich ist. Der liebevolle und dennoch konsequente Umgang mit Taylor entsprach genau dem, was eine Kira nötig hat, um eine souveräne, überall gern gesehene Hündin zu werden.
Und so zog Kira denn bei Taylor ein und zeigte diesem gleich, wo es lang geht, wenn Männlein und Weiblein so zusammenleben. Auf seinem Schlafplatz wurde gleich mal Probe gelegen und die beiden Kauknochen werden immer wieder gegenseitig geklaut. Die Küche ist ab sofort den Damen vorbehalten, hier sorgt Kira als Küchenhilfe dafür, dass sich nichts, was Frauchen so herunter fallen könnte, auf dem Boden fest treten kann. Der Garten wurde fix zum Spielplatz für Taylor und Kira und auch abends kann man links und rechts liegend die Menschen flankieren. Liebevoll nennen ihre Menschen sie " unsere Meckerziege", weil sie immer wieder mal der Meinung ist, dass sie bei den Streicheleinheiten zu kurz kommt.
Wir wünschen den Vieren eine recht lange und glückliche Zeit miteinander.
 

 

Apollo

Apollo, endlich daheim

 

Der neunjährige Apollo hat in seinem Leben schon einige Höhen und Tiefen gesehen, der Aufenthalt im Nordlicht für Notfelle war nach zwei Tierheim-Aufenthalten seine dritte Station im Tierschutz. Der souveräne, liebenswerte Rüde war dabei stets Opfer von Umständen, die er nicht beeinflussen konnte - ein richtig toller Hund, ein "Einsteiger-Husky", der einfach nur Pech hatte.

Wer den charmanten, unkomplizierten Apollo im Nordlicht erleben konnte und kennen lernte, war von ihm angetan, und so fand sich für ihn der Platz nicht übers Internet, sondern ganz in der Nähe, den Kontakt stellte die Hundeschule her.

Apollo mit seinem neuen FreundIn dem kleinen Cappo hat er einen neuen Freund gefunden, in Herrchen und Frauchen Menschen, die ihn offenen Herzens willkommen hießen bei sich. Von Anbeginn an fühlte sich Apollo wohl, er spielte gleich, verbrachte die ersten Nächte ruhig und gelassen durchschlafend und robbte sich morgens ganz langsam aufs Bett vor, um die ersten Streicheleinheiten des Tages abzuholen.
Oder wie hätte es Apollo nach der ersten Inspektion des neuen Zuhauses und des Gartens wahrscheinlich formuliert, als er sich genüsslich auf den Rasen warf um sich zu wälzen was das Zeug hält: "I feel good!!"
Apollo


 

Ein Wunder wurde wahr

Glücklicher CHIMO
Chimo
Wer hätte es gedacht, dass unser Chimo so schnell doch noch ein gutes Zuhause findet?? Manchmal tut sich doch noch ein Türchen auf….

Eine liebe deutsche Familie, die ihr neues Domizil im Elsaß aufgeschlagen hat, wollte unseren Wooly bei sich aufnehmen. Vor Jahren hatten sie einen Samojeden-Rüden und einen alten Husky-Mix-Rüden von uns übernommen und beide bis an ihr Lebensende super begleitet. Nun war ein Platz frei und Chimo darf die Lücke, die die beiden anderen hinterlassen haben, füllen.
Vorher allerdings stand Chimo noch zur tierärztlichen Untersuchung an, eine nicht heilen wollende Wunde zwischen den Zehen musste noch versorgt werden. Da zu wenig Haut vorhanden war, um die Infektion, die sich breit zu machen versuchte, zu stoppen und den Defekt abzudecken, blieb nichts anderes übrig, als eine Zehe zu amputieren. Der anfängliche Verdacht, es könnte etwas bösartiges sein, bestätigte sich zum Glück nicht.
Chimo
Nach einer Nacht in der Klinik durfte Chimo direkt in sein neues Zuhause umziehen, da er unter häuslicher Betreuung besser aufgehoben war als in der Auffangstation. Chimo konnte es gar nicht glauben – ein traumhaftes Zuhause – Wiesen, Felder, Wald – und inmitten das Haus. Es war wohl ein bisschen zu viel des Guten, die Reizüberflutung forderte ihren Tribut – Chimo musste förmlich zur Ruhe genötigt werden, da er abzuheben schien.

