Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Dezember 2008 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 
Arielle ist angekommen

Die Vermittler grübeln ja jedes Mal aufs Neue, warum die kupferfarbenen Huskys sich in der Vermittlung so schwer tun – die Antwort fehlt bis heute, Vermutungen gibt es viele, aber nichts genaues weiß man nicht. Denn dann könnte man ja Abhilfe schaffen und müsste nicht tatenlos zusehen, wie aus einem kleinen aufgenommenen Rudel die etwas älteren und nicht roten Kameradinnen davonziehen und ausgerechnet das jüngste, aber halt rote Mädel sitzen bleibt und wartet und wartet und ………

Arielle

Aber dann kam es doch das Glück, ganz unvermutet, denn eigentlich war man, da die zugehörige Ehefrau und Mutter nicht mitkonnte an diesem Tag, nur mal „gucken“ gekommen. Im Herzen mit dabei die Erinnerung an Lobo, den Second-Hand-Nordischen mit dem man viele glückliche Jahre verbracht hatte bis Alter und Krankheit die wohl schwerste Entscheidung in der gemeinsamen Zeit verlangt hatten.

Vater und Tochter guckten also und guckten sich dann förmlich fest – bei der kupferfarbigen Arielle. Und zwar so richtig fest, irgendwie gerieten die zu Hause getroffenen Abmachungen ein wenig in den Hintergrund und ach und überhaupt – am Ende aller Überlegungen saß dann jedenfalls eine ziemlich zufrieden aussehende Arielle mit im Auto.

Nur wer losfährt, der kommt auch irgendwann an und da stand natürlich erst einmal ein kleines Unwetter an, denn zu Recht fühlte sich jemand übergangen und überrumpelt.
Arielle schritt dessen ungerührt zur Wohnungsbesichtigung, denn als ehemalige Mitarbeiterin in der Tourismus-Branche war sie mit so vielen Zweibeinern in Berührung gekommen, dass nichts „menschliches“ ihr wirklich fremd ist und bezog dann Nachtquartier, ihr Tag war schließlich anstrengend genug gewesen, sie hatte sich ja immerhin ein neues Zuhause organisiert.
Über Herrchen entlud sich dann wohl ein heftiges Gewitter, dem am Morgen dann wie beim richtigen Wetter meist auch, Sonnenschein folgte….

Das mit dem fragwürdigen Alleinbleiben (kann sie oder kann sie nicht?) wurde auch gleich in Angriff genommen, denn irgendwann sind die Feier – und Urlaubstage für jeden zu Ende. Herrchen testete mit Patenrezept Nummer 1 für Nordische Hunde, das da besagt „nur ein ausgelasteter Husky kann ein braver sein“ und siehe da:

“Wie das Foto zeigt, fühlt sich Arielle sauwohl bei uns. Sie kann auch schon ein paar Stunden alleine bleiben. Vielleicht liegt es daran, dass sie in den letzten Tagen mächtig gefuttert und gelaufen ist. Mit einem Wort, sie ist platt vor Freude und Action und vor Liebe.

Allen, die sie wegen ihre Fellfarbe nicht wollten, kann ich nur sagen: "Ä T S C H!"

Sie wird bei uns alt werden und im Sonnenschein leben, der aus ihrer Dankbarkeit erstrahlt.“

Arielle

Wir wünschen den Vieren eine lange und glückliche Zeit miteinander und bedanken uns vor allem bei der Dame des Hauses für das „ja“ zu Arielle.

 


 

Tasha – unser kleiner Sonnenschein hat einen neuen Kameraden an der Seite, den Anton. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, es sind Geschwister. Und gerade deshalb hat es so sein sollen…..

Tasha mit der neuen Familie

Tasha und AntonTasha kam zu uns aus Kroatien, wohlwissend, dass es nicht immer einfach ist , nordische Mixe zu vermitteln, manche wie Miky oder Tana suchen ein Jahr oder länger. Umso mehr freuen wir uns, dass Tasha doch recht bald ihr Glück gefunden hat, denn mit ihrem freundlichen und offenen Wesen hat sie sich in der Station beliebt gemacht. Aber zu ihrem Wesen gehörte auch, sich Fremden gegenüber zunächst abwartend zu verhalten - was die "Liebe auf den ersten Blick" für Zweibeiner ein wenig schwierig machte.

Auch ihren neuen Menschen begegnete sie beim ersten Besuch sehr reserviert, checkte ab. Doch schon beim zweiten Besuch war sie offen, flog auf „ihren“ Anton zu, als ob sie nie was anderes getan hätte. Den Zweibeinern ging die Wandlung fast zu schnell, ein wenig war man noch im Zweifel, denn man hatte von der ersten Begegnung noch eine andere Tasha vor Augen und mit anderem gerechnet.

Auf Anraten haben die neuen Besitzer von Tasha es nochmals überschlafen, bevor dann ein einstimmiges JA zu Tasha gekommen ist. Ein paar Tage noch musste Anton warten, bis das Mädel, das zukünftig an seiner Seite gehen sollte, abgeholt werden konnte. Denn ein paar Tage Urlaub wollte man nehmen, um es allen leichter zu machen.Tasha und Anton

Zwischenzeitlich hat sich Tasha super eingewöhnt und auch Anton scheint damit klar zu kommen, dass er nicht mehr Alleinherrscher im Hause ist. Was natürlich auch daran liegt, dass die beiden Vierbeiner sich prächtig verstehen und miteinander umgehen, als ob sie schon lange beieinander sind. Man spricht von: ein Herz und eine Seele…..

Anton und Tasha

 


 

Tyler, jetzt Taro.

Tyler heißt jetzt Taro

Taro mit FrauchenDer gut jährige Tyler verlor im Zuge von Trennung und Umzug vor einigen Wochen zum zweiten Mal ein Zuhause, diesmal allerdings unter Tränen und mit schwerem Herzen. Beim ersten Mal abgeben war das noch anders gewesen, denn da war Tyler seinem Herrn eigentlich nur noch im Weg, was dieser ihn auch deutlich spüren ließ.

Geblieben ist Tyler davon trotz liebevoller Zuwendung im letzten Heim eine große Skepsis vor Männern, er braucht seine Zeit, um sich da anschließen zu können, bei den einen dauert's länger, bei den anderen geht es wie von selber.

Eigentlich hatte man daher gedacht, dass Tyler eher in einen männerlosen Haushalt ziehen würde, denn auch in der Station zeigte er seine Angst vor dieser Sorte Zweibeiner deutlich – doch dann kam alles anders (wie so oft im Tierschutz).

Schon kurz nach seinem Einzug in der Station meldeten sich sehr sympathische Menschen mit zwei Kindern, man hatte sich in Tyler verliebt und wollte NUR IHN als neues Familienmitglied aufnehmen. Erfahrung mit Nordischen war vorhanden und da Tyler beim ersten Kennen lernen nicht sonderlich negativ auf den Herrn des Hauses reagierte, wagten wir den Versuch, es im häuslichen Bereich auszuprobieren.

