Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im April 2008 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 
AskaEs war ein lange Vermittlungszeit für Asgar - sie hatte es aber auch richtig schwer in einer "Nothilfe für Polarhunde". Denn das einzige, das Asgar mit einem Nordischen verband, war, dass sie lange Jahre mit einer Husky-Hündin zusammengelebt hatte. Abgegeben wurden sie gemeinsam und beschlossen in der Station umgehend getrennter Wege zu gehen, denn eigentlich waren die beiden Hunde-Charaktere ganz anders "gestrickt" und harmonierten nicht wirklich miteinander. Sie hatten eine Zweck-Gemeinschaft gelebt, viel sich selber überlassen in Draussenhaltung.

Während die Husky-Hündin eher zurückhaltender Natur war, zeigte sich Asgar als rechte "Krawall-Schachtel", nicht böse, aber mitunter sehr unsicher und dann wild agierend. Sich führen zu lassen war sie nicht gewöhnt und tat sich schwer damit - ihre Menschen, bei denen sie zunächst in Pflege lebte, mussten hart an sich und Aska arbeiten. Ja, der Einfachheit halber schreibt sich Asgar nun kurz Aska - gesprochen bleibt es sich eh gleich.

Viele Stunden Training später steht nun fest, Aska wird bleiben - auch wenn noch immer nicht alles so läuft, wie die Zweibeiner sich das wünschen würden. Doch man ist nicht nur jeder für sich gewachsen mit dem Training, sondern auch zusammengewachsen - untrennbar.

Aska

Unser Dank geht an Askas Familie, die sich so unendlich viel Mühe gegeben hat, das Hunde-Mädel in ihren Alltag zu integrieren und sie mit all ihren Schwächen so sehr liebt.
 


 

Fee

Die vierjährige Husky Hündin Fee konnte, noch ehe sie auf unserer Vermittlungsseite einen Platz gefunden hätte, in ihr neues Heim umziehen.
FeeIhre neuen Menschen haben vor ein paar Wochen ihre geliebte Husky Hündin durch eine schwere Erkrankung verloren. Bald darauf machten sie am Ende eines Sonntagsausfluges im Nordlicht Halt, um "nur mal zu schauen".
Fee begrüßte die damaligen Besuchern mit ihrem Fee-typischen Husky Jaulen. Zwar macht auch Kiyoshi auf sich aufmerksam, aber Fee hatte längst die Herzen ihrer neuen Menschen erobert. Schon am nächsten Tag packte die liebenswerte Hündin ihre Sachen und zog aus ihr neues Heim zu erobern. Das liegt nur zwei Dörfer entfernt von uns, sodas das kleine Mädchen sicher mal auf einen Abstecher bei uns vorbeischaut.

Einmal mehr hat sich die Liebe auf den ersten Blick - pardon, in diesem Fall die Liebe auf das erste Begrüßungs-Jaulen - als die richtige Entscheidung erwiesen:

"Nach nur einer Woche hat sich Fee schon sehr an uns gewöhnt. Jeder wird mit einem freudigen Jaulen begrüßt und wer es zulässt bekommt auch ein Küsschen. Da kann es schon mal vorkommen, dass man abends auf dem Sofa Besuch von Fee bekommt, denn da kann man schließlich am besten kuscheln – und kuscheln, dass macht sie gern.Fee

Nur dass wir sonntags gerne ausschlafen würden hat sie noch nicht so ganz verstanden, da steht sie nämlich bei jedem persönlich vor dem Bett und weckt uns mit einem typischen Fee-Jaulen.

Wenn wir spazieren gehen, möchte Fee nicht geknuddelt werden, sie hat nämlich schon viele tierische Freunde bei uns gefunden, mit denen sie immer wieder gerne spielt und tobt.

Mit was sie anscheinend weniger zufrieden ist, ist wohl unser Garten, wir konnten sie allerdings noch rechtzeitig daran hindern, ihn vollständig umzugraben. Und da gibt es noch etwas was die wasserscheue Fee stört: der große Pool im Garten. Wenn da mal jemand mit dem Wasser plätschert, ist Fee schneller weg als man aufpassen kann.

Am besten kann Fee immer noch betteln, denn wer kann schon ihren treuen Hundeaugen widerstehen? Da lässt man doch gerne ‚aus Versehen’ ein kleines Stück fallen und Fee freut sich sehr darüber. Schnell hat sie spitz gekriegt bei wem sie was abstauben kann. Am liebsten mag sie immer noch ihre eigenen ‚Süßigkeiten’, welche wir ihr auch oft und gern verteilen."

