Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Februar 2008 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 
Sein erstes Zuhause verlor Jung-Malamute Balou ganz unverschuldet wegen einer tatsächlich aufgetretenen Allergie und kam holter-di-polter auf einer Pflegestelle unter. Dankbar war der schon etwas Pubertierende dafür aber nicht wirklich, sondern forderte seine Pflegeeltern nach Kräften – es ist nicht nur bei den Zweibeinern ein anstrengendes Alter, wenn die Heranwachsenden nach ihren BalouGrenzen suchen.

Dennoch fand sich rasch eine Familie, die von ihm begeistert war und auch die nötige Erfahrung mitbrachte, um den Jungspund auf dem „richtigen Pfad zu halten“. Weit weniger euphorisch nahm die bereits vorhandene Rottweiler-Mischlings-Dame die Idee auf, ihr zukünftiges Leben mit Balou zu teilen. Sie hat es ihm schon ein wenig schwer gemacht, ihre Gunst zu gewinnen und zunächst überdeutlich darauf gepocht, wer in diesem Haushalt das „hündische“ Sagen hat.

Geschadet hat es Balou nicht, eher im Gegenteil, denn sein erster pubertärer Höhenflug war damit schnell zu Ende. Dass es sicher nicht sein letzter gewesen sein wird, das wissen seine neuen Besitzer und arbeiten weiterhin zielstrebig darauf hin, dass am Ende aller Wirrungen des Heranwachsens einmal ein souveräner, stolzer Malamute an ihrer Seite sein wird.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten, der Pflegestelle und der neuen Familie mit ihrer energischen Hündin.


 


 

Kira jetzt Lea

Lea

LeaUnsere liebe Hundemama und gleichzeitig unser Spring-ins-Feld, hat endlich ein neues Zuhause gefunden. Ein Platz, wie für sie geschaffen. In ihrem jugendlichen Überschwang hat sie sich umgehend nicht nur in die Herzen ihrer neuen Menschen eingeschlichen, denen sie bei der Abholung sofort auf den Schoß sprang, um anzuzeigen, dass es kein Zurück mehr gibt. Ebenso rasant und offen hat sie Chewi, ihren neuen, vierbeinigen Kameraden, umgarnt und sich als fröhlicher Spielpartner präsentiert.
Ohne Zögern ist sie mitgefahren und hat sich genauso ohne Probleme im häuslichen Bereich zurecht gefunden. Was vom Äußerlichen für viele Interessenten nicht so ansprechend war – der Alaskan-Husky ist für viele Liebhaber nordischer Hunde nicht gerade der Hit – das macht Kira mit ihrem freundlichen und offenen Wesen wieder wett.

Aber lesen Sie selbst:

"Beide Hunde verstehen sich prima. Chewie muss sich zwar immer noch an die Situation gewöhnen, er scheint mir immer noch etwas unsicher im Umgang mit Lea, aber es wird von Tag zu Tag besser.

Lea

Lea scheint überhaupt keine Probleme mit der Eingewöhnung zu haben. Sie akzeptiert ihre Schlafplätze und ist ein kleiner Sonnenschein hier im Haus. Immer fröhlich und glücklich....das sogar morgens beim Aufstehen (der Tag beginnt bei uns um 4 Uhr morgens). Sobald wir die Augen öffnen, erwartet uns ein wedelnder Hund:-)

Gefressen wird noch separat und wird langsam angegangen. Die beiden sollen sich auch erstmal einschätzen können. Es wird später schon klappen, da auch sonst kaum Eifersüchteleien gibt. (Nur beim betteln werden manchmal Zähne gezeigt, allerdings unerwartet von Chewie)

Getobt wird...am liebsten stundenlang und das durchs ganze Haus. Wenn es ihr dann reicht, sagt sie ihm dann kurz die Meinung und gut ist´s.

Schlussendlich freuen wir uns, eine so tolle Hündin bekommen zu haben.

Es macht jeden Tag Spaß."