Offenen Herzens und ohne größere Erwartungen ging man an die Eingewöhnung und siehe da, die nachfolgende Rückmeldung spricht für sich:

„Unser Taro (Tyler) hat sich zwischenzeitlich ganz gut eingelebt, die vielen Eindrücke mussten natürlich erst einmal verarbeitet werden.

Taro mag auch die KinderMittlerweile hat er alle Familienmitglieder gleichermaßen anerkannt. Insbesondere mich liebt er über alles, folgt mir auf Schritt und Tritt. Die Kinder, die ihn lieben wie den Togo und ihn laufend knuddeln wollen, stören ihn mittlerweile gar nicht mehr und auch meinen Mann empfängt er freudig.

Wir sind überglücklich mit ihm und freuen uns auf das Leben mit ihm.“

Auch das Herrchen ist voll akzeptiert

Eigentlich ist man ja um Weihnachten rum ein wenig zögerlich mit den Vermittlungen, denn unbedarft angeschaffte Tiergeschenke will man keinesfalls unterstützen – davon abhalten sollte es einen aber nicht, langjährige Hundehalterfamilien zum Fest wieder „komplett“ sein zu lassen, zumal der damit meist einhergehende Urlaub für das Aufeinander-einstellen gerade zu optimal ist...

Taros neue Familie

Und so freuen wie uns von Herzen über die strahlenden Gesichter auf dem Weihnachtsfoto 2008, bedanken uns sehr herzlich für die liebevolle Eingewöhnung und wünschen, dass das gemeinsame Glück mit dem tollen Rüden viele Jahre andauern möge.
 


 

YumaUnter den jüngeren, sportlichen Rüden scheint es sich grad rum zusprechen, dass die Schweiz ein guter Ort für Huskys wäre, da die Schweizer Berge wesentlich mehr Schnee hergeben …….

Ebenso wie sein Bruder Inuk vor kurzem, konnte auch YUMA eidgenössische Herzen von sich überzeugen und fuhr ohne sich großartig umzublicken mit ihnen in eine Sommers wie Winters sportliche Zukunft ….

Landschaftlich steht das neue Zuhause von Yuma dem von Inuk nicht nach. Berge, Schnee und Sport „just for fun“– was will Hund mehr? Kumpels? Ja klar, die hat es im neuen Zuhause auch, gleich zwei und mit denen hat sich Yuma auf der Stelle arrangiert und sie mit ihm, denn zu dritt ist es ja noch viel lustiger als nur zu zweit.

Umgewöhnungsschwierigkeiten von der bisherigen Draußenhaltung auf drinnen? Irgendwelche Unsicherheiten? Nicht wirklich, clever genug, sich einfach an den beiden anderen zu orientieren ist Yuma alle mal und so hat er auch rasch ersten Tritt gefasst im Familienhundeleben.

Yuma

Es ist schön zu wissen, dass nun ein weiterer Jungspund ein tolles Leben genießen kann.


 

Niki

Nikis neues RudelGerade mal vierjährig stand Husky-Rüde Niki wieder vor dem Nichts, trotz bester Vorbildung in den Bereichen Sport- und Familienhund. Erneut ein Opfer der Umstände, berufliche und damit verbundene private Veränderungen ließen die weitere Hundehaltung seiner Besitzer nicht mehr zu.

Niki fand rasch eine Interessentin, die genau nach so etwas wie ihm suchte, Teamverstärkung und Familienhund - dass sie eigentlich genau nach IHM gesucht hatte, stellte sie erst fest, als er bei ihr einzog:

„Gestern ist der Niki, der jetzt Polar heißt, angekommen, buchstäblich angekommen. Ich habe selten einen verträglicheren, unkomplizierteren Hund gesehen, als ihn. Da läuft einfach von Anfang an alles bestens, die erste Nacht mit fünf Hunden in der Wohnung, der erste Tag mit seinen Kumpels im Gehege, das erste Mal mit Tiber am Schlitten einfach phänomenal, als wär' es immer so gewesen.

Niki


Niki am SchlittenDie Fresszeremonie geht problemlos; alle haben ihn sofort akzeptiert und Borea hat auch ihn schon im Griff, was für ihn absolut zu stimmen scheint. Beim "sitz" drückt er mich fast um, so sehr will er nahe sein und es gut machen, und eine Schmusebacke ist er sondergleichen.

Wie schade für ihn, wäre er in einem Tierheim, wie traurig für mich, an einem andern Platz.
Gestern Abend weinte er seinem alten Herrchen schon noch kurz nach, doch heute schon haben ihm die Kumpels und die Aktivitäten über den Schmerz hinweggeholfen. Er ist integriert, nach einem Tag! Ich glaub es kaum, gibt es denn so was?

Und wie er arbeitet am Schlitten, da kennt er nichts anderes. Nur die Befehle kennt er noch nicht die gängigen, das ist aber auch der einzige Makel, wenn es denn überhaupt einer ist.“

Niki

Bleibt uns nur zu wünschen, dass Nikis Glück als Polar nun sein restliches Hundeleben lang hält und seine neue Besitzerin auch genauso lange von ihm so schwärmen wird.

 


 

TanaNach einer ersten gescheiterten Vermittlung, Husky-Mix-Hündin Tana hatte sich im Zusammenspiel mit dem vorhandenen Rüden außer Haus als kleiner Drachen mit gehörig Aufwieglerpotential gezeigt, saß Tana in der Station im Schwarzwald wie die sprichwörtliche „Bleiente“. Wie so oft haftete der Makel des „Gescheitert-seins“ fest an ihrem Pelz, dass sie durchaus ihre Qualitäten hatte und hat und diese auch im häuslichen Bereich während dieser letzten Endes geplatzten Vermittlung gezeigt hatte, nahm irgendwie keiner mehr zur Kenntnis.

Alles in allem verging für Tana so rund ein Jahr mit Warten, sie trug es mit Fassung und freute sich über die Abwechslung, die zumindest eine regelmäßige Gassigeherin zuverlässig bot. Dann bot sich eine erneute Chance, allerdings wieder an der Seite eines Rüden – kam das überhaupt ernsthaft in Betracht, durfte man das riskieren? Auf der anderen Seite – durfte man ihr diese Chance von vorneweg verbauen?

Es kam also zum Kennenlernen der beiden Hunde an der Station. Tana zeigte sich da nicht unbedingt von ihrer schokoladigsten Seite, aber dennoch wollte man ihr weiterhin die Chance geben. Auf der langen Fahrt ins Neue Heim schien auch Tana das Ganze zu überdenken, die letzten 150 km verbrachte sie schlafend mit dem Rüden auf dem Rücksitz, ein erster Anfang.