Fee
 


 

Yoko - der Sprung ins kalte Wasser oder der erste Eurasier zieht aus….

Nach einem Besuch im Nordlicht, um unsere Eurasier kennen zulernen, schlug das Herz der Interessenten nach der ersten Begegnung gleich für Yoko.
Es folgten weitere Treffen in der Station, um den Umzug und das Handling der noch wenig sozialisierten Yoko zu besprechen.

Für die Interessenten stand fest, dass Yoko schon bald in ihre neue Familie einziehen würde. Urlaube wurden geplant und genehmigt, sodass Yoko ihre Reise nach Kiel antreten konnte.
Zeitgleich hatten wir Besuch aus dem Süden, Moni und Reiner waren für einige Tage im Nordlicht eingezogen. Da die Beiden seit vielen Jahren Erfahrungen mit kaum oder nicht sozialisierten Hunden haben, war dies für uns eine große Hilfe. Die Beiden waren schon bei den Vorgesprächen anwesend und konnten sehr viele Erfahrungswerte an die Interessenten weitergeben.

Nachdem nun alles geplant und vorbereitet war, kam der „große“ Tag für Yoko, ihr Start in ein völlig neues Leben. In der Station lief alles wider Erwarten ruhig und ohne Aufregungen. Sehr schnell saß Yoko in ihrer Box und war bereit zur Abreise. Der liebevollen Vertrauensarbeit all unserer Helfer in den vergangenen Wochen ist es zu verdanken, dass eine Beziehung zum Menschen aufgebaut werden konnte.

Angekommen in Kiel wurden wir schon sehnsüchtig erwartet. Um ihre neue Umgebung kennen zulernen ließen wir Yoko beim Einzug vorerst in ihrer Box.

Yokos Ankunft im neuen Heim Yokos Ankunft in Kiel

Yoko inspieziert neues Heim

 

Schon ängstlich, aber gleichzeitig auch neugierig, machte sie sich mit der neuen Situation vertraut. Um ein eventuelles panisches, ängstliches Entziehen zu vermeiden, hatten wir alle Ecken und Winkel verbaut. Zu unserem Erstaunen kam alles ganz anders: als wir das Türchen der Box öffneten, schoss keine Yoko heraus, sondern untersuchte relativ entspannt ihr neues Heim.

Ganz vosichtig sieht sie sich um

Neugierig ist sie aber auch

Auch die erste Kontaktaufnahme war für Yoko kein Problem.

Erste Kontaktaufnahme

 

 

Wir hielten uns alle zunächst vollkommen zurück. Yoko kam selbstständig mehr und mehr in unsere Nähe und gesellte sich schließlich unter dem Tisch dazu.

Schon liegt Yoko unterm Tisch

Yoko gewinnt langsam Vertrauen

 

Nach einer Ruhephase für Yoko und einem leckeren Frühstück für uns Menschen, begannen wir mit dem Anlegen des Halsbandes und des Geschirres.
Das vorsichtige Anlegen haben wir bewusst im neuen Zuhause durchgeführt, da für Yoko jetzt ausschließlich die Menschen Kontaktpersonen waren. Unter den "Kumpels" im Gehege würde dies eine Panik untereinander auslösen und schlimmstenfalls zu neuem Misstrauen führen.
Reiner, der schon viele Hunde mit seiner sensiblen, ruhigen Art in neuen Situationen begleitet hat, war jetzt Bezugsperson für Yoko. Sie lag immer noch bei uns und Reiner baute langsam und vorsichtig eine Kontaktaufnahme über die Berührung mit der Hand auf. Yoko entzog sich der Situation nicht, der Stress war auch nicht so stark, trotz der neuen Situation verschmähte sie nicht die Leckerlis, die wir ihr immer wieder anboten.



Nach vielen Ruhephasen war es geschafft Geschirr und Halsband waren angezogen. Beides wird mit einer Neckleine gekoppelt um Yoko wirklich sicher führen zu können.