Wir bedanken uns für das Vertrauen – wünschen Menschen und Hunden viel Freude miteinander

 


 

Wegen Trennung ihrer Menschen haben Dusty, Quincy, Aika und Trixie lange versucht, hier ein neues Lebensglück zu finden. Doch es erwies sich als schwierig, für die vier, die alle durch ihr Vorleben schon mehr oder minder geprägt zu ihrem abgabewilligen Besitzer kamen, passende Menschen zu finden. So vergingen die Monate und alle Beteiligten, Menschen wie Hunde, stellten fest, dass das nun alleinverantwortliche Frauchen den vier Husky-Senioren durchaus gerecht werden kann. Und so werden sie ihren Lebensabend genau dort verbringen, wo die meisten von ihnen ihr erstes richtiges Heim gefunden haben - in ihrem alten, neuen Zuhause.
Aika Dusty Quincy Trixi

 

Enuk hat sein kleines Rudel verlassen


Enuk
Sicher ist Enuk mit einem weinenden Auge gegangen, denn es war eine lange und auch glückliche Zeit, die er mit Laika und Charly zusammen gelebt hat.

Ein ganzes Wochenende haben seine neuen Menschen in der Station verbracht, Übernachtung in einer Pension inbegriffen. Da zeitgleich die Eekholter Wolfsnächte stattfanden und wir dort an unserem Info-Stand beschäftigt waren, kam Enuk auf einen Sprung vorbei. An der Seite seiner neuen Menschen blieb er völlig gelassen und ließ sich durch Nichts aus der Ruhe bringen.
Denn als Einzelhund steht er nun im Mittelpunkt, bei sensiblen Menschen, die ihm helfen, sein manchmal noch fehlendes Selbstvertrauen aufzubauen.

In einem kleinen Dorf genießt er den großen Garten und das tolle Umfeld mitten in Feldern und Wäldern. Der Tag ist ausgefüllt mit langen Spaziergängen und das Fahrrad steht auch schon bereit, um kleine Touren zu unternehmen. Enuk hat seine neue Familie gefunden und manches hat sich für ihn im Vergleich zu seinem Vorleben nicht verändert, denn auch hier gibt es Enkelkinder, die vorbeischauen und ihn mit ausgiebigen Streicheleinheiten verwöhnen.Enuk
Einen gravierenden Unterschied allerdings gibt es, Enuk wird sich in Zukunft weniger zurücknehmen müssen / können. Denn nun ist da kein anderer Hund mehr, der den etwas stillen und zurückhaltenden Enuk dazu veranlasst, sich selber in den Hintergrund zu stellen. Dank der Menschen, die ihn in seiner zweiten Lebenshälfte so liebevoll aufgenommen haben.
Enuk fühlt sich wohl


 

Wir freuen uns über die Vermittlung von "Fräulein Smilla", ehemals Abril. Die etwa 15 Monate alte Hündin konnte in ihrem vorherigen Leben so gut wie keine Erfahrungen sammeln. Auf einem Balkon untergebracht zog das wahre Leben an ihr vorbei.
Für Smilla war es ein Riesenglück, dass sie das Herz ihrer neuen Menschen sofort erobern konnte. Wie sie es anstellte? Nun, das berichten ihre Zweibeiner selber:


"Fräulein Smilla ehemals Abril entdeckt ihr Gespür für Schnee.... und nicht nur das!!

Als wir am 13. Januar die Rettungsstation für Polarhunde in Hohenlockstedt besuchten, wollten wir eigentlich nur erstmal gucken. Unser Husky/ Malamut namens "Männlein" verstarb im Sommer nachdem er uns fast 16 Jahre ein treuer Begleiter gewesen war. In unserem Leben fehlte nun etwas, besser jemand.
Sollten wir uns darin einrichten und gewöhnen an ein Leben zu zweit, oder nicht doch wieder unsere kleine Familie komplettieren?

Eigentlich wollten wir nur gucken, aber der Charmeoffensive der 15 Monate alten Malamuthündin, die heute auf den Namen "Fräulein" hört sind wir schnell erlegen.

Ein glückliches Leben hat sie bisher wohl eher nicht gehabt. Der spanische Tierschutz entdeckte sie auf einem Balkon auf Teneriffa, sicherlich nicht die geeignete Heimstatt für eine lern- und laufbegierige Polarhündin! Dass sie bei uns sehr viel trinkt, verstehe ich als Reaktion einer sich eingeprägten Defiziterfahrung.