Von da an rückten die Hunde schnell enger zusammen, schon nach einer Woche hatte man den Zustand „einvernehmliches Teilen“ erreicht, also Einigkeit in Sachen Fressen, Spielzeug und Sofa. Draußen herrscht ebenfalls trautes Einvernehmen, wen Rüde Mella nicht mag, den mag auch Tana nicht und gemeinsam ist man sowieso viel stärker, übrigens auch beim an der Leine ziehen, wenn irgendwo vermeintlich oder wirklich etwas Jagdbares zu sein scheint.Tana

Macken – ja Macken hat Tana auch, Essbares muss sorgfältig vor ihr verborgen werden, sonst wird es inhaliert und Hundebegegnungen im Vorfeld vom Menschen kontrolliert und gesteuert werden, sonst gibt’s Derwische an der Leine – für Tana’s neue Menschen kein Problem, das ist halt so und fertig.

Diese gegenseitige Akzeptanz mit allen Stärken und Schwächen konnte man nach gut einer Woche beim Besuch richtiggehend spüren, Tana vermittelte den Eindruck, als wäre sie seit Jahren hier zu Hause und nicht erst seit Tagen.

Tana

Wir bedanken uns herzlich bei Tana’s neuen Besitzern, dass sie so zuversichtlich und unbeirrbar mit dem Wunsch nach Rudel-Zuwachs umgingen und wünschen Ihnen und den Vierbeinern noch eine lange gemeinsame Zeit miteinander.
 


 

Gleich zwei der älteren Hunde des vor einigen Wochen aufgenommenen kleinen Rudels konnten die Station im Schwarzwald am Samstag gut gelaunt verlassen, Chicocco und Daika. Und beide werden auch zukünftig Artgenossen an ihrer Seite haben, die ihnen bestimmt den „Einstieg“ ins richtige Familien- und Haushund-Leben erleichtern, bislang lebten sie ja nur draußen.

Chicocco:

Chiccoco heißt jetzt Yukon

Am frühen Samstag Morgen reisten die Interessenten für Chicocco zusammen mit ihren beiden Hunden in die Auffangstation, um die Vierbeiner miteinander bekannt zu machen und zu sehen, wie es denn funktionieren wird.

Kurz die Hunde aus dem Auto, ein wenig zu trinken gegeben - in der Zwischenzeit wurde Chicocco aus seinem Gehege geholt.

Die Begrüßung lief völlig entspannt ab, ein kurzes taxieren, dann ging man auf die Kennenlernrunde.

Aber wie schon erwartet gab sich Chicocco von seiner besten Seite und sicherte sich somit einen Platz auf der Heimfahrt.

Nach Abschluss der Formalitäten dann das Einsteigen ins Auto. Das und auch die lange Heimfahrt waren unproblematisch.

Die Rückmeldungen sind ausschließlich positiv. Er verhält sich in seinem neuen Heim so, als wäre er schon immer da gewesen.

yukon

Wir wünschen Chicocco (jetzt Yukon), dass er noch richtig ankommt, Zeit und Gelegenheit dazu wird ihm allemal gegeben.


Daika:

Daika

Auch die neuen Menschen von Daika haben, zusammen mit ihrem älteren Husky-Rüden eine längere Anreise hinter sich gebracht. Dabei war Daika zunächst nicht unbedingt die auserwählte Kandidatin. Doch nach dem Spaziergang mit ihr und vor allem durch das Verhalten im Büro der Auffangstation waren die neuen Menschen sicher, dass Daika genau der richtige Hund für sie und natürlich vor allem für den vorhandenen Rüden sein wird.

Der gesamte Umgang der beiden Hunde miteinander war von Anfang an sehr freundlich und stimmig, das Verhalten im Auto so, als wären es alte Bekannte. Die gesamte Rückfahrt war vollkommen stressfrei.

Zu Hause ebenfalls ein harmonisches Miteinander, man findet sich zusammen, eben genau das, was man sich gewünscht hat.

 

 

Daika

Wir sind sehr glücklich, dass gerade die zurückhaltende Daika ein neues Heim gefunden hat, in dem sie so akzeptiert wird, wie sie ist.

Alles Gute vom Nothilfe-Team.

 


 

Tama

TamaTama ist einer der Eurasier, die zu Jahresbeginn aus wenig guten Verhältnissen in die Vermittlung kamen. Auch ihm fehlte es wie allen anderen an der Sozialisation, er kannte nichts als das Leben im Rudel und das Gelände, auf dem die Tiere gelebt hatten.
Eingezogen im Nordlicht könnte man seinen weiteren Werdegang so zusammenfassen: erst Spätzünder, dann Senkrechtstarter.

Spätzünder deshalb, weil Tama sich lange Zeit den Bemühungen der Helfer, die Hunde an Menschen und Umwelt zu gewöhnen, nicht widersetzte aber entzog. Seine Fortschritte waren zunächst minimal und mitunter musste man schon sehr genau schauen und überlegen, ob überhaupt etwas vorwärts ging bei ihm. So kam es, dass er irgendwann der letzte der Eurasier im Nordlicht war und eigentlich noch immer nicht so weit, dass man hätte sagen können „vermittlungsfähig“.

Dass es dann doch anders kam, verdankt er Monika und Günther, die nicht nur in der Station enormes bei den Eurasiern geleistet hatten, sondern auch als Pflegestelle dem einen oder anderen von ihnen den „ersten Schliff“ in Sachen häusliche Umgebung mit auf den Weg gaben. Sie nahmen sich auch Tamas an und erlebten so die große Überraschung hautnah mit, denn einmal bei ihnen eingezogen, entpuppte sich der überaus ängstliche Tama als wahrer Durchstarter ins Sachen „wo geht’s hier ins pralle Leben?“.

Von Anfang an genoss er seine Spaziergänge, kaum etwas konnte ihn beim Schnüffeln stören und er kam auch nach nur wenigen Tagen schon von sich aus auf die Pflegeeltern zu – hätte man es nicht sicher gewusst, dass es nicht sein kann, man hätte meinen können, der Hund sei irgendwo zwischen Nordlicht und Pflegestelle „vertauscht“ worden.Tama

Ein wenig dauerte es, bis die passenden Interessenten gefunden waren und eigentlich rechnete man fast damit, dass Tama, nun erstmals als Alleinhund bei seinen Zweibeinern, große Rückschritte machen würde. Die auf alles gefassten neuen Menschen wurden ebenso angenehm überrascht wie wir, schon nach wenigen Tagen sah es so aus:

„Tama hat sich inzwischen ganz gut bei uns eingelebt und es wird jeden Tag noch ein bisschen besser.
Auf den Spaziergängen ist er munter und markiert mit erhobenem Schwanz sein neues Revier.
Im Haus ist er etwas schüchterner. Gestern hat er sich mit viel gutem Zureden und einigen Frolic als Lockmittel zum ersten Mal in unsere Küche getraut. Im Wohnzimmer und im Hausflur hat er bereits zwei Stammplätze, wo er zwischendurch immer wieder gerne ein Schläfchen hält.