Nun ist fast eine Woche vergangen, er hat sich ein wenig eingeholt, ist aber immer noch ständig am rumrasen, um all die neuen Eindrücke zu erfassen. Kein Vergleich zu seinem fast 10Jahre langen Zwingerleben. Und wir ? Wir sind mehr als dankbar und freuen uns für diesen Schmusebär, dass gerade er derjenige war, für den sich seine neuen Menschen entschieden haben. NEIN, den geben wir nicht mehr her, war der Tenor bei der Nachfrage, wie es geht und ob er sich anständig führt. Naja, ein bisserl muss er noch lernen – es sind viele neue Eindrücke. Und dass da noch Samtpfötchen eingezogen sind, das wusste KEINER – und Chimo interessiert sich nicht. Es hätte aber auch ins Auge gehen können. Frauchen wird von Chimo umgarnt – Herrchen wird beim Umgestalten des großen Geländes geholfen. Mit dabei sind zwei Hundedamen, die sich auch langsam an den NEUEN gewöhnen müssen. Und dass der Bursche geschätzte 10, 11 Jahre alt ist, das merkt keiner – man hat das Gefühl, einen Jungspund aufgenommen zu haben, der nichts als Unfug im Kopf hat.
Chimo
DANKE Fam. B., dass Sie gerade an Chimo gedacht haben – er hat es soooo verdient.

 


 
KenjiINU, jetzt Kenji , der kleine misshandelte und verunsicherte Shiba-Rüde wurde vor einem Jahr angebunden an einer Brücke in den neuen Bundesländern von Tierschützern gefunden. Da er nicht so ganz einfach war, kam er zur Vermittlung zur NfP.

Nach einem ersten missglückten Vermittlungs-Versuch, der im Ansatz stecken blieb, wurde wieder eine Interessentin auf den hübschen Inu aufmerksam. Die Vorkontrolle im Raum Fulda wurde veranlasst und fiel mehr als positiv aus.
Was dann geschah, das war sicher nicht Schicksal, sondern Bestimmung. Es folgten 3 ereignisreiche Tage: – Anreise – Kennenlernen – Übernachtung – Heimfahrt…..und das mit INU.

Die erste Begegnung war nicht so prickelnd, Inu fletschte, knurrte und wusste nicht, wozu diese Konfrontation mit der hübschen Eurasier-DameKenji, vormals Inu Nele und dem hübschen langhaarigen Shiba-Rüden Taro gut sein sollte – hatte er doch SEIN Zuhause (in der Pflegestelle) und ER dachte bestimmt nicht daran, dieses zu verlassen. Aber da mussten wir alle durch. Zusammen laufen war ein wenig stressig, doch die beiden anderen Hunde, souverän und super gut erzogen, machten es dem Inu eigentlich mehr als leicht. Nele, die in sich ruhende Schönheit – Taro derjenige, auf den es ankam und mit dem es passen musste. Der charmante kleine Japaner – selbst einst mit schlechten Erfahrungen auf dem kleinen Hundebuckel übernommen- machte Inu an, forderte ihn zum Spiel, doch dieser konnte nicht so richtig etwas damit anfangen.

Dann der Sprung ins kalte Wasser. Inu sollte mit ins Hotel zur Übernachtung – denn es kam ja auf neutralem Boden darauf an, ob das kleine Hunderudel stimmig sein könnte. Die Rückmeldung am nächsten Tag war positiv – dann überstürzten sich die Ereignisse.
Der Vertrag sollte gemacht werden, es stand fest, dass Inu mit auf die Reise geht. Mit gemischten und trotzdem Kenjieinem guten Gefühl, denn das neue Frauchen ist einfach „klasse“ und hat ein wahnsinniges Einfühlungsvermögen, keine Erwartungshaltung und viel Erfahrung, wurden die Formalitäten erledigt.
Noch eine weitere Nacht und Inu wurde mit den zwei anderen Hunden im Auto verstaut. Man ist problemlos daheim gelandet.