Das erste Mal, Yoko im Geschirr
 

Nach einer weiteren Erholungsphase, sollte Yoko den Außenbereich kennen lernen. Für diese Vertrauensarbeit, führte Reiner Yoko an Endlich ins Freieeiner Fährtenleine. So konnte Yoko in der neuen Situation ihren individuellen Sicherheitsabstand gestalten (die Leine sollte auf keinen Fall einen bedrohlichen Charakter bekommen), die Fährtenleine gab ihr auch die Möglichkeit angeleint und doch sehr frei ihren Stress abzulaufen.

Auf dem großen Grundstück suchten wir einen freien Platz aus, um ein Verheddern mit im Wege stehenden Bäumen, Gegenständen etc. zu vermeiden.
Wie erwartet schoss Yoko förmlich ins Freie.

 

Reiner hielt sich immer hinter Yoko auf, um eine frontale Begegnung, die Yoko als bedrohlich empfinden hätte, zu vermeiden.

zuerst mal den Stress ablaufen

Nach anfänglichen Fluchtversuchen...............

Yoko

wurde Yoko zunehmend ruhiger

Yoko

Reiner konnte die Distanz zu ihr schon um einiges verringern.

Yoko

Yoko

Zeitweise wurden Ruhephasen eingehalten

etwas Ruhe muss sein

Langsam wuchs das Vertrauen und Yoko begann ihre Rute recht selbstbewusst auf dem Rücken zu tragen.

Langsam wird Yoko selbstbwusster

Auch Reiner wagte ein kleines Päuschen, das von Yoko akzeptiert wurde und es war sogar Zeit ein Leckerli anzunehmen.

 

Pause für alle eine kleine Stärkung zwischendurch



Der Weg zurück in den Innenbereich verlief ohne Probleme.

Der Besuch von Moni und Reiner und ihre Mithilfe bei Yokos Vermittlung war für uns eine große Bereicherung, da sie aus der Yoko und JennyTonja
jahrelangen Erfahrung sehr viel Wissen mitbrachten und weitergeben konnten. Eine große Hilfe waren auch die ständigen Begleiter der Beiden. Jenny und Tonja, die durch ihre ruhige und ausgeglichene Art, mit ihrer Anwesenheit der Yoko immer wieder Kraft und Ruhe vermittelt haben.

Ganz herzlich bedanken wir uns bei Yokos neuem Rudel, das sie in ihre Mitte nahm und keine Scheu hat sie in einen völlig neuen Lebensabschnitt zu begleiten.

Die Rückmeldungen, die wir bisher von Yokos neuer Familie bekommen haben sind mehr als positiv.

Jeder Tag ist abgestimmt auf ihre Bedürfnisse. In den ersten Tagen wurde ein Besuchsverbot für alle Freunde und Bekannten ausgesprochen, um den Menschenkontakt ausschließlich auf die Bezugspersonen zu beschränken. Die Kontakte zum Außenbereich wurden ausschließlich auf dem freien Platz durchgeführt, an der Fährtenleine wurde sie weiterhin longiert.

Die erste Erfolgsmeldung war, dass sie schon absolut stubenrein ist und trotz neuer Situation ihre Geschäfte draußen verrichtet. Langsam wurden die Bedingungen erschwert und der Gang auf das Grundstück erweitert. Durch tägliches Kontaktaufnahmen, die immer wieder mit Ruhephasen unterbrochen werden, verliert Yoko das Misstrauen gegenüber menschlichen Berührungen. Problemlos lässt sie sich die Leine anlegen und genießt Streicheleinheiten.

Vertrauensarbeit und Konfrontationen mit neuen Situationen ist Yokos Tagesablauf. Ihre neuen Menschen achten sensibel auf ihre Befindlichkeiten, sodass sie den Auslöser einer Stresssituation bereits im Vorfeld erkennen. So kann Yoko umgelenkt werden in für sie bekannte Ereignisse, die beruhigend wirken und in deren Rahmen die Verarbeitung neuer Umweltreize keine Panik auslösen kann.

Schritt für Schritt entwickelt sich Yoko zu einem Familienhund. Der freie Platz und das Grundstück sind mittlerweile "Schnee von gestern". Sie verlässt zu den Spaziergängen das Grundstück und läuft an lockerer Leine mit ihren Menschen um Neues zu erkunden. Die Begegnungen mit Artgenossen werden von ihr positiv aufgenommen. Beim Heimkehren läuft Yoko ( abgeleint auf dem eingezäunten Grundstück ) freudig ins Haus. Es ist eine unglaublich schöne Erfahrung, dass dieser bisher quasi "wild lebende Hund" sich in so kurzer Zeit und mit Freude in ein „normales“ Leben einfindet.