Instinktiv hat sie wohl gespürt, dass sie es bei uns gut haben wird. Und als sie uns so ansah mit ihren bernsteinfarbenen Augen, ein paar mal mit ihren weißen Wimpern klapperte und vor allem nach einem ersten Spaziergang gar nicht mehr in ihren Freilauf zurückwollte, sondern sich demonstrativ hinter uns versteckte, war es um uns geschehen.

Eine Woche später holten wir Fräulein Smilla zu uns nach Hause.

Entgegen erster Befürchtungen hat das sehr lebhafte Fräulein die neue Behausung schnell als die ihre angenommen und hat auch nach ersten Trainingseinheiten, "wie lang kann ich auch mal alleine bleiben" ihr neues Zuhause sorgsam behandelt. Die "Spezialbehandlung" an einem afghanischen Hochzeitspantoffel sei ihr dabei gegönnt ;-)) und völlig normal.
Frl. Smilla
Wir erfreuen uns an ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Neugierde und an der Zuwendung, die sie uns zukommen lässt. Nach anfänglicher Angst vor Fahrrädern genießt sie mittlerweile diese zivilisatorische Errungenschaft als probates Mittel endlich dass tun zu können, wonach sie sich schon lange sehnte: laufen. Dabei entdeckt sie die Wege des Oberalsterlaufes, unterirdische Maulwürfe und fliegende Enten.

Und schmusen ist auch noch sehr wichtig. Sie sorgt für sich, holt sich ab, was sie an Liebkosung benötigt und zieht sich zurück, wenn sie genug hat.

So sind sie.

Fräulein Smilla bereichert uns und wir sind froh, ihr ein gutes neues Zuhause geben zu können."

Wir bedanken uns herzlich für den schönen Bericht und die Geduld und Sensibilität, Fräulein Smilla an die alltäglichen Dinge zu gewöhnen.
 


 

Luna

LunaAnfänglich hat sich die bis dahin als Einzelhund gehaltene Luna ein wenig schwer getan, sich im Rudel zurecht zu finden, doch dann fand sie Gefallen daran, sich mit vierbeinigen Kumpeln auseinandersetzen zu können. Ja, sie hatte Spaß beim Toben und Springen, war aber in der Gruppe für ihr Alter eher ruhig, eine recht beeindruckende junge Hündin also.
Wir freuen uns, dass sie nun wieder ein schönes Zuhause erhalten hat und wünschen den DREIEN viel Spaß und Freude.

Luna hat ihr neues Zuhause übrigens nicht anders bezogen als sie sich in der Station zeigte, ruhig und gelassen, so, als wäre es das selbstverständlichste von der Welt:

"Die Fahrt ins neue Zuhause verlief absolut problemlos, und genauso selbstverständlich wie sie ins Auto gestiegen ist, lief sie bei uns einmal durchs Haus um alles zu inspizieren - und war zuhause! Den Platz fein säuberlich neben ihrer Decke gewählt, einen kleinen Kauknochen verputzt und dann tiiiiief geschlafen. Nach dem Nickerchen gab's ein paar Brocken Futter, noch eine kleine Gassirunde... Und als wäre sie ohnehin schon seit Jahren hier daheim, hat sie sich ihren Schlafplatz am Fußende des Bettes ausgewählt (diesmal auf der Decke) und hat friedlich geschlummert.

Unseren ersten Spaziergang haben wir auch schon getätigt, daher hält die Madame auch schon wieder ein Erholungsnickerchen. Vielleicht blüht sie noch etwas auf, sobald sie sich eingewöhnt hat; im generellen ist sie sehr ruhig, aber auch sehr neugierig."

Luna

 


 

Chips im neuen HeimMehr als erschüttert waren wir über das Schicksal des 9jährigen Shiba-Rüden Chips, der von seinen Besitzern wegen Inkontinenz in ein Tierheim in der Schweiz abgeschoben worden war. Liebe Freunde in der Schweiz haben sich sofort auf den Weg gemacht und ihn aus dem Tierheim geholt. Der gesundheitliche Zustand von Chips war sehr schlecht und es hat viele Wochen gedauert, bis er sich einigermaßen erholt hatte. Seine Pflegefamilie hat sich unendlich viel Mühe gemacht, um ihn dann gut vorbereitet in die Vermittlung zu geben.