Die Rückmeldungen sind mehr als positiv, was man so für die erste Zeit bei einem so schwer gebeutelten Hund sagen kann. Und wenn es weiter so läuft, dann können wir uns ganz beruhigt zurücklehnen. Niemand anderem hätte man den kleinen Hundemann anvertrauen können – hier ist er bestens aufgehoben und „angekommen“.

Aus Inu wurde Kenji – und ein neues Leben beginnt. Wir können nur erahnen, was in der Prägungsphase mit ihm gemacht wurde – dass wir es nicht wissen, ist gut so, denn solche Menschen gehören bestraft. Auf jeden Fall darf diese kleine Hundeseele endlich zur Ruhe kommen – und wir haben „losgelassen“.

Liebe Frau B. DANKE – und ich bewundere Ihren Mut zum dritten Hund und "starken, intelligenten zweiten Sohn“ (übersetzte Bedeutung seines neuen Namens) – Kenji !!

 

 

Chiminuk - ein Hunde-Traum ging in Erfüllung

Chiminuk

ChiminukAb und zu kommen Hilferufe, derer man sich uneingeschränkt annehmen muss. Da ist ein 6jähriger Alaskan-Malamute-Rüde der mit seiner Rudel-Situation in einem überfüllten Tierheim überhaupt nicht klar kommt. Seine Familie hat ihn entsorgt, da er angeblich nach dem Kind geschnappt hat. Man kann es glauben, aber auch sein lassen. Eine Tierschützerin nahm sich der Sache an und setzte alles dran, diesen Rüden aus seiner misslichen Lage zu befreien. Es gingen ein paar Anrufe hin und her und nicht nur die Fahrt ist organisiert, da gibt es evtl. schon einen uns bekannten Interessenten, an den man denkt…. Da er seinen Alaskan-Malamute-Rüden altershalber verloren hat, würde Chiminuk vielleicht passen. Aber wie von Berlin nach Schlewsig-Holstein ?

Kaum die Frage ausgesprochen, bot uns Fam. N. in Berlin spontan Hilfe für den Transport an. Gesagt – getan. Chiminuk wurde eingepackt – und unsere „Nordlichter“ haben auf halber Strecke den bildhübschen Rüden übernommen.
Chiminuks Abschied
Der Einzug in die Nordlicht-Station war vorbereitet und Chiminuk genoss es, in seinem Gehege alleine zu regieren, die ständigen Keilereien vom Tierheim waren Schnee von gestern. Er lebte zusehends auf.

Ja, dann begann das Warten - aber auf "bestimmte Menschen"----- die kamen aus Augsburg angefahren. Es war eine echte Bestimmung, Chiminuk fuhr noch am gleichen Abend mit seinen neuen Menschen zur Übernachtung in die Pension. Am nächsten Morgen ein kurzer Besuch im Nordlicht, um die Formalitäten zu erledigen. Dann startete der Defender und das neue Team trat die lange Reise nach Bayern an.
Die telefonische Rückmeldung am nächsten Tag ergab nur Positives. Chiminuk wurde von seinen Rudelmitgliedern herzlich aufgenommen.
Wir bedanken uns bei allen, die mitgeholfen haben - ebenso bei den neuen Menschen von Chiminuk.
Chiminuks Heimreise beginnt


 

RaykaRayka – endlich hat es der hübsche Rüde geschafft, die Auffangstation (hoffentlich) „endgültig“ zu verlassen. Nach seiner Rückkehr musste er sich mit Alisha, der alten Musher-Hündin arrangieren, was nicht immer einfach war. Ab und an bekam er eines auf die Mütze. Da er sich jedoch zu einem richtigen Schmusebär entwickelt hat, durfte er nun als „Einzelkind“ in eine sportliche Familie einziehen und wird sich dort hoffentlich nach der Eingewöhnungszeit anständig benehmen. Da er von klein auf immer mit seiner Schwester zusammen war, wird es für ihn nicht so einfach sein. Wir drücken die Daumen und wünschen Menschen und Rayka eine lange glückliche Zeit.