Sicher ist erst die erste Hürde genommen. Aber Dank ihrer Menschen, die täglich mit Sensibilität und Geduld Yokos Erfahrungsschatz behutsam erweitern, wird sie die noch vorhandene Unsicherheiten weiter und weiter abbauen können.
 


 

Akia – wohin mit einer ca. 12 oder 14 Jahre alten Husky-Hündin ??

Es ist immer wieder beschämend, wenn solch alte Tiere wie Akia in die Vermittlung müssen – es sind die meist Chancen losen Tiere, die man normalerweise ungern präsentiert. Was soll man auch schreiben? „Abgeschoben“ „vor dem Einschläfern gerettet“? Dem Empfinden nach ist es würdelos, in manchen Fällen bleibt einem nichts anderes übrig. Der Vorbesitzer wollte von dem Tier nichts mehr wissen, der Betreuer, dessen Herz an Akia hing, wurde ein Pflegefall – die Zeit lief der Hündin davon.

AkiaAkia war einst eine aktive Schlittenhündin, die ihr Leben ausschließlich im Zwinger verbringen musste. Ihre Kumpels hatten das Glück, dass sie schon ein Zuhause bekommen haben oder über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Geld für einen Chip hatte man keines mehr übrig, doch auch eine Euthanasie verursacht Unkosten. Im Sinne der Tiere sagt man dazu besser nichts und denkt sich seinen Teil.

Über eine engagierte Tierschützerin wurde uns Akia ans Herz gelegt und fortan wurde nach einer Möglichkeit gesucht, die alte Hundedame direkt aus ihrem Zwinger in ein neues Zuhause zu bringen. Der Zufall brachte uns die Lösung.

So haben wir eine stinkende und mit Flöhen übersäte alte Husky-Hündin in Empfang genommen. Den Tierschützern, die den weiten Weg bis nach Freudenstadt nicht gescheut haben, war es peinlich und die Tränen standen in den Augen, als sie Abschied nahmen. Und wir sind gleich losgefahren, um Akia noch mehr Stress zu ersparen. Liebevoll wurde das Mädel von ihrer neuen Besitzerin in Empfang genommen. Ein kleiner Spaziergang, auf dem sich Akia zuerst ein wenig zurückhaltend, doch dann immer lockerer zeigte, wurde vorgenommen, dann die letzte Fahrt ins neue Zuhause.Akia

Dass die alte Hundedame das super große Los gezogen hat, das war uns von vornherein klar – es hat einige Tage gedauert, bis sie sich zurecht fand, in denen sie nicht richtig fressen wollte – aber dann hat sie sich „fallen lassen“. Wie soll man es einem Tier auch klar machen, dass sich, fast am Ende des kleinen Hundelebens, die ganze Situation verändert? Es sind so viele unbekannte neue Situationen, die zu verarbeiten sind, dass man überhaupt keine Erwartungshaltung haben darf. Das zählt aber heute alles nicht mehr – seit fast 4 Wochen ist das Mädel „glücklich“.

Verwöhnt und umsorgt, ja das ist es, was sie nun erfahren darf ist viel, viel Liebe und Zuwendung rund um die Uhr und ein warmes Plätzchen hat sie, wo sich die alten Knochen auf einer weichen Decke entspannen können. Von den lieben streichelnden Händen einmal ganz abgesehen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Koblenzer-Damen, die couragiert und beherzt die Sache in die Hand genommen haben – und wir bedanken uns vor allem bei der neuen Familie, die trotz (oder gerade wegen) des Alters von Akia JA zu ihr gesagt haben.
 


 

Ares konnte vom Tierheim Homburg erfolgreich vermittelt werden.
Ares


 

Sky – ein ganz besonderer Hund
Sky

SkyKein schönes Schicksal hat dieser kleine Hundemann auf dem Buckel. Einst aus Spanien nach Deutschland geholt, lebte er knapp über ein Jahr bei einer Familie, die ihn nun dringend abgeben wollte – sonst bliebe ihm der Gang ins Tierheim nicht erspart.