Für einen Hund mit entsprechendem Vorleben ist es gar nicht so einfach, aus einer liebevollen Pflegestelle in ein neues Zuhause umzuziehen. Da muss es 100% passen. Der erste Versuch einer Vermittlung schlug leider fehl. Das Geschehen erinnerte uns an Inu, den kleinen Rüden, der an einer Brücke angebunden war. Interessenten sind damals über 800 km aus Schleswig-Holstein angereist, um mit ihrer Shiba-Hündin den Kontakt zu Inu aufzunehmen. Aber die Chemie hat nicht gestimmt und die beiden Shibas hatten sich nicht verstanden, es wurde aber anstandslos von beiden Seiten akzeptiert.

Wie das Schicksal es so will, meldete sich einen Tag nach dem ersten Vermittlungs-Versuch eine Interessentin aus der Schweiz, nahe der Pflegestelle von Chips. Es wurde gleich ein Treffen vereinbart und schon nach dem ersten Beschnuppern merkte man, dass die Chemie zwischen den bereits vorhandenen Hunden und Chips stimmte. Der Maßgebende in dem kleinen Rudelverband, ein Akita-Inu-Rüde, machte keine Anstalten, Chips anzugehen und darauf kam es letztendlich an. Die beiden Hundedamen schienen regelrecht ihre Freude zu haben, dass wieder ein neuer Kumpel einziehen soll. So war es dann auch, Chips hat „seinen Platz gefunden“.Chips

Chips fühlt sich in dem kleinen Hunderudel wohl, es ist absolut stimmig. Sein neues Frauchen teilte uns freudig mit, dass er schon aus sich herausgeht, aufblüht und sogar richtig frech geworden ist. Mit Bronko, seinem großen asiatischen Akita-Freund, versteht er sich prächtig – aber souveräne Asiaten sind halt so. Die vier Hunde halten zusammen und sind ein super Team geworden. Darüber freuen wir uns besonders.

Bronco - ein neuer Kumpel von Chips

An unsere Freunde und die Pflegestelle in der Schweiz ein ganz liebes DANKE für die wunderbare Betreuung von dem kleinen Hundemann Chips.
 


 
Scoopy hat nach längerem Probewohnen sein Gastspiel mit Bravour bestanden. Nachdem der kleine, so gar nicht Nordische von Scoopyeiner anderen Tierschutz-Orga mit viel Trara und immer voll in Action bei uns eingezogen war, hat er sich schnell als Bereicherung zwischen all den anderen Vierbeinern erwiesen - witzig und einfach mal was anderes.

Stets war er zur Stelle, immer für ein Spielchen bereit – doch im gleichen Atemzug hat er auch lauthals seine Kumpels im anderen Gehege durch den Zaun angemacht und mit Asgar, der Labi-Münsterländer-Mix-Hündin, oft bis zum Exzess immer um die Wette gekläfft.

Nun ist er ausgezogen – aus dem Gasthund wurde ein fester Kamerad. Noch ein bisschen wild, eigensinnig (vielleicht hat er sich das von den Nordischen abgeschaut), aber ganz Frauchens Liebling, ist er voll ins Familienleben integriert und genießt es. „Mein Frauchen“ „mein Sofa“, aufpassen muss man als Besucher schon, dass Scoopy nicht über sich hinauswächst und einen an der Tür zum Umdrehen nötigt. Da ist noch ein wenig Erziehung notwendig, doch wir sind zuversichtlich, dass das Frauchen es schafft, dem Buben weiterhin konsequent die Richtung vorzugeben. Schön zu wissen, dass sich Scoopy schnell und gut eingelebt hat und sagen ein herzliches DANKE für all die Mühe.

 

 

M I K A - vieles im Leben ist Bestimmung. . .

Mika

MikaAus schlechter Haltung kam die kleine Shiba-Hündin Mika Anfang April 2007 in die Vermittlung. Anfang Juli zog sie um in ein neues Zuhause. Weshalb auch immer, das Hundemädel machte sich wiederholt vom Acker und tauchte mehrere Kilometer weiter weg bei einem Berner Sennenhund auf einem Bauernhof auf. Dort quartierte sie sich in der Hundehütte ein und wartete, bis man sie wieder abholte. Eine Situation, mit der man schwer zurecht kam. Wahrscheinlich sollte es nicht sein – und so kam Mika Anfang Oktober wieder zurück.