Tama
 

 

Streicheln lässt Tama sich inzwischen auch hin und wieder. Er bleibt dabei zwar noch stehen, Ohren und Kopf wirken aber recht entspannt und er schließt manchmal sogar genüsslich die Augen.
Alles in allem sind wir sehr glücklich mit unserem neuen Familienmitglied und möchten Tama nicht mehr missen!“

Tama

Trotz seiner sehr positiven Entwicklung ist Tama ein Hund, der seiner isolierten Welpen- und ersten Junghund-Zeit wegen sein Päckchen zu tragen hat und mit diesem bei seinen Menschen eingezogen ist.

Tama

Ihnen ganz lieben Dank, dass sie sich offenen Herzens und ohne Erwartung auf diesen Rüden eingelassen haben und den Weg ins Leben nun mit ihm gemeinsam gehen.


 

Luna:

Eigentlich hatte man ja einen ganz anderen Kandidaten im Sinn, als man in die Auffangstation reiste. Doch bei dem Durchgang durch die Gehege blieb man dann in dem "hängen", in dem Luna wohnte. Um ihre Vorgeschichte und ihre Schwierigkeiten, das Alleinebleiben auch nur ansatzweise zu lernen, wusste man und doch fand man zu ihr gleich einen „Draht“ oder sie zu den Menschen?

Luna

Luna bezauberte durch ihren Charme und dem Augenaufschlag einer Dame. Auch beim Spazierengehen gab sie sich wohlwollend, was natürlich gerne angenommen wurde. Auch der Einstieg ins Auto und die ganze Heimfahrt waren entspannt und angenehm.

Die Rückmeldungen von zu Hause sind durch die Bank positiv - nach Angaben der neuen Menschen war es genau die richtige Entscheidung.
Wir sind sicher, dass das Verhältnis noch weiter wachsen wird. Angekommen ist Luna in der kurzen Zeit allemal schon.

 


 

Nooki:

Nur ein paar Wochen hat es gedauert, bis sich für die doch bislang recht abgeschieden und mit wenig Grenzen (man lebte auch nur draußen) aufgewachsene jährige Nooki geeignete Interessenten fanden.

Es sollte ein Kumpel für den vorhandenen zweijährigen kastrierten Rüden sein, der in etwa vom Alter her passt. Da der Rüde auch nicht gerade ein Hüne von Hund ist, lag es nahe, die kleine Nooki ans Herz zu legen. Es war zwar nicht Liebe auf den ersten Blick, zumindest nicht bei Nooki (man gab sich in der Station ja ebenso kess wie selbstbewusst), aber nach der "Aufwärmrunde" rund um die Auffangstation hatte man sich bereits arrangiert. Und der Rüde hat Nooki bereits vermisst, als sie zur Erledigung der Formalitäten noch mal kurz ins Gehege musste.

Nooki

Aber dann ging doch alles recht schnell. Auto auf, noch kurz ein paar Fotos für die Glücklichseite und schwups rein.
Die Fahrt verlief recht ruhig, zu Hause war sie dann so nervös, dass sie das Futter am ersten Tag nicht behalten konnte. Das legte sich aber schnell.

Mittlerweile ist sie genauso frech wie der Rüde und die beiden spielen und toben in der Wohnung herum, so wie man sich das eben auch vorgestellt hatte.


 

Volvos neues Frauchen

VOLVO – nordisch ja, daher auch sein Name und dass er auch so „schnittig“ ist, das hat er schon während der Vermittlungszeit bewiesen. Alle, die mit dem kleinen Hundemann zu tun hatten, waren von seinem Charme begeistert.
Ein Sonnenschein im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses sonnige Gemüt hat er wohl aus seinem Heimatland Italien mitgebracht – warum ihn da keiner haben wollte und er sogar ausgesetzt wurde, ist wirklich gänzlich unverständlich.

Und nun ist Volvo umgezogen nach NRW – dort versprüht er weiterhin seinen Charme und hat seine neuen Menschen schamlos um die kleinen Pfoten gewickelt…… Wie, das erzählt er selber:

Volvo“ Auf der Fahrt war ich erst etwas irritiert und nervös. Aber nach wenigen Kilometern dachte ich mir, ich schlafe mal ´ne Runde. So habe ich - neben den Pausen - kaum mitbekommen, wie lange die Fahrt wirklich war.

Angekommen, erwartete uns auch schon der Volker, der Freund von der Birgit. Der ist auch verdammt nett. Er hat zwar nicht viel Ahnung von Hunden, aber das bringen Birgit und ich ihm schon bei. Er ist ja lernfähig! Allerdings war er ein wenig frustriert, weil ich nicht von Birgit's Seite weiche. Tja, gegen sie hat er einfach keine Schnitte! Aber ich habe ja Mitleid und schmuse auch mit ihm.

Volvo

Mein SofaBirgit's Wohnung ist auch klasse. Die habe ich erstmal komplett erschnüffelt. Erst war ich noch ein wenig unsicher, aber jetzt - hey, das rote Sofa ist klasse! Auch die Umgebung gefällt mir. Ganz viele Wiesen und Felder, wo ich so richtig schön toben und rennen kann. Birgit und Volker sind auch echt ausdauernd, wenn es um's Laufen geht.

Nach einer ruhigen ersten Nacht und einem langen Spaziergang am Morgen habe ich "Oma und Opa" kennen gelernt. Die sind cool! Oma hat mir direkt ein Plüschtier zum Spielen geschenkt. Klasse! Aber am schönsten ist es, wenn ich mich nach dem Spaziergang an meine Birgit kuscheln und ausgiebige Schmuseeinheiten genießen kann.

Doch, ich muss sagen, hier gefällt es mir richtig gut. Ich bin schon "everybody´s sunshine".

Aber jetzt muss ich los. Wir gehen jetzt spazieren.
Ich reich Euch die Pfote und schicke einen feuchten Schleck!

Volvo“

Volvo

Wir freuen uns sehr, dass die Wahl auf ihn gefallen ist und man extra wegen ihm den weiten Weg auf sich nahm, denn nach der Vermittlung seiner geliebten Ersatz-Hundemama Smilla schien er sehr einsam zu sein.

Volvo

 


 

Rocky im Kreise seines neuen RudelsSo, nun müssen wir doch mal Farbe bekennen, was den Rocky angeht, der wegen Erkrankung der Besitzer in die Vermittlung gekommen war. Denn bei ihm wurde ja in seinem Vorstellungstext mal behauptet „ein bisserl Macho steckt in ihm und zu Hause ist seiner Ansicht nach nur Platz für einen Hundemann“.
In der Pflegestelle gab es nicht nur eine Hündin, sondern auch einen Rüden - die Vergesellschaftung hatte allerdings nur geklappt, weil das zugehörige Herrchen als einschlägig auf dem Gebiet Hund Vorbelasteter (=Trainer) das Ganze gezielt steuern konnte.

Die weitere Entwicklung lässt sich ganz kurz mit PSV zusammenfassen, ausgeschrieben Pflegestellen-Virus und wie Rocky das nun – gegen den eigentlich ursprünglich erklärten Willen des Pflegeherrchens und nun Besitzers – hinbekommen hat, erzählt der „Geleimte“ selber:

„Ich hab's mir nicht leicht gemacht mit der Entscheidung, ihn zu behalten. Eigentlich wollte ich nicht noch so 'nen Kerl, der jeden zweiten Grashalm bepinkeln muss.