Als Notfall ging er dann durch den Verteiler, gemeldet hat sich niemand. Abgegeben sollte Sky werden, da er angeblich aggressiv reagiert hätte in Situationen, die mit dem Kleinkind verbunden waren, das Frauchen befand ich in heller Angst. Sky sollte sofort außer Haus – doch dann hat man noch zugewartet, bis wir ihn zu uns übernehmen konnten. Wir haben uns die Argumente der Abgabe angehört, einige Ungereimtheiten führten dazu, ins kalte Wasser zu springen und Sky aufzunehmen. Sein Vorteil: er war katzenfreundlich und verträglich mit ihnen.

In der Geschäftsstelle angekommen benahm er sich mehr als souverän, was stimmte war, dass er überhaupt kein Interesse an den Katzen hatte und auch den anderen Hunden gegenüber sozial reagierte. Von irgend einer Aggressivität war keine Rede – ein lieber Rüde, der einfach zur Ruhe kommen wollte. Da er geschoren war – weshalb auch immer, sah Sky fast aus wie ein Welpe.Sky

Doch es waren bereits Interessenten in der Warteschleife, die gerne einem Husky-Rüden, der mit Miezen umgehen kann, ein neues Zuhause bieten wollten. So blieb Sky nur kurze Zeit in der Geschäftsstelle, um dann von seinen neuen Menschen in die ca. 350 km entfernte neue Heimat abgeholt zu werden. Sky zog ein und war sofort „angekommen“. Seine Familie ist nicht nur sympathisch, sondern auch sehr einfühlsam und hat alle kleinen Hindernisse mit Bravour gemeistert. Als besonderer Liebling seines Frauchens Daniela darf er mit ihr überall hin, sogar ausreiten, denn er kommt mit den Pferden gut klar.

Von Schwierigkeiten mit Sky ist keine Rede (außer dass er ein bisschen ein mäkeliger Fresser ist), sein Fell wächst langsam vor sich hin und aus jedem Anruf oder Bericht hört man die Begeisterung und Liebe zu diesem kleinen Husky-Rüden heraus.

Sky

Wir danken der Tierschutzorganisation www.dogs-island.de für das uns entgegengebrachte Vertrauen, bei Familie C. aus Köln für die Fahr- und Unterbringungsdienste und danken der neuen Familie, dass sie kompromisslos JA zu Sky gesagt hat.
 


 

Pootie – ein Handikap-Hund auf dem Weg nach Niedersachsen ins neue Zuhause
Pootie

Pootie ist ein Anfang /2007 geborener Groenendael aus Griechenland. Ein Tankstellenbesitzer hatte ihn dort von einem Züchter gekauft. Anfangs hielt der Mann Pootie mit seinen 8 Wochen einfach nur für besonders tollpatschig - das wird sich schon geben! Nach fast 2-monatigem Leben im Zwinger, in dem Pootie aufgrund seines seltsamen Verhaltens auch noch zusätzlich angekettet wurde, war eins klar: das Problem des Hundes würde sich wohl doch nicht von alleine lösen - Pootie ist nicht tollpatschig, er ist blind!
Pootie
Mit dieser Erkenntnis gelangte der Besitzer zu der Einsicht, dass es besser wäre, den Hund in fachkundige Hände zu geben - was seiner Frau sehr entgegenkam, da sie den Hund mit seiner Behinderung für einen Fluch hielt. Pootie wurde also in eine Tierstation in Griechenland gegeben und - da dort definitiv unvermittelbar - rund vier Wochen später auf einen Pflegeplatz nach Deutschland ausgeflogen. Denn hier ist eine Behinderung zwar auch nicht vermittlungsfördernd, aber wenigstens kein "Fluch".

Wie kommt ein solcher Hund in die Nothilfe für Polarhunde ? Das ist eine lange Geschichte und nur so viel dazu: der Betreuer von Pootie ist heute Tierpfleger in der Auffangstation Süd und hatte wenig Unterstützung von der Organisation, von der Pootie einst in Griechenland übernommen wurde. Übereignet an die NfP durfte Pootie „die Auffangstation unsicher machen“ – jeder mochte ihn und in seinem ganzen Wesen war er eine Bereicherung und Erfahrung für diejenigen, die mit ihm zu tun hatten.