Freudig zog sie wieder in der Geschäftsstelle ein, als wäre nie was anderes dazwischen gewesen. Mit einer neuen Vermittlung tat man sich schwer, denn es war nicht einfach einzuschätzen, wo die wirklichen Bedürfnisse der zurückhaltenden Hündin sind und so lebte sie einfach mit im kleinen Hunderudel. Irgendwann würden die passenden Menschen gefunden sein, solche, die ohne Erwartungshaltung an Mika herangehen können.Mika und Yukon

Dann hat das Schicksal ein bisschen nachgeholfen. Von langjährigen Freunden ist die Husky-Hündin viel zu schnell, viel zu jung an einem Hirntumor verstorben. Der zurückgebliebene Rüde konnte aber mit dem Verlust seiner Freundin nicht klar kommen. Und da es fest stand, dass wieder ein neuer Kumpel einziehen sollte, rief man kurzerhand in der Geschäftsstelle an und fragte, ob wohl zufällig ein Shiba-Mädel ein neues Zuhause sucht. Ja, genau diese Leute hat der Himmel geschickt – da gab es keine Diskussion – es war genau der Platz, den wir uns für Mika gewünscht haben. Menschen ohne Erwartungshaltung sind angereist – fanden die Mika einfach nur „klasse“ und nahmen sie am 01.01.2008 mit nach Hause. So souverän, wie die kleine Maus die Sylvesternacht total relaxt überstanden hatte, so relaxt zog sie im neuen Zuhause im Badischen ein. Und Probleme?? Nein, die gibt es nicht, was sollte das wohl sein?
Aus den Rückmeldungen der letzten Wochen wissen wir, dass es 100%ig passt und können Mika getrost innerlich loslassen. Sie hat ihren Hundekumpel, den sie braucht und Menschen, die sie einfach „da-sein-lassen“ und nicht bedrängen. Und heiß und innig geliebt wird sie:
Mika
"Was soll ich denn über Mika schreiben? Sie ist nur lieb und süß, Ihre anfängliche Scheu überwindet sie Stück für Stück, jeden Tag merkt man einen kleinen Fortschritt. Sie freut sich über alles, man(n) muss ihr nur etwas Zeit lassen. Unsere kühnsten Erwartungen, d.h. Hoffnungen werden jeden Tag von ihr übertroffen. Sie ist noch nicht einmal 2 Monate bei uns und wir konnten uns ab dem ersten Tag ein Leben ohne Mika nicht mehr vorstellen."

Mika und YukonMika und Yukon

 


 

Alfi – oder wie schleimt man sich in einer Pflegestelle ein ??

Viel zu lange hat der liebenswerte Malamute-Rüde Alfi in einem Tierheim sein Dasein fristen müssen. Seine Besitzer hatten ihn Alfi„abgeschoben“, da er sich (weiß der Himmel WIE ?) ein Bein gebrochen hatte und danach nur noch "Tierschutz oder Einschläferung" zur Diskussion stand, denn Geld? Nein, das wollte man doch für ein Tier nicht ausgeben – man holt sich dann einfach einen Welpen. So leicht geht das.

Aber nicht mit dem Tierheimpersonal. Das hat den Rüden gepäppelt – doch das Röntgenbild des Beinchens sieht dennoch nicht so gut aus, sondern beinahe als sei es einfach so zusammengewachsen. Wer ein wachsames Auge auf den Bewegungsablauf eines Tieres hat, der bemerkt es sofort – ansonsten fällt es nicht besonders auf, dass Alfi da Probleme hat.

Und SO wild können die Probleme nicht sein, denn schon am ersten Tag hat er sich über den Zaun davon gemacht und konnte bei Nachbars Rottweiler-Hündin am Zaun wieder eingefangen oder eigentlich mehr abgeholt werden. Wegen der Läufigkeit ? Ja, das dachten wir zuerst. Nun, nachdem Alfi bald drei Wochen in der Pflegestelle ist, wissen wir es genau. Alfi ist ein absolutes Rudeltier---- nach seinem Ausbruchversuch startete er gleich den nächsten, aber nicht zu Nachbars Hündin, sondern zum häuslichen Rudel – hinein ins Vergnügen, durch die Hundetüre ins Haus und „hier bin ich und hier bleibe ich“…..liebenswert und mit seinem ganzenAlfi Malamute-Charme hat sich Alfi bei den bereits vorhandenen Hundemädels und auch bei den Rüden eingeschmeichelt und zwar so, dass es unmöglich ist, diesen Rüden nochmals vom Rudel wegzudenken.