Aber sein Charme und seine selbstgewählte Bindung zu mir lassen mir keine Wahl. Der Rote fühlt sich sauwohl hier, ist meist in meiner Nähe ohne zu nerven und kommt mittlerweile hervorragend mit Baribal zurecht. Martha ist sowieso seine Lieblingsspielhündin, auch wenn's ihr manchmal zu viel wird. Aber da muss die Kleine durch, das kann sie ab....

Und da kann ich es Rocky nicht antun, ihn irgendwann wegzugeben. Also bleibt er hier!!! Punkt-aus-Ende!“

 

Rocky

Für Rocky freuen wir uns natürlich sehr, denn als mal eben vierjähriger Kraftprotz, der nach Auslastung hungert, könnte er keinen besseren Platz erwischt haben – wir wünschen allen eine lange und weiterhin glückliche Zeit miteinander.

 


 

Daisy – durfte endlich umziehen

DaisyNach vier Jahren das Zuhause zu verlieren und sich plötzlich mir nicht, dir nichts in der Station im Schwarzwald wieder zu finden, war für die Eurasierin ein riesiger Schock. Und obwohl man sie nur Stunden später bereits in einer privaten Pflegestelle untergebracht hatte, tat sie sich schwer damit, die Ereignisse und die Umstellung zu verkraften.

Daisy hatte zunächst sehr viele Tiefen, wurde immer wieder von Durchfall geplagt und auch von großer Unsicherheit. Viel Zeit brauchte sie, um sich einigermaßen zu stabilisieren. Dass dann noch ihr Pflegefrauchen schwer krank wurde und plötzlich auch von jetzt auf nachher ausfiel, das war so nicht eingeplant.

Was lag näher, als dass dann Daisy von der Ersatz-Pflegemama übernommen wurde? Nun ist Daisy angekommen. Wieder ein wenig verunsichert, doch es passt und wir freuen uns, dass diese wunderbare Hündin eine so gute Alternative gefunden hat. Und sie hat ihre Spuren hinterlassen, so einen tollen Hund bekommt man nicht alle Tage in die Vermittlung.

Wir wünschen Daisy und ihrem neuen Frauchen viele schöne und ausgefüllte Jahre miteinander.

 


 

Aus Taiko wird Peppper – aber erwachsen ist er noch lange nicht…..

Nur wenige Tage nach Brüderchen Milo zog auch Taiko aus, sein neues Heim zu erobern, die vielen Kilometer bis dorthin stellten ihn aber vor die erste Geduldsprobe:

Taikos Heimfahrt

„nach längerer Heimfahrt sind wir mit dem kleinen Piens-Taiko gut zuhause angekommen. Er hat zwischendurch etwas geschlafen, wach geworden und immer wieder kleine Jammereinlagen hingelegt, war aber sehr brav.“

Vorsichtig –neugierig stapfte er ins Neue Reich und nachdem die ersten Minuten nichts Schlimmes passierte, fand er seinen „Volldampf-Gang“ umgehend wieder:

„Seine anfängliche Zurückhaltung bei den beiden großen, schwarzen Senioren hat sich schnell gelegt. Er hat sie voll im Griff. Sie haben ihn sofort liebevoll aufgenommen.
Die Geduld der beiden ist bewundernswert, wir helfen ihnen natürlich und pflücken die spitzen Zähnchen von den Ohren, aus dem Fell und hauptsächlich vom Hintern der Hunde ab. Wenn's zuviel ist, zeigen sie ihm aber auch die Grenzen, dann trollt er sich.
Die Hündin Porly spielt mit ihm und unser Rüde Coco lässt zu, dass er an ihm rumknabbert, der Blick dabei sagt "Boah, kann mal einer dieses Bündel Fell von mir abmachen?". Abwarten, wie frech er werden darf .

Die rennende Katze weckt sehr sein Interesse - da schaut er wie ein Husky- der andere Kater zeigt keine Angst und dafür wird der dann etwas wütend angebellt. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Er wird lernen: Miezekatzen sind Freunde und Freunde essen wir hier nicht!

In der Tat ein munteres Kerlchen, der kleine Taiko. Er hält alle hier auf Trab und wir sind froh über die Welpenbox. Er geht von alleine in seine Höhle.

Taiko bringt Leben in die Bude und das wollten wir auch haben! Wir sollten ihn Pepper/Pfeffer nennen, den hat er im Hintern.“


Ein paar Tage später gab es dann die versprochenen „unverwackelten Bilder“ und ein weiterer Einblick in das Geschehen Welpen-aufziehen, das wir als „fulltime-Job“ auf der Homepage angepriesen hatten:

Taiko begegnet der Hauskatze

hier mal die neuesten Bilder vom Terrorzwerg :-)

Wir haben ihn nun doch wirklich auf Pepper umgetauft. Er hört auf diesen Laut recht gut und reagiert besser als auf Taiko. Es passt einfach zu ihm, seine Fellfarbe und Pfeffer im Hintern. PEPPAAAAAAAA *flitz*
Auch fragten alle, warum wir unseren Hund Heiko nennen, hörte sich so an, wenn man Taiko ruft.



Pepper wollte mit unserem coolen Kater spielen, hat ihm ins Ohr gezwickt, dafür gabs bissl Dresche. "Katzen sind schon doof, richtige Spaßbremsen und der alte Hundeopa hier ist eh ne Schnarchnase, schlaf ich halt auch"



 

Hier hat's viele Hundekörbe und die gehören alle ab sofort mir

Auch einer von Taikos Körben


Taikos Hundekörbe


Das ist aber nicht meine Mama

Diese schwarze Hündin sieht nicht so aus wie meine Mutti Anouk und riecht auch anders, aber sie scheint hier das Sagen zu haben (nach den Komischen mit nur 2 Beinen)


Die Frau mit den 2 Beinen (die mit der hohen "Feiniiiii"-Quietschstimme und Leckerlie-Fingern), ist stolz auf müde Huskybabies.
Ausgepowerte Babies sind gute Babies. Wer schläft wächst und hat dann wieder Kraft für Neues...
und wieder schlafen


Und zum Schluss noch ein SUCHBILD !

Na, gefunden?

So, bis die Tage dann mal und liebe Grüsse
von der großen Familie und dem kleinen süßen Pepper mit dem riesigen Selbstbewusstsein.

Wir freuen uns, dass Pepper-Taiko so liebevoll in seinem Zuhause aufgenommen wurde und wünschen allen eine lange und glückliche gemeinsame Zeit.
 


 

Hardy - im zweiten Anlauf ans Ziel

HardyEiniges Hin und Her hat er hinter sich, unser hübscher Hardy. Ein Hundebesitzer hatte ihn aufgegabelt, aber nicht behalten können und ein Besitzer ließ sich nicht ermitteln. So wurde die Nothilfe eingeschaltet, bei der Hardy schließlich in der Auffangstation im Schwarzwald aufgenommen wurde.