Es haben sich einige kompetente Interessenten gemeldet, doch manchmal passt einfach einiges nicht so, wie man es sich für einen solchen behinderten Hund wünscht. Über die „Belgier – in – Not“ (hier mal ein herzliches DANKESCHÖN für die Unterstützung) meldete sich dann eine tolle Familie aus Niedersachsen, wo man gleich den Draht und das Gefühl hatte, „hier passt es“ – noch einige Zeit bis zur Übernahme sollte vergehen, doch dann hatte Pootie es „geschafft“.Pootie

Wie es ihm nun geht und wie er sich eingelebt hat lesen Sie hier:

"Wir sind ganz begeistert von Pootie. Er ist richtig knuffig und ein ganz lieber verschmuster Belgier.

Die Fahrt hat er sehr gut überstanden. Am Samstagabend hat er sich sofort die Matte in der Diele ausgesucht und dort – alle Viere von sich gestreckt – in Ruhe geschlafen. In der Nacht bleibt er dann sicherheitshalber einem geräumigen Käfig.

Unsere Raya verhält sich besser als wir befürchtet hatten: sie versucht, Pootie zu ignorieren. Wenn er sich zu sehr nähert, tritt sie den Rückzug an. Konflikten geht sie um jeden Preis aus dem Weg. Gleichzeitig beobachtet sie uns ganz genau, wenn wir Pootie streicheln und Futter geben etc. Insofern halten wir uns noch sehr zurück und lassen beide – vor allem auch Pootie – in Ruhe. Pootie entscheidet, wann er welchen Schritt machen möchte. So kann er langsam Sicherheit gewinnen. Wobei wir den Eindruck haben, dass er sich schon „pudelwohl“ fühlt.

PootieDer erste gemeinsame Spaziergang hat heute auch sehr gut geklappt. Für Pootie waren die vielen neuen Gerüche hochinteressant und es hat ihm sichtlich Spass gemacht (uns auch).

Die Stubenreinheit klappt auch hervorragend. Ohne Probleme zeigt er seine Geschäfte an und nutzt die ihm gezeigte Stelle von Anfang an.

Somit sind die ersten Eindrücke von unserem neuen Familien- bzw. Rudelmitglied richtig toll.

Nochmals vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe. Unser besonderer Dank gilt vor allem Herrn Urgin, der uns noch viele Tipps mit auf dem Weg gegeben und sich viel Zeit genommen hat. Sicherlich ist es ihm nicht leicht gefallen, nach so vielen Monaten Pootie weiterzugeben. Und Pootie ist der Abschied auch nicht leichtgefallen. Auf den ersten Kilometern hat er ganz kläglich und laut geheult."


 

 


 

"Die Umstände waren irgendwie widrig, auf der Fahrt zum Nordlicht streikte das Auto. Eigentlich wollten wir ja auch nur mal gucken. Und möglicherweise einem Malamute eine Pflegestelle anbieten, nachdem ein Vertreter dieser Spezies mich vor mehreren Jahren nachdrücklich verzaubert hatte.

NanoukWie gesagt: eigentlich.
Dann stand da Nanouk.

Stolz wie ein König und mit beachtlichem Knurren gegenüber meinem Lebensgefährten. Ich dachte nur: Der ist es! Übers nächste Wochenende durfte er dann probewohnen. Wenig später ist Nanouks Unsicherheit und unser Plan bzgl. Pflegestelle wie weggewischt.
Nanouk hat sich im Eiltempo in unseren Herzen eingenistet - und wie man sieht - auch auf unserem Sofa. Letzteres darf er, benimmt er sich sonst doch wie ein wahres Zuckerstück im Haus. Und die gelegentliche Leinenrüpelei beim Zusammentreffen mit anderen Artgenossen werden wir auch noch verarbeiten. So kam neben einem neuem Hobby auch ein gutes Stück neuer Lebensinhalt hinzu, das wir nicht mehr missen möchten. An dieser Stelle Frau Harders vom Nordlicht mein herzliches Dankeschön für die SUPERvermittlung, ihre Engelsgeduld und die individuelle Betreuung!"

"Ich dachte nur: Der ist es!" - hinter diesen Worten verbirgt sich so viel mehr....