Innerliche Kämpfe hat die Pflegestelle gehabt – soll man ihn weiterhin in der Vermittlung belassen oder ....? Es wurde ein klares JA entschieden – JA, Alfi bleibt. So gut, wie er sich eingewöhnt hat – so super, wie er sich im Rudel anpasst und mit den anderen Hunden versteht – die Kumpels, die ihm FAST wichtiger sind als Mensch – nein, das kann man ihm nicht antun. Also – Alfi bleibt und im freien Gehege der Pflegestelle sind zwei neue Kumpels eingezogen.

Ein besonders herzliches DANKE an die Pflegestelle, die Alfi ein festes Zuhause gegeben hat. Und wir drücken die Daumen, dass das Hunderudel weiterhin so harmonisch bleibt.
 

 

 


 

Hutch

Für den schönen kräftigen cremfarbenen Rüden Hutch haben sich die Richtigen gefunden, ein junges sportliches Paar mit einer schönen weißen Husky-Dame. Diese allerdings galt gemeinhin als "Zicke" und so mussten sich die Zweibeiner ganz schön ins Zeug legen vor der eigentlichen Übernahme, trotz der Entfernung wurden mehrere Besuche mit ausgiebigem Gassigang im Tierheim gemacht - Hutch hat es genossen und die Hundedame schließlich auch überzeugt. Anfang Februar wurde nun das neue Heim bezogen - von allen, denn man hatte extra noch den Umzug abgewartet um dann beide Vierbeiner miteinander durch die neue Haustür zu lotsen.


 

AkymaMal wieder war es so, dass ein Hundemann seine Kameradin verloren hatte und sich sehr einsam vorkam. Nach einem Anruf und der Frage nach Akyma, reisten die Interessenten von Hessen an, um mit dem Hundemädel, das erst kurz vorher aus einem Tierheim gekommen war, Kontakt aufzunehmen. Der Malamute-Rüde und Akyma haben sich auf Anhieb verstanden, also so etwas wie Liebe auf den ersten Blick und es musste nicht lange diskutiert werden – Akyma wurde eingepackt und ging mit auf die Reise nach Norden.

Nun ist die Eingewöhnungszeit, die eigentlich keine war, denn Akyma trat ein und war da, vorbei und Akyma fester Bestandteil der Familie geworden. So problemlos wie während des Übernachtens während der Fahrkette hat sich die feine Hundedame, von deren Vorleben wir leider so gut wie nichts wissen, im häuslichen Bereich eingewöhnt, nach nur einem kleinen Malheur war sie stubenrein. Mit ihrem ganzen Charme wurde die komplette Familie um die Pfoten gewickelt und wir sind sicher, dass Akyma den richtigen Platz erhalten hat.
Wir bedanken uns ganz herzlich, dass Akyma diese Chance gegeben wurde und wünschen allen einen schönen Urlaub an der Nordsee im nächsten Monat.
 

 


 


 

Bessy

Nein, wir haben diese unproblematische siebenjährige Husky-Mix-Hündin nicht ins Netz gestellt, da es in der Warteschleife schon zu viele Interessenten gab, die einen Nordischen suchten, der mit Katzen verträglich ist. Zum Jahreswechsel tauschte Bessy, deren Vorbesitzer verstorben war, den Tierheimplatz gegen einen Aufenthalt in der Geschäftsstelle.
Bessy
Weder mit den kleinen Hunden noch mit den Katzen, noch mit irgendjemandem sonst gab es ein Problem. Sie kam hier an, war Zuhause und „fertig“. Ein Anfängerhund, eine Hundedame, die keinen Stress schafft, nur verträglich und sozial ist und zudem noch eine gute Erziehung genossen hat. Einzig ein wenig Zurückhaltung zeigte sie in manchen Situationen, die wir nicht ganz zuordnen konnten.

Wo also würde diese tolle und unproblematische Hündin ein Umfeld vorfinden, wo sie so angenommen würde, wie sie war? Denn allzulange sollte sie nicht so zwischen hier-und-da bleiben, denn nichts ist schlimmer, als wenn sich ein unproblematischer Hund in einer Pflegestelle so eingewöhnt, dass er sich dann schwer tut wieder zu gehen.

Da waren die Menschen, die im Herbst ihre geliebte zauberhafte alte Malamute-Dame Julie verloren hatten. Es waren dort zwei Katerchen eingezogen, denen man keinen Stress antun konnte und so konnte es nur ein Hund sein, der absolut mit Katzen verträglich ist - so wie eben Bessy.
Genauso offen wie damals an Julie ging man auch an Bessy heran und so durfte die liebe Hündin schon schnell in ihr neues Zuhause umziehen.Bessy

Obwohl die Erinnerung an die verstorbene Julie, die wir vor rund zweieinhalb Jahren gebracht hatten, traurig stimmte, war die Wiedersehensfreude mit den Menschen doch sehr groß. Sogleich wurden erst die Vierbeiner verwöhnt und dann auch die Zweibeiner fürstlich bewirtet.

Und Bessy ?? Ja, Bessy wälzte und aalte sich am Boden – sie zeigte sich freudig und fand, dass man da gut wohnen kann. Durch ein paar Spiele ist sie auch gleich aufgetaut und hat sich von allen mit Streicheleinheiten verwöhnen lassen. Ja, das kann sie – sich überall anlehnen und beschmusen lassen – eben ein Hund ,der auch Fremden gegenüber keinerlei Probleme hat.

Wenngleich der Abschied schwer fiel – nicht nur von Bessy, auch von den Menschen, sind wir doch beruhigt wieder nach Hause gefahren. Hier wissen wir mit Sicherheit, dass es ihr an nichts fehlt. Bessy wird dieselbe Liebe, Fürsorge und Aufmerksamkeit erfahren wie Julie, mit einer solchen Gewissheit und einem mehr als guten Gefühl würde man gerne jeden Hund vermittelt wissen. Ein liebes DANKE an die Menschen (für alles) – und viel Freude mit Bessy.

Bessy

 


 

Coco
Coco

CocoEine liebenswerte und fröhliche Husky-Hündin ist vor Weihnachten bei uns in der Station eingezogen. Und so freundlich hat sie sich auch die ganze Zeit gezeigt. Immer offen, immer zu jedem Spiel und jeder Schmuseeinheit bereit. Es gab wohl keinen, der diese kleine Hündin nicht gemocht hat. Sie hat es verstanden, uns alle um die Pfötchen zu wickeln.

Ganz schnell fanden sich Interessenten, schon längere Zeit stand man immer wieder wegen einer Hündin in Verbindung. Aber da war noch die Erinnerung an Georghie, die viel zu schnell verstorben war. Immer wieder kam der Wunsch durch, es müsse ein Mädel sein, wie Georghie war – aber jeder Vierbeiner ist auf seine Art einzigartig und nicht ersetzbar.

Doch die entstandene Lücke würde eine neue Hündin füllen können und so entschloss man sich zum Besuch in der Station, wo die Wahl definitiv auf Coco fiel. Schnell wurde die Hundedame reisefertig gemacht und auf einer Tour Richtung NRW konnten wir Coco ihren neuen Menschen übergeben. Die Freude – aber auch die Vorfreude war so groß, dass nicht nur strahlende Menschen, sondern auch ein strahlender Hund aufeinander zugingen. Nach einem gemeinsamen Sparziergang begleiteten wir Coco zum Auto, das mit ihr nun nach Hause fahren sollte.Coco

Dort ist man auch heil angekommen und Coco wischte umgehend alle Ängste bezüglich einer problematischen Eingewöhnung (sie hat zuvor nur im Zwinger gelebt) hinweg, denn Coco kam, sah und siegte:
"Sie hat sich bei uns von der ersten Minute an benommen, als wäre sie schon seit Jahren hier zu Hause. Jetzt, nach insgesamt drei aufregenden Spaziergängen im Schnee heute, hat sie es sich zwischen Couch und Couchtisch (ihren Hundekorb ignoriert sie) bequem gemacht und schläft."

Coco
und die Familie ist überglücklich.