Ein erster Vermittlungsversuch ging schief: Hardy wurde wegen einer zuvor unbekannten Allergie seines frischgebackenen Herrchens zurückgebracht. Beim Wiedereinzug in die Station war irgendwie sein seelisches Gleichgewicht aus der Balance geraten und er brauchte eine Weile, um sich wieder zu fangen.

Als sich Anfang Dezember 2008 nette Interessenten in der Auffangstation umsahen, präsentierte sich Hardy von seiner besten Seite. Obwohl die Männer eigentlich einen großen Hund adoptieren wollten, hat der eher kleine Hardy die beiden galant um die Pfote gewickelt. Beim Gassigehen war er im Vergleich zu den anderen potentiellen Kandidaten sehr angenehm und später im Gehege ließ er sich begeistert beschmusen.

Den letzten Ausschlag gab aber Hardys offene Art gegenüber uns Zweibeinern. Da sein jetziger Besitzer ihn mit zur Arbeit nimmt und er dort mit ständig wechselnden Menschen konfrontiert wird, fiel die Entscheidung zu Hardys Gunsten. Für den letzten "Mitkonkurrenten" Tyler mit seiner Zurückhaltung bei fremden Männern wäre diese Situation wohl eher Stress gewesen - für Hardy aber ist es optimal. Er muss so gut wie nicht alleine bleiben und hat absoluten Familienanschluss.

Hardy

Wir wünschen Hardy und seinen sympathischen Herrchen viele schöne gemeinsame Jahre und sind uns sicher, dass er nun genau das Zuhause gefunden hat, das ihn rundum glücklich macht.


 

Mary’s ganz eigenes Rezept zum Glücklich werden

Vom Glück war diese Malamutin die ersten Lebensjahre weit entfernt, hineingeboren in eine Art Massentierhaltung kannte sie nur das Leben dort im Rudel und manche Entbehrung.
Mary inspiziert ihr neues Heim
Die Wende kam mit der Beschlagnahmung, die Hunde wurden auf Tierheime verteilt und jetzt hatte Mary zum ersten Mal Glück, denn sie kam ins Tierheim Hannover. Dort bemühte man sich sehr um die weltfremden, scheuen und ängstlichen Hunde und fand schließlich sogar Interessenten für die sechsjährige Mary, die sie nach einiger Zeit auch übernahmen und nun Besitzer dreier Hunde waren.

Das Trio harmonierte anfangs recht gut, besonders dem vorhandenen Rüden schloss sich Mary eng an und baute zunehmend auch einen Bezug zu ihrer Besitzerin auf. Unglücklicherweise zeigte Mary hierbei ein nicht minder einnehmendes Verhalten als die schon vorhandene Hündin und immer häufiger traten daher Spannungen zwischen den Hundedamen auf, die sich schließlich in einem großen „Krach“ entluden. Und wie so oft, wenn Hündinnen einmal aufeinander los sind, standen auch diese beiden sich von da an unversöhnlich gegenüber.

Die Frage „was nun“ wäre mit der Rückgabe von Mary ans Tierheim für viele Menschen beantwortet gewesen, nicht so für die Familie, bei der Mary gelebt hatte. Sie suchten weiter nach Möglichkeiten, der Hündin das Heim zu verschaffen, das sie in ihren Augen verdiente und stellten den Kontakt zur Nothilfe, genauer gesagt zum Nordlicht für Notfelle her. Eine Aufnahme wurde angedacht und vom Tierheim unterstützt, was keine Selbstverständlichkeit ist.Mary und Gino

Also zog Mary im Nordlicht ein, von ihren ehemaligen Besitzern weiterhin begleitet über eine Patenschaft, und wieder begann das Üben. Halsband, Geschirr, Leine, menschliche Nähe überhaupt – auf Grund ihrer wenigen Erfahrungen in der Welpenzeit stehen Hunde wie Mary Veränderungen generell ängstlich und skeptisch gegenüber, es ist oft wieder ein Anfangen bei „Null“. Dennoch ist das bisherige Bemühen meist nicht vergebens gewesen, da der weitere Weg oft schneller beschritten werden kann – so auch bei Mary, die doch vergleichsweise rasch komische und witzige Facetten ihres Charakters zeigte.

Mary machte Fortschritte, lernte langsam die Umgebung des Nordlichts kennen und fand in Lasse einen ersten Begleiter, der ihr in vielen Situationen zusätzliche Sicherheit geben konnte. Richtig aufregend wurde es für Mary dann, als mit der Aufnahme des 5er Rudels John bei ihr im Gehege einzog, der sofort von ihr vereinnahmt wurde – so sehr, dass nach einiger Zeit der zweite ältere Rüde dieses Rudels, Shorty, mit Mary vergesellschaftet wurde, behaupten konnte er sich allerdings auch nur wenig besser gegen Marys besitzergreifendes Gehabe.

Und dann hatte Mary wieder Glück, denn nun eigentlich soweit vorbereitet, dass man sie loslassen konnte, meldeten sich schon fast umgehend Besitzer eines Rüden, die sich vorstellen konnten, dass die Malamutin zu ihnen allen passe. Das Interesse an Mary blieb sogar nachdem bei einer weiteren tierärztlichen Untersuchung ein Herzfehler festgestellt wurde – auch das erlebt man so nicht alle Tage.
Gino und Mary
Kennenlernen, auf unser Bitten nochmals überdenken und dann war es auch schon soweit, Mary kehrte dem Nordlicht den Rücken und ließ sich in ihr neues Leben fahren. Dort läuft es bislang richtig gut, wie so oft, wenn die Menschen keine Erwartungshaltung an den Neuankömmling haben:

“5 Tage ist Mary nun bei uns daheim. 5 Tage voller Überraschungen liegen hinter uns. Dass sich Mary mit unserem Rüden Gino so gut versteht ist einfach traumhaft.

Im Haus verhält sich Mary vorbildlich, als hätte sie nicht`s anderes gekannt. Sie ist hier sehr entspannt und neugierig, sie zeigte sich vom ersten Tag an stubenrein,

Allerdings ist um ca. 5.30 Uhr die Nacht vorbei, dann meldet sich Mary mit jaulen, das sie mal muss, ist aber kein Problem, da der Wecker kurze Zeit später eh klingelt.

Wenn ich dann mit Gino zuerst raus gehe, macht Mary ein bisschen Action, indem sie furchtbar heult und an die Tür kratzt.
Mary mit Gino
Sobald ich mit Gino zurück bin, wird es etwas schwieriger, da Mary sich nur mit sehr viel Geduld und Konsequenz anleinen lässt, was aber nach diesen 5 Tagen auch schon immer besser klappt. Draußen beim Gassi gehen ist sie oft verunsichert und läuft im Kreis, aber auch hier sind Fortschritte erkennbar. Ihr bekannte Wege läuft sie zunehmend sicherer und auch vorbeifahrende Autos in gewissem Abstand toleriert sie und verhält sich ganz souverän.

Im Garten fordert Mary den Gino immer wieder zum toben auf, dann geht die Post ab, der Rasen ist schon nicht mehr grün und gemeinschaftlich gebuddelte Löcher sorgen für „Àuflockerung“ , ist aber alles noch im Rahmen, da wir eh keinen englischen Rasen und keine Zierbeete haben. Wir freuen uns viel mehr über die gewonnene Lebensqualität für Mary.

Wir haben jetzt schon viel Freude an Mary und ich bin sehr gespannt, wie sie sich weiter entwickeln wird. Es ist eine tolle und spannende Aufgabe, diesen Hund in unser Leben zu integrieren.“

 


Uns bleibt wie so oft nur das Danke an alle Beteiligten, von denen jeder das Seinige dazu beigetragen hat, dass Mary nun ein „Glücksfell“ ist.

Mary, endlich ein glücklicher Malamut

 


 

Chacco, der jahrelang aus einem Tierheim heraus vergeblich nach einem Zuhause suchte, wurde von seinem Tierpfleger übernommen und gehört nun auch zu den richtig Glücklichen.

Chacco


 

MILO

Milo

Die schwarz-weiße Anouk war über ein Tierheim in die Vermittlung gekommen, im Schlepptau ihre beiden im September 2008 Sohnemännchen.
Milo
Milo, der erste der beiden Kids, durfte nun ausziehen – gesehen, verliebt und entschieden, einzig ein wenig wachsen musste er noch, bevor man ihn daheim willkommen heißen durfte.

Fast zu schnell war es dann soweit, mutig ist er an der Leine mitgegangen, in die Box gestiegen – nach einem bisschen „jammern“ (das darf man ja, wenn man noch ein so kleiner Kerl ist) hat er sich auf die Seite gelegt und geschlafen. Eine kleine Zwischenstation bei unserer aktiven Mitarbeiterin Zuhause hat noch positive Spuren hinterlassen – eigentlich hätte man ihn selbst gerne behalten.

Doch versprochen ist versprochen und wir freuen uns für den kleinen Milo, dass er ein so liebevolles Zuhause bekommen hat. Jetzt ist er Hahn im Korb und wir denken, er wird auch nach Strich und Faden verwöhnt. Nichtsdestotrotz wird er in die Welpenschule gehen und anschließend einen guten Start ins Leben durch eine kompetente Hundeschule mit auf den Weg bekommen.
Milo
Wir wünschen unserem kleinen Sonnenschein viel Glück im neuen Zuhause.

Jessica – DANKE für Ihre Mühe !!

 


 

Blacky ist endlich "angekommen"

BlackyWir hatten schon gar nicht mehr geglaubt, dass unser Sorgenkind Blacky, der rund eineinhalb Jahre bei uns auf ein neues Zuhause gewartet hat, überhaupt noch Menschen findet, die sich die Mühe machen, ihn "kennen- und mit ihm umzugehen lernen". Mehrfach hatte Blacky Besuch vom Hundetrainer gehabt, doch auch mit dessen gezielten Angaben, nach welchen Menschen man für das Temperamentsbündel mit den vielen Forderungen suchte, ließen sich diese Zweibeiner nicht so einfach finden. Denn Menschen, die aktiver sind als Blacky selber, gibt es so viele nicht – oft haben wir gestaunt, wie viel Energie in ihm steckte.

Doch dann waren da Interessenten, die über den Blacky nachdachten. Anfang Oktober war es dann soweit – sie sind in die Auffangstation gekommen. Junge, natürliche und reizende Menschen - wären sie nicht so hartnäckig und gut vorbereitet gewesen, man hätte es ihnen wirklich nicht zugetraut. Doch diese Souveränität, das Wissen, das sie schon mitgebracht haben, das überzeugte uns. Und auch, dass sie sich bewusst waren, dass Blacky’s Eingewöhnung sicherlich kein „Zuckerschlecken“ sein würde und bereits genau wussten, wer ihnen da zur Seite stehen könnte.
Blacky
Nach dem Kennenlernen, einer Nacht überschlafen und sich dann entscheiden, ging Blacky tatsächlich mit auf die Reise - zurück nach NRW, aus dem Bundesland, wo er einst herkam. Die Startschwierigkeiten waren natürlich gegeben - Treppen wollte er schon gleich gar keine laufen. Per Telefonkontakt haben wir Schützenhilfe geben können und bevor die ganze Familie hätte im Treppenhaus übernachten müssen, konnte Blacky mit einem Trick überlistet werden. Heute ist das kein Problem mehr.

Bereits Ende Oktober gab eine Rückmeldung Anlass zu vorsichtigem Optimismus:

„Wie Sie sich sicher denken können war bisher nicht jeder Tag Sonnenschein mit diesem Hund, allerdings überwiegen mittlerweile die schönen Zeiten :)

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten scheint er langsam Vertrauen zu fassen. Treppe und so macht nun wirklich keine Probleme mehr, nur irgendwie scheint er generell Angst vor Wohnungen zu haben...

Blacky und AlaskaHilfe bekommen wir nach wie vor von unserer Trainerin. Blacky findet Agility super. Ein paar Sachen wie Tunnel und so Hürden konnten wir schon testen. Aktion ist genau das richtige für ihn. Man muss halt immer schauen, dass man den kleinen Kerl gut ausgelastet bekommt, also gehen wir viel joggen, auf die Hundewiese oder machen irgendwelche Spiele im Wald. Meine Pferde findet Blacky noch nicht so super, aber zumindest versucht er nicht mehr dem Pony in den Hintern zu kneifen:) aber das kriegen wir auch noch hin.“

Blacky mit Spielkameraden

Zur Erinnerung: während seiner Vermittlungszeit zeigte sich Blacky oft schwierig im Umgang mit Artgenossen. Heute (umfassend ausgelastet) spielt und tobt der einst nicht so verträgliche Rüde an langer Schleppleine auf der Hundwiese im Rudel - sagt schon mal dem einen oder anderen, wo es lang geht, aber bisher gab es auch nicht einen Zwischenfall.
Mit seiner Alaska klappt es super und zwischenzeitlich ist es auch so, dass man ihn "fast" bedenkenlos überall streicheln kann.

Es ist bewundernswert, mit welcher Energie und welchem Einsatzvermögen – und mit Unterstützung einer kompetenten Hundetrainerin - diese zwei jungen Leute diesen weiten Weg dann doch "so schnell" geschafft haben.

Blacky und seine neue Familie

Wir können nur sagen "alle Achtung - auch hier vor der Jugend" - und weiterhin viel Glück und Freude mit den beiden hübschen Vierbeinern.

Machen Sie weiter so !!

 


 

Paco in der Auffangstation in HohenlockstedtPaco scheint vom Leben nicht eben verwöhnt worden zu sein, etwa jährig wurde er nicht eben bestens sozialisiert der etwas älteren Hündin Leila zur Seite gestellt. Seinen Erfahrungshorizont konnte er in den folgenden Jahren nicht wirklich erweitern, die Besitzerin lebte recht zurück gezogen und wohl auch unter etwas schwierigen Bedingungen, zum Zeitpunkt der Aufnahmeanfrage war der Amtsveterinär bereits involviert.

Schon anhand der Fotos und der Beschreibung von Paco hatte man vermutet, dass seine Vermittlung keine einfache werden würde und seine Vorfahren sicher keine Nordischen, was hinsichtlich des Findens potentieller Interessenten auch einige Schwierigkeiten bereiten würde. Aber da ihn sonst keiner „haben wollte“, wollte man ihn auch nicht einem ungewissen Schicksal überlassen und nur Leila übernehmen.

Wie schwer es tatsächlich werden würde, ließ sich erahnen, als Paco Einzug im Nordlicht hielt, seine erste tierärztliche Behandlung unmittelbar vorher hatte in der Box stattfinden müssen, da an ihn kein rankommen war.

Viel Zeit und Arbeit war nötig, um aus dem überaus unsicheren großen Rüden mit dem noch viel größeren Schutz- und Wachtrieb einenPaco bewacht das Nordlicht für Notfelle handelbaren Gesellen zu machen, der auf Anweisung und nicht aus vermuteter, real nicht existenter Gefahr heraus handelte. All seine Fortschritte brachten ihm aber ebenso wenig Interessenten ein wie Anzeigen in allen erdenkbaren Medien, Aushänge und vieles mehr. Wer braucht auch schon im Zeitalter elektronischer Alarmanlagen einen Hund wie Paco? Die Tierheime sind voll mit vierbeinigen Wächtern ohne Job…

Schließlich erbarmte sich der Zufall Pacos, schickte zunächst eine Freundin Nordischer Hunde ins Nordlicht, die sich regelmäßig als Gassigängerin einbringt und die einen Kontakt zu einer örtlichen Tageszeitung knüpfen konnte, um den einen oder anderen Vermittlungshund vorstellen zu können. Gleich der erste war Paco – zunächst ohne Resonanz.

Der Zufall musste also noch einmal tätig werden und brachte zwei Paar andere regelmäßig helfende Hände des Nordlichts ins Gespräch mit einer verwaisten Hundebesitzerin aus einem Nachbarort. Irgendwie kam man dann auch auf die Anzeige und den Paco zu sprechen – der Zufall war zufrieden und ließ den Dingen seinen Lauf.

Paco im neuen HeimDer ersehnte Anruf für Paco kam, sein allererster und wie sich zeigen sollte, ein Lotterie-Hauptgewinn, sein persönlicher Jackpot. Denn auch wenn sich Paco beim ersten Kennenlern-Spaziergang wenig um die beiden Mitläufer kümmerte, blieben diese dran. Viel, viel Zeit wurde in den folgenden Wochen von den Interessenten aufgebracht, um eine Verbindung zu Paco herzustellen und nach und nach Alltagssituationen mit ihm durchzugehen. Denn es galt das Händchen dafür zu entwickeln, wie Paco mit seinen nach wie vor vorhandenen Unsicherheiten dennoch gut führbar ist.

Für Paco war schon nach einigen Wochen alles „klar“, es gab da eine Art Schlüsselszene: einen Tag hatte er ohne jede menschliche Begleitung aus dem Nordlicht mit seinen Interessenten verbracht und kehrte abends mit diesen im Auto vorfahrend zur Station zurück. Freudig stieg er aus, begrüßte die menschlichen Nordlichter und hopste ehe noch einer reagieren konnte wieder zurück ins Auto nach dem Motto „schön Euch gesehen zu haben und tschüss…“

Sein Ziel „eigenes Zuhause“ erreichte Paco damit vielleicht ein wenig schneller, denn natürlich blieb sein Verhalten nicht ohne herz-anrührende Wirkung. Dass er zunächst auf Basis einer Pflegestelle „zu Hause“ war, dürfte Paco nicht interessiert haben – er hattePacos neuer Arbeitsbereich endlich gefunden, was er so lange gesucht hatte: Bezugspersonen und einen Job. Denn das am Rande des Ortes gelegene Zuhause kann und darf er bewachen wie er das Nordlicht bewacht hat, sobald etwas ungewöhnlich ist, erstattet er Meldung und wartet auf Anweisung.
Pacos Familie
Unser Dank geht an die Ehrenamtlichen, die Paco während seines Tierschutz-Aufenthaltes unverdrossen begleitet und gefördert haben, an all diejenigen, die ihn während seiner Einzugsphase unterstützen und vor allem an Familie T., die so viel an Vorarbeit leistete, damit Paco mit dem Einzug bei ihnen auch eine reelle Chance hatte, „seine Sache gut zu machen“.
 

 

Diego – unser Sunnyboy hat die Auffangstation nach gut zwei Monaten des Wartens verlassen dürfen.

Djego nimmt Abschied

Nein, man ist nicht wegen ihm gekommen, hatte eigentlich überhaupt nicht an einen Rüden gedacht, um der trauernden Blanche, die ihre vierbeinige Freundin verloren hat, einen neuen Kumpel zur Seite zu geben. Ein Mädel hätte es wieder sein sollen, weil Blanche mit Hündinnen gut zu Recht kommt.

Doch die für den Spaziergang auserwählte Hündin fand die Begegnung nicht so prickelnd und wir befürchteten, dass im häuslichen Bereich die Fetzen fliegen. Und auf den kommt es natürlich am meisten drauf an. Wenn es draußen funktioniert heißt es zwar noch lange nicht, dass auch drinnen im Haus Harmonie und Frieden herrscht, aber es ist zumindest ein erster Ansatzpunkt - und den gab es hier definitiv nicht.
Blanche mit Djego
So musste man also neu überlegen, wer in Frage käme als Partner für Blanche. Man stieß auf Diego – Mensch ihn sehen und begeistert sein - aber was würde Blanche zu diesem wesentlichen jüngeren Kerlchen sagen?

Blanche fand den jungen Kerl ganz klasse, ja, mit ihren 8 Jahren fing sie sogar mit ihm zu spielen an und signalisierte den beiden Frauchen „den will ich haben – den packen wir ein“. Das tat man auch.

Wir waren froh, dass es so entschieden wurde und auch, dass Blanche doch noch einen vierbeinigen Gefährten fand - und nun hatte Diego das Glück, mit auf die Reise nach Mannheim zu gehen.

Ein bisschen wird es sicher dauern, bis er sich eingelebt hat, doch so unkompliziert, wie er sich in der Station gegeben hat, wird er sicherlich auch bald im neuen Zuhause sein.

Menschen und Hunden wünschen wir eine lange und glückliche Zeit und bedanken uns für die „andere„ Entscheidung. Es war ja nicht vorgesehen, einen Hundemann mitzunehmen – ja, manchmal kommt es anders als man denkt.