Denn Nanouk ist oft nicht nur vielen Fremden (wie dem Lebensgefährten) gegenüber misstrauisch, sondern auch bei Hundebegegnungen an der Leine eine "recht harte Nuss". Einer jener Hunde, die sich da so ins Zeug legen können, dass jeder Besitzer eines freilaufenden "der will nur spielen" (gängige Übersetzung: lässt sich nicht zurückrufen) den Eindruck gewinnen muss, hier werde ein vollkommen ungehobelter Hund ausgeführt. Damit umgehen zu können und somit Nanouk auch an der Leine zu handeln, fordert dem Leinenhalter einiges ab.
Nanouk
Für das potentielle Frauchen war Nanouks Verhalten etwas Neues, aber es sollte nicht zwischen ihm und ihr stehen bleiben. Fasziniert von diesem Rüden beschloss sie das Thema anzugehen, das Nordlicht kurzerhand umfunktioniert zum Trainingsort und dann wurde geübt. Wieder und wieder Hundebegegnungen, mehr und mehr stieg die Sicherheit bei Frauchen in diesen Situationen, Handling und Timing wurden immer präziser. Und so ging Nanouk dann in Pflege - mit dem bekannten Resultat: vermittelt!

Dass die Zusammenarbeit nicht nur im Nordlicht funktioniert und Nanouks neue Menschen ihm wirklich die Sicherheit geben können, die er braucht, zeigte sein Besuch am Infostand im Wendland, über den wir uns sehr gefreut haben. Viele Artgenossen tummelten sich um ihn herum, doch er ließ sich nicht wirklich aus der Ruhe bringen, selbst das Einspannen des Huskygespanns begleitete er lediglich mit einem leisen Huskygeheul, das uns wohlbekannt aus seiner Zeit im Nordlicht war.

Ein riesen Danke an die neue Familie im Namen von Nanouk. Die Liebe zu dem Rüden ließ sein Frauchen über einige Grenzen gehen.

 

Bei einem ersten Besuch im Nordlicht stand es für seine neuen Menschen bereits fest: Charly sollte es sein. Dafür, dass man noch die "Nachzügler" der Ausstrahlung von "herrchen gesucht" mit Charly und Laika abwarten wollte, um dieses Dreamteam vielleicht doch noch gemeinsam zu vermitteln, hatte man Verständnis. Leider ergab sich keine Möglichkeit mehr für unser Doppelpack und so hatte sich das geduldige Warten auf Charly gelohnt.
So unbeschwert wie Charly bei der Fernsehaufzeichung aufs Sitzpolster sprang so ging er seinen Umzug und das Eingewöhnen an, wir bekamen nur Positives zu hören. Er hat sich super eingelebt und genießt das Leben als Einzelhund in seinem neuen Rudel.
Danke an seine neuen Menschen, für die Geduld und eine zweite längere Fahrt hinauf, fast bis zum Nordlicht, um ihren Charly abzuholen.

"Jetzt endlich: Neues von Charlie!Charlys Reise

Eine kleine Reise war es ja doch, als wir Charlie am Donnerstag abgeholt haben.
Auf dem Weg in sein Neues Zuhause, ins Osnabrücker-Land, hat er sich ziemlich ruhig verhalten.
Charlie hat sich wohl gedacht, erstmal schauen, wo es hingeht.

Dann endlich geht die Tür auf, von meinem Zuhause?
Charlys AnkunftCharly

Wo kann ich mich denn am besten niederlassen? Leider sind wir schon im Dunkeln angekommen.

O.K. nachdem Charlie festgestellt hat, dass man super offene Treppen herunterlaufen kann, aber diese nicht wieder hochkommt, dachte er sich: "Na, dann bleib ich eben unten!!!!!!!!!!!!"

Erstmal den Garten genauer betrachten.
Inspektion des Gartens
Am Freitag war ein sehr aufregender Tag. Wir haben uns erstmal die Umgebung im hellen angeschaut.
Nachmittags war ich auch schon eine ½ bis 1 Stunde alleine. Alles ging gut.
Am Abend war ich kurz bei unseren neuen Nachbarn auf dem Richtfest.

CharlyCharly

Dann war ich auch schon sehr müde, doch jeder Gang zur Tür bedeutet doch raus oder?

Am Samstag sind wir wieder viel gelaufen und am Nachmittag war ich sogar schon in einer Kennlernrunde mit anderen Hunden.
Eine neue Freundin hab ich auch schon. Und natürlich schon viele neue Kumpels.
Auch am Sonntagmorgen waren wir schon wieder auf dem Hundeplatz.
Alles war super gut, nur will mich keiner als Che, so richtig ernst nehmen.

Zuhause ist Charlie der Beste, nur mit dem Fressen klappt es noch nicht so gut.
Charly
Aber das kriegen wir auch noch hin.

 

 

CharlySo, bis bald euer Charlie Brown und seine neue Familie.